Südlich des Doms residierten über Jahrhunderte die Brixner Fürstbischöfe in der Hofburg, einem Renaissancebau, dessen prächtiger Arkadenhof bis heute zu den eindrucksvollsten Innenhöfen Südtirols zählt. Schon der Hof allein lohnt den Besuch: dreigeschossige Bögen, Terrakotta-Figuren und eine Architektur, die die einstige weltliche und geistliche Macht der Bischofsstadt sichtbar macht.
Heute beherbergt das Haus das Diözesanmuseum. Die Sammlung führt durch die Kunstgeschichte des Bistums: mittelalterliche Skulpturen und Tafelbilder, kostbare liturgische Objekte und der Domschatz mit Gewändern, Gerät und Reliquiaren. Wer die Bedeutung Brixens als geistliches Zentrum verstehen will, findet hier den passenden Rahmen – die Exponate erzählen von Bischöfen, Handelswegen und Frömmigkeit über viele Jahrhunderte.
Besonders bekannt ist die Hofburg für eine der größten Krippensammlungen des Alpenraums, die vor allem im Advent zahlreiche Besucher anzieht. Wechselnde Sonderausstellungen und Veranstaltungen bespielen Hof und Säle das ganze Jahr über, sodass sich ein Besuch zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich erschließt. Für den Eintritt ins Museum ist ein Ticket erforderlich; die genauen Öffnungszeiten variieren saisonal und sollten vorab geprüft werden. Die Hofburg liegt nur wenige Schritte vom Domplatz entfernt und lässt sich gut mit Dom und Kreuzgang zu einem Rundgang durch das geistliche Brixen verbinden – ein dichtes Ensemble auf kleinstem Raum.