Auf einer vorspringenden Geländeterrasse über Milland, einem Stadtteil von Brixen, steht die Wallfahrtskirche Maria am Sand. Ihre Ursprünge reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, der markante Spitzturm kam im 15. Jahrhundert hinzu und prägt seither die Silhouette des Ortes. Die Lage am Rand der Terrasse macht die Kirche schon von Weitem sichtbar und ist ein Teil ihres Reizes.
Im Inneren zieht der dunkle Hochaltar mit dem spätmittelalterlichen Gnadenbild die Blicke auf sich – das Herzstück der Wallfahrt, die hierher führte. Die Gewölbefresken stammen von Franz Anton Zeiler, einem Maler des 18. Jahrhunderts, und geben dem Raum trotz des kleinen Maßstabs eine erstaunliche Tiefe. Wer sich für Sakralkunst interessiert, findet hier in konzentrierter Form, was die Region künstlerisch ausmacht.
Bis heute ist die alte Millander Pfarrkirche Ziel kleiner Wallfahrten und ein ruhiger Ort abseits der vielbesuchten Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Der kurze Aufstieg zur Terrasse wird mit einem weiten Blick über den Brixner Talkessel belohnt – ein lohnendes Ziel für einen Spaziergang, der Andacht, Kunst und Aussicht verbindet. Der Eintritt ist frei und die Kirche frei zugänglich. Für Reisende, die Brixen jenseits der Altstadt erkunden möchten, ist Maria am Sand ein stiller Gegenpol zum geschäftigen Domplatz und gut mit einem Besuch in Milland zu verbinden.