In der Adlerbrückengasse, im Stammhaus der seit Generationen von der Familie Peer geführten Brixner Stadtapotheke, erzählt das Pharmaziemuseum von Jahrhunderten Heilkunst. Das Besondere: Hier wurde keine Sammlung künstlich zusammengetragen, sondern die Geschichte einer realen, bis heute bestehenden Apotheke bewahrt. Originalmobiliar, Salbentöpfe, Pillenmaschinen und kuriose Arzneien vergangener Epochen geben einen sehr konkreten Einblick, wie Medikamente einst hergestellt und verkauft wurden.
Das Museum ist klein und liebevoll kuratiert – es eignet sich nicht für einen halben Tag, sondern für einen konzentrierten, neugierigen Besuch. Gerade diese Überschaubarkeit ist sein Reiz: Man bekommt einen dichten, persönlichen Eindruck statt einer erschlagenden Materialfülle. Wer sich für Medizingeschichte, alte Handwerke oder einfach für skurrile Details interessiert, kommt hier auf seine Kosten.
Wichtig zu wissen: Das Pharmaziemuseum ist nur an ausgewählten Tagen geöffnet, die Öffnungszeiten sollten daher unbedingt vorab geprüft werden, um nicht vor verschlossener Tür zu stehen. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich. Die Lage in der Adlerbrückengasse ist zentral und liegt auf dem Weg zwischen den Lauben und der Adlerbrücke. Das Museum ist damit eine charmante Ergänzung für einen Altstadtrundgang und besonders an Regentagen eine gute Wahl – ein stiller, eigenwilliger Ort abseits der großen Sehenswürdigkeiten Brixens.