Bozen liegt dort, wo sich drei Täler treffen – das Eisacktal, das Sarntal und das Etschtal – eingerahmt von steilen Weinhängen und dem markanten Porphyrmassiv des Rosengartens, das bei Sonnenuntergang rosa erglüht. Als Hauptstadt Südtirols ist die Stadt das pulsgebende Zentrum einer Region, die zu Italien gehört, aber überwiegend deutsch und italienisch zugleich spricht. Diese Doppelnatur prägt alles: vom Cappuccino in der Bar bis zum Speck und Schüttelbrot auf dem Markt.
Das Herz der Altstadt sind die Lauben, eine schmale, fast 300 Meter lange Geschäftsstraße, deren Arkaden seit dem Mittelalter Kaufleute und Handwerker beherbergen. Hier reihen sich Boutiquen, alte Höfe und Cafés aneinander. Wenige Schritte entfernt liegt der Obstmarkt mit Ständen voller Äpfel, Kräuter und Südtiroler Spezialitäten, dahinter der Waltherplatz mit dem gotischen Dom und der charakteristischen Mariensäule, der gesellige Mittelpunkt der Stadt.
Weltberühmt ist Bozen für Ötzi, die über 5.000 Jahre alte Gletschermumie, die im Südtiroler Archäologiemuseum ausgestellt wird – einer der besucherstärksten Orte der Stadt. Wer höher hinaus will, nimmt eine der Seilbahnen: Vom Stadtzentrum geht es hinauf nach Oberbozen auf dem Ritten oder zur Seiser Alm in Reichweite, mit weitem Blick auf die Dolomiten.
Rund um Bozen ziehen sich die Weinberge der Südtiroler Weinstraße, bekannt für kräftige Lagrein- und elegante Gewürztraminer-Weine. Im Spätsommer und Herbst lockt das Törggelen mit jungem Wein und Kastanien in den Buschenschänken der Umgebung. Bozen ist damit weniger ein einzelnes Postkartenmotiv als ein Lebensgefühl zwischen Alpen und Süden – ideal als Basis für Wanderungen, Weinabende und Streifzüge durch die Dolomiten.

Schloss Runkelstein
Schloss Runkelstein bei Bozen gilt als Bilderburg und bewahrt den größten erhaltenen weltlichen Freskenzyklus des Mittelalters mit Szenen höfischen Lebens.
Größter erhaltener weltlicher Freskenzyklus des Mittelalters





