Brixens Altstadt ist kompakt genug, um sie in anderthalb bis zwei Stunden zu Fuß zu erschließen – und doch steckt sie voller Geschichten, die man ohne Führung leicht übersieht. Genau hier setzt die Altstadtführung an: Die geführten Rundgänge des örtlichen Tourismusvereins verbinden die wichtigsten Orte der Stadt zu einem roten Faden und machen aus einzelnen Sehenswürdigkeiten ein zusammenhängendes Bild. Die Route führt vom Domplatz mit Dom und Kreuzgang über die Hofburg zu den Laubengassen und weiter ins älteste Viertel Stufels jenseits der Adlerbrücke. Unterwegs geht es um die Fürstbischöfe, die Brixen über Jahrhunderte regierten, um die Handelswege über den Brenner, die die Stadt reich machten, und natürlich um den indischen Elefanten Soliman, der 1551 zwei Wochen lang in Brixen rastete und dem Hotel Elephant seinen Namen gab. Solche Anekdoten verankern die Geschichte im Stadtbild und machen den Rundgang lebendig. Die Altstadtführung eignet sich besonders als Auftakt für den ersten Brixen-Tag: Wer die Stadt zu Beginn einmal mit Erklärung erlebt hat, findet sich danach viel besser zurecht und erkennt die Zusammenhänge zwischen Dom, Lauben und Vierteln. Termine, Treffpunkte und Sprachen erfährt man bei der Tourist-Info; je nach Saison finden die Führungen zu festen Zeiten statt. Festes, bequemes Schuhwerk ist empfehlenswert, da man durchgehend zu Fuß unterwegs ist. Für Reisende, die Brixen nicht nur ansehen, sondern verstehen möchten, ist die Führung ein lohnender und zeitsparender Einstieg.
Bequemes Schuhwerk
