Cefalù liegt zwischen zwei Naturgewalten eingebettet: dem türkis schimmernden Tyrrhenischen Meer und der Rocca, einem massiven Kalksteinfelsen, der hoch über den Dächern aufragt. Diese Lage gibt dem Ort sein unverwechselbares Bild – eine kompakte Altstadt aus honigfarbenem Stein, die sich zwischen Strand und Berg zusammendrängt, gekrönt von zwei wuchtigen Türmen.
Diese Türme gehören zur Kathedrale von Cefalù, dem Herzstück der Stadt. Im 12. Jahrhundert unter dem Normannenkönig Roger II. erbaut, vereint sie wie kaum ein anderes Bauwerk die Kulturen, die Sizilien geprägt haben. Im Inneren blickt ein gewaltiges byzantinisches Mosaik des Christus Pantokrator von der Apsis herab – eines der ältesten und schönsten seiner Art auf der Insel. Gemeinsam mit den arabisch-normannischen Bauten Palermos und Monreales zählt die Kathedrale zum UNESCO-Welterbe.
Wer durch die schmalen Gassen schlendert, stößt auf das Lavatoio Medievale, einen mittelalterlichen Waschplatz, an dem noch immer kühles Quellwasser über Steinbecken läuft, und gelangt schließlich zur Strandpromenade. Der Sandstrand von Cefalù gehört zu den schönsten Siziliens und macht den Ort zum seltenen Doppelpack aus Kulturstadt und Badeort.
Wer die Mühe nicht scheut, steigt auf die Rocca hinauf: Der Pfad führt vorbei an den Resten eines antiken Tempels, des Tempio di Diana, bis zur Burgruine ganz oben. Von dort fällt der Blick über die Dächer, die Kathedrale und das Meer – das ganze Cefalù auf einen Blick. Abends, wenn der Felsen rötlich leuchtet und die Trattorien am Hafen ihre Tische decken, zeigt sich, warum dieser Ort als einer der bezauberndsten der ganzen Insel gilt.