Stadt · Italien

Taormina

Zweihundert Meter über dem Ionischen Meer klebt ein Ort an der Flanke des Monte Tauro, und durch die Lücke in der Bühnenmauer seines antiken Theaters steht der rauchende Ätna wie hingestellt.

5 Stadtviertel11 Sehenswürdigkeiten11 Hotels
Überblick

Deine Taormina-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Frühling (April bis Juni) und früher Herbst (September, Oktober) sind ideal: angenehm warme Temperaturen, blühende Bougainvillea und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und sehr belebt, dafür voller Badesaison. Der Winter ist mild und ruhig, viele Strandbetriebe haben dann allerdings geschlossen.
Über Taormina

Reisen nach Taormina

Taormina liegt auf einer Felsterrasse des Monte Tauro an der Ostküste Siziliens, rund 200 Meter über der Küste und in Sichtweite des Ätna, der bei klarem Wetter den südwestlichen Horizont füllt. Gegründet wurde die Stadt im 4. Jahrhundert v. Chr. von Griechen aus dem nahen Naxos; aus griechischer Zeit stammen vor allem die Ränge des Teatro Antico, das im 3. Jahrhundert v. Chr. in den Hang geschlagen wurde. Die Römer bauten es später um, und seine aufgebrochene Bühnenwand rahmt den bekanntesten Ausblick der Insel. Das Zentrum ist ein einziger langer Straßenzug: Der autofreie Corso Umberto verbindet auf knapp einem Kilometer die Porta Messina mit der Porta Catania und führt dabei über die Aussichtsterrasse der Piazza IX Aprile, vorbei am Palazzo Corvaja mit seinem arabischen Wehrturm und zum festungsartigen Duomo San Nicolò mit dem Zentaurinnen-Brunnen davor. Seitlich zweigen Treppengassen ab, oberhalb liegt die Villa Comunale, der von der Engländerin Florence Trevelyan angelegte Garten mit Blick auf Küste und Vulkan, darüber führt der Pilgerweg zur Felskapelle Madonna della Rocca und weiter nach Castelmola auf rund 500 Metern. Zum Wasser hinunter fährt die Seilbahn nach Mazzarò, wo eine schmale Kiesbank zur Isola Bella hinüberführt; nördlich schließen die Strände von Spisone an, südlich die lange Bucht von Giardini Naxos mit dem archäologischen Park der ersten griechischen Kolonie Siziliens. Ätna-Touren, die Alcantara-Schlucht und die Filmdörfer der Umgebung machen Taormina zum bequemsten Standquartier Ostsiziliens.

Taormina – Karte
Reiseführer

Taormina von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um acht Uhr morgens gehört der Corso Umberto noch den Lieferwagen an der Porta Messina und den beiden Männern, die vor der Bar ihre Granita löffeln. Zwei Stunden später schiebt sich die erste Gruppe vom Parkhaus herunter, und ab Mittag ist Taormina genau das, wovor alle warnen – voll, teuer, ein bisschen Kulisse. Dann kippt es wieder. Gegen sieben leeren sich die Busse, das Licht wird flach, die Bougainvillea an den Balkonen leuchtet auf, und über der Bühnenmauer des antiken Theaters raucht der Ätna in ein rosa Nichts. Taormina ist keine Stadt, die man abhakt – es ist eine Stadt, in der die Tageszeit über alles entscheidet.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Taormina

Der historische Kern passt in einen Streifen von knapp einem Kilometer Länge – von der Porta Messina bis zur Porta Catania läufst du zwanzig Minuten, wenn dich nichts aufhält.

Alles beginnt beim Teatro Antico di Taormina am östlichen Ende der Altstadt. Die Griechen schlugen die Ränge im 3. Jahrhundert v. Chr. in den Hang des Monte Tauro, die Römer bauten die Anlage später für Gladiatorenspiele um und mauerten sie mit Ziegeln aus; nach Syrakus ist es das zweitgrößte antike Theater Siziliens. Der Grund, warum hier jeden Vormittag Schlangen stehen, ist aber nicht die Archäologie, sondern eine Lücke: Die Bühnenwand ist über die Jahrhunderte aufgebrochen, und durch die verbliebenen Säulen und Bögen schaut man geradewegs auf die Küste und den Ätna. Geh früh, am besten zur Öffnung, dann hast du die oberen Ränge fast für dich und das Licht steht noch von der Seite.

Vom Theater führt die Via Teatro Greco in zwei Minuten hinunter zum Corso Umberto, der autofreien Hauptgasse. Gleich am Anfang steht der Palazzo Corvaja, in dessen Kern ein arabischer Wehrturm aus dem 10. Jahrhundert steckt und in dem 1411 das sizilianische Parlament tagte – heute Museum und Touristeninformation. Dahinter liegen die Reste eines kleinen römischen Odeons, halb unter der Kirche Santa Caterina verschwunden. Weiter westlich öffnet sich die Piazza IX Aprile mit ihrem schwarz-weißen Schachbrettpflaster als Aussichtsterrasse über der Bucht, begrenzt von der Barockkirche San Giuseppe und dem Torre dell'Orologio, dem Uhrturm über der Porta di Mezzo, der die obere Altstadt vom Borgo Medievale trennt.

Hinter dem Uhrturm wird die Gasse enger und wohnlicher. Am Ende steht der Duomo di Taormina, die Kathedrale San Nicolò di Bari aus dem 13. Jahrhundert, deren Zinnenkranz sie eher wie eine kleine Festung aussehen lässt als wie eine Kirche. Auf dem Platz davor sprudelt der barocke Brunnen mit der zweibeinigen Zentaurin, dem Wappentier der Stadt. Wenige Schritte weiter markiert die Porta Catania das westliche Stadttor. Ein Abstecher lohnt in die Via Naumachia, wo eine über hundert Meter lange römische Ziegelmauer mit Nischen im Hang steckt – vermutlich die Stützwand einer antiken Zisternenanlage und der unspektakulärste große Bau der Stadt.

Zwei Ziele liegen abseits der Hauptachse und werden von Tagesgästen regelmäßig übersehen. Unterhalb des Corso zieht sich die Villa Comunale di Taormina als Terrassengarten am Hang entlang, angelegt von Florence Trevelyan, mit ihren verspielten Backsteintürmchen, schattigen Bänken und freiem Blick auf Küste und Vulkan. Und oberhalb der Stadt duckt sich das Santuario Madonna della Rocca unter einen Felsüberhang des Monte Tauro; hinauf führt die Salita Castello, ein steiler, gepflasterter Treppenweg, für den du eine gute halbe Stunde und feste Schuhe brauchst. Der Blick von dort oben zurück auf Theater, Altstadt und Bucht ist der beste, den du ohne Eintritt bekommst.

Sehenswürdigkeiten in Taormina

Alle 11 Sehenswürdigkeiten
Antikes Theater

Das Teatro Antico und der Blick, der Taormina berühmt gemacht hat

Die Kulisse hinter der Bühne wirkt mitkomponiert – dabei ist sie ein Zufall der Zerstörung.

Teatro Antico
Teatro Antico

Die Anlage stammt in ihrer ersten Fassung aus hellenistischer Zeit, gut hundert Meter misst die Cavea im Durchmesser, Platz war für mehrere tausend Zuschauer. Was du heute siehst, ist überwiegend römisch: Die Ziegelmauern, die gewölbten Umgänge und die Säulenreste der Bühnenfront gehören zu einem Umbau, bei dem aus dem griechischen Theater eine Arena wurde. Genau dieser römische Bühnenaufbau, die scaenae frons, hätte den Blick nach Süden eigentlich komplett verstellt. Dass er es nicht tut, verdankt sich Erdbeben, Steinraub und Jahrhunderten des Verfalls – erst die Lücken in der Mauer machen aus dem Bauwerk das Fenster, für das die Leute kommen.

Goethe stand 1787 auf diesen Rängen und hat in der Italienischen Reise notiert, was seither in jedem zweiten Reisebericht steht: dass hier Natur und Kunst dasselbe Bühnenbild ergeben. Rund achtzig Jahre später zog der Berliner Maler Otto Geleng mit der Staffelei herauf, malte den Ort mit dem Ätna dahinter und stellte die Bilder in Paris aus, wo Kritiker die Farben für erfunden hielten. Er lud sie ein, sich das anzusehen – ein Teil des frühen Taormina-Ruhms geht auf diese Einladung zurück. Wer sich mit dem Thema befassen will, findet den Namen heute noch im Sternerestaurant Otto Geleng am Grand Hotel Timeo, das direkt neben dem Theatereingang liegt.

Praktisch heißt Theaterbesuch vor allem: Zeitpunkt wählen. Am Vormittag rollen die Gruppen aus Catania und von den Kreuzfahrtschiffen an, im Hochsommer steht die Sonne ab Mittag senkrecht auf den Rängen, und Schatten gibt es dort oben so gut wie keinen. Die ersten und die letzten Öffnungsstunden sind deutlich ruhiger und fotografisch die besseren; nimm Wasser, Kopfbedeckung und Schuhe mit Profil mit, das antike Pflaster ist uneben und stellenweise glatt gelaufen. Tickets lassen sich online im Voraus lösen, was an vollen Tagen die Warterei an der Kasse spart.

Im Sommer ist das Theater kein Museum, sondern eine Bühne. Unter dem Dach von Taormina Arte laufen Konzerte, Ballett und Theateraufführungen in den Rängen, dazu kommt das Taormina Film Fest, das traditionell im Juni stattfindet und Filme vor der Ätna-Silhouette zeigt. Für Besucher bedeutet das zweierlei: Ein Abend dort ist die stimmungsvollste Art, die Anlage zu erleben, und tagsüber können Tribünen, Technik und Aufbauten den Blick auf die Bühnenwand teilweise verstellen. Wenn dir das freie Motiv wichtig ist, prüfe vor der Reise den Veranstaltungskalender und plan den Besuch außerhalb der Aufbauphasen.

Rundgang & Tagesplan

Taormina an einem Tag – vom Corso Umberto hinauf nach Castelmola

Ein voller Tag reicht für Altstadt und Theater, zwei Tage machen aus dem Abhaken einen Aufenthalt – und der Unterschied liegt am Abend.

Starte so früh, wie du es schaffst. Erst das Teatro Antico zur Öffnungszeit, dann hinunter zum Corso Umberto, wo um diese Uhrzeit noch die Rollläden hochgehen. Zum Frühstück lohnt der Umweg in die Via Di Giovanni zur Bam Bar, wo die Granita aus Mandel, Zitrone oder Kaffee mit einer warmen Brioche col tuppo serviert wird; am späteren Vormittag steht davor regelmäßig eine Schlange, kurz nach dem Öffnen dagegen selten. Danach am Palazzo Corvaja vorbei bis zur Piazza IX Aprile, wo du das erste Mal in Ruhe über die Bucht schaust, weiter durch die Porta di Mezzo zum Duomo mit dem Zentaurinnen-Brunnen.

Vor der Mittagshitze wechselst du die Ebene und gehst in die Villa Comunale. Der Garten liegt tiefer als der Corso, ist schattig und selbst an Spitzentagen erstaunlich leer; von den Terrassen siehst du die Küste bis Capo Schisò. Wer noch Kraft hat, hängt hier den Aufstieg zur Madonna della Rocca über die Salita Castello an – eine halbe Stunde Treppen, oben dafür die Übersicht über alles, was du morgens von unten gesehen hast. Wer nicht, setzt sich zum Mittagessen in eine der Gartenterrassen am Corso, etwa ins Granduca, wo die Tische über der Küste hängen.

Der Nachmittag gehört dem Wasser. Von der Talstation an der Via Pirandello fährt die Seilbahn hinunter nach Mazzarò, von dort läufst du in wenigen Minuten zur Kiesbank vor der Isola Bella. Zwei Stunden Baden reichen, um den Tag zu drehen; wer lieber auf dem Wasser bleibt, nimmt eine der Bootstouren, die von Mazzarò aus die Felsküste abfahren und in die Grotta Azzurra hineinsteuern. Zurück oben ist es dann ohnehin Zeit für die beste Stunde des Tages, in der die Tagesgäste weg sind und der Corso wieder den Leuten gehört, die hier übernachten.

Für den zweiten Tag bietet sich Castelmola an, das Bergdorf rund 300 Höhenmeter über Taormina. Hinauf geht es per Bus, per Taxi oder zu Fuß über den alten Verbindungsweg, für den du gut eine Stunde bergauf rechnest. Oben ist der Ortskern in zwanzig Minuten durchschritten, die Mauerreste der Burg liegen noch etwas höher, und in der Bar Turrisi wird seit 1947 der süße Mandelwein ausgeschenkt, den man wahlweise für ein Erlebnis oder für zu süß hält. Alternativ füllst du Tag zwei mit einem Ätna-Ausflug – dann brauchst du den Vormittag ohnehin nicht zu verplanen.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Ortsteile & Lage

Taorminas Ortsteile von Castelmola bis Giardini Naxos

Taormina ist eigentlich drei Orte übereinander – Berg, Fels und Küste, verbunden durch Serpentinen, Treppen und eine Seilbahn.

Castelmola
Castelmola

Die oberste Ebene ist Castelmola, ein Dorf auf einem Felsgipfel rund 500 Meter über dem Meer und damit noch einmal deutlich über Taormina. Der Ortskern ist winzig, ein paar Gassen um eine Piazza mit Aussichtsmauer, darüber die Mauerreste einer mittelalterlichen Burg mit byzantinischen und arabischen Wurzeln. Der Rundblick reicht bei klarer Luft vom Ätna bis hinüber nach Kalabrien. Zwischen Taormina und Castelmola liegen die Serpentinen der Via Leonardo da Vinci und ein alter Fußweg; auf halber Höhe wohnt man in Häusern wie der Villa Ducale mit Frühstücksterrasse über der Küste, ruhig, aber ohne Abendleben in Gehweite.

Die mittlere und wichtigste Ebene ist das Centro Storico auf dem Felsband: alles zwischen Porta Messina und Porta Catania, mit Theater, Corso, Piazza IX Aprile, Duomo und Villa Comunale. Hier liegen die meisten Hotels, praktisch alle Läden und die Restaurants, die abends geöffnet haben. Wer zum ersten Mal kommt und nicht ausschließlich baden will, wohnt hier – der Preis dafür sind Treppen, Kofferschlepperei und die Tatsache, dass du zwischen elf und siebzehn Uhr auf dem Corso im Strom mitläufst statt spazieren zu gehen.

Unten am Wasser beginnt Taormina Mare. Mazzarò ist die Badebucht direkt unter dem Felsen, mit der Talstation der Seilbahn, den Lidos auf grobem Kies und der Landzunge vor der Isola Bella; nördlich davon zieht sich Spisone als ruhigere Küstenzone mit langem Kies-Sand-Strand unter der Felswand hin. Beide Lagen sind ideal, wenn der Urlaub überwiegend aus Meer besteht, und mühsam, wenn du jeden Abend oben essen willst – die Seilbahn fährt nicht die ganze Nacht, und der Fußweg bergauf ist kein Spaziergang.

Südlich schließt Giardini Naxos an, das eigenständigste der Viertel: ein langgezogener Küstenort an einer weiten Bucht, mit Uferpromenade, dem größten zusammenhängenden Strandabschnitt der Gegend und dem Parco Archeologico di Naxos am Lavakap Schisò, wo 734 v. Chr. die erste griechische Siedlung Siziliens entstand. Preise, Restaurants und Publikum sind hier bodenständiger als oben, Familien finden mehr Platz und flacheres Wasser, und Busse verbinden den Ort mit Taormina. Wer den Ätna sehen und trotzdem am Meer wohnen will, ist hier richtig.

Strände & Baden

Strände in Taormina von der Isola Bella bis Giardini Naxos

Die Bilder zeigen türkises Wasser vor einer grünen Felseninsel, sie zeigen aber nicht, dass darunter grober Kies liegt.

Isola Bella
Isola Bella

Das bekannteste Motiv ist die Isola Bella, eine kleine Felseninsel im Naturschutzgebiet, die über eine schmale Kiesbank mit dem Strand verbunden ist. Je nach Wasserstand und Seegang läufst du trocken hinüber oder watest die letzten Meter. Die Insel selbst gehörte Florence Trevelyan, wurde später vom Staat übernommen und ist heute Reservat mit begrenztem Zugang; der Weg über die Insel führt durch dichte mediterrane Vegetation zu den alten Gebäuden. Der Strand davor ist an Sommertagen komplett belegt, teils frei zugänglich, teils von Lidos mit Liegen und Schirmen bewirtschaftet. Wer schwimmen und nicht fotografieren will, kommt vor zehn oder nach siebzehn Uhr.

Direkt daneben liegt die Bucht von Mazzarò mit zwei kleinen Stränden beiderseits der Landzunge, ebenfalls Kies, dafür sehr klares und schnell tiefes Wasser – gut für Schnorchler, weniger gut für kleine Kinder. Nördlich schließt hinter der Landzunge die Spiaggia di Spisone an, ein langgezogener Kies-Sand-Streifen unter der Felswand, mit Lidos und mehreren frei zugänglichen Abschnitten. Spisone ist spürbar ruhiger als Mazzarò und von den Hotels an der Küstenstraße zu Fuß erreichbar. Noch weiter nördlich beginnt Letojanni mit flacherem Einstieg und mehr Sandanteil.

Der Familienstrand der Gegend ist die Spiaggia di Giardini Naxos, eine weite Bucht mit überwiegend Sand und feinem Kies, langer Uferpromenade und einer Reihe von Lidos. Das Wasser wird flacher, der Einstieg ist unkomplizierter, und weil der Ort auf Badegäste ausgelegt ist, findest du hier auch Verleih, Eisdielen und Strandbars am Stück. Der Blick geht auf das schwarze Lavakap Schisò und, bei klarer Sicht, hinauf zum Ätna. Für einen ganzen Strandtag mit Kindern ist das die verlässlichste Adresse der Umgebung.

Drei praktische Punkte. Erstens: Badeschuhe. Fast alle Strände zwischen Isola Bella und Spisone sind Kies, teils grob, und der Einstieg ins Wasser ist ohne Schuhe unangenehm. Zweitens: Lidos verlangen Gebühren für Liegen und Schirme, die frei zugänglichen Abschnitte sind entsprechend früh belegt – wer Wert auf einen bestimmten Platz legt, ist vormittags da. Drittens: Am Fuß der Felswand kann es nachmittags früh schattig werden, und bei auflandigem Wind wird das Wasser an der Isola Bella schnell unruhig. Die Badesaison reicht üblicherweise von Ende Mai bis in den Oktober, am wärmsten ist das Meer im August und September.

Übernachten

Hotels in Taormina und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Entscheidung fällt nicht zwischen Kategorien, sondern zwischen zweihundert Höhenmetern – oben Altstadt, unten Meer.

An der Spitze stehen zwei Häuser mit eigener Geschichte. Das Grand Hotel Timeo, A Belmond Hotel, liegt unmittelbar neben dem antiken Theater und nahm bereits 1873 die ersten Gäste auf, damals als Pension für Bildungsreisende; die Literaturterrasse und der Garten gehören zu den ältesten touristischen Orten der Insel, und im Haus kocht das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Otto Geleng. Das San Domenico Palace, Taormina, A Four Seasons Hotel, sitzt in einem Dominikanerkloster aus dem 14. Jahrhundert am westlichen Ende der Altstadt, mit Kreuzgang, Zitrusgärten und einem Pool über der Küste – seit der zweiten Staffel von The White Lotus dort gedreht wurde, ist es auch ein Pilgerziel für Serienzuschauer.

Eine Stufe darunter, aber mit derselben Lagequalität, arbeiten die traditionsreichen Villen der Altstadt. Das Hotel Villa Schuler wird seit 1905 von derselben Familie geführt und hat Terrassengärten und Frühstück mit Meerblick hinter dem Corso; das Hotel Villa Belvedere am Rand der Villa Comunale ist seit 1902 in Betrieb und hat einen Palmengarten mit Pool. Dazu kommen das Hotel Villa Carlotta an der Via Pirandello mit Dachterrasse und das Hotel Metropole Taormina, ein kleines Luxushaus direkt am Corso. Alle liegen zentral genug, dass du abends nichts mehr planen musst.

Wer das Meer vor der Tür will, wohnt unten. Die Villa Sant'Andrea, A Belmond Hotel, liegt als ehemalige Privatvilla direkt an der Bucht von Mazzarò, das Mazzarò Sea Palace steigt in Terrassen darüber auf und hat die Talstation der Seilbahn praktisch vor der Tür. Das Hotel Caparena & Wellness Club steht an der Küstenstraße Richtung Spisone in einem Garten am Privatstrand, und in Giardini Naxos verteilt sich das UNAHOTELS Naxos Beach Sicilia mit Bungalows, Pools und langem Strandabschnitt zwischen Olivenbäumen. Auf halber Höhe Richtung Castelmola liegt die familiengeführte Villa Ducale, ruhig und mit einer der besten Frühstücksaussichten der Gegend.

Drei Dinge, die den Aufenthalt entscheiden. Erstens die Anfahrt – in die Altstadt fährst du nicht mit dem eigenen Auto, frag also beim Buchen nach Transfer und Parkmöglichkeit, viele Häuser organisieren beides. Zweitens die Treppen – Taormina ist auf einen Hang gebaut, und zwischen Hoteleingang und Zimmer liegen manchmal mehrere Etagen ohne Aufzug; bei schwerem Gepäck oder eingeschränkter Mobilität lohnt die Nachfrage vorab. Drittens die Saison: Viele Häuser schließen über den Winter, in der Regel etwa von November bis März, und öffnen zu Ostern wieder. Für Juli und August, das Filmfestival im Juni und die Ostertage buchst du früh.

Hotels in Taormina

Alle 11 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Taormina und die Küche Ostsiziliens

Am Corso reihen sich Speisekarten mit Fotos, zwei Gassen weiter kocht jemand mit dem, was er morgens selbst aus dem Wasser geholt hat.

Zwei Sterneadressen prägen die gehobene Küche der Gegend. Otto Geleng im Grand Hotel Timeo serviert auf wenigen Tischen sizilianische Hochküche mit Blick auf Bucht und Vulkan und trägt einen Michelin-Stern. Unten an der Küstenstraße zwischen Mazzarò und Spisone kocht Pietro D'Agostino im Ristorante La Capinera eine der prägenden Küchen Ostsiziliens, Fisch aus der Straße von Messina, präzise und ohne dekorativen Aufwand. Beide Häuser sind klein, beide reservierungspflichtig, und in der Hochsaison solltest du das nicht auf den Anreisetag verschieben.

Für den normalen Abend führt der Weg weg vom Corso. In der Osteria Nero d'Avola serviert Patron Turi Siligato, was er selbst fischt und an wilden Kräutern findet – rohe Gamberi, wilder Fenchel, alte sizilianische Rebsorten auf der Weinkarte. Die Vineria Modì in der Altstadt verbindet frisch interpretierte Klassiker mit einer Auswahl, die die Winzer am Ätna ernst nimmt, und ist klein genug, dass Reservieren die Regel ist. Wer es klassischer und mit Aussicht mag, sitzt im Ristorante Granduca am Corso auf einer Gartenterrasse über der Küste, wo es abends auch Pizza aus dem Holzofen gibt.

Am Wasser hat Il Barcaiolo in Mazzarò den romantischsten Platz der Umgebung: eine Treppe von der Küstenstraße hinunter in eine winzige Bucht, Tische fast auf Höhe des Wassers, seit Generationen in Familienhand und auf Fisch spezialisiert. Ganz oben in Castelmola betreibt die Familie Turrisi seit 1947 die Bar Turrisi, die für ihren süßen Mandelwein und für eine Inneneinrichtung bekannt ist, an der sich die Gäste zuverlässig entweder amüsieren oder stören – die Dachterrasse mit Ätna-Blick versöhnt beide Lager. Und für die Granita gehst du in die Bam Bar an der Via Di Giovanni, Mandel oder Zitrone, dazu die Brioche col tuppo.

Was auf den Teller kommt, ist ostsizilianisch. Aus Catania kommt die Pasta alla Norma mit gebratenen Auberginen, Tomate und gesalzenem Ricotta, vom Meer Schwertfisch als Involtini oder Steak, dazu Sarde a beccafico und Caponata. Frittiert wird arancino, in Ostsizilien männlich und spitz zulaufend; süß geht es mit Cannoli, Cassata und dem Pistazieneis aus Bronte am Westhang des Ätna weiter. Getrunken wird lokal: Nero d'Avola als Rotwein der Insel, dazu die Weine vom Ätna aus Nerello Mascalese und Carricante, die auf Lavaböden in großer Höhe wachsen und heller und säurebetonter ausfallen, als man es von Sizilien erwartet.

Restaurants in Taormina

Alle 8 Restaurants
Ätna & Ausflüge

Ausflüge ab Taormina zum Ätna und in die Alcantara-Schlucht

Taormina ist der bequemste Ausgangspunkt Ostsiziliens – der Vulkan, eine Basaltschlucht und die antiken Städte der Ostküste liegen im Tagesradius.

Der Ätna ist der höchste aktive Vulkan Europas und von Taormina aus ständig im Bild. Geführte Tagestouren fahren über die Südseite hinauf zum Rifugio Sapienza auf rund 1.900 Metern, wo die begehbaren Silvestri-Krater direkt an der Straße liegen; von dort führen Seilbahn und Geländefahrzeuge weiter in Richtung der oberen Kraterzone, sofern die Bedingungen es zulassen. Häufig wird die Tour mit einem Besuch bei einem Weingut an den Lavahängen kombiniert. Nimm feste Schuhe, eine Windjacke und lange Hosen mit – oben ist es auch im August deutlich kühler und windiger als an der Küste, und Asche ist überall.

Der zweite Klassiker liegt eine gute halbe Stunde landeinwärts. In den Gole dell'Alcantara hat sich der Fluss tief in erstarrte Lava gegraben, die beim Abkühlen zu senkrechten, oft gebogenen Basaltsäulen erstarrt ist; durch die enge Schlucht läuft man streckenweise im Wasser. Das ist selbst im Hochsommer eiskalt: Der Fluss kommt aus den Nebrodi-Bergen und führt kaltes Quellwasser, der Ätna hat nur das Gestein geliefert. Zugang gibt es über den privaten Parco Botanico e Geologico mit Aufzug sowie über einen öffentlichen Treppenabgang; wer im Wasser laufen will, mietet vor Ort Wathose und Schuhe. Nach starken Regenfällen kann die Schlucht gesperrt sein.

Kulturell liegt Taormina günstig zwischen zwei Polen. Nach Süden erreichst du Catania mit dem barocken Zentrum aus Lavastein und dem Fischmarkt La Pescheria in rund einer Stunde, dahinter Syrakus mit der Insel Ortigia und dem griechischen Theater sowie die Barockstädte Noto und Ragusa. Nach Norden liegt Messina mit der astronomischen Uhr am Dom. In die Hügel nördlich von Taormina führt der Weg nach Savoca und Forza d'Agrò, wo Francis Ford Coppola die sizilianischen Szenen des Paten drehte – die Bar Vitelli in Savoca gibt es dort bis heute.

Direkt vor der Haustür bleibt das Wasser. Von Mazzarò aus fahren Boote die Felsküste entlang, an der Isola Bella vorbei zur Grotta Azzurra, deren Wasser durch von unten einfallendes Licht blau leuchtet, und legen in kleinen Buchten zum Baden bei. Die Touren dauern je nach Anbieter ein bis mehrere Stunden, größere Boote fahren feste Routen, kleinere lassen sich privat chartern. Wer lieber an Land bleibt, bucht einen geführten Altstadt-Rundgang, der Theater, Naumachie und Stadttore in gut zwei Stunden zusammenbindet, oder eine Food-Tour durch die Gassen mit Arancini, Panelle, Granita und Cannoli.

Aktivitäten & Touren in Taormina

Anreise & vor Ort

Anreise nach Taormina, Parken und die Seilbahn nach Mazzarò

Der nächste Flughafen liegt in Catania, der Bahnhof unten am Meer und die Altstadt zweihundert Meter darüber – die letzten Kilometer sind der eigentliche Teil der Anreise.

Aus Deutschland kommst du über den Flughafen Catania-Fontanarossa, rund 60 Kilometer südlich, im Sommer mit vielen Direktverbindungen. Vom Flughafen fahren Busse verschiedener Anbieter direkt nach Taormina und Giardini Naxos, die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa anderthalb Stunden. Alternativ nimmst du ein Taxi oder einen vorbestellten Transfer, was mit Gepäck und zu mehreren die bequemere Lösung ist. Der zweite große Flughafen der Insel ist Palermo, liegt aber auf der anderen Seite Siziliens und lohnt nur, wenn du ohnehin eine Rundreise planst.

Mit der Bahn hältst du am Bahnhof Taormina-Giardini, der unten an der Küste bei Villagonia liegt, nicht in der Stadt. Von dort bringen dich Busse oder ein Taxi die Serpentinen hinauf; zu Fuß ist der Anstieg mit Gepäck keine gute Idee. Die Küstenstrecke Messina–Catania ist landschaftlich reizvoll und verbindet Taormina direkt mit beiden Städten. Innerhalb der Region übernehmen Überlandbusse den Rest: Verbindungen nach Catania, Messina, Giardini Naxos und hinauf nach Castelmola starten am Busterminal an der Via Pirandello, gleich unterhalb der Porta Messina.

Mit dem Auto ist die wichtigste Information, dass du damit nicht in die Altstadt kommst. Der historische Kern ist weitgehend autofrei beziehungsweise auf Anlieger beschränkt, und die Zufahrtsstraßen sind eng. Angesteuert werden stattdessen die großen Parkhäuser am Ortsrand, allen voran das Parcheggio Lumbi im Norden mit Shuttleverbindung ins Zentrum und das Parkhaus Porta Catania am westlichen Ende. Beide sind kostenpflichtig, in der Hochsaison mittags oft voll und in jedem Fall die bessere Wahl, als sich in die Gassen zu tasten. Wer nur einen Tagesausflug macht, parkt genauso gut unten in Giardini Naxos und fährt mit dem Bus hoch.

Vor Ort brauchst du dann kein Fahrzeug mehr. Die Altstadt ist zu Fuß in gut zwanzig Minuten von Tor zu Tor durchquert, für den Weg ans Meer gibt es die Seilbahn von der Via Pirandello nach Mazzarò, die die Höhenmeter in wenigen Minuten erledigt; Tickets gibt es einzeln oder als Mehrfahrtenkarte, und in den Abendstunden sowie bei Wartungsarbeiten kann der Betrieb eingeschränkt sein – prüfe die Aushänge, wenn du unten essen willst. Zwischen Taormina, Mazzarò, Spisone und Giardini Naxos verkehren zusätzlich Busse entlang der Küstenstraße.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Festival & Filmkulisse

Filmfestival im antiken Theater und Taormina als Drehort

Wenige Wochen im Jahr verwandelt sich das Theater aus einer Ruine in einen Zuschauerraum, und die halbe Insel kommt herauf.

Corso Umberto
Corso Umberto

Das Taormina Film Fest läuft seit den 1950er-Jahren und findet traditionell im Juni statt. Gezeigt wird abends im Teatro Antico, mit einer Leinwand vor der antiken Bühnenwand und dem Ätna dahinter, dazu kommen Vorführungen und Veranstaltungen in der Stadt. Für Besucher heißt das: volle Hotels, höhere Preise und ein Ort, der auch nachts wach ist. Wer nur wegen der Filme kommt, sollte Tickets und Übernachtung früh sichern; wer zufällig in dieser Woche da ist, bekommt eine Stadt in Feststimmung und ein Theater, das tagsüber teilweise umgebaut ist.

Parallel dazu bespielt Taormina Arte die Anlage über den Sommer mit Konzerten, Ballett und Theater. Ein Abend auf den antiken Rängen, während unten die Lichter der Küste angehen, ist die eindrücklichste Art, das Bauwerk zu erleben – kalkuliere aber ein, dass Steinstufen unbequem sind und dass es nach Sonnenuntergang auch im Sommer auf dem Berg frisch wird. Ein Kissen und eine leichte Jacke machen den Unterschied. Programme erscheinen in der Regel im Frühjahr, Termine ändern sich, prüfe sie also vor der Buchung.

Als Drehort hat Taormina eine lange Liste. Zuletzt hat die zweite Staffel von The White Lotus das San Domenico Palace weltweit bekannt gemacht, was seither an bestimmten Punkten der Altstadt sichtbar ist, wenn Gruppen Fotos an denselben Stellen machen. Älter und für viele wichtiger sind die Schauplätze in der Umgebung: Für Der Pate drehte Francis Ford Coppola die sizilianischen Szenen nicht im namensgebenden Corleone, sondern in den Bergdörfern Savoca und Forza d'Agrò nördlich von Taormina, wo die Bar Vitelli bis heute existiert und entsprechend besucht wird.

Zum religiösen Kalender gehört die Karwoche mit ihren Prozessionen durch die Gassen. Ostern ist zugleich der Termin, an dem die Hotels der Altstadt aus dem Winterschlaf erwachen und sofort ausgebucht sind. Im Sommer verschiebt sich das Leben in die späten Stunden: Abendessen selten vor 21 Uhr, Passeggiata über den Corso bis Mitternacht, Bars an den Seitengassen. Und im Februar liegt oben auf dem Ätna Schnee, während unten an der Küste die Mandelbäume blühen – der Kontrast, der auf jeder zweiten Postkarte der Insel zu sehen ist.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Taormina – und welches zu dir passt

Centro StoricoCentro StoricoDas Felsband zwischen Porta Messina und Porta Catania trägt alles, wofür Taormina steht: antikes Theater, Corso Umberto, Piazza IX Aprile, Duomo und Villa Comunale. Hier liegen die meisten Hotels und die Restaurants, die abends geöffnet haben – dafür läufst du zwischen elf und siebzehn Uhr im Strom mit.Ideal für: Erste Orientierung1–2 TageMazzaròMazzaròDie Badebucht direkt unter dem Felsen, erreichbar in wenigen Minuten mit der Seilbahn. Grober Kies, klares und schnell tiefes Wasser, Lidos an der schmalen Küstenstraße und die Landzunge, hinter der die Isola Bella liegt. Von hier starten die Boote zur Grotta Azzurra, hier stehen die Strandhotels.Ideal für: Baden & Schnorcheln½–1 TagSpisoneSpisoneNördlich hinter der Landzunge von Mazzarò zieht sich ein langer Kies-Sand-Strand unter der Felswand entlang, mit Lidos und frei zugänglichen Abschnitten. Deutlich ruhiger als die Isola Bella, von den Hotels an der Küstenstraße zu Fuß erreichbar und die entspannteste Adresse für einen ganzen Strandtag nah an der Stadt.Ideal für: Ruhiger Strandtag½ TagGiardini NaxosGiardini NaxosDer eigenständige Küstenort an der weiten Bucht südlich von Taormina, mit Uferpromenade, dem längsten Strandabschnitt der Gegend und dem Parco Archeologico di Naxos am Lavakap Schisò, wo 734 v. Chr. die erste griechische Siedlung Siziliens entstand. Bodenständiger, familientauglicher und günstiger als oben.Ideal für: Familien & Strandurlaub1–2 TageCastelmolaCastelmolaDas Bergdorf auf rund 500 Metern über dem Meer, noch einmal gut 300 Höhenmeter über Taormina. Ein paar Gassen um eine Piazza mit Aussichtsmauer, darüber die Mauerreste einer mittelalterlichen Burg, dazu die Bar Turrisi mit ihrem Mandelwein seit 1947. Der Rundblick reicht vom Ätna bis nach Kalabrien.Ideal für: Aussicht & halber Tag½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Taormina mit Wetter und Saison im Jahreslauf

Taormina hat eine der längsten Saisons Italiens – gebadet wird von Ende Mai bis Oktober, gelaufen das ganze Jahr.

Das Klima an der Ostküste Siziliens ist mediterran mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchteren Wintern. Weil Taormina auf rund 200 Metern liegt, fällt es hier meist ein bis zwei Grad kühler aus als unten am Wasser, und abends weht vom Meer her ein spürbarer Luftzug. Juli und August bringen regelmäßig über 30 Grad, dazu volle Gassen und Höchstpreise; im Winter bleibt es zwar mild, aber viele Hotels und Restaurants der Altstadt schließen zwischen November und März. Der Regen fällt vor allem im Spätherbst und Winter, meist in kurzen, kräftigen Schauern.

Jan15°9°mild und leer, vieles geschlossen
Feb15°9°Mandelblüte, Schnee auf dem Ätna
Mär17°10°Saisonstart, Gärten blühen
Apr20°12°Ostern belebt, angenehm zum Laufen
Mai24°16°warm, Meer wird badbar
Jun28°20°Filmfestival, lange Abende
Jul31°23°heiß und voll, Hochpreiszeit
Aug31°23°wärmstes Meer, Ferragosto-Andrang
Sep28°21°Wasser noch warm, Gassen ruhiger
Okt24°18°goldenes Licht, Weinlese am Ätna
Nov20°14°Regen möglich, Saisonende
Dez16°11°still, Ätna oft verschneit

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Taormina sind Mai, Juni und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 24 und 28 Grad, das Meer ist warm genug zum Baden, der Aufstieg zur Madonna della Rocca ist noch angenehm, und der Corso ist abends nicht überfüllt. Juli und August funktionieren als reiner Badeurlaub, sind aber heiß, laut und teuer. April und Oktober sind die klugen Alternativen für alle, die vor allem laufen, schauen und essen wollen. Von November bis März ist Taormina mild und sehr ruhig, dafür ist ein Teil der Hotels und Restaurants geschlossen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Taormina

Wie viele Tage sollte man für Taormina einplanen?
Ein voller Tag reicht für Theater, Corso Umberto, Piazza IX Aprile, Duomo und Villa Comunale. Zwei bis drei Tage sind die bessere Wahl, weil dann ein Strandnachmittag in Mazzarò, der Abstecher nach Castelmola und ein Ätna-Ausflug hineinpassen. Wer die Umgebung mitnimmt, nutzt Taormina als Standquartier für vier bis fünf Nächte.
Zu welcher Tageszeit ist Taormina am angenehmsten?
Früh morgens und ab dem frühen Abend. Zwischen etwa elf und siebzehn Uhr sind die Tagesgäste aus Catania, von den Kreuzfahrtschiffen und aus den Küstenhotels da, dann ist der Corso ein Strom. Wer im Ort übernachtet, dreht den Tag um: Theater zur Öffnung, mittags Villa Comunale oder Strand, abends wieder in die Gassen.
Lohnt sich der Eintritt ins Teatro Antico?
Ja, denn der Blick durch die aufgebrochene Bühnenwand auf Ätna und Küste lässt sich von außen nicht ersetzen und die Anlage ist als zweitgrößtes antikes Theater Siziliens auch archäologisch bedeutend. Plane Zeit für die oberen Ränge ein, geh zur Öffnungszeit und nimm Sonnenschutz mit – Schatten gibt es dort oben kaum.
Wie funktioniert die Seilbahn von Taormina nach Mazzarò?
Die Talstation liegt an der Via Pirandello unterhalb der Porta Messina, die Fahrt in die Bucht von Mazzarò dauert nur wenige Minuten und überwindet rund 200 Höhenmeter. Tickets gibt es einzeln oder als Mehrfahrtenkarte an der Station. Die Betriebszeiten sind begrenzt und können bei Wartung entfallen – prüfe den Aushang, bevor du abends unten essen gehst.
Braucht man in Taormina Badeschuhe?
An der Isola Bella, in Mazzarò und in Spisone ja. Diese Strände bestehen überwiegend aus grobem Kies, und der Einstieg ins Wasser ist barfuß unangenehm. Nur in Giardini Naxos und weiter nördlich in Letojanni überwiegen Sand und feiner Kies. Wer schnorcheln will, ist in Mazzarò richtig, wo das Wasser klar ist und schnell tief wird.
Kann man auf die Isola Bella hinüberlaufen?
In der Regel ja, über die schmale Kiesbank vom Strand aus – bei höherem Wasserstand oder Seegang werden die letzten Meter aber nass. Die Insel selbst ist Naturschutzgebiet mit begrenztem Zugang und einem eigenen Rundweg durch die Vegetation zu den historischen Gebäuden. Der Strand davor ist teils frei zugänglich, teils von Lidos bewirtschaftet.
Wohnt man besser in der Altstadt oder unten am Meer?
In der Altstadt, wenn Theater, Gassen und Abende im Vordergrund stehen – dort liegt alles fußläufig, dafür gibt es Treppen und Trubel. Unten in Mazzarò, Spisone oder Giardini Naxos, wenn der Urlaub überwiegend aus Baden besteht. Bedenke dabei, dass die Seilbahn nicht die ganze Nacht fährt und der Fußweg bergauf anstrengend ist.
Wo parkt man in Taormina?
Nicht in der Altstadt, die weitgehend autofrei ist. Angesteuert werden die Parkhäuser am Ortsrand, vor allem das Parcheggio Lumbi im Norden mit Shuttle ins Zentrum und das Parkhaus Porta Catania im Westen. Beide sind kostenpflichtig und in der Hochsaison mittags oft voll. Für einen Tagesbesuch kannst du auch unten in Giardini Naxos parken und mit dem Bus hochfahren.
Wie kommt man vom Bahnhof nach Taormina hinauf?
Der Bahnhof Taormina-Giardini liegt unten an der Küste bei Villagonia, rund 200 Höhenmeter unter der Altstadt. Hinauf fahren Busse und Taxis über die Serpentinen; zu Fuß ist der Anstieg mit Gepäck keine gute Idee. Wer mit dem Zug anreist und im Ort wohnt, fragt beim Hotel nach einem Transfer, das erspart die Suche am Bahnsteig.
Wie kommt man von Taormina zum Ätna?
Am einfachsten mit einer geführten Tagestour, die zum Rifugio Sapienza auf rund 1.900 Metern und zu den Silvestri-Kratern fährt, oft kombiniert mit einer Weinprobe an den Lavahängen. Mit Mietwagen dauert die Fahrt zur Südseite deutlich über eine Stunde. Nimm feste Schuhe, lange Hosen und eine Windjacke mit, oben ist es auch im Hochsommer kühl.
Ist Taormina teuer?
Für sizilianische Verhältnisse ja, besonders in der Hochsaison und am Corso Umberto, wo Lage und Aussicht mitbezahlt werden. Günstiger isst und wohnt man unten in Giardini Naxos oder in den Seitengassen abseits der Hauptachse. Wer im Mai, Juni oder Oktober reist, zahlt für dieselben Zimmer deutlich weniger als im Juli und August.
Was sollte man in Taormina probieren?
Die Granita mit warmer Brioche col tuppo am Vormittag, klassisch als Mandel oder Zitrone. Dazu Pasta alla Norma mit Auberginen und gesalzenem Ricotta, Schwertfisch vom Grill oder als Involtini, frisch frittierte Arancini und Cannoli oder Pistazieneis zum Abschluss. Getrunken wird Nero d'Avola oder ein Wein von den Lavahängen des Ätna.
Lohnt sich der Abstecher nach Castelmola?
Wenn du zwei Tage hast, ja. Das Dorf liegt rund 300 Höhenmeter über Taormina auf einem Felsgipfel, der Rundblick reicht bei klarer Luft vom Ätna bis nach Kalabrien, und der Ortskern ist in zwanzig Minuten durchschritten. Hinauf geht es per Bus, Taxi oder zu Fuß über den alten Verbindungsweg, für den du gut eine Stunde bergauf rechnest.
Eignet sich Taormina für einen Urlaub mit Kindern?
Mit Einschränkungen. Die Altstadt bedeutet Treppen, Kopfsteinpflaster und wenig Platz, die Strände unter dem Felsen sind kiesig und schnell tief. Familien wohnen bequemer in Giardini Naxos mit breiter Bucht, flacherem Einstieg und Promenade. Von dort sind Taormina, der Archäologiepark von Naxos und Bootstouren zur Isola Bella gut erreichbar.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Taormina – Teatro Antico & Isola Bella antikes Theater mit Ätna im Hintergrund

Für das antike Theater und die Isola Bella lohnt sich ein frühes Ticket – beide füllen sich am Vormittag. Plane einen Abend für die Piazza IX Aprile mit Ätna-Blick ein.

Übernachten

Hotels in Taormina – am Corso & über der Isola Bella mit Balkonblick aufs Ionische Meer und den Ätna

Im Centro Storico wohnst du fußläufig zu allem, aber lebhaft; ruhiger und mit Meeranschluss sind Mazzarò und Spisone. Castelmola passt für Aussicht und Abgeschiedenheit.

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Genießen

Restaurants in Taormina – zwischen Centro Storico & Mazzarò sizilianische Küche auf Terrassen über der Bucht

Sizilianisch heißt hier: Pasta alla Norma, frischer Fisch und Granita zum Frühstück. Die besten Trattorien liegen in den Gassen des Centro Storico abseits des Corso.

Erleben

Aktivitäten & Touren in Taormina – Ätna, Naxos & Mazzarò vom Felsbalkon hinab zu Bucht und Vulkan

Von Taormina aus startest du zu Ätna-Wanderungen, Bootstouren entlang der Küste zur Isola Bella und zu Weinproben an den Vulkanhängen. Eine Seilbahn bringt dich schnell zum Strand.

TaorminaZweihundert Meter über dem Ionischen Meer klebt ein Ort an der Flanke des Monte Tauro, und durch die Lücke in der Bühnenmauer seines antiken Theaters steht der rauchende Ätna wie hingestellt.

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