Je nach Wasserstand verbindet eine schmale Kiesbank den Strand von Mazzarò mit der Isola Bella, sodass man trockenen Fußes oder durch flaches Wasser hinüberwaten kann. Die kleine Felseninsel gehörte Ende des 19. Jahrhunderts der Engländerin Florence Trevelyan, die nach Taormina übergesiedelt war und die auch die Gärten der Villa Comunale anlegte. Zwischen Felsen und mediterraner Macchia ließ sie hier ein Haus und naturnahe Gärten gestalten.
Heute ist die Isola Bella ein Naturschutzgebiet, das gegen ein kleines Eintrittsgeld und mit begrenzter Besucherzahl besichtigt werden kann. Pfade führen durch die dichte Vegetation zu Trevelyans Haus und zu Aussichtspunkten über die Bucht; Hinweistafeln erklären die Tier- und Pflanzenwelt des geschützten Areals. Die Insel selbst ist klein, der Reiz liegt im Kontrast aus rauem Fels, üppigem Grün und dem türkis schimmernden Wasser ringsum.
Die Bucht um die Isola Bella zählt mit ihrem klaren Wasser zu den meistfotografierten Motiven Siziliens – am eindrucksvollsten von oben, etwa von der Via Pirandello oder aus der Seilbahn zwischen Altstadt und Mazzarò. Wer baden will, sollte wissen, dass der Strand aus groben Kieseln besteht: Badeschuhe und Schnorchel gehören ins Gepäck, denn das Wasser ist glasklar. Für den Besuch der Insel selbst empfiehlt sich der frühe Vormittag, bevor die Besucherzahl ausgeschöpft ist und die Bucht sich füllt.