Ende des 19. Jahrhunderts legte die englische Adlige Florence Trevelyan, die nach Taormina übergesiedelt war, diese Gärten an. Sie pflanzte exotische Gewächse und ließ die sogenannten „Victorian Follies“ errichten – verspielte Ziegeltürmchen und Pavillons, die nie einem praktischen Zweck dienten, sondern allein der Schönheit und der Vogelbeobachtung, einer Leidenschaft Trevelyans. Die Bauwerke aus Backstein, Lavastein und Fundstücken geben dem Garten seinen unverwechselbaren Charakter.
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Heute ist die Villa Comunale der grüne Balkon Taorminas: Terrassenwege führen zwischen Palmen, Pinien und Blütensträuchern entlang, immer wieder öffnet sich der Blick auf die Küste und den Ätna. Schattige Bänke laden zum Verweilen ein, Katzen dösen auf warmen Mauern, und die gepflegten Beete machen den Garten zu einem der ruhigsten Orte der Oberstadt. Der Eintritt ist frei.
Gerade in den Mittagsstunden, wenn der Corso Umberto überläuft und die Sonne hoch steht, ist die Villa Comunale ein willkommener Rückzugsort. Die Anlage liegt am Rand der Altstadt, wenige Gehminuten von der Hauptachse entfernt, und grenzt an einige Traditionshotels. Von den Aussichtsterrassen am unteren Rand des Gartens reicht der Blick über die Bucht von Naxos bis zum Vulkan – ein Panorama, das die Stille des Ortes noch eindrücklicher macht. Für Familien sind die Follies und die offenen Wiesen ein angenehmer Gegenpol zum dichten Stadtkern.