Die Osteria Nero d'Avola in der Altstadt von Taormina ist eng mit ihrem Patron verbunden: Turi Siligato fischt, sammelt und sucht Kräuter selbst und serviert in seinem Lokal, was Saison und Meer hergeben. Auf den Tisch kommen rohe Gamberi, wilder Fenchel, gereifter Käse aus den Bergen und Gemüse der Umgebung – eine Küche, die nicht aus einer festen Karte, sondern aus dem schöpft, was der Tag bringt. Dazu öffnet Siligato alte sizilianische Rebsorten, die er selbst kuratiert; der Name der Osteria verweist auf die wohl bekannteste rote Traube der Insel, den Nero d'Avola. Die Atmosphäre ist persönlich bis theatralisch: Oft führt Siligato selbst durch den Abend, erzählt zu jedem Teller die Herkunft der Zutaten und macht aus dem Essen ein Stück gelebte sizilianische Esskultur. Wer das kulinarische Taormina abseits der Touristenmenüs sucht, ist hier richtig – die Stammgäste reservieren längst. Genau das ist der Hinweis: Die Osteria ist klein und beliebt, eine Reservierung lohnt sich. Statt einer vorhersehbaren Speisekarte erwartet die Gäste hier ein Abend, der vom Patron, von der Saison und vom Fang abhängt. Für Reisende, die sich auf eine ungewöhnliche, produktbezogene Küche einlassen und Geschichten zu ihrem Essen schätzen, ist die Nero d'Avola eine der charaktervollsten Adressen der Stadt.
Eine kompromisslos produktbezogene sizilianische Küche: Patron Turi Siligato fischt, sammelt und sucht Kräuter selbst und kocht aus dem, was Saison und Meer hergeben. Auf den Tisch kommen rohe Gamberi, wilder Fenchel, gereifter Käse aus den Bergen und Gemüse der Umgebung – ohne feste Karte, dafür mit ständig wechselnden Gerichten und alten sizilianischen Rebsorten im Glas.
Persönlich bis theatralisch: ein kleines Lokal in der Altstadt, in dem oft der Patron selbst durch den Abend führt und zu jedem Teller die Herkunft der Zutaten erzählt. Der Abend lebt vom Charakter des Hauses und fühlt sich eher wie ein Besuch bei einem leidenschaftlichen Gastgeber an als wie ein klassischer Restaurantbesuch.
