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Castello di Castelmola
Die Burgruine auf dem Gipfel: ein paar Mauern, viel Himmel und der weiteste Rundblick der Gegend – Eintritt frei.
◆ STADTVIERTEL · TAORMINA
Hoch über Taormina sitzt Castelmola wie ein Adlerhorst auf seinem Felskegel: ein Bergdorf aus verwinkelten Gassen um eine Piazza mit Mosaikpflaster, gekrönt von einer Burgruine mit Rundblick. Offiziell eine eigene Gemeinde, gehört es für Reisende fest zum Taormina-Besuch – wegen des Mandelweins der Bar Turrisi, der Felskapelle Madonna della Rocca am alten Fußweg und der stillen Abende, wenn die Tagesgäste fort sind.

Wenn Taormina Siziliens Balkon ist, dann ist Castelmola der Balkon darüber. Das Dorf klebt auf einem Felskegel oberhalb des Monte Tauro, dort, wo schon Griechen und Byzantiner ihre Wachposten hatten; die Burg auf dem Gipfel wechselte über die Jahrhunderte von arabischer zu normannischer Hand. Geblieben sind Mauerreste, Zisternen und ein Rundblick, der an klaren Tagen vom rauchenden Ätna über die Küstenlinie bis nach Kalabrien reicht.
Das Dorf selbst gehört zu den 'Borghi più belli d'Italia', den schönsten Dörfern Italiens: eine Piazza mit Mosaikpflaster wie ein Schachbrett, Gassen mit Bögen und Blumentöpfen, Cafés in alten Gewölben. Berühmt wurde Castelmola aber durch ein Getränk – den vino alla mandorla, den süßen Mandelwein, den die Bar Turrisi an der Piazza seit 1947 ausschenkt. Das Lokal über vier verwinkelte Etagen ist mit seiner ironisch-freizügigen Einrichtung selbst eine Sehenswürdigkeit, die Dachterrasse einer der besten Aussichtspunkte des Dorfes.
Der schönste Weg hinauf bleibt der alte Pfad: Von Taormina steigt die Salita Castello in Serpentinen zur Felskapelle Madonna della Rocca, die sich unter einen Überhang des Monte Tauro duckt, und weiter über den Sattel nach Castelmola – gut eine Stunde, festes Schuhwerk vorausgesetzt. Wer es bequemer mag, nimmt den Bus ab Taormina und wandert nur bergab. Bleib bis nach Sonnenuntergang: Wenn unten die Lichter der Küste angehen, hat das Dorf seinen größten Auftritt.
01 · Highlights
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Die Burgruine auf dem Gipfel: ein paar Mauern, viel Himmel und der weiteste Rundblick der Gegend – Eintritt frei.
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Vier Etagen Kuriosum mit Mandelwein und Dachterrasse – die berühmteste Bar zwischen Ätna und Messina.
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Die in den Fels gebaute Wallfahrtskapelle am alten Pilgerpfad – mit Terrasse hoch über Theater und Küste.
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Der Dorfplatz mit Mosaikpflaster und Belvedere – Bühne für Abendlicht, Espresso und Blicke bis Kalabrien.
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06 · Häufige Fragen
Per Bus in rund 15 Minuten ab dem Busbahnhof von Taormina oder zu Fuß über den alten Pilgerpfad Salita Castello, vorbei an der Madonna della Rocca – etwa eine Stunde bergauf mit großartigen Blicken. Viele kombinieren: Bus hinauf, Fußweg hinunter.
Ein süßer, aromatischer Mandelwein, der als Aperitif oder Dessertwein getrunken wird – die Spezialität Castelmolas. Am bekanntesten schenkt ihn die Bar Turrisi an der Piazza aus; Flaschen gibt es dort und in kleinen Läden im Dorf als Mitbringsel.
Gerade dann: Nach Abfahrt der Tagesgäste gehören Piazza und Burgruine den Bleibenden, und mit der Dämmerung gehen unten die Lichter von Taormina und der Küste an. Für den Rückweg den letzten Bus prüfen oder ein Taxi einplanen.
Ja, der kurze Aufstieg vom Dorfplatz ist frei; oben warten Mauerreste und ein 360-Grad-Blick vom Ätna bis zur Straße von Messina. Festes Schuhwerk hilft, der Weg ist stellenweise uneben.
07 · In der Nähe
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