Bevor es Taormina gab, gab es Naxos. Um 734 vor Christus gingen hier, am Lavakap Schisò unterhalb des heutigen Giardini Naxos, die ersten griechischen Siedler Siziliens an Land. Damit ist Naxos die älteste griechische Kolonie der Insel – ein Ursprungsort, der lange vor der Blüte Taorminas auf dem Berg lag. Der archäologische Park bewahrt die Spuren der antiken Stadt unter Olivenbäumen und mit Blick über die Bucht: Mauerzüge aus schwarzem Lavastein, das erhaltene Stadtraster, Reste von Heiligtümern und antike Brennöfen, in denen einst Keramik und Baumaterial gefertigt wurden. Die Lage am Wasser, der schwarze Lavastein und die Stille zwischen den Olivenbäumen machen den Rundgang zu einem ruhigen Erlebnis. Am Eingang ordnet ein kleines Museum die Funde ein – mit Keramik, Architekturteilen und Erläuterungen zur Geschichte der Kolonie. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich. Der Park ist ein stiller, oft unterschätzter Kontrapunkt zum Trubel des Teatro Antico und lässt sich ideal mit einem Strandtag in Giardini Naxos verbinden, das nur wenige Minuten entfernt liegt. Wer sich für die griechischen Wurzeln Siziliens interessiert, findet hier einen authentischen Ort abseits der großen Besucherströme – am angenehmsten am Vormittag oder späten Nachmittag, wenn die Hitze nachlässt und das Licht den Lavastein betont.
Ein weitläufiges Ausgrabungsgelände am Wasser mit Mauern aus schwarzem Lavastein, dem antiken Stadtraster, Heiligtümern und Brennöfen, eingebettet zwischen Olivenbäumen. Am Eingang ein kleines Museum mit Keramik und Architekturfunden. Eintritt erforderlich, wenig Schatten, ruhige Atmosphäre.
Naxos wurde um 734 v. Chr. von griechischen Siedlern gegründet und gilt als älteste griechische Kolonie Siziliens. Die Stadt am Lavakap Schisò war ein wichtiger Brückenkopf der Hellenisierung der Insel, lange bevor das benachbarte Tauromenion – das heutige Taormina – aufstieg. Heute bewahren die Ausgrabungen Mauern, Heiligtümer und Werkstätten der antiken Stadt.
