Taorminas Dom wirkt auf den ersten Blick mehr wie eine Festung als wie eine Kirche: Das Gotteshaus San Nicolò di Bari aus dem 13. Jahrhundert trägt einen Zinnenkranz auf der schlichten Steinfassade, der ihm ein wehrhaftes Aussehen gibt. Über dem Portal sitzt eine Rosette, und das Innere überrascht nach der herben Fassade mit seinem offenen Dachstuhl und Werken sizilianischer Meister. Vor der Kirche plätschert der barocke Brunnen mit der Zentaurin – einem weiblichen Mischwesen, das als Wappenwesen der Stadt gilt. Der Brunnen aus dem 17. Jahrhundert bildet zusammen mit der Domfassade ein stimmiges Ensemble und markiert das westliche Ende des Corso Umberto. Die Piazza del Duomo ist deutlich ruhiger als die große Aussichtspiazza IX Aprile und gehört am Abend zu den stimmungsvollsten Plätzen der Altstadt. Der Eintritt in die Kirche ist frei. Im Inneren lohnt der Blick auf die hölzerne Dachkonstruktion, die Säulen und die Altarbilder; gedämpftes Licht und die kühle Steinarchitektur bieten einen Kontrast zum Trubel der Flaniermeile draußen. Wer Taormina jenseits der großen Aussichtspunkte erleben will, findet hier einen ruhigen, geschichtsträchtigen Ort. Besonders am frühen Abend, wenn die Tagesgäste abreisen und die Fassade im warmen Licht steht, entfaltet die Piazza del Duomo ihren Reiz.
Eine schlichte Steinkirche mit Zinnenkranz, davor ein barocker Brunnen mit der Zentaurin als Stadtwappen. Im Inneren ein offener Dachstuhl, Säulen und Werke sizilianischer Meister. Die umgebende Piazza del Duomo ist ruhiger als die zentralen Plätze und besonders am Abend atmosphärisch.
Die Kirche San Nicolò di Bari wurde im 13. Jahrhundert errichtet und im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert. Ihr Zinnenkranz verleiht ihr das festungsartige Aussehen. Der vorgelagerte Barockbrunnen mit der Zentaurin – dem Wappenwesen Taorminas – kam im 17. Jahrhundert hinzu und vervollständigt das Ensemble der Piazza del Duomo.
