Die Rocca ist der Hausberg von Cefalù, ein mächtiger Kalkfels, der rund 270 Meter über der Altstadt aufragt und ihr ihre unverwechselbare Silhouette gibt. Der Fels ist nicht nur Kulisse hinter dem Dom, sondern selbst ein lohnendes Ziel: Über die Salita Saraceni steigt der Weg ab der Piazza Garibaldi durch mittelalterliche Mauerringe nach oben. Auf halber Höhe liegt der sogenannte Tempio di Diana, ein megalithischer Bau um eine antike Zisterne. Trotz des Namens handelt es sich nicht um einen klassischen Tempel, sondern um ein vorgeschichtliches Bauwerk, das mit einer Wasserstelle verbunden war und später überformt wurde. Der weitere Weg führt zu den Resten der Burg auf dem Gipfel, die einst die Stadt sicherte. Der Lohn des Aufstiegs ist der Blick. Von oben reicht die Aussicht über den Dom, die Dächer der Altstadt und die geschwungene Küste; an klaren Tagen sind in der Ferne die Äolischen Inseln zu erkennen. Diese Perspektive macht die Lage Cefalùs zwischen Fels und Meer auf einen Blick verständlich und gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen der Stadt. Für den Rundweg solltest du 1,5 bis 2 Stunden, festes Schuhwerk und ausreichend Wasser einplanen; der Weg ist teils steil und steinig. Der Zugang ist kostenpflichtig. Wegen der Hitze empfiehlt sich der Aufstieg am Morgen oder am späten Nachmittag statt in der Mittagssonne. Wer die Mühe nicht scheut, verbindet Geschichte, Natur und Aussicht zu einem der prägenden Programmpunkte in Cefalù.
Vom Gipfel den Blick über Dom und Dächer der Altstadt aufnehmen






























