Das Monastero dei Benedettini di San Nicolò l'Arena zählt zu den größten Benediktinerklöstern Europas und gehört als Teil des spätbarocken Val di Noto zum UNESCO-Welterbe. Die monumentale Anlage liegt im Stadtteil rund um die gleichnamige Kirche San Nicolò und beeindruckt schon durch ihre schiere Größe und die reich verzierten Fassaden. Nach dem verheerenden Erdbeben von 1693, das Catania weitgehend zerstörte, wurde das Kloster im Stil des sizilianischen Spätbarocks wiederaufgebaut – ein Stil, der das gesamte Stadtbild bis heute prägt. Heute beherbergt das Kloster die geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Catania, sodass das historische Gebäude lebendig genutzt wird und nicht als reines Museum erstarrt ist. Studierende bevölkern die Höfe und Gänge, während Besucher die prunkvollen Innenhöfe, die barocke Architektur und die historische Bibliothek erkunden können. Eine Besonderheit sind die Ausgrabungen unter dem Gebäude: Da das Kloster auf älteren Schichten errichtet wurde, lassen sich darunter Spuren früherer Bauten und sogar von Lavaströmen früherer Ätna-Ausbrüche erkennen, die die wechselvolle Geschichte des Ortes dokumentieren. Der Besuch erfolgt am besten im Rahmen einer geführten Tour, die durch die Innenhöfe, die Bibliothek und die unterirdischen Bereiche führt und die Geschichte des Klosters erläutert. Ein Ticket ist erforderlich. Wer sich für Architektur, Geschichte oder das UNESCO-Welterbe des Val di Noto interessiert, findet hier eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Catanias – ein Ort, an dem sich barocke Pracht, Universitätsleben und die geologische Vergangenheit der Vulkanstadt überlagern.
Die symmetrischen Innenhöfe von zentraler Position fotografieren, um die barocke Architektur ganz einzufangen.
