Das Castello Ursino wurde ab 1239 unter Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen als Festung erbaut und gehört zu den wenigen Bauwerken Catanias, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Ursprünglich lag die Burg direkt am Meer und kontrollierte als Teil des staufischen Befestigungssystems die Küste. Ihr wuchtiger, quadratischer Grundriss mit den runden Ecktürmen verkörpert den wehrhaften Charakter mittelalterlicher Burgenarchitektur und steht in deutlichem Kontrast zur barocken Pracht der umgebenden Stadt. Eine der erstaunlichsten Geschichten des Bauwerks erzählt von der Naturgewalt des Ätna: Durch den Lavastrom des großen Ausbruchs von 1669 verlandete die Umgebung der Burg, das Meer wurde zurückgedrängt, und das Castello Ursino, das einst am Wasser stand, befindet sich heute mitten in der Stadt, weit vom Meer entfernt. Dieses Beispiel zeigt eindrücklich, wie sehr der Vulkan die Geografie Catanias über die Jahrhunderte geprägt und verändert hat. Heute beherbergt die Burg das Museo Civico, das städtische Museum Catanias, mit archäologischen Funden, Gemälden und Skulpturen aus verschiedenen Epochen. Der Besuch verbindet so die Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Architektur und der Vulkangeschichte mit dem Rundgang durch die Sammlungen im Inneren. Ein Ticket ist erforderlich. Für alle, die sich für die ältere, vorbarocke Schicht Catanias und für die Wechselwirkung von Stadt und Vulkan interessieren, ist das Castello Ursino eine der aufschlussreichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Die wuchtigen Mauern und runden Ecktürme von außen für ein eindrucksvolles Gesamtbild fotografieren.
