Dieser Stadtrundgang erschließt das barocke Zentrum Catanias, das nach dem Erdbeben von 1693 im sizilianischen Spätbarock wiederaufgebaut wurde und heute als Teil des Val di Noto zum UNESCO-Welterbe gehört. Der Rundgang beginnt an der Piazza del Duomo mit der Fontana dell'Elefante, dem Wahrzeichen der Stadt: ein aus schwarzem Lavastein gehauener Elefant, auf dessen Rücken ein ägyptischer Obelisk ruht. Dieses ungewöhnliche Denkmal verkörpert wie kaum ein anderes die Verbindung der Stadt mit dem nahen Vulkan, dessen Lava den dunklen Stein lieferte. Von der Piazza führt der Weg zur Kathedrale Sant'Agata, die der Stadtheiligen Agatha gewidmet ist und im Februar Schauplatz eines der größten religiösen Feste Europas wird. Weiter geht es durch die Via dei Crociferi, eine der eindrucksvollsten Barockstraßen Siziliens, die auf kurzer Strecke mehrere Kirchen und Klöster aneinanderreiht. Hier lässt sich der sizilianische Barock mit seinen geschwungenen Fassaden, Balkonen und dem charakteristischen Wechsel aus hellem Stein und schwarzem Lavabasalt besonders gut nachvollziehen. Ein geführter Rundgang ordnet die Bauwerke in den historischen Kontext ein: das Erdbeben von 1693, den Wiederaufbau und die Rolle des Ätna, dessen Eruptionen die Stadt immer wieder bedrohten und zugleich ihr Baumaterial lieferten. Wer Catania nicht nur ansehen, sondern verstehen möchte, bekommt so einen roten Faden durch eine Altstadt, deren scheinbar selbstverständliche Schönheit das Ergebnis von Katastrophe und Wiederaufbau ist. Der Rundgang eignet sich gut als Einstieg gleich zu Beginn eines Aufenthalts, um sich anschließend selbst zu orientieren.
Ortskundige Führung durch das barocke Zentrum
