Von den rund hundert Geschlechtertürmen, die das mittelalterliche Bologna in die Höhe trieben, sind die zwei berühmtesten geblieben: der Torre degli Asinelli und der Torre Garisenda an der Piazza di Porta Ravegnana. Sie sind das Wahrzeichen der Stadt und der gedankliche Nullpunkt, von dem aus die Bologneser ihre Altstadt denken. Der Asinelli ragt 97 Meter auf und war über eine Holztreppe mit 498 Stufen begehbar – ein Aufstieg, der mit einem weiten Blick über das rote Ziegelmeer der Altstadt bis zu den Hügeln belohnt wurde. Die benachbarte Garisenda fällt vor allem durch ihre starke Neigung auf: Schon Dante Alighieri bemühte sie in der Göttlichen Komödie als Vergleich, und ihre Schieflage macht sie zu einem der ungewöhnlichsten Bauwerke der Stadt. Wichtig für die Reiseplanung: Wegen Stabilisierungsarbeiten an der instabilen Garisenda ist der Bereich rund um die Türme seit Ende 2023 gesichert, und die Besteigung des Asinelli ist ausgesetzt. Das Ensemble bleibt dennoch das eindrucksvollste Fotomotiv Bolognas und ein unverzichtbarer Stopp auf jedem Altstadtrundgang. Von der Porta Ravegnana laufen die alten Handelsstraßen sternförmig auseinander, und in den umliegenden Gassen – etwa der Strada Maggiore oder Richtung Quadrilatero – beginnt das eigentliche Bologna. Wer die Türme im besten Licht fotografieren will, kommt am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung, wenn der Backstein warm leuchtet.
Die Due Torri stehen an der Piazza di Porta Ravegnana, wo die alten Handelsstraßen sternförmig zusammenlaufen. Der Asinelli ragt 97 Meter auf, die benachbarte Garisenda neigt sich deutlich zur Seite. Aktuell ist der Bereich wegen Sicherungsarbeiten abgesperrt und die Besteigung ausgesetzt; man erlebt das Ensemble von außen, eingebettet in das Gewirr der Altstadtgassen.
Im mittelalterlichen Bologna ließen wohlhabende Familien rund hundert Geschlechtertürme errichten, als Zeichen von Macht und zur Verteidigung. Der Asinelli und die Garisenda sind die berühmtesten Überlebenden dieser Ära. Dante Alighieri bezog sich in der Göttlichen Komödie auf die geneigte Garisenda, was ihren literarischen Ruhm begründete.
