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Piazza Maggiore & San Petronio
Bolognas zentrale Bühne mit der riesigen Backsteinbasilika, deren Fassade absichtsvoll unvollendet blieb – innen die Cassini-Meridianlinie von 1655.
◆ STADTVIERTEL · BOLOGNA
Um die Piazza Maggiore verdichtet sich Bologna zu seiner monumentalsten Form: die riesige, unvollendete Backsteinfassade von San Petronio, der muskulöse Neptun von Giambologna, die Kommunalpaläste mit ihren Zinnen – und zwei Gassen weiter die schiefen Due Torri. Unter den Arkaden dazwischen spielt sich das öffentliche Leben der Stadt ab, vom Morgenespresso bis zum abendlichen Passeggiata-Strom über die Via dell'Indipendenza.

Die Piazza Maggiore ist seit dem 13. Jahrhundert Bolognas Wohnzimmer – ein weites Rechteck, gerahmt von Palazzo d'Accursio, Palazzo del Podestà und der gewaltigen Basilika San Petronio, deren Fassade nie fertig wurde: Unten Marmor, oben nackter Backstein, und genau dieser Bruch ist zum Wahrzeichen geworden. Im Inneren zieht sich die längste Sonnenuhr der Welt über den Boden, 1655 vom Astronomen Gian Domenico Cassini berechnet.
Nebenan auf der Piazza del Nettuno reckt Giambolognas bronzener Meeresgott seit den 1560er-Jahren den Dreizack – Treffpunkt, Fotomotiv und Glücksbringer der Studierenden vor Prüfungen. Über die Via Rizzoli gelangt man zur Piazza di Porta Ravegnana, wo die Due Torri aufragen: der 97 Meter hohe Asinelli und die dramatisch geneigte Garisenda, die derzeit aufwendig stabilisiert wird. Im Mittelalter prägten an die hundert solcher Geschlechtertürme die Silhouette – Bologna war das Manhattan seiner Zeit.
Südlich der Piazza liegt das Archiginnasio, bis 1803 Hauptgebäude der ältesten Universität Europas. Zehntausende Studentenwappen bedecken Wände und Decken, und im hölzernen Teatro Anatomico von 1637 thront der Lehrstuhl über dem Seziertisch. Wer danach Erholung braucht, flaniert die Via dell'Indipendenza hinauf – Bolognas Prachtachse mit Arkaden, Cafés und den traditionsreichsten Hotels der Stadt.
01 · Highlights
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Bolognas zentrale Bühne mit der riesigen Backsteinbasilika, deren Fassade absichtsvoll unvollendet blieb – innen die Cassini-Meridianlinie von 1655.
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Asinelli und Garisenda, die zwei berühmtesten der einst rund hundert Geschlechtertürme – schon Dante erwähnte die schiefe Garisenda.
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Giambolognas bronzener Neptun aus den 1560er-Jahren – Treffpunkt der Stadt und Glücksbringer der Studierenden.
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Das alte Universitätsgebäude mit zehntausenden Studentenwappen und dem hölzernen Anatomischen Theater von 1637.
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Die arkadengesäumte Prachtstraße zwischen Piazza Maggiore und Bahnhof – abends Bühne der Passeggiata.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Der Bau begann 1390 mit ehrgeizigen Plänen; die Marmorverkleidung kam jedoch nie über das untere Drittel hinaus – Geldmangel und veränderte Prioritäten ließen den Backstein darüber sichtbar. Heute ist genau dieser Kontrast das Wahrzeichen der Basilika.
Die Besteigung des Asinelli (498 Stufen) ist seit Ende 2023 wegen der Stabilisierungsarbeiten an der Garisenda ausgesetzt; der Bereich um die Türme wurde gesichert. Prüfe vor der Reise den aktuellen Stand auf den offiziellen Seiten der Stadt.
Eine 1655 von Gian Domenico Cassini berechnete Sonnenuhr, die sich knapp 67 Meter über den Kirchenboden zieht – die längste der Welt in einem Innenraum. Mittags wandert ein Sonnenstrahl durch ein Loch im Gewölbe exakt über die Messinglinie.
Unbedingt – der Wappenschmuck der Studenten und das hölzerne Anatomische Theater von 1637 gehören zu den eindrucksvollsten Innenräumen der Stadt, und der Eintritt ist günstig. Die Besichtigung dauert kaum eine Stunde und passt perfekt zwischen Piazza und Quadrilatero.
07 · In der Nähe
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