Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt der grünsten Kanareninsel und eine der schönsten Kolonialstädte des Archipels. Eingebettet zwischen dem Atlantik und den steilen, oft von Wolken umkränzten Berghängen zieht sich die Stadt schmal an der Ostküste entlang. Wer durch die historische Altstadt schlendert, begegnet einem reichen architektonischen Erbe aus der Zeit, als La Palma ein wichtiger Zwischenstopp auf den Handelsrouten zwischen Europa und Amerika war. Herzstück ist die Calle Real, die elegante Fußgängerstraße, an der sich Patrizierhäuser, kleine Läden und Cafés reihen. An ihrem Verlauf liegt die Plaza de España, ein harmonisch geschlossener Renaissanceplatz mit dem Rathaus und der Kirche El Salvador. Ein paar Schritte weiter prägt die Avenida Marítima das Bild mit ihren berühmten kanarischen Holzbalkonen, die in warmen Farben über dem Meer hängen und zu den meistfotografierten Motiven der Insel gehören. Am Hafen erinnert die Nachbildung eines Segelschiffs, der „Barco de la Virgen“, an die maritime Geschichte der Stadt. Santa Cruz lebt von einem ruhigen, authentischen Rhythmus, der nur in den Festtagen ausgelassen wird – allen voran beim Karneval mit dem berühmten „Día de los Indianos“, bei dem sich die ganze Stadt in Weiß kleidet und in Puderwolken hüllt, zur Erinnerung an die heimkehrenden Auswanderer aus Kuba. Alle fünf Jahre feiert die Stadt zudem die Bajada de la Virgen, eines der bedeutendsten Feste der Kanaren. Die Lage macht die Stadt zum idealen Ausgangspunkt für La Palma, die als „La Isla Bonita“ bekannt ist: Von hier sind die Lorbeerwälder im Norden, die vulkanische Ruta de los Volcanes im Süden und der Nationalpark Caldera de Taburiente schnell erreichbar. Dazu gilt La Palma als eines der besten Reiseziele der Welt für Sternenbeobachtung – die Insel ist als Starlight-Reserve ausgezeichnet.



