Region · Spanien

Kanaren

Sieben Vulkaninseln im Atlantik, auf denen der Februar so mild ist wie ein deutscher Juni – und keine Insel der anderen gleicht.

26 Städte246 Sehenswürdigkeiten184 Hotels
Überblick

Deine Kanaren auf einen Blick

Beste Reisezeit
Ganzjährig mild; Frühling & Herbst ideal, Winter für Sonne & Karneval
Anreise
Direktflüge auf die großen Inseln; Fred Olsen & Naviera Armas verbinden alle Inseln per Fähre
Lage
Atlantik, vor der Westküste Marokkos; spanische autonome Region
Hauptinseln
Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera, El Hierro
Sprache & Währung
Spanisch; Euro
Spezialitäten
Papas arrugadas mit Mojo, Gofio, gebratener Queso, Malvasía-Wein
Die Region

Was Kanaren ausmacht

Die Kanaren packen sieben Charaktere in einen Archipel vor der Küste Westafrikas: Teneriffa mit dem 3.715 Meter hohen Teide über dem Wolkenmeer, Gran Canaria mit den Dünen von Maspalomas und einem zerfurchten Bergland, Lanzarote mit den Feuerbergen von Timanfaya und der Kunst von César Manrique, Fuerteventura mit kilometerlangen Sandstränden, dazu die grünen Wanderinseln La Palma und La Gomera und das stille El Hierro. Der Passat hält die Temperaturen das ganze Jahr zwischen 20 und 29 Grad – nirgendwo in Europa ist der Winter wärmer. Zwischen Lorbeerwald, Reben in schwarzer Asche und papas arrugadas mit Mojo bereist du die Inseln am besten einzeln oder als Fähren-Kombination.

Reiseführer

Kanaren von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Vier Stunden nach dem Start in einem verregneten deutschen Winter rollt das Flugzeug in Teneriffa Süd aus, die Tür öffnet sich, und 22 Grad milde Atlantikluft strömt in die Kabine. Über der Nordseite hängen die Passatwolken wie eine ordentlich gelegte Decke, dahinter ragt der Teide in den blauen Himmel – und du verstehst in diesem Moment, warum die Kanaren seit Generationen der kürzeste Weg aus dem europäischen Winter sind.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Kanaren

Morgens um acht liegt die Straße durch den Teide-Nationalpark noch leer, das Licht steht flach über den Lavafeldern, und die Roques de García werfen lange Schatten auf den Kraterboden.

Die Nummer eins des Archipels ist der Teide-Nationalpark auf Teneriffa: Eine Hochebene auf gut 2.000 Metern, aus der Spaniens höchster Berg noch einmal 1.700 Meter aufsteigt. Die Seilbahn bringt dich auf 3.555 Meter, für die letzten Meter zum Gipfelkrater brauchst du eine kostenlose Genehmigung des Nationalparks, die du online reservierst – in der Saison sind die Kontingente Wochen im Voraus vergeben. Wer keine bekommt, läuft stattdessen den Aussichtsweg zum Mirador de La Fortaleza oder umrundet die Felstürme der Roques de García: gut anderthalb bis zwei Stunden durch erstarrte Lavaströme, ohne Genehmigung und ohne Seilbahnticket.

Auf Lanzarote fährst du durch die Feuerberge von Timanfaya, wo die Ausbrüche von 1730 bis 1736 ein Viertel der Insel unter Lava begruben. Der Zugang ist streng geregelt: Am Islote de Hilario im Parkinneren – dem Kassen- und Parkbereich – startet der Bus über die Ruta de los Volcanes durch eine Landschaft aus rostroten Kratern und schwarzen Aschefeldern, aussteigen ist nicht erlaubt – dafür grillt dort das Restaurant El Diablo sein Fleisch über einem Erdloch, aus dem echte Vulkanhitze steigt. Danach gehören die Manrique-Orte auf deine Liste: die Lavagrotte Jameos del Agua, die Cueva de los Verdes und der Mirador del Río mit Blick auf die Nachbarinsel La Graciosa.

Gran Canaria kontert mit den Dünen von Maspalomas, einem geschützten Wanderdünenfeld direkt am Meer – lauf früh morgens oder zum Sonnenuntergang hinein, wenn der Sand Schattenkanten wirft und die Tagesgäste fehlen, und bleib auf den markierten Zugängen. Im Inselinneren führt ein gut ausgebauter Weg zum Roque Nublo, dem Wahrzeichen-Monolithen auf gut 1.800 Metern; vom nahen Pico de las Nieves siehst du bei klarer Sicht bis zum Teide. Dazu die Altstadt Vegueta in Las Palmas mit Kathedrale und Kolumbus-Haus und das Wallfahrtsdorf Teror mit seinen Holzbalkonen.

Die westlichen Inseln sind Sehenswürdigkeiten in Landschaftsform: Auf La Palma reißt die Caldera de Taburiente einen acht Kilometer weiten Kessel in die Insel, und auf dem Roque de los Muchachos stehen auf 2.426 Metern die Kuppeln eines der wichtigsten Observatorien der Welt – die Straße hinauf ist selbst der Ausflug. La Gomera hütet mit dem Garajonay einen UNESCO-Lorbeerwald, in dem Moos von den Ästen hängt und Nebel durch die Stämme zieht, dazu die Pfeifsprache Silbo Gomero, die in Restaurants wie im Schulunterricht weiterlebt. El Hierro schließlich ist der stille Endpunkt: Wacholderbäume, die der Wind zu Boden gebogen hat, und das Taucherdorf La Restinga.

Sehenswürdigkeiten in Kanaren

Alle 246 Sehenswürdigkeiten
Teneriffa

Teneriffa – vom Teide bis in die Anaga-Berge

Auf der Autobahn TF-1 Richtung Süden scheint die Sonne, während im Rückspiegel die Nordhälfte der Insel unter ihrer Passatwolke liegt – Teneriffa ist zwei Reiseziele mit einer Bergkette dazwischen.

Die größte Kanareninsel funktioniert wie zwei Inseln: Der Süden um Costa Adeje, Playa de las Américas und Los Cristianos liefert verlässliche Sonne, Promenaden und die große Hotel-Infrastruktur – hier landen auch die meisten Flüge auf dem Flughafen Teneriffa Süd. Der Norden um Puerto de la Cruz ist grüner, feuchter und deutlich kanarischer: Bananenplantagen, das Orotava-Tal mit seinen Herrenhäusern und eine Altstadt, in der abends Einheimische statt Reisegruppen unterwegs sind. Wer beides will, wechselt nach ein paar Tagen die Inselseite – die Fahrt dauert kaum eine Stunde.

Der Teide verlangt Planung: Die Seilbahn endet auf 3.555 Metern, und für den Weg zum Gipfelkrater auf 3.715 Metern brauchst du das kostenlose Permit des Nationalparks, das du über das offizielle Reservierungsportal buchst – oft Wochen im Voraus. Wer kein freies Kontingent mehr erwischt, bucht eine geführte Sonnenaufgangs-Tour, bei der der Veranstalter das Gipfel-Permit mitbringt. Nimm die Höhe ernst: Auf 3.500 Metern ist die Luft dünn, im Winter liegt oben regelmäßig Schnee, während unten am Strand gebadet wird. Nach Einbruch der Dunkelheit gehört der Nationalpark den Sternguckern – die Hochebene zählt zu den besten Beobachtungsorten Europas.

Im Nordosten verstecken die Anaga-Berge den ältesten Teil der Insel: ein zerklüftetes Kettengebirge voller Lorbeerwald, in dem Wanderwege von Cruz del Carmen zu Dörfern wie Taganana und zu schwarzen Stränden wie Benijo hinabführen. Auf dem Rückweg lohnt La Laguna, die frühere Hauptstadt und heutiges UNESCO-Welterbe, deren schachbrettartige Altstadt als Blaupause für koloniale Städte in Lateinamerika diente. In den Guachinches der Nordhänge – provisorischen Lokalen der Weinbauern – bekommst du dazu Hauswein und deftige Inselküche zu Preisen, die auf der Karte der Südküste nicht vorkommen.

An der Westküste ragen die Steilwände von Los Gigantes mehrere hundert Meter aus dem Meer, und im Kanal zwischen Teneriffa und La Gomera lebt eine der wenigen residenten Grindwal-Populationen der Welt – Walbeobachtung ist hier keine Glückssache, sondern Tagesgeschäft; achte auf Boote mit dem offiziellen Barco-Azul-Siegel. Weiter nördlich hat Garachico aus der Lava, die 1706 den Hafen zerstörte, Naturschwimmbecken gemacht, und die Masca-Schlucht darfst du nur noch mit vorab gebuchter Reservierung durchwandern – der Rückweg per Boot erspart den steilen Wiederaufstieg.

Gran Canaria

Gran Canaria – Dünen, Bergland und Las Palmas

Vom Strand in Maspalomas bis zum Bergdorf Tejeda sind es kaum 40 Kilometer – aber unterwegs wechselst du von Dünensand über Palmenschluchten in Kiefernwald auf fast 2.000 Metern.

Gran Canaria trägt den Beinamen Miniaturkontinent zu Recht: Auf einer Insel mit rund 50 Kilometern Durchmesser drängen sich Klimazonen, die anderswo Länder trennen. Der Süden um Maspalomas und Playa del Inglés ist die Sonnenbank – die Dünen wandern dort zwischen Leuchtturm und Promenade ans Meer, dahinter reihen sich die Resorts. Wer es kleiner mag, fährt die Küste weiter nach Puerto de Mogán, wo sich weiße Häuser mit Bougainvillea um einen Yachthafen legen, oder in die Resortbucht von Puerto Rico mit ihren geschützten, familienfreundlichen Badestränden.

Das Inselinnere ist eine eigene Reise: Serpentinen schrauben sich durch Barrancos hinauf nach Tejeda, das auf einer Kraterkante liegt, und zum Roque Nublo, dessen Felsnadel du in einer knappen Stunde zu Fuß erreichst. Im Februar überzieht die Mandelblüte die Hänge rund um Tejeda mit weißen und rosa Tupfen. Der Barranco de Guayadeque bei Agüimes war einst Wohnort der Altkanarier – heute isst du dort in Höhlenrestaurants, die in den Fels geschlagen sind. Plane fürs Bergland einen ganzen Tag und rechne die Kurven ehrlich: 40 Kilometer bedeuten hier gut anderthalb Stunden.

Las Palmas de Gran Canaria im Nordosten ist mit knapp 380.000 Einwohnern die größte Stadt des Archipels und lohnt mehr als einen Regentag: Im Altstadtviertel Vegueta stehen Kathedrale, Kolumbus-Haus und Marktstände dicht beieinander, und die Playa de Las Canteras zieht sich als drei Kilometer langer Stadtstrand am Wohnzimmer der Stadt entlang – ein vorgelagertes Riff, La Barra, hält die Brandung ab und macht das Wasser zum Schwimmbecken. Im Nordwesten runden die Meerwasserbecken von Agaete und der Blumenkäse queso de flor aus Guía den Inselnorden ab.

Fuerteventura

Fuerteventura – die Strandinsel der Kanaren

Hinter der letzten Bergkette von Jandía fällt die Piste nach Cofete ab, und unten liegt ein zwölf Kilometer langer Strand, an dem außer Brandung fast nichts steht.

Wenn es auf den Kanaren um Sand geht, gewinnt Fuerteventura: Im Norden schieben sich die Dünen des Naturparks von Corralejo kilometerweit an türkisfarbenes Wasser, im Süden zieht sich die Playa de Sotavento als Lagunenlandschaft an der Küste von Jandía entlang – bei Ebbe läufst du dort Hunderte Meter durch knöcheltiefes Wasser. Das wilde Gegenstück ist Cofete auf der Rückseite der Jandía-Berge: erreichbar nur über eine holprige Piste, ohne Bars und mit kräftiger Brandung, die eher fürs Staunen als fürs Baden taugt. Dazwischen liegen die Lagunen von El Cotillo im Nordwesten, deren flache Becken auch mit kleinen Kindern funktionieren.

Der Wind, der die Insel formte, ist ihr größtes Kapital: Fuerteventura zählt zu den verlässlichsten Surf-, Windsurf- und Kitespots Europas. An der Nordküste zwischen Corralejo und El Cotillo reihen sich die Surfschulen, Sotavento richtet regelmäßig Weltcup-Events im Wind- und Kitesurfen aus, und Anfänger finden ganzjährig Kurse mit Neopren statt Winterjacke. Auch wer nicht aufs Brett will, spürt den Passat – plane Strandtage windbewusst und such dir bei kräftigem Nordost die Leeseiten der Insel aus.

Das Inselinnere wirkt karg, hat aber Substanz: Betancuria, 1404 als erste Hauptstadt der Kanaren gegründet, duckt sich mit weißer Kirche und Palmen in ein Bergtal, und die Ziegen der Insel liefern die Milch für den queso majorero, der als einer der besten Ziegenkäse Spaniens eine geschützte Herkunftsbezeichnung trägt. An der Westküste öffnen sich bei Ajuy schwarze Klippenhöhlen zum Atlantik. Und für den Tapetenwechsel liegt Lanzarote näher als jeder Flughafen: Die Fähre von Corralejo nach Playa Blanca braucht rund 30 Minuten und macht die Nachbarinsel zum Tagesausflug.

Lanzarote

Lanzarote – Vulkanland und die Kunst von César Manrique

In La Geria stecken die Reben einzeln in schwarzen Aschetrichtern, jede von einer halbrunden Steinmauer geschützt – Weinbau, der aussieht wie Land-Art.

Lanzarote ist die Insel, auf der die Vulkane am sichtbarsten regieren: Zwischen 1730 und 1736 spuckten die Feuerberge sechs Jahre lang Lava und begruben ein Viertel der Insel, ganze Dörfer verschwanden. Der Timanfaya-Nationalpark konserviert diese Landschaft – rostrote Krater, schwarze Aschefelder, kaum ein Grashalm. Wenige Meter unter der Oberfläche herrschen noch immer mehrere hundert Grad: Am Islote de Hilario, dem Kassen- und Parkbereich mit dem Restaurant El Diablo, demonstrieren Ranger, wie trockenes Gestrüpp in einem Erdloch von selbst Feuer fängt. Das eigentliche Besucherzentrum Mancha Blanca liegt außerhalb an der LZ-67 und lohnt vorab als kostenloser Stopp mit Ausstellung zur Eruptionsgeschichte. Ergänze den Busrundkurs um eine geführte Wanderung oder den Kamelritt am Parkrand, und wirf am Küstenort El Golfo einen Blick auf die grüne Lagune im halben Krater.

Dass Lanzarote trotz Tourismus so aufgeräumt wirkt, ist das Werk von César Manrique: Der Künstler setzte in den Siebzigern durch, dass die Insel auf Hochhäuser weitgehend verzichtet und ihre Dörfer weiß mit grünen Fensterläden bleiben. Seine Orte sind heute die Hauptattraktionen – die Wohnhaus-Stiftung in Tahíche, gebaut in fünf Lavablasen, die begehbare Lavaröhre Jameos del Agua mit ihrem unterirdischen See samt blinder Albinokrebse, die Cueva de los Verdes und der Mirador del Río, der sich hoch über dem Sund zur Nachbarinsel La Graciosa in die Klippe schmiegt. Die ganze Insel ist seit 1993 UNESCO-Biosphärenreservat.

Zum Baden fährst du in den Süden: Die Papagayo-Buchten bei Playa Blanca liegen als Reihe heller Sandsicheln in einem Schutzgebiet, erreichbar über eine Staubpiste oder per Wassertaxi. Puerto del Carmen und Costa Teguise decken das klassische Strandprogramm mit Promenade ab. Und dann ist da der Wein: In La Geria wachsen Malvasía-Reben in Aschetrichtern, die Bauern von Hand gegen den Wind gemauert haben – die Bodegas entlang der Weinstraße schenken direkt aus, und ein trockener Malvasía volcánica zum Sonnenuntergang über den schwarzen Feldern gehört zu den Momenten, die von Lanzarote bleiben.

La Palma, La Gomera & El Hierro

La Palma, La Gomera und El Hierro – die stillen Inseln im Westen

Auf dem Grat der Caldera de Taburiente stehst du über einem acht Kilometer weiten Kessel, aus dem Kiefern wie Nadeln ragen – und außer Wind ist nichts zu hören.

La Palma, die Isla Bonita, ist die Wanderinsel des Archipels: Über 1.000 Kilometer markierte Wege ziehen sich über eine Insel, die auf wenigen Kilometern von Bananenplantagen auf 2.426 Meter ansteigt. Das Herzstück ist die Caldera de Taburiente, ein gewaltiger Erosionskessel, den du vom Aussichtspunkt La Cumbrecita oder auf Tagesetappen durchs Innere erlebst. Im Süden zeigt die Ruta de los Volcanes die junge Seite der Insel – inklusive des Tajogaite, der beim Ausbruch 2021 im Aridanetal entstand; Aussichtspunkte und geführte Touren machen die erstarrten Lavaströme heute zugänglich. Basis dafür ist Los Llanos de Aridane auf der sonnigeren Westseite.

Nachts spielt La Palma ihren zweiten Trumpf: Die Insel schützt ihren Himmel per Gesetz gegen Lichtverschmutzung und wurde als eines der ersten Starlight-Reservate der Welt zertifiziert. Auf dem Roque de los Muchachos stehen die Kuppeln des Observatoriums, darunter das Gran Telescopio Canarias, eines der größten Spiegelteleskope der Erde – tagsüber führen Guides durchs Besucherzentrum, nachts reichen bloße Augen für einen Sternenhimmel, wie ihn Mitteleuropa nicht mehr kennt. Dazu passt die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma mit ihren geschnitzten Holzbalkonen an der Avenida Marítima – eine der schönsten Kolonialstädte der Kanaren.

La Gomera erreichst du in rund 50 Fährminuten ab Los Cristianos auf Teneriffa – und landest in einer anderen Zeit. Im Zentrum wuchert der Nationalpark Garajonay, ein Lorbeerwald aus dem Tertiär, UNESCO-Welterbe und an Nebeltagen ein Märchenort aus Moos und Flechten. Die Barrancos strahlen sternförmig zur Küste aus, am bekanntesten das Valle Gran Rey mit seinen Terrassenfeldern und der entspannten Aussteiger-Geschichte. Dazu kommt der Silbo Gomero, die gepfiffene Sprache der Insel, die über die Schluchten hinweg funktioniert und heute wieder an allen Schulen unterrichtet wird – in San Sebastián de La Gomera legte übrigens Kolumbus 1492 zum letzten Mal in der Alten Welt ab.

El Hierro ist das Ende der Karte: die kleinste und westlichste der sieben Hauptinseln, lange der Nullmeridian der Seefahrer, heute UNESCO-Biosphärenreservat und Vorreiter bei erneuerbarer Energie – das Kraftwerk Gorona del Viento kann die Insel zeitweise komplett mit Wind- und Wasserkraft versorgen. Reisende kommen wegen der Ruhe, der vom Passat zu Skulpturen gebogenen Wacholderbäume von El Sabinar und vor allem zum Tauchen: Das Meeresschutzgebiet vor La Restinga im Süden zählt zu den besten Tauchrevieren Europas, mit klarem Wasser und Vulkanlandschaft unter der Oberfläche.

Aktivitäten & Touren in Kanaren

Alle 160 Aktivitäten
Inselhopping & Route

Inselhopping auf den Kanaren – Routen mit Fähre und Flug

Um 9 Uhr legt die Fähre in Corralejo ab, um halb zehn stehst du auf Lanzarote – Inselwechsel sind auf den Kanaren oft kürzer als die Fahrt zum Flughafen.

Die dankbarsten Kombinationen liegen dort, wo Fähren den Wechsel zum Kurztrip machen: Lanzarote und Fuerteventura verbindet die Strecke Playa BlancaCorralejo in rund 30 Minuten, mehrmals täglich und auf Wunsch mit Mietwagen an Bord – zwei Inseln, ein Urlaub, ohne Flughafenstress. Das zweite Traumpaar sind Teneriffa und La Gomera: ab Los Cristianos in etwa 50 Minuten, was den Lorbeerwald des Garajonay sogar als Tagesausflug möglich macht. Wer mehr Zeit hat, hängt ab Los Cristianos auch La Palma oder El Hierro an – beide Fährstrecken dauern länger, laufen aber täglich.

Betrieben werden die Verbindungen von Fred. Olsen Express und Naviera Armas; zwischen Gran Canaria und Teneriffa pendeln die Schnellfähren ab Agaete nach Santa Cruz in rund 80 Minuten, die langsamere Armas-Fähre ab Las Palmas braucht nach Santa Cruz rund zweieinhalb Stunden. Buche in der Hochsaison und um Feiertage vorab, vor allem mit Auto – kanarische Familien nutzen dieselben Fähren. Beachte bei Mietwagen das Kleingedruckte: Nicht jeder Vermieter erlaubt die Mitnahme auf eine andere Insel; lokale Anbieter wie Cicar sind da meist kulanter als internationale Ketten, oft ist es aber ohnehin günstiger, auf jeder Insel neu zu mieten.

Für größere Sprünge fliegst du: Binter Canarias und Canaryfly verbinden alle Inseln mit Propellermaschinen, die meisten Strecken dauern 30 bis 40 Minuten, und es gibt mehrere Abflüge pro Tag – der Blick auf Teide und Caldera aus dem Fenster ist inklusive. So lassen sich auch entfernte Paare wie Lanzarote und La Palma in einer Reise kombinieren. Rechne die Übergabezeiten trotzdem ehrlich: Mit Check-out, Flughafenweg und Mietwagenübernahme kostet jeder Inselwechsel einen halben Tag.

Die wichtigste Regel fürs Inselhopping ist Selbstbeschränkung: Zwei Inseln in zehn Tagen sind entspannt, drei in zwei Wochen das Maximum, bei dem noch Urlaub übrig bleibt. Kombiniere Kontraste statt Ähnlichkeiten – eine Strandinsel mit einer Wanderinsel, etwa Fuerteventura mit Lanzarote oder Teneriffas Süden mit La Gomera. Und plane die letzte Nacht auf der Insel deines Rückflugs: Fähren können bei starkem Wind ausfallen, und ein verpasster Heimflug ist der teuerste Programmpunkt der Reise.

Unterkünfte

Hotel, Apartment oder Finca – so wohnst du auf den Kanaren

Abends um sechs, wenn die Sonne hinter La Gomera absackt, füllen sich die Balkone von Costa Adeje – und in einer Finca über dem Orotava-Tal knistert derweil der Kamin.

Die Resortküsten sind das Rückgrat des Kanaren-Urlaubs, und sie haben klare Profile: Costa Adeje auf Teneriffa steht für die neueren, gehobenen Anlagen, Playa de las Américas und Los Cristianos für Promenade und Trubel, Maspalomas und Playa del Inglés auf Gran Canaria für die klassische Kombination aus Dünen, Hotelgärten und Nachtleben. Auf Lanzarote verteilen sich Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise die Rollen, auf Fuerteventura sind es Corralejo im Norden und die Jandía-Küste um Morro Jable und Costa Calma im Süden. All-inclusive ist hier so verbreitet wie nirgends sonst in Spanien – vergleiche aber ehrlich, ob dich das Buffet nicht von Guachinches und Bodegas fernhält.

Die kanarische Alternative heißt Apartment: Der Archipel hat eine jahrzehntealte Aparthotel-Kultur, und gerade auf Lanzarote und Fuerteventura bekommst du für den Preis eines Mittelklasse-Hotelzimmers eine Wohnung mit Küche und Terrasse. Das passt zum Reisestil der Inseln – morgens Markt, tagsüber Mietwagen, abends selbst gekochte papas mit Blick aufs Meer. In den Städten lohnt der Blick auf Lagen abseits der Promenade: In Las Palmas wohnst du am Stadtstrand Las Canteras mitten im echten Stadtleben, in Puerto de la Cruz zwischen kanarischen Cafés statt in der Hotelzone.

Wer die Inseln jenseits der Küste sucht, bucht ländlich: Casas rurales und Fincas sitzen auf Teneriffas Nordseite zwischen Weinterrassen, auf La Palma über dem Aridanetal und auf Gran Canaria in Bergdörfern wie Tejeda – alte Landhäuser mit dicken Mauern, oft mit kleinem Pool und weitem Blick. Rechne dort mit kühleren Abenden, gerade im Winter auf 500 bis 1.000 Metern Höhe, und plane zwingend einen Mietwagen ein. Für Wanderer auf La Gomera oder El Hierro sind die kleinen Landhotels in den Tälern die logische Basis; Resorts im klassischen Sinn gibt es dort kaum.

Zur Buchungsrealität: Die Hochsaison der Kanaren ist der Winter – von November bis Ostern reisen Sonnenflüchtlinge aus ganz Nordeuropa an, und über Weihnachten und den Karneval im Februar sind gute Häuser Monate im Voraus voll und spürbar teurer. Die günstigsten Preise findest du im Mai, Juni und Oktober, wenn das Wetter kaum schlechter ist. Prüfe bei Südlagen, ob der Strand fußläufig ist oder hinter einer Schnellstraße liegt, und bei Nordlagen die Höhenmeter: 300 Meter über dem Meer bedeuten im Winter einen anderen Abend als an der Promenade.

Hotels in Kanaren

Alle 184 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen & Trinken auf den Kanaren

Die papas arrugadas kommen schrumpelig und mit Salzkruste auf den Tisch, daneben zwei Schälchen – rote und grüne Mojo – und mehr braucht ein kanarisches Mittagessen im Kern nicht.

Die Basis der kanarischen Küche ist so schlicht wie eigenständig: papas arrugadas, kleine Kartoffeln, die in stark gesalzenem Wasser in der Schale gekocht werden, bis sich die Salzkruste legt, dazu mojo rojo aus Paprika und Chili und mojo verde aus Koriander oder Petersilie. Dazu kommt gofio, geröstetes Getreidemehl aus der Zeit der Altkanarier, das als Brei, in Suppen oder als Dessert auftaucht. Auf den Tellern der Landgasthäuser stehen ropa vieja aus Kichererbsen und Fleischresten, conejo en salmorejo – marinierte Kaninchenkeule – und der Fischeintopf sancocho canario mit gesalzenem Fisch und Süßkartoffel.

Fisch isst du dort, wo die Boote anlanden: in den Cofradías und Hafenrestaurants von Los Cristianos bis Corralejo, wo cherne, vieja oder frische Sardinen schlicht gegrillt mit papas serviert werden. Auf Teneriffas Nordseite gehören die Guachinches zum Pflichtprogramm – provisorische Lokale, in denen Weinbauern in Garagen und Innenhöfen ihren eigenen Wein mit einfachen Gerichten ausschenken, solange der Jahrgang reicht. Und die Käse des Archipels können mit dem spanischen Festland mithalten: der queso majorero von Fuerteventura und der queso palmero von La Palma tragen geschützte Herkunftsbezeichnungen, dazu kommt der blütenveredelte queso de flor aus Guía auf Gran Canaria.

Beim Trinken hat der Archipel eine eigene Handschrift: Auf Lanzarote wächst die Malvasía-Traube in Aschetrichtern, auf Teneriffa gedeihen in Lagen wie Tacoronte-Acentejo Rotweine der lokalen Sorte Listán negro – viele Reben stehen wurzelecht, weil die Reblaus die Inseln nie erreichte. In La Laguna und auf ganz Teneriffa bestellst du zum Nachmittag einen barraquito, den geschichteten Kaffee mit Kondensmilch und Likör 43. Zum Schluss: bienmesabe, die Mandelcreme von Gran Canaria, ein Stück Bananenkuchen aus Plátano de Canarias – und auf dem Rückflug im Koffer eine Flasche Mojo, die zu Hause nie so schmeckt wie am Hafen.

Restaurants in Kanaren

Alle 201 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise auf die Kanaren – Flüge, Flughäfen und Mietwagen

Der Blick aus dem Fenster kurz vor der Landung erklärt die Inseln besser als jede Karte: erst stundenlang Atlantik, dann plötzlich ein Vulkankegel über den Wolken.

Von Deutschland aus fliegst du nonstop in gut vier bis viereinhalb Stunden – die Kanaren sind das wärmste ganzjährige Winterziel Europas, mit verlässlich über 20 Grad ohne Langstreckenflug. Direktverbindungen gibt es ganzjährig aus fast allen deutschen Abflughäfen, getragen von Ferienfliegern und Billigairlines. Die wichtigsten Ziele: Teneriffa Süd (TFS) für die Südküste, Gran Canaria (LPA), Fuerteventura (FUE) und Lanzarote (ACE); nach La Palma (SPC) fliegen einzelne Direktflüge, sonst geht es mit Umstieg oder Inselflug weiter. Teneriffa Nord bedient vor allem den Verkehr zwischen den Inseln und zum spanischen Festland.

Praktisch reist du innereuropäisch ohne Hürden: Die Kanaren gehören zu Spanien und zur EU, du zahlst in Euro, telefonierst ohne Roaming-Aufschlag und brauchst nur den Personalausweis. Zwei Besonderheiten lohnen das Merken – die Uhren gehen eine Stunde nach deutscher Zeit, und als Sonderwirtschaftszone erheben die Inseln keine Mehrwertsteuer nach Festlandmuster, weshalb Tanken und viele Waren spürbar günstiger sind. Das Klima erlaubt jede Reisezeit; nur wer den Karneval von Santa Cruz de Tenerife oder Las Palmas miterleben will, bucht Flüge und Zimmer für den Februar deutlich früher.

Vor Ort ist der Mietwagen der Schlüssel zu allem, was hinter der Promenade liegt: Teide, Bergdörfer, Buchten ohne Bushaltestelle. Die Preise gehören zu den niedrigsten Europas, lokale Anbieter wie Cicar oder AutoReisen arbeiten ohne Kreditkarten-Kaution und mit fairen Tankregeln – außerhalb der Ferien bekommst du Kleinwagen oft für wenig Geld am Tag. Nimm die kleinste Klasse, die dein Gepäck fasst: Bergstraßen wie die Anaga-Kämme oder der Aufstieg nach Masca sind eng und kurvig. Wer nicht fahren will, kommt mit den guaguas genannten Überlandbussen erstaunlich weit – Titsa auf Teneriffa und Global auf Gran Canaria takten die Hauptachsen dicht, die Bergdörfer aber nur dünn.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Kanaren – und welche Basis zu dir passt

TeneriffaTeneriffaDie größte Insel vereint Spaniens höchsten Berg, Lorbeerwald in den Anaga-Bergen, koloniale Altstädte und Sonnenküsten im Süden – das komplette Kanaren-Programm auf einer Insel.Ideal für: Erstbesuch mit allem7–10 TageGran CanariaGran CanariaMiniaturkontinent mit den Dünen von Maspalomas, Kiefernwäldern um den Roque Nublo und der lebendigsten Stadt des Archipels – Kontrastprogramm auf 50 Kilometern Durchmesser.Ideal für: Strand & Bergland7 TageLanzaroteLanzaroteFeuerberge, Weinreben in schwarzer Asche und die Architektur von César Manrique – keine Insel wirkt geschlossener. Dazu die hellen Papagayo-Buchten im Süden.Ideal für: Vulkane & Design5–7 TageFuerteventuraFuerteventuraDie Strandinsel: Dünen bei Corralejo, Lagunen bei Sotavento und El Cotillo, dazu der wilde Strand von Cofete – und verlässlicher Wind für Surfer und Kiter.Ideal für: Strand & Wassersport7 TageLa PalmaLa PalmaÜber 1.000 Kilometer Wanderwege, die Caldera de Taburiente und einer der dunkelsten Sternenhimmel Europas – die grüne Steilinsel für Aktive.Ideal für: Wandern & Sterne5–7 TageLa GomeraLa GomeraNebliger Lorbeerurwald im Garajonay, Terrassentäler wie das Valle Gran Rey und die Pfeifsprache Silbo – ab Teneriffa in 50 Fährminuten erreichbar.Ideal für: Wandern & Entschleunigen3–5 TageEl HierroEl HierroDie kleinste und westlichste Insel: windgebogene Wacholderbäume, fast vollständige Energie-Selbstversorgung und mit La Restinga eines der besten Tauchreviere Europas.Ideal für: Ruhe & Tauchen3–4 TageLas Palmas de Gran CanariaLas Palmas de Gran CanariaDie größte Stadt der Kanaren mit dem Stadtstrand Las Canteras, dem Altstadtviertel Vegueta und echtem Alltagsleben – Städtereise und Strandurlaub in einem.Ideal für: Stadt & Strand2–4 TagePuerto de la CruzPuerto de la CruzDer Klassiker an Teneriffas grüner Nordküste: kanarische Altstadt, das Meerwasserbad Lago Martiánez und das Orotava-Tal vor der Tür – Basis für Teide und Anaga.Ideal für: Kanarischer Norden4–7 TageCosta AdejeCosta AdejeTeneriffas gehobene Südwestküste mit ruhigen Stränden, langen Promenaden und Ablegern für Walbeobachtung – verlässliche Sonne fast das ganze Jahr.Ideal für: Komfort & Sonne5–7 TageMaspalomasMaspalomasWanderdünen zwischen Leuchtturm und Meer, dazu Palmenoase und kilometerlanger Sandstrand – der Inbegriff des Gran-Canaria-Urlaubs im Süden der Insel.Ideal für: Dünen & Badeurlaub5–7 TageCorralejoCorralejoFuerteventuras lebendiger Norden: Dünen-Naturpark vor der Haustür, Surfschulen an jeder Ecke und die Fähre nach Lanzarote in 30 Minuten – guter Mix aus Ort und Strand.Ideal für: Surfen & Ausgehen5–7 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Kanaren: Wetter & Klima im Jahreslauf

Der Archipel des ewigen Frühlings ist mehr als ein Werbespruch – zwischen dem kühlsten und dem wärmsten Monat liegen an der Küste kaum acht Grad.

Das Kanaren-Klima ist subtropisch und vom Passat geprägt: ganzjährig milde Küsten, kaum Regen im Süden der Inseln, dafür Wolkenstau an den Nordhängen von Teneriffa, La Palma und Gran Canaria. Die Werte unten gelten für die Südküsten; im grünen Norden ist es zwei, drei Grad kühler und wechselhafter, im Bergland deutlich frischer – auf dem Teide liegt im Winter Schnee. Gelegentlich schiebt der Calima Saharastaub und Hitze über die Inseln, meist für zwei, drei Tage. Das Meer ist mit 19 bis 23 Grad ganzjährig badetauglich, am wärmsten im Spätsommer und Herbst.

Jan21°15°Wintersonne, Hochsaison
Feb21°15°Karneval, Mandelblüte
Mär22°15°stabil, viel Sonne
Apr23°16°grüner Norden
Mai24°17°ruhig, günstig
Jun26°18°vor der Ferienzeit
Jul28°20°Passatwind, trocken
Aug29°21°Hochsommer, voll
Sep28°21°wärmstes Meer
Okt26°19°Badewetter hält
Nov24°17°mild, ruhiger
Dez22°16°Weihnachts-Hochsaison

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Eine falsche Reisezeit gibt es auf den Kanaren nicht – die beste Mischung aus Wärme, Preisen und Platz bieten Mai, Juni, September und Oktober, wenn das Meer warm ist und die Winterflieger fehlen. Für garantierte Sonne im europäischen Winter bleiben die Inseln konkurrenzlos, allerdings zu Hochsaisonpreisen von Weihnachten bis Ostern; fürs Wandern im Norden und Bergland sind Frühjahr und Herbst die verlässlichsten Fenster.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Kanaren

Welche Kanareninsel passt zu welchem Urlaub?
Grob gilt: Fuerteventura für Strand und Wassersport, Lanzarote für Vulkanlandschaft und Design, Gran Canaria für die Mischung aus Dünen, Bergland und Stadt, Teneriffa für das größte Gesamtpaket mit Teide, La Palma und La Gomera fürs Wandern, El Hierro für Ruhe und Tauchen.
Wann ist die beste Reisezeit für die Kanaren?
Ganzjährig gut – die Küsten liegen immer zwischen 20 und 29 Grad. Am meisten für dein Geld bekommst du im Mai, Juni, September und Oktober; von November bis Ostern herrscht Wintersonnen-Hochsaison mit den höchsten Preisen, im Hochsommer ist es am wärmsten und windigsten.
Wie warm ist es im Winter auf den Kanaren?
An den Südküsten tagsüber meist 20 bis 23 Grad, nachts um 15 Grad – Badehose und dünner Pullover statt Winterjacke. Das Meer hat im Winter rund 19 bis 20 Grad. Im Bergland wird es deutlich kühler, und auf dem Teide liegt in den Wintermonaten regelmäßig Schnee.
Wie lange fliegt man auf die Kanaren?
Ab Deutschland nonstop gut vier bis viereinhalb Stunden, je nach Abflughafen und Insel. Direktflüge gehen ganzjährig ab fast allen größeren deutschen Flughäfen nach Teneriffa Süd, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote; nach La Palma fliegen einzelne Maschinen direkt, sonst mit Umstieg.
Kann man auf den Kanaren im Winter baden?
Ja – der Atlantik hat im Winter 19 bis 20 Grad, mit etwas Abhärtung ist Baden das ganze Jahr möglich, und windgeschützte Buchten wie Las Canteras in Las Palmas oder die Papagayo-Strände machen es leichter. Am wärmsten ist das Meer mit bis zu 23 Grad im September und Oktober.
Braucht man auf den Kanaren einen Mietwagen?
Für reine Strandtage im Resort nicht – für alles andere ja: Teide, Anaga, Bergdörfer und die schönsten Buchten liegen abseits der Buslinien. Mietwagen sind auf den Inseln günstig, lokale Anbieter wie Cicar verzichten meist auf Kreditkarten-Kaution, und Sprit kostet dank Steuervorteil weniger als in Deutschland.
Wie funktioniert Inselhopping auf den Kanaren?
Per Fähre auf kurzen Strecken – Playa BlancaCorralejo in rund 30 Minuten, Los CristianosLa Gomera in rund 50 – oder per Inselflug mit Binter und Canaryfly, die alle Inseln in 30 bis 40 Minuten verbinden. Zwei Inseln in zehn Tagen sind entspannt, drei in zwei Wochen das sinnvolle Maximum.
Welche Kanareninsel ist die wärmste?
Die Ostinseln Lanzarote und Fuerteventura sind die trockensten und im Sommer oft die wärmsten, weil ihnen hohe Berge fehlen, an denen sich Wolken stauen. Auf Teneriffa und Gran Canaria ist der Süden verlässlich sonnig, während der Norden unter der Passatwolke grüner und kühler bleibt.
Was ist der Calima?
Eine Wetterlage, bei der Ostwind Saharastaub und heiße Luft über die Inseln schiebt: Der Himmel wird milchig, die Sicht kurz, die Temperaturen steigen sprunghaft. Ein Calima dauert meist zwei bis vier Tage; Menschen mit Atemwegsproblemen bleiben dann besser in Küstennähe und drinnen.
Braucht man für den Teide eine Genehmigung?
Für den Nationalpark und die Seilbahn nicht – wohl aber für die letzten Meter vom Seilbahnausstieg zum Gipfelkrater auf 3.715 Metern: Das kostenlose Permit buchst du über das offizielle Reservierungsportal der spanischen Nationalparks, in der Saison am besten mehrere Wochen im Voraus.
Welche Kanareninsel ist die beste zum Wandern?
La Palma mit der Caldera de Taburiente und der Ruta de los Volcanes gilt als die Wanderinsel schlechthin, dicht gefolgt von La Gomera mit dem Lorbeerwald des Garajonay. Auf Teneriffa locken Anaga-Gebirge und Teide-Nationalpark, auf Gran Canaria das Bergland um Roque Nublo und Tejeda.
Gilt auf den Kanaren eine andere Uhrzeit als in Deutschland?
Ja – die Kanaren liegen in der Westeuropäischen Zeitzone und gehen der deutschen Zeit eine Stunde nach, im Sommer wie im Winter. Praktischer Nebeneffekt: Die Abende sind lang, im Sommer wird es erst gegen 21 Uhr dunkel, und der Jetlag entfällt komplett.
KanarenSieben Vulkaninseln im Atlantik, auf denen der Februar so mild ist wie ein deutscher Juni – und keine Insel der anderen gleicht.

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