Ganz am Südzipfel Lanzarotes, dort wo die schwarze Vulkaninsel in das gleißende Licht der Meerenge zwischen den Inseln ausläuft, liegt Playa Blanca. Aus einem verschlafenen Fischerort ist über die Jahrzehnte der gepflegteste und ruhigste der drei großen Badeorte der Insel geworden – wer hierherkommt, sucht keine Partymeile, sondern weite, gut gepflegte Strandpromenaden und das Gefühl, am südlichen Rand Europas angekommen zu sein. Das größte Pfund des Ortes liegt direkt vor der Haustür: die Buchten von Papagayo. Über eine holprige Naturpiste erreicht man eine Kette goldener Sandbuchten im geschützten Naturraum, halbrund von Klippen gerahmt und mit erstaunlich klarem, türkisfarbenem Wasser. Anders als der schwarze Vulkansand andernorts auf Lanzarote leuchtet der Sand hier hell – ein Kontrast, der Papagayo zu einem der schönsten Strandziele der Kanaren macht. Die Promenade von Playa Blanca zieht sich kilometerweit an der Küste entlang, vorbei am alten Hafenkern mit seinen kleinen Fischrestaurants, vorbei an Stränden wie der Playa Dorada und der Playa Flamingo, die durch vorgelagerte Wellenbrecher ruhiges Badewasser bieten. Vom Hafen legen die Fähren nach Fuerteventura ab, dessen weite Dünen am Horizont so nah scheinen, dass man die Nachbarinsel fast greifen möchte. Wer mehr will als Strand, hat die Vulkanwelt Lanzarotes im Rücken: Der Nationalpark Timanfaya, das Weinbaugebiet La Geria und die Werke von César Manrique liegen alle in Tagesausflugsnähe. Abends wird der Ort still, das Atlantiklicht färbt die schwarzen Hänge, und Playa Blanca zeigt seine eigentliche Stärke – ein entspanntes Quartier für alle, die Sonne, klares Wasser und Ruhe einer lauten Hotelmeile vorziehen.



