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Puerto de la Cruz

Teneriffas grüne Nordküste in einem Ort – schwarzer Lavasand, koloniale Gassen und ein Meerwasserbad von César Manrique.

5 Stadtviertel
Überblick

Puerto de la Cruz auf einen Blick

Beste Reisezeit
Puerto de la Cruz ist ganzjährig mild, das Klima jedoch feuchter und wechselhafter als im Süden Teneriffas, da die Passatwolken sich an der Nordküste stauen. Frühling und Frühsommer von April bis Juni bieten die zuverlässigste Sonne und üppig blühende Gärten. Auch der Winter ist mit Temperaturen um zwanzig Grad angenehm, kann aber bewölkter und regnerischer ausfallen.
Über Puerto de la Cruz

Reisen nach Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz war der Hafen des Orotava-Tals, lange bevor Teneriffa Urlaubsinsel wurde, und ist heute der älteste Ferienort der Kanaren. Das sieht man dem Ort an: eine Altstadt aus dem 17. und 18. Jahrhundert, ein Fischerhafen mitten im Zentrum, ein botanischer Garten von 1788. Der Atlantik läuft an dieser Küste kräftig an, deshalb badet man in César Manriques Meerwasserbecken statt in der Brandung. Wer Hotelzonen und verlässliche Strandsonne sucht, fährt besser in den Süden der Insel; wer einen gewachsenen Ort mit Geschichte will, bleibt im Norden.

Reiseführer

Puerto de la Cruz von A bis Z

Aktualisiert Oktober 2026

Teneriffas Norden ist grün statt trocken, und Puerto de la Cruz ist sein ältester Ferienort. Statt hellem Sand gibt es hier schwarzen Lavastrand, statt Hotelzeile eine koloniale Altstadt, und mitten im Ort ein Meerwasserbad, das ein Künstler entworfen hat. Der Ort ist kompakt genug, um ihn zu Fuß zu begreifen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Puerto de la Cruz

Zehn Ziele listet travelperfect in Puerto de la Cruz, und keines davon liegt weiter als zwei Kilometer Luftlinie vom Zentrum entfernt. Zwischen den beiden, die am weitesten auseinanderliegen, sind es gut drei Kilometer – alles andere steht enger beieinander.

Am dichtesten steht alles im Casco Histórico. Zwischen der Iglesia de Nuestra Señora de la Peña de Francia, der Plaza del Charco und der Casa de la Aduana liegen jeweils gut hundert Meter Luftlinie. Die Kirche von 1684 trägt innen eine Mudéjar-Kassettendecke, geschnitztes Holzwerk in einer Tradition, die über Andalusien auf die Inseln kam.

Nach Westen hin wird es ruppiger. Am Rand von Punta Brava steht das Castillo de San Felipe, eine Festung des frühen 17. Jahrhunderts gegen Piraten, heute das Kulturzentrum der Stadt; keine zweihundert Meter weiter beginnt die Playa Jardín. Zur Playa de Martiánez am anderen Ende des Ortes sind es von dort gut zwei Kilometer Luftlinie. Die beiden Strände liegen nicht nebeneinander.

Sehenswürdigkeiten in Puerto de la Cruz

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Lago Martiánez

Der Lago Martiánez und die schwarzen Strände

Das Meer vor Puerto de la Cruz ist selten zahm. Genau deshalb steht mitten im Ort eine Badeanlage aus Meerwasser, schwarzem Lavastein und Palmen – der Entwurf stammt von César Manrique, dem kanarischen Künstler, der auch Lanzarote geprägt hat. Sie ist das Wahrzeichen des Ortes und seine praktischste Antwort auf den Atlantik.

Der Lago Martiánez ist kein Schwimmbad im üblichen Sinn, sondern eine Landschaft: ein großer See in der Mitte, Pools darum herum, dazwischen Lavabrocken, weiße Skulpturen und Sonnenterrassen. Weil das Wasser aus dem Atlantik kommt und in Becken ruhig steht, ist es die verlässlichste Möglichkeit, in Puerto de la Cruz ins Meerwasser zu kommen.

Baden geht auch am Strand, aber mit Vorbehalt. Die Playa de Martiánez, rund 350 Meter Luftlinie vom Lago entfernt, ist dunkler Sand mit Kieseln und kräftigem Wellengang – der Surfstrand des Ortes, mit Surfschule, und über ihm kreisen Gleitschirme. Die Playa Jardín am Westrand liegt in einer subtropischen Gartenanlage, die ebenfalls auf Manrique zurückgeht; auch dort entscheidet der Seegang, ob geschwommen wird.

Altstadt & Hafen

Durch die Altstadt und den alten Fischerhafen

Der Casco Histórico ist der Teil, der vom Ort vor dem Tourismus übrig ist – ein Platz unter Lorbeerbäumen, enge Gassen mit Kolonialhäusern, ein Hafenbecken für kleine Boote. Er ist klein, und man kommt ohne Plan durch.

Die Plaza del Charco ist seit Jahrhunderten der gesellschaftliche Mittelpunkt des Ortes: mächtige Lorbeerbäume, Bänke in ihrem Schatten, Cafés an den Rändern, und darin mischen sich Einheimische und Gäste. Charco heißt auf Spanisch Pfütze – ein Hinweis darauf, wie nah das Meer diesem Platz einmal kam. Der alte Fischerhafen liegt am unteren Rand derselben Altstadt.

Die Casa de la Aduana, das alte Zollhaus des 17. Jahrhunderts, gehört zu den ältesten Gebäuden des Ortes und beherbergt heute die Touristeninformation und das Kunstmuseum MACEW. An den Casco Histórico grenzt La Ranilla, das frühere Fischerviertel: niedrige, frisch gestrichene Häuser, Tapasbars, Familienlokale, kleine Galerien. Drei der acht Lokale, die travelperfect hier listet, stehen in diesen Gassen.

Loro Parque

Der Loro Parque am Westrand der Stadt

Der Park in Punta Brava begann als Papageiensammlung und hält bis heute die größte der Welt. Dazu kamen Orcas, Delfine, Seelöwen, Pinguine und ein großes Aquarium. Er liegt knapp zwei Kilometer Luftlinie vom Zentrum, am westlichen Rand des Ortes – und wer hingeht, plant ihn nicht als Zwischenstopp.

Im Mittelpunkt stehen die Vorführungen: Orcas, Delfine und Seelöwen treten in eigenen Arenen auf, dazu kommt eine Papageienshow, die an den Ursprung des Parks erinnert. Geh gleich zur Öffnung hinein – am Vormittag sind die Wege am leersten, gegen Mittag füllt sich der Park spürbar.

Tiershows mit Orcas und Delfinen sind nicht unumstritten, und das sollte man vor dem Ticketkauf für sich geklärt haben; wer sie ablehnt, hat in Puerto de la Cruz genug anderes vor. Praktisch ist dagegen die Lage: Zum Castillo de San Felipe sind es vom Park gut 850 Meter Luftlinie, zur Playa Jardín rund 700.

Gärten & Parks

Botanischer Garten und Parque Taoro

Dass der Norden Teneriffas grün ist, merkt man hier zweimal – unten im Jardín Botánico, oben im Parque Taoro. Beide gehören zur selben Geschichte. Der Ort hat seinen Ruf im 18. und 19. Jahrhundert mit Pflanzen und mildem Klima gemacht, nicht mit Stränden.

Der Jardín Botánico wurde 1788 als Akklimatisierungsgarten angelegt: Tropische Pflanzen aus den Kolonien sollten sich hier an ein kühleres Klima gewöhnen, bevor sie aufs spanische Festland weiterreisten. Funktioniert hat das nur bedingt, geblieben ist einer der ältesten botanischen Gärten Spaniens, gut 1,1 Kilometer Luftlinie vom Zentrum am östlichen Rand des Ortes.

Der Parque Taoro liegt dagegen oben: gut 220 Meter Luftlinie vom Zentrum, aber bergauf, also länger als die Zahl vermuten lässt. Subtropische Pflanzungen, Aussichtsterrassen über die Dächer und das Meer, und mittendrin das historische Gran Hotel Taoro, das für die Belle Époque des Inseltourismus steht.

Essen & Trinken

Essen in Puerto de la Cruz

Acht Lokale listet travelperfect hier, und sie liegen alle unter einem Kilometer Luftlinie vom Zentrum. Die Spanne ist größer, als die Zahl vermuten lässt – vom Fischlokal der Genossenschaft am Hafen bis zur Autorenküche mit Michelin-Stern, dazwischen Tapas, kanarische Hausmannskost und ein vegetarisches Haus.

Die kanarische Küche ist bodenständiger, als man es vom Festland kennt: Papas arrugadas, kleine Salzkartoffeln in der Schale, dazu Mojo rojo oder verde, viel Fisch, wenig Aufwand. Die Cofradía de Pescadores am alten Hafen gehört der Fischereigenossenschaft – Oktopus, Chipirones und Paella, mit Blick aufs Wasser. Wer früh zu Mittag isst, sitzt dort ruhiger.

In La Ranilla wird es feiner. Das Taller Seve Díaz kocht moderne kanarische Autorenküche und trägt dafür einen Michelin-Stern, das Régulo sitzt in einer Stadtvilla des 18. Jahrhunderts mit Patio. Wer einfacher essen will, findet unter den gelisteten Häusern zwei Tapasadressen und ein vegetarisch-veganes Lokal. Und im Hinterland des Orotava-Tals stehen die Guachinches, Weinschenken, die den eigenen Wein mit einer kurzen Karte ausschenken.

Restaurants in Puerto de la Cruz

Alle 8 Restaurants
Übernachten

Wo du in Puerto de la Cruz am besten wohnst

Die Frage ist hier nicht, wie weit es ins Zentrum ist – unter den sechs Häusern, die travelperfect listet, liegt keines weiter als 800 Meter Luftlinie davon entfernt. Die Frage ist, ob du in der Altstadt wohnen willst, oben im Grünen oder am Meerwasserbad.

In der Altstadt stehen zwei Traditionshäuser. Die Marquesa residiert in einem Kolonialbau von 1712 mit kanarischem Patio, das familiengeführte Monopol in einem Haus von 1742 mit Holzbalkonen. Beide liegen nicht einmal 300 Meter Luftlinie vom Ortsmittelpunkt – unter den gelisteten Häusern sind es die beiden zentrumsnächsten.

Oberhalb, im Parque Taoro, liegen zwei weitere: das familiengeführte Tigaiga von 1959 mit Bergblick und das Las Águilas Plaza in erhöhter Lage, mit Gärten, drei Pools und Blick über Stadt, Meer und Teide. In La Paz auf den Klippen im Osten wohnt man ruhiger und gehobener, im Botánico mit seinen 25.000 Quadratmetern Garten und dem Oriental Spa oder im Costa Atlantis direkt gegenüber dem Lago Martiánez.

Hotels in Puerto de la Cruz

Alle 6 Hotels
Anreise & vor Ort

Anreise nach Puerto de la Cruz und unterwegs auf Teneriffa

Teneriffa hat zwei Flughäfen, und für den Norden ist die Wahl nicht egal. Tenerife Norte oberhalb von La Laguna liegt deutlich näher – wer im Süden landet, fährt quer über die Insel.

Ein Mietwagen lohnt sich vor allem für den Teide und das Anaga-Gebirge im Nordosten der Insel. Im Ort selbst brauchst du keinen, und in den Altstadtgassen ist er eher Last als Hilfe.

Ohne Auto geht es mit den grünen Überlandbussen, die die Orte der Insel verbinden und Puerto de la Cruz an Santa Cruz, La Laguna, La Orotava und den Süden anbinden. Gelaufen wird hier viel, nur sind nicht alle Wege kurz: Zum Castillo de San Felipe, zur Playa Jardín und zum Loro Parque am Westrand sind es vom Zentrum aus anderthalb bis zwei Kilometer Luftlinie.

Ausflüge

Ausflüge ab Puerto de la Cruz

Der Ort ist als Basis brauchbar, weil drei sehr verschiedene Landschaften von hier aus erreichbar sind – der Vulkan in der Inselmitte, die Steilküste im Westen und der offene Atlantik. Von den sechs Unternehmungen, die travelperfect hier listet, führen drei aus dem Ort hinaus.

Der Teide-Nationalpark ist der naheliegendste Ausflug: Spaniens höchster Berg, eine Caldera aus erstarrter Lava, und eine Seilbahn, die einen großen Teil des Aufstiegs abnimmt. Als geführte Tagestour ab dem Ort ist er auch ohne eigenes Auto machbar.

Die Rambla de Castro ist der Gegenentwurf: eine leichte Küstenwanderung westlich des Ortes, durch Palmenhaine und an historischen Wehrtürmen vorbei, hoch über dem Wasser. Vom Zentrum sind es gut fünf Kilometer Luftlinie, der Weg dorthin gehört also nicht mehr zum Spaziergang. Aufs offene Wasser kommst du mit den Booten, die zu den Grindwalen und Delfinen vor Teneriffas Küste hinausfahren.

Aktivitäten & Touren in Puerto de la Cruz

Praktische Tipps

Was du über Puerto de la Cruz wissen solltest

Der Norden Teneriffas funktioniert anders als der Süden, und die meisten Enttäuschungen hier gehen auf dieselbe Erwartung zurück – dass es dasselbe Wetter und dieselben Strände gäbe. Beides stimmt nicht, und beides ist kein Nachteil, wenn man es vorher weiß.

Über dem Orotava-Tal hängen häufig Wolken, auch wenn im Süden die Sonne scheint: Der Passat staut sich an den Hängen, und genau deshalb ist diese Seite der Insel grün. Rechne also mit wechselhaften Tagen, auch im Sommer. Der Sand ist schwarz, weil er vulkanisch ist, und er heizt sich in der Sonne stärker auf als heller Sand.

Zum Baden gilt: Das Meer ist hier selten ruhig. Achte auf die Flaggen an den Stränden, und weich auf den Lago Martiánez aus, wenn der Atlantik zu viel ist. Wer den Ort in seiner lautesten Woche erleben will, kommt im Spätwinter zum Karneval – dann ist die Altstadt voll, und du solltest früh buchen. Jede andere Zeit ist ruhiger.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Puerto de la Cruz – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Puerto de la Cruz

Zwölf Monate, in denen das Tagesmittel kaum unter zwanzig Grad fällt – die Frage ist hier nicht die Wärme, sondern der Regen.

Puerto de la Cruz liegt an der Nordseite der Insel, und das entscheidet alles. Der Passat bringt Feuchtigkeit an die Hänge des Orotava-Tals, deshalb ist es hier grüner, etwas kühler und wolkiger als im Süden. Die Temperaturen schwanken über das Jahr kaum, zwischen dem kühlsten und dem wärmsten Monat liegen acht Grad im Tagesmittel. Was sich dagegen deutlich ändert, ist der Niederschlag: Im Juli fallen im Zehnjahresmittel 7 Millimeter, im Februar 76.

Das Wetterjahr

April bis Juni ist die ausgewogenste Zeit: warm genug zum Baden, die Gärten stehen in Blüte, und der Regen hat spürbar nachgelassen. Juli und August sind die beiden mit Abstand trockensten Monate der Tabelle und zugleich die wärmsten. Der Winter bleibt mild, ist an dieser Küste aber wolkiger und nasser als im Süden der Insel.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Puerto de la Cruz

Wie viele Tage sollte man für Puerto de la Cruz einplanen?
Für den Ort selbst reichen zwei bis drei Tage. Wer von hier aus den Teide, das Anaga-Gebirge und die Nordküste mitnehmen will, bleibt besser vier bis sieben Nächte.
Kann man in Puerto de la Cruz baden?
Ja, aber nicht immer im offenen Meer. Der Atlantik läuft an dieser Küste kräftig an, und das Meerwasserbad im Zentrum ist die verlässliche Alternative, wenn an den Stränden die rote Flagge steht.
Was unterscheidet den Norden Teneriffas vom Süden?
Der Norden ist grüner, etwas kühler und wolkenanfälliger, der Süden trockener und sonnensicherer. Dafür stehen im Norden gewachsene Orte mit Geschichte, wo im Süden Hotelzonen gebaut wurden.
Lohnt sich der Loro Parque?
Für Familien und alle, die Tierparks mögen, ist er der Hauptgrund für einen Tag am Westrand. Wer Shows mit Meeressäugern grundsätzlich ablehnt, lässt ihn aus und verpasst im Ort sonst nichts.
Braucht man in Puerto de la Cruz einen Mietwagen?
Im Ort nicht, dort sind die Wege kurz. Für den Teide, das Anaga-Gebirge und die Dörfer im Orotava-Tal ist ein Auto dagegen die bequemste Lösung, auch wenn Überlandbusse fahren.
Wann ist es in Puerto de la Cruz am trockensten?
Im Juli und August. In diesen beiden Monaten fällt im Zehnjahresmittel am wenigsten Regen, während der Februar der nasseste Monat des Jahres ist.
1 weitere Frage
Welche Viertel sind für einen Besuch in Puerto de la Cruz wichtig?
Der Casco Histórico ist die Altstadt, La Ranilla das Küchenviertel, La Paz liegt auf den Klippen im Osten, Punta Brava am felsigen Westrand und Taoro der Park über dem Ort.

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