Stadt · Spanien

Teneriffa

Über der Wolkendecke steht ein 3.715 Meter hoher Vulkankegel, und auf den achtzig Kilometern darunter liegen Nebelwald, Bananenterrassen und Strände in Schwarz und Gold.

8 Stadtviertel10 Sehenswürdigkeiten9 Hotels
Überblick

Deine Teneriffa-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Teneriffa ist als Insel des ewigen Frühlings ganzjährig ein Ziel. Der Süden bleibt fast immer sonnig und warm, ideal für Strandurlaub auch im Winter. Frühling und Herbst sind perfekt zum Wandern im Anaga-Gebirge und am Teide. Im Sommer wird es an der Küste heiß, in der Höhe angenehm. Der Norden ist grüner, aber auch feuchter und wolkenreicher als der Süden.
Über Teneriffa

Reisen nach Teneriffa

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln, und nirgends auf dem Archipel liegen Meer und Hochgebirge so dicht beieinander: An einem Vormittag fährst du von Palmen am Atlantik hinauf in eine Vulkanwüste auf 2.100 Metern. In der Mitte steht der Teide, mit 3.715 Metern der höchste Berg Spaniens, umgeben von der Caldera Las Cañadas – seit 2007 UNESCO-Welterbe und einer der dunkelsten Nachthimmel Europas. Der Nordosten gehört den Lorbeer-Nebelwäldern des Anaga-Gebirges, einem UNESCO-Biosphärenreservat, und der Welterbe-Altstadt von San Cristóbal de La Laguna; im Nordwesten fällt das Teno-Massiv über dem Bergdorf Masca zum Meer ab, wo die Klippen von Los Gigantes senkrecht aus dem Atlantik steigen. Der Süden um Costa Adeje, Playa de las Américas und Los Cristianos liefert dafür die verlässliche Sonne, die hellen Buchten und die Boote, die ganzjährig zu Grindwalen und Delfinen hinausfahren. Dazwischen: Bananenplantagen, Guachinches mit eigenem Wein, papas arrugadas mit Mojo und ein Karneval in Santa Cruz, der als einer der größten der Welt gilt.

Teneriffa – Karte
Reiseführer

Teneriffa von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Oberhalb von La Orotava, auf halber Höhe der TF-21, reißt der Kiefernwald plötzlich auf, das Auto schiebt sich durch die letzte Wolkenschicht, und darüber liegt eine Ebene aus ockerfarbener Lava, aus der ein einzelner Kegel aufsteigt. Zwei Stunden vorher hast du unten in Puerto de la Cruz noch im Atlantik gestanden, bei 22 Grad Wassertemperatur. Genau das ist Teneriffa – keine Insel, die sich an einem Strand erledigen lässt, sondern ein Gebirge im Atlantik, an dem jede Himmelsrichtung ihr eigenes Wetter und ihr eigenes Programm hat.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa

Rechne die Ziele dieser Insel nicht in Kilometern, sondern in Fahrzeit – vierzig Kilometer auf der Karte können eine Stunde Serpentine bedeuten.

Der Teide-Nationalpark ist der Grund, warum Teneriffa keine gewöhnliche Badeinsel ist. Über eine Passstraße erreichst du auf rund 2.100 Metern die Caldera Las Cañadas, einen etwa sechzehn Kilometer weiten Kessel aus erstarrter Lava, aus dem der Vulkankegel noch einmal anderthalb Kilometer aufragt – 3.715 Meter, der höchste Punkt Spaniens. Seit 2007 steht der Park auf der UNESCO-Welterbeliste. Der Rundweg um die Roques de García dauert mit dreieinhalb Kilometern gut zwei Stunden und führt am Roque Cinchado vorbei, dem schmalen Felsfinger, der auf jedem zweiten Inselfoto steht. Nimm eine Jacke mit: Oben liegen die Temperaturen im Winter oft zehn bis fünfzehn Grad unter denen an der Küste, und die Sonne brennt auf dieser Höhe deutlich härter.

Im Nordosten steht dem die grüne Gegenwelt gegenüber. Das Anaga-Gebirge, seit 2015 UNESCO-Biosphärenreservat, ist ein zerfurchter Kamm aus einem der ältesten Gesteinsmassive der Insel, über dem der Passat fast täglich Wolken staut – daraus lebt ein Lorbeer-Nebelwald, wie er in Europa nur noch auf wenigen Inseln existiert. Am Besucherzentrum Cruz del Carmen beginnen die drei kurzen Schleifen des Sendero de los Sentidos, ideal für einen ersten Eindruck ohne große Planung. Eine Viertelstunde talwärts, aber gefühlt in einem anderen Jahrhundert, liegt San Cristóbal de La Laguna: ein Schachbrett-Grundriss aus dem 16. Jahrhundert, seit 1999 Welterbe, weil dieser Stadtplan zur Vorlage für unzählige Kolonialstädte in Lateinamerika wurde. Geh die Calle San Agustín entlang und schau in die Innenhöfe der Herrenhäuser.

Santa Cruz de Tenerife, die Hauptstadt, wird von Urlaubern aus dem Süden gern übersprungen und ist genau deshalb die ehrlichste Stadt der Insel. Am Hafen schwingt sich das Auditorio de Tenerife von Santiago Calatrava als weißer Betonbogen über dem Hafenbecken auf, ein paar Schritte weiter liegt die Plaza de España mit dem flachen Wasserbecken, das Herzog & de Meuron entworfen haben; dieselben Architekten zeichnen für das Kunstzentrum TEA verantwortlich. Im Mercado Nuestra Señora de África stapeln sich Ziegenkäse, Bananen und Fisch unter Kolonialarkaden, im Museo de la Naturaleza y Arqueología liegen die Mumien der Guanchen, der Ureinwohner der Insel. Und im Februar kippt die ganze Stadt in einen Karneval, der als einer der größten der Welt gilt.

Der Nordwesten sammelt die Orte, die man sich merkt. In Puerto de la Cruz baute César Manrique Ende der Siebziger die Meerwasserlandschaft Lago Martiánez in die Brandung, gleich dahinter wächst im Jardín Botánico seit 1788 eine tropische Sammlung, die auf königliche Anordnung hin an das kanarische Klima gewöhnt werden sollte; am Ortsrand liegt der Loro Parque. In Icod de los Vinos steht der Drago Milenario, der größte Drachenbaum der Welt – sein Alter wird oft mit tausend Jahren angegeben, vorsichtige Schätzungen liegen darunter, beeindruckend bleibt er trotzdem. Garachico verlor 1706 seinen Hafen unter einem Lavastrom und badet heute in den Felsbecken, die derselbe Strom hinterließ. Und in La Orotava reihen sich die geschnitzten Holzbalkone der Casas de los Balcones aus dem 17. Jahrhundert übereinander.

Sehenswürdigkeiten in Teneriffa

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Teide & Nationalpark

Teide-Nationalpark und die Seilbahn auf 3.555 Meter

Die Seilbahn bringt dich in acht Minuten von 2.356 auf 3.555 Meter – die letzten 160 Höhenmeter zum Kraterrand gehen nur mit Genehmigung.

Teide-Nationalpark
Teide-Nationalpark

Zwei Straßen führen hinauf, und beide sind Teil des Erlebnisses. Von Norden schraubt sich die TF-21 aus dem Orotava-Tal durch Kastanien und dann durch kanarischen Kiefernwald, und irgendwo zwischen 1.000 und 1.500 Metern durchstößt du die Wolkenschicht, die der Passat an den Nordhang drückt – von unten ein grauer Deckel, von oben ein weißes Meer bis zum Horizont. Von Süden kommst du über Vilaflor, mit rund 1.400 Metern eines der höchstgelegenen Dörfer Spaniens, und stehst schneller in der Sonne. Rechne von der Costa Adeje mit gut anderthalb Stunden bis zur Talstation, aus Puerto de la Cruz mit etwa einer Stunde. Tanke unten, im Park selbst gibt es keine Tankstelle.

Die Seilbahn startet auf 2.356 Metern und ist nach acht Minuten an der Bergstation La Rambleta auf 3.555 Metern. Buche das Ticket online mit festem Zeitfenster – an guten Tagen sind die Vormittage Wochen im Voraus vergeben, und wer ohne Reservierung anreist, steht an oder fährt umsonst hoch. Genauso oft steht die Bahn still: Ab einer bestimmten Windstärke wird der Betrieb eingestellt, mal für Stunden, mal für ganze Tage. Prüfe die Lage deshalb am Morgen und halte dir einen Ersatztag frei. Von der Bergstation führen zwei kurze, frei begehbare Wege zu den Aussichtspunkten Mirador de La Fortaleza mit Blick nach Norden über das Wolkenmeer und Mirador de Pico Viejo über den zweiten, riesigen Krater der Insel – beide brauchen keine Genehmigung.

Für die letzten 160 Höhenmeter zum Kraterrand wird es komplizierter. Der Sendero Telesforo Bravo (PNT 10), der von La Rambleta zum Gipfel führt, ist kontingentiert und seit Januar 2026 zusätzlich gebührenpflichtig: Besucher von außerhalb der Kanaren zahlen rund 15 Euro, in Begleitung eines zugelassenen Guides etwa 10 Euro, Einwohner Teneriffas und Kinder unter 14 sind befreit. Gebucht wird online mit Zeitfenster und Ausweisnummer; die Kontingente werden montags früh für einen weiteren Zeitraum freigeschaltet und sind in der Hauptsaison schnell vergeben. Ohne Papier lässt dich der Ranger am Abzweig nicht durch, und daran ändert auch das Seilbahnticket nichts. Auch der lange Fußweg von Montaña Blanca hinauf zur Schutzhütte Altavista auf 3.260 Metern – gut 900 Höhenmeter über losen Lavaschutt – ist als PNT 07 inzwischen reservierungs- und gebührenpflichtig und damit keine spontane Umgehung mehr. Wer in der Hütte übernachtet, steigt traditionell im Morgengrauen zum Krater weiter; die Regeln dafür ändern sich laufend, prüfe sie deshalb vor der Buchung.

Der zweite Grund, oben lange zu bleiben, ist der Himmel. Über der Wolkendecke, weit weg von jeder Straßenbeleuchtung, gehört der Teide-Nationalpark zu den dunkelsten Orten Europas; auf dem Izaña-Rücken steht deshalb eines der wichtigsten Sonnenobservatorien der Welt. Geführte Touren fahren am späten Nachmittag hinauf, servieren den Sonnenuntergang samt dem dreieckigen Schatten des Vulkans, der sich über die Wolken nach Osten legt, und stellen danach Teleskope auf. Zieh dich wärmer an, als du für nötig hältst: Im Winter fällt die Temperatur nach Sonnenuntergang auf dieser Höhe regelmäßig unter null, und der Wind macht daraus gefühlt noch weniger. Handschuhe und Mütze sind hier kein Übereifer.

Strände

Die schönsten Strände auf Teneriffa von Süd nach Nord

Der Naturzustand ist hier schwarz und grobkörnig – der helle Sand an den bekanntesten Buchten wurde aufgeschüttet.

Playa de las Teresitas
Playa de las Teresitas

Der Südwesten liefert, was die meisten unter Strandurlaub verstehen. In der Costa Adeje reihen sich Playa del Duque, Playa de Fañabé und Playa de Torviscas fast ohne Unterbrechung aneinander, alle mit hellem Sand, Liegenreihen, Duschen und Promenade dahinter; der Duque ist der gepflegteste und teuerste, Fañabé der familienfreundlichste. Ein paar Kilometer südlich schützen bei Los Cristianos zwei Wellenbrecher die Playa de las Vistas, weshalb das Wasser dort auch bei Wind flach und ruhig bleibt – der beste Strand der Insel für kleine Kinder. Dazwischen liegt in Playa de las Américas die Playa del Camisón, kleiner und deutlich ruhiger als der Ruf des Orts vermuten lässt.

Sobald du die Sonnenküste verlässt, wird der Sand schwarz. Die Playa de la Arena bei Puerto de Santiago ist die schönste dieser Art: tiefdunkler Vulkansand vor den Klippen, mit Rettungsschwimmern und klarem Wasser. In Puerto de la Cruz zieht sich die Playa Jardín über fast einen Kilometer, angelegt mit Gärten nach Entwürfen von César Manrique – nur ist der Atlantik hier oft zu ruppig zum Schwimmen, rote Flaggen sind keine Seltenheit. Wenn geflaggt wird, weichst du auf die Meerwasserbecken des Lago Martiánez nebenan aus, die genau für diesen Fall gebaut wurden. Wer es wilder mag, steigt von La Orotava durch die Bananenterrassen zur Playa del Bollullo hinunter, einer schmalen schwarzen Bucht unter hohen Steilhängen.

Der Nordosten hat die beiden Extreme direkt nebeneinander. Die Playa de las Teresitas bei San Andrés ist der große Ausreißer: goldener Sand, in den Siebzigern aus der Sahara herangeschifft, Palmenreihen, ein vorgelagerter Wellenbrecher, der das Wasser badewannenruhig hält – und im Rücken die dunklen Anaga-Berge. Von Santa Cruz sind es zwanzig Minuten, an Wochenenden ist entsprechend viel los, dafür liegen die Fischlokale von San Andrés gleich nebenan. Ganz anders die Buchten am Ende der Anaga-Straße: An der Playa de Benijo und in Almáciga stehen Felsnadeln in der Brandung, es gibt kaum Infrastruktur, oft keine Aufsicht und eine Strömung, die man nicht unterschätzen darf.

Ein paar Regeln gelten überall. Der Atlantik ist kein Mittelmeer – Wellen und Strömung bauen sich schnell auf, und das Flaggensystem an den bewachten Stränden ist ernst gemeint: Grün heißt frei, Gelb heißt Vorsicht, Rot heißt Badeverbot, und an den einsamen Buchten gibt es gar kein Signal. Die Wassertemperatur schwankt übers Jahr nur zwischen etwa 19 Grad im Spätwinter und 23 bis 24 Grad im Herbst; richtig kalt wird es nie, mediterran warm allerdings auch nicht. Wer statt Sand lieber Fels mag, findet in den Lavabecken von Garachico sowie in Bajamar und Punta del Hidalgo geschützte Alternativen. Und für Wind gibt es eine eigene Adresse: In El Médano an der Südostküste weht der Passat so konstant, dass die Bucht seit Jahrzehnten zu den festen Zielen der Wind- und Kitesurfer gehört.

Norden & Süden

Norden oder Süden – wo du auf Teneriffa am besten wohnst

Der Passat schiebt die Wolken an die Nordhänge und lässt den Süden trocken – dieselbe Insel, zwei völlig verschiedene Urlaube.

Anaga-Gebirge
Anaga-Gebirge

Die Erklärung ist meteorologisch und nach zwanzig Minuten Autofahrt sichtbar. Der Nordostpassat drückt feuchte Luft gegen die Nordhänge, sie steigt auf, kühlt ab und bleibt zwischen etwa 600 und 1.500 Metern als geschlossene Schicht hängen – auf den Kanaren heißt das mar de nubes, Wolkenmeer. Der Norden bekommt davon Feuchtigkeit, Lorbeerwald, Bananenplantagen und ein paar Grad weniger. Der Süden liegt im Windschatten des Massivs, bleibt trocken und zählt zu den sonnenreichsten Ecken Europas. Deshalb funktioniert im Januar am Playa del Duque der Strandtag, während in Puerto de la Cruz die Wolken über der Promenade hängen und die Einheimischen längst eine Jacke tragen.

Wer Sonne und Strand als Hauptargument bucht, wohnt im Südwesten. Die Costa Adeje ist die gehobene Adresse mit breiten Buchten, durchgehender Promenade, Golfplätzen und einer Resortdichte, die man mögen muss; das Fischerdorf La Caleta an ihrem Nordende bringt den Gegenpol mit Terrassen über dem Wasser. Playa de las Américas nebenan ist lauter, jünger und hat eine Ausgehmeile, die bis in den Morgen läuft. Los Cristianos ist die bodenständigste der drei: ein arbeitender Hafen mit Fähren nach La Gomera, ein Ortskern, in dem auch Einheimische einkaufen, und eine flache Promenade, die gerade älteren Gästen entgegenkommt. Vom Flughafen Teneriffa Süd bist du überall in zwanzig bis dreißig Minuten.

Der Norden verlangt Kompromissbereitschaft beim Wetter und zahlt dafür in Atmosphäre zurück. Puerto de la Cruz ist ein gewachsener Badeort mit Altstadt, Plaza del Charco, Fischerhafen und deutlich spanischerem Publikum, dazu spürbar niedrigeren Preisen als im Süden. La Orotava liegt zwanzig Minuten darüber am Hang, mit Herrenhäusern, geschnitzten Balkonen und Blick über das ganze Tal bis zum Meer. La Laguna ist die Universitätsstadt mit dem Welterbe-Grundriss, häufig neblig, immer lebendig und ein guter Standort für Anaga. Santa Cruz schließlich ist Hafen, Verwaltung und Kultur – wer eine echte Stadt statt einer Ferienzone will, wohnt dort und fährt zum Baden nach Las Teresitas.

Die ehrlichste Antwort lautet deshalb: beides. Zwischen Costa Adeje und Puerto de la Cruz liegen über die Autobahnen TF-1 und TF-5 rund anderthalb Stunden, und wer eine Woche bleibt, teilt sie sinnvoll in vier Nächte Süden und drei Nächte Norden. Du sparst dabei nicht nur Fahrzeit, sondern bekommst zwei verschiedene Inseln: erst Strand, Boot und Poolnachmittage, dann Nebelwald, Kolonialstädte und Guachinches. Wer nur eine Winterwoche hat und verlässlich in der Sonne liegen will, bleibt im Süden und erledigt den Norden mit zwei Tagesausflügen. Wer im Sommer kommt, kann den Norden bedenkenlos zur Basis machen – Regen fällt dann kaum und die Hitze bleibt erträglicher. Nur die Wolkenschicht über Puerto de la Cruz hält sich gerade in diesen Monaten oft bis in den Nachmittag, weil der Passat im Sommer am kräftigsten weht.

Übernachten

Hotels auf Teneriffa und die passende Lage für deinen Urlaub

Im Südwesten stehen die großen Resorts fast lückenlos an der Küste, im Norden wohnst du dafür in Herrenhäusern und alten Kurhotels.

Die Costa Adeje ist die Bühne der großen Häuser. Das Gran Hotel Bahía del Duque ist als kanarisches Dorf angelegt, mit bunten Herrenhaus-Fassaden, subtropischem Park und eigenem Goldsandabschnitt – seit den Neunzigern das Aushängeschild der Insel. Das GF Victoria setzt dagegen auf moderne Architektur mit einem Pool auf der Verbindungsbrücke zwischen den Türmen und getrennten Bereichen für Familien und Erwachsene. Das Iberostar Selection Anthelia liegt direkt am Playa de Fañabé und arbeitet mit einem großen Thalasso-Spa. Und die Royal Hideaway Corales Suites im Nachbarort La Caleta sind die familienfreundliche Designhälfte des Resorts, deren Suiten wie Korallenstöcke übereinandergestapelt wirken – wer kinderfrei wohnen will, bucht nebenan im Corales Beach.

Weiter westlich wird es ruhiger. Das Ritz-Carlton Abama bei Guía de Isora sitzt als ockerrote, maurisch inspirierte Anlage auf der Klippe, mit eigenem Championship-Golfplatz, ausgezeichneter Küche im Haus und einer kleinen Standseilbahn hinunter zur eigenen Bucht – die abgeschiedenste Luxusadresse der Insel. Rund um Los Gigantes und Puerto de Santiago dominieren dagegen Apartments und mittlere Hotels, viele mit Blick auf die Klippen und die Marina. Wer dort wohnt, tauscht Strandbreite gegen Ruhe, kurze Wege zu den Bootstouren und Sonnenuntergänge, die man im flachen Süden so nicht bekommt.

Im Norden wohnst du grundsätzlich anders. Das Hotel Botánico & The Oriental Spa Garden in Puerto de la Cruz ist das große Haus der Nordküste, umgeben von einem tropischen Garten und mit einem asiatisch geprägten Spa, das ganze Regentage füllt. Zwei Nummern kleiner, aber charaktervoller ist das Hotel Rural Victoria in La Orotava, ein Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert mit Innenhof mitten in den Gassen der Altstadt. In La Laguna liegt das Hotel Laguna Nivaria direkt an der Plaza del Adelantado, ideal für alle, die abends in der Studentenstadt essen gehen wollen. Und in Santa Cruz bietet das Iberostar Heritage Grand Mencey das einzige Fünf-Sterne-Stadthotel der Insel, mit Spa und großem Garten mitten im Viertel.

Drei Dinge solltest du vor der Buchung wissen. Erstens ist die Hochsaison hier umgekehrt: Weihnachten, Neujahr, der Februar und die Osterwochen sind die teuersten und vollsten Zeiten, weil halb Nordeuropa der Kälte entkommt – buche für den Winter Monate im Voraus, während der September oft günstiger ist als der Januar. Zweitens ist All-inclusive im Süden Standard und im Norden die Ausnahme; auf einer Insel mit dieser Gastronomie ist das eine echte Entscheidung und keine Formalie. Drittens lohnt der Blick auf die Lage im Detail: Viele Häuser in Adeje liegen an der Hangkante statt am Wasser, was den Blick verbessert, aber jeden Strandbesuch mit einem Anstieg auf dem Rückweg beendet.

Hotels in Teneriffa

Alle 9 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Rundreise & Route

Teneriffa-Rundreise in sieben bis zehn Tagen

Eine Insel dieser Größe fährst du nicht von einem einzigen Standort aus – zwei Basen im Süden und Norden halbieren die Fahrzeiten.

Rechne mit sieben bis zehn Tagen und plane zwei Standorte statt einem. Die bewährte Aufteilung: vier bis fünf Nächte im Südwesten für Strand, Boot und die Ausflüge nach Teno und zum Teide, danach drei bis vier Nächte im Norden für Anaga, La Laguna, Puerto de la Cruz und die Weinorte. Du packst genau einmal um, und keine Tagesetappe wird länger als eine Stunde. Wer nur eine Woche hat, kürzt den Nordteil auf zwei Nächte, streicht ihn aber nicht ganz – die Insel auf ihre Südküste zu reduzieren, ist der häufigste Fehler beim ersten Besuch und der Grund, warum manche Teneriffa für austauschbar halten.

Der Südteil trägt vier volle Tage. Tag eins gehört dem Teide über Vilaflor, mit früher Seilbahnfahrt und dem Rundweg um die Roques de García am Nachmittag. Tag zwei fährst du das Teno-Massiv: die Serpentinen der TF-436 hinunter nach Masca, ein Kaffee im Bergdorf, dann weiter nach Los Gigantes, wo am Nachmittag die Boote unter den Klippen ablegen. Tag drei ist Wasser – Walbeobachtung ab Puerto Colón oder Los Cristianos am Vormittag, Strand danach. Tag vier bleibt frei für den Siam Park, für El Médano mit der Montaña Roja oder für eine Fähre nach La Gomera, die in knapp einer Stunde in San Sebastián anlegt.

Der Nordteil beginnt mit dem Umzug über die TF-1 nach Santa Cruz und dahinter hinauf nach La Laguna. Nimm dir für die Welterbe-Altstadt einen halben Tag und häng den Nachmittag in Anaga an, mit Cruz del Carmen, dem Aussichtspunkt Pico del Inglés und der Abfahrt nach Taganana und Benijo. Am nächsten Tag Santa Cruz mit Auditorio, Markt und der Playa de las Teresitas. Danach die Nordwestschleife: Puerto de la Cruz mit dem Botanischen Garten, Icod de los Vinos mit dem Drachenbaum und Garachico mit den Lavabecken, auf dem Rückweg ein Abstecher nach La Orotava und in einen Guachinche über dem Tal.

Zur Fahrpraxis drei Warnungen. Die beiden Autobahnen TF-1 im Süden und TF-5 im Norden sind schnell und gut ausgebaut, alles dazwischen ist Bergstraße – vierzig Kilometer auf der Karte können eine Stunde bedeuten. Die TF-436 nach Masca ist eng, kurvig und stellenweise nur mit Ausweichbuchten befahrbar; wer sich damit unwohl fühlt, bucht für diesen Tag eine geführte Tour. Und die Parkplätze an den Aussichtspunkten im Nationalpark und in Masca sind vormittags gegen zehn Uhr belegt, in Anaga hängt ab Mittag oft Nebel im Wald. Wer früh startet, hat auf dieser Insel systematisch den besseren Tag.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Wandern & Aktivitäten

Wandern auf Teneriffa von Anaga bis zur Masca-Schlucht

Auf zweitausend Höhenmetern Unterschied wanderst du am Vormittag durch Nebelwald und am Nachmittag durch Lavawüste.

Anaga ist einer der letzten großen Lorbeer-Nebelwälder Europas und zugleich das am leichtesten erreichbare Wandergebiet Teneriffas. Am Besucherzentrum Cruz del Carmen auf rund 900 Metern starten die drei kurzen Schleifen des Sendero de los Sentidos, jede unter einer Stunde und ohne nennenswerten Anstieg – der schnellste Weg in einen echten Lorbeer-Nebelwald, in dem Flechten von den Ästen hängen und die Sicht bei zwanzig Metern endet. Ambitionierter wird es auf dem Abstieg von Chinamada, einem Weiler mit bewohnten Höhlenhäusern, hinunter nach Punta del Hidalgo, oder auf den Küstenpfaden zwischen Afur, Taganana und Benijo. Rechne mit rutschigem Fels, schnell wechselndem Wetter und deutlich mehr Zeit, als die Kilometerangaben vermuten lassen.

Am Teide ist alles eine Frage der Höhe. Der Rundweg um die Roques de García ist mit dreieinhalb Kilometern der Einstieg für alle. Der lange Weg durch die Siete Cañadas führt über den alten Kraterboden am Fuß der Caldera-Wände entlang. Die eigentliche Tour ist der Aufstieg von Montaña Blanca zur Schutzhütte Altavista auf 3.260 Metern: gut 900 Höhenmeter über losen Lavaschutt, vier bis fünf Stunden bergauf, ohne Schatten und ohne Wasser unterwegs. Diese Route ist als PNT 07 seit 2026 reservierungs- und gebührenpflichtig, du buchst sie also vorab online. Nimm mindestens zwei Liter mit, starte im Morgengrauen und unterschätze die Höhe nicht – Kopfschmerzen und Übelkeit oberhalb von 3.000 Metern sind hier alltäglich, auch bei sportlichen Leuten.

Die beiden berühmtesten Schluchten sind heute reguliert, und das aus gutem Grund. Die Wanderung durch den Barranco de Masca vom Bergdorf hinunter zum Atlantik war jahrelang gesperrt und ist seit der Wiedereröffnung nur noch mit vorheriger Online-Reservierung, festem Zeitfenster und Helm erlaubt; die Zahl der Plätze pro Tag ist begrenzt, und geöffnet wird der Weg nur an bestimmten Tagen, überwiegend an Wochenenden und Feiertagen. Zum Einstieg kommst du seit Ende 2025 nur noch mit dem Zubringerbus der Linie 355 ab Santiago del Teide, den du zusammen mit dem Ticket buchst – wer mit dem eigenen Auto anfährt, wird abgewiesen. Rechne außerdem damit, denselben Weg wieder hinaufzusteigen: Der Bootsanleger in der Bucht ist derzeit außer Betrieb, und der Aufstieg ist deutlich anstrengender als der Abstieg. Prüfe den Status vor der Buchung auf caminobarrancodemasca.com. Ähnlich funktioniert der Barranco del Infierno oberhalb von Adeje: Online-Ticket, begrenzte Tageszahl, Helmpflicht und ein Einlassschluss am frühen Nachmittag. Beide Wege bleiben bei Regen geschlossen.

Wer nicht laufen will, findet trotzdem genug. Von den Hängen über Adeje starten Tandem-Gleitschirmflüge, die aus rund tausend Metern über die Südküste segeln und unten am Strand aufsetzen. In El Médano an der Südostküste weht der Passat so konstant, dass Wind- und Kitesurfschulen dort ganzjährig arbeiten; die Montaña Roja im Rücken ist ein kurzer, lohnender Aufstieg für den Blick über die Bucht. Für Familien liegen mit dem Siam Park in Costa Adeje und dem Loro Parque in Puerto de la Cruz zwei der bekanntesten Freizeitparks Spaniens auf der Insel, verbunden über ein gemeinsames Kombiticket. Und wenn ein Tag übrig ist: Die Fähre ab Los Cristianos ist in knapp einer Stunde auf La Gomera.

Aktivitäten & Touren in Teneriffa

Wale & Delfine

Wale und Delfine vor Teneriffas Südwestküste

Zwischen Teneriffa und La Gomera lebt eine ortstreue Gruppe Grindwale – dafür musst du keine Saison abpassen.

Der Meeresarm zwischen Teneriffa und La Gomera ist tief, geschützt und nährstoffreich, und genau deshalb wartet hier niemand auf Zugtiere. Vor der Südwestküste lebt eine ortstreue Gruppe Kurzflossen-Grindwale das ganze Jahr über – dunkle, gedrungene Tiere mit runder Stirn, die oft in Familienverbänden an der Oberfläche dösen. Dazu kommen Große Tümmler, die regelmäßig vor den Bug ziehen. Das Gebiet wurde 2021 als erstes in Europa als Whale Heritage Site ausgezeichnet, eine Anerkennung, die verantwortungsvolle Beobachtung und die Zusammenarbeit vor Ort bewertet. Die Chance, auf einer Tour gar nichts zu sehen, ist entsprechend klein, auch wenn seriöse Anbieter keine Garantie geben.

Die Boote legen in Puerto Colón an der Costa Adeje, im Hafen von Los Cristianos und in Los Gigantes ab. Zwei bis drei Stunden sind die übliche Länge, oft mit Badestopp in einer Bucht; Vormittagsfahrten laufen ruhiger, weil der Wind erst im Lauf des Tages auffrischt. Achte beim Buchen auf die blaue Flagge Barco Azul – sie kennzeichnet Boote mit offizieller Genehmigung, die sich an vorgeschriebene Mindestabstände und an die begrenzte Zahl der Boote pro Tiergruppe halten. Segelkatamarane sind leiser als Motorboote und für die Tiere die schonendere Variante; große Partyboote mit Musikanlage sind das Gegenteil und drängen sich erfahrungsgemäß am nächsten heran.

Neben Grindwalen und Tümmlern zeigen sich mit etwas Glück Fleckendelfine, Meeresschildkröten und fliegende Fische, gelegentlich ziehen größere Bartenwale durch. Der Blick zurück ist dabei fast so gut wie der ins Wasser: Von See aus siehst du die Klippen von Los Gigantes in ihrer vollen Höhe und dahinter, wenn die Wolken mitspielen, den Teide über der ganzen Küste stehen. Wer zu Seekrankheit neigt, nimmt die Vormittagstour, setzt sich mittschiffs an die frische Luft und nimmt ein Mittel eine gute Stunde vor dem Ablegen statt erst an Bord, wenn der Magen schon meldet.

Ein Wort zur Wahl des Anbieters. Seriöse Touren versprechen keine Begegnung, verkaufen kein Schwimmen mit Delfinen und drängen nicht in die Gruppen hinein – wenn ein Boot direkt vor eine Walfamilie fährt, ist das kein besseres Erlebnis, sondern ein Regelverstoß. Wer Meeressäuger lieber im Freiwasser als im Becken sieht, hat auf Teneriffa den Vorteil, dass beides zur Wahl steht: Der Loro Parque in Puerto de la Cruz ist als Zoo eine große Nummer, die Haltung von Meeressäugern wird aber seit Jahren kritisch diskutiert. Die Bootstour ist in dieser Frage die unkomplizierte Antwort, und sie kostet in der Regel weniger als ein Parkticket.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Teneriffa

Die Kartoffeln kommen ungeschält, salzverkrustet und faustklein auf den Tisch, dazu zwei Schälchen Mojo – das ist der Anfang von allem.

Papas arrugadas sind das Erkennungszeichen der kanarischen Küche: kleine Kartoffeln, in stark gesalzenem Wasser gekocht, bis die Schale eine weiße Kruste ansetzt und die Knolle runzlig wird. Dazu kommen zwei Saucen – mojo rojo aus Paprika, Knoblauch und Kreuzkümmel, oft mit Chili geschärft, und das mildere mojo verde aus Koriander oder Petersilie, das eher zum Fisch gehört. Der zweite Grundpfeiler ist gofio, geröstetes Getreidemehl, das die Guanchen schon vor der spanischen Eroberung aßen und das heute als escaldón mit Brühe oder als Beigabe im Nachtisch auftaucht. Dazu Ziegenkäse von der Plancha, conejo en salmorejo als mariniertes Kaninchen und ropa vieja aus Kichererbsen und Fleisch.

Die eigenwilligste Institution der Insel ist der Guachinche, und es gibt ihn fast nur im Norden. Ursprünglich war das eine Garage oder ein Innenhof, in dem ein Weinbauer seinen eigenen Jahrgang ausschenkte und dazu drei, vier Gerichte kochte – geöffnet nur, solange der Wein reichte, ohne Schild, ohne gedruckte Karte, bar bezahlt. Im Orotava-Tal, rund um Tacoronte und Santa Úrsula findest du die Tradition noch lebendig; El Ventorrillo über La Orotava ist eine der bekannten Adressen, mit eigenem Wein, Grillgerichten und Blick über das Tal bis zum Teide. Sei nicht überrascht, wenn du am Nebentisch der Einzige ohne Spanisch bist – genau das ist der Punkt.

Wein hat auf Teneriffa mehr Substanz, als die Strandkarte vermuten lässt. Fünf geschützte Herkunftsgebiete teilen sich die Insel, darunter Tacoronte-Acentejo im Norden und das Valle de la Orotava. Weil die Reblaus die Kanaren nie erreichte, wachsen die Reben hier wurzelecht und teils auf sehr alten Stöcken; im Orotava-Tal zieht man sie im cordón trenzado, einem geflochtenen Seil aus Rebholz, das meterlang über den Boden läuft und das du in dieser Form sonst nirgends siehst. Die Hauptsorten heißen Listán Negro beim Roten und Listán Blanco beim Weißen, dazu Malvasía für die süßen Ausbauten. Wer sich einlesen will, fährt zur Casa del Vino in El Sauzal – Museum, Verkostung und Terrasse mit Teide-Blick in einem.

Oben in der Skala hat die Insel eine Sterne-Dichte, die für die Kanaren ungewöhnlich ist. Die Spitze teilen sich zwei Häuser mit je zwei Sternen: El Rincón de Juan Carlos der Brüder Padrón in La Caleta und M.B von Martín Berasategui im Ritz-Carlton Abama bei Guía de Isora. Mit je einem Stern kochen El Taller Seve Díaz in Puerto de la Cruz eine sehr eigene Nordküche, NUB die Verbindung italienischer und chilenischer Wurzeln mit Zutaten der Insel und Haydée von Víctor Suárez in Adeje; im Abama arbeitet Kabuki daneben mit japanischer Technik an kanarischen Produkten. Günstiger und mindestens so vergnüglich isst du im San Sebastián 57 in Santa Cruz. Für Fisch fährst du dorthin, wo er anlandet: La Vieja in La Caleta mit Terrasse über dem Wasser, El Cine am Hafen von Los Cristianos oder in die Lokalzeile von San Andrés. Reserviere für die Sternehäuser Wochen vorher und stell dich darauf ein, dass vor 20 Uhr kaum jemand zu Abend isst.

Restaurants in Teneriffa

Alle 9 Restaurants
Anreise & Mietwagen

Anreise nach Teneriffa und unterwegs mit dem Mietwagen

Aus Deutschland sind es je nach Abflughafen vier bis fünf Stunden, und auf den Kanaren geht die Uhr eine Stunde zurück.

Teneriffa hat zwei Flughäfen, und die Unterscheidung ist wichtig. Teneriffa Süd (TFS, Reina Sofía) liegt bei Granadilla an der trockenen Südostküste und nimmt fast alle Flüge aus Deutschland auf – von dort bist du in zwanzig bis dreißig Minuten in Los Cristianos oder der Costa Adeje und in gut anderthalb Stunden in Puerto de la Cruz. Teneriffa Nord (TFN, Los Rodeos) liegt auf der Hochebene bei La Laguna, bedient vor allem Inlands- und Inselverbindungen und liegt oft in der Wolkenschicht. Prüfe vor der Buchung, welcher Flughafen im Ticket steht, die beiden trennen rund siebzig Kilometer Autobahn und gut eine Stunde Fahrt. Und stell die Uhr um: Auf den Kanaren gilt die westeuropäische Zeit, also eine Stunde weniger als in Deutschland.

Für alles außer reinem Poolurlaub brauchst du einen Mietwagen. Die kanarischen Anbieter arbeiten überwiegend mit Voll/Voll-Tankregelung und weitgehend eingeschlossener Versicherung, was die Abholung unkompliziert macht – lies die Bedingungen trotzdem, gerade bei den internationalen Ketten mit ihren Selbstbehalten. Buche früh, wenn du über Weihnachten, im Februar oder zu Ostern kommst; in diesen Wochen sind die Flotten der Insel tatsächlich leer. Nimm den kleinsten Wagen, in den euer Gepäck passt: Auf der TF-436 nach Masca und in den Dörfern von Anaga ist jeder Zentimeter weniger ein Vorteil. Sprit ist auf den Kanaren wegen der niedrigeren Steuern spürbar günstiger als auf dem Festland, Maut gibt es keine.

Auf der Straße gilt eine einfache Faustregel: Autobahn schnell, alles andere langsam. Die TF-1 zieht sich von Santa Cruz an der Südküste entlang bis hinter Adeje, die TF-5 verbindet die Hauptstadt mit La Laguna, Puerto de la Cruz und Icod. Sobald du abbiegst, beginnen Serpentinen mit Tempo 40 und Gegenverkehr in der Kurve. Rechne rund um Santa Cruz und La Laguna morgens und am späten Nachmittag mit Berufsverkehr. In Anaga und über Puerto de la Cruz kann die Wolkenschicht die Sicht binnen Minuten auf wenige Meter drücken – dann Licht an und Tempo raus. Und lass nichts Sichtbares im geparkten Auto liegen, besonders nicht an abgelegenen Wanderparkplätzen.

Ohne Auto geht mehr, als viele denken. Das Busnetz der TITSA – auf den Kanaren guaguas genannt – deckt beide Küsten dicht ab, die Verbindung zwischen Santa Cruz und Los Cristianos fährt tagsüber im engen Takt, und für den Nationalpark gibt es je eine Linie aus dem Süden und aus dem Norden, morgens hinauf und nachmittags zurück. Wer mehrfach fährt, holt sich die aufladbare Guthabenkarte, mit der jede Fahrt deutlich billiger wird als beim Barkauf. Für Ausflüge auf die Nachbarinseln legen die Fähren in Los Cristianos ab: San Sebastián de La Gomera in knapp einer Stunde, dazu Verbindungen nach La Palma und El Hierro. Ab Santa Cruz fahren die Schiffe nach Gran Canaria.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Teneriffa – und welches zu dir passt

Costa AdejeCosta AdejeDie gehobene Seite des Südens, mit hellen Buchten von Playa del Duque bis Torviscas, durchgehender Promenade und den größten Resorts der Insel. Am Nordende liegt das Fischerdorf La Caleta mit Terrassen über dem Wasser, aus dem Hafen Puerto Colón fahren die Boote zur Walbeobachtung.Ideal für: Strand & Resorts4–5 TagePlaya de las AméricasPlaya de las AméricasDie laute Mitte des Südens: breite Strände am Tag, eine Promenade voller Restaurants und Bars am Abend und eine Ausgehmeile, die bis in den Morgen läuft. Wer kurze Wege zum Hafen, zum Wasserpark und zum Nachtleben will, ist hier richtig – wer Ruhe sucht, wohnt eine Bucht weiter.Ideal für: Nachtleben & Strand3–4 TageLos CristianosLos CristianosDer bodenständigste der drei Südorte, mit arbeitendem Fährhafen und Verbindungen nach La Gomera, La Palma und El Hierro. Die von Wellenbrechern geschützte Playa de las Vistas hat das ruhigste Wasser der Küste, im Ortskern sitzen abends auch Einheimische auf der Plaza.Ideal für: Strand ohne Trubel3–4 TageLos GigantesLos GigantesAm Fuß der Klippen, die mehrere hundert Meter senkrecht aus dem Atlantik steigen, liegt ein ruhiger Ort mit kleiner Marina. Von hier legen die Boote zu den Klippen und zur Walbeobachtung ab, und eine Serpentinenstraße weiter nördlich beginnt in Masca die reservierungspflichtige Wanderung durch die Schlucht.Ideal für: Klippen & Boote2–3 TagePuerto de la CruzPuerto de la CruzDer gewachsene Badeort des Nordens, grüner, spanischer und günstiger als der Süden. Fischerhafen und Plaza del Charco bilden den Kern, an der Brandung liegen die Meerwasserbecken des Lago Martiánez von César Manrique, dazu der Botanische Garten von 1788 und der Loro Parque am Ortsrand.Ideal für: Norden mit Altstadt3–4 TageLa OrotavaLa OrotavaDie besterhaltene Kolonialstadt der Insel steigt vom Tal den Hang hinauf, mit geschnitzten Holzbalkonen aus dem 17. Jahrhundert, Klostergärten und Blick über Bananenterrassen bis zum Meer. An Fronleichnam legen die Nachbarschaften Teppiche aus Blüten und Vulkansand auf die Straßen.Ideal für: Kolonialarchitektur½–1 TagSan Cristóbal de La LagunaSan Cristóbal de La LagunaDie frühere Hauptstadt trägt seit 1999 den Welterbetitel, weil ihr Schachbrett-Grundriss aus dem 16. Jahrhundert zur Vorlage vieler Kolonialstädte Lateinamerikas wurde. Pastellfarbene Herrenhäuser, holzvertäfelte Innenhöfe, eine große Universität und ein Nebel, der fast dazugehört.Ideal für: Welterbe & Studentenstadt1 TagSanta Cruz de TenerifeSanta Cruz de TenerifeDie Hauptstadt ist Hafen, Verwaltung und Kulturzentrum in einem, mit dem geschwungenen Auditorio von Calatrava am Wasser, dem Kunsthaus TEA, dem Markt unter Kolonialarkaden und einem Karneval, der die Stadt jeden Februar außer Kraft setzt. Die Playa de las Teresitas liegt zwanzig Minuten nördlich.Ideal für: Stadt & Kultur1–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Teneriffa mit Wetter und Wassertemperaturen

Teneriffa hat keine Nebensaison im deutschen Sinn – die eigentliche Frage ist, ob du Sonne im Süden oder Grün im Norden willst.

Teneriffa liegt auf der Höhe der Sahara, wird aber vom kühlen Kanarenstrom und vom Passat gebremst, und daraus entsteht ein Klima ohne echte Extreme. Im Süden liegen die Höchstwerte selbst im Januar bei um die 21 Grad, im August bei 28 bis 29; der Norden liegt ganzjährig zwei bis drei Grad darunter und bekommt zwischen November und Februar den meisten Regen. Die Werte unten gelten für die Südküste. In den Bergen rechnest du grob sechs Grad Abkühlung pro tausend Höhenmeter, am Teide kann es im Winter schneien. Ein Sonderfall ist die Calima, ein heißer Saharawind, der vor allem im Spätwinter und im Sommer für ein paar Tage Staub in die Luft und deutlich höhere Werte aufs Thermometer bringt.

Jan21°15°Wintersonne im Süden, voll
Feb21°15°Karneval in Santa Cruz
Mär22°15°Meer am kühlsten, klare Sicht
Apr22°16°warm ohne Hitze, ideal
Mai24°17°stabil, wenig Andrang
Jun26°19°lange Tage, ruhiges Meer
Jul28°21°Hochsaison, kräftiger Passat
Aug29°21°wärmster Monat, ausgebucht
Sep28°21°Meer am wärmsten, ideal
Okt26°20°warm, spürbar ruhiger
Nov24°18°Regen im Norden, Sonne im Süden
Dez22°16°mild, Feiertage teuer

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Teneriffa sind April, Mai, September und Oktober. Dann liegen die Höchstwerte im Süden zwischen 22 und 28 Grad, das Meer erreicht im Herbst seine wärmsten 23 bis 24 Grad, der Passat weht moderat, und weder die nordeuropäische Winterflucht noch die Sommerferien treiben die Preise. Für reinen Strandurlaub funktioniert die Insel trotzdem das ganze Jahr, im Süden auch im Januar. Wer wandern will, meidet Juli und August, weil die Hitze am Teide und in den Schluchten anstrengend wird. Und wer den Karneval in Santa Cruz sehen will, hat ohnehin keine Wahl – der findet im Februar statt.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Teneriffa

Wie viele Tage sollte man für Teneriffa einplanen?
Sieben bis zehn Tage sind das sinnvolle Maß, weil die Insel zwei völlig verschiedene Hälften hat. Plane vier bis fünf Nächte im Süden für Strand, Teide und Teno und drei bis vier Nächte im Norden für Anaga, La Laguna und Puerto de la Cruz. Wer nur eine Woche hat, hängt zumindest zwei Nächte im Norden an.
Braucht man auf Teneriffa einen Mietwagen?
Für alles außer reinem Resorturlaub ja. Anaga, Teno, Masca, die Weinorte und die meisten Aussichtspunkte liegen abseits des Busnetzes, und die schönsten Strecken sind Landstraßen. Nimm einen kleinen Wagen, die Bergstraßen sind eng. Innerhalb der Südorte kommst du dagegen auch zu Fuß und mit dem Bus gut zurecht.
Wie kommt man auf den Gipfel des Teide?
Die Seilbahn bringt dich von 2.356 auf 3.555 Meter. Für die letzten 160 Höhenmeter zum Kraterrand brauchst du eine kontingentierte Genehmigung der Nationalparkverwaltung, die seit Januar 2026 rund 15 Euro kostet – mit zugelassenem Guide etwa 10 Euro, für Residenten und Kinder unter 14 weiterhin frei. Gebucht wird online mit Zeitfenster, die Kontingente werden montags früh freigeschaltet und sind in der Saison schnell vergeben. Ohne sie bleiben dir die beiden freien Aussichtswege an der Bergstation.
Norden oder Süden – wo wohnt man auf Teneriffa besser?
Der Süden um Costa Adeje, Playa de las Américas und Los Cristianos ist trocken, sonnensicher und auf Strandurlaub gebaut. Der Norden um Puerto de la Cruz, La Orotava und La Laguna ist grüner, spanischer und günstiger, dafür häufiger bewölkt. Wer eine Woche bleibt, teilt sie und wohnt in beiden Hälften.
Wann ist die beste Reisezeit für Teneriffa?
April, Mai, September und Oktober bieten das beste Verhältnis aus Wetter, Wassertemperatur und Preis, mit 22 bis 28 Grad im Süden. Der Winter funktioniert für Strandurlaub ebenfalls, ist aber teuer und ausgebucht. Zum Wandern meidest du Juli und August, weil die Hitze am Teide und in den Schluchten zusetzt.
Wie warm ist das Meer auf Teneriffa?
Die Wassertemperatur bewegt sich übers Jahr nur zwischen etwa 19 Grad im Spätwinter und 23 bis 24 Grad im September und Oktober. Zum Baden reicht das ganzjährig, mediterrane Wärme darfst du aber nicht erwarten. Der Atlantik ist außerdem bewegter – achte an den bewachten Stränden immer auf die Flagge.
Welche Strände auf Teneriffa haben hellen Sand?
Der helle Sand ist überwiegend aufgeschüttet und liegt im Südwesten: Playa del Duque, Fañabé und Torviscas in der Costa Adeje sowie die von Wellenbrechern geschützte Playa de las Vistas bei Los Cristianos. Die große Ausnahme im Norden ist die Playa de las Teresitas bei San Andrés mit Sand aus der Sahara.
Lohnt sich Teneriffa im Winter?
Im Süden sehr. Von Dezember bis März liegen die Höchstwerte dort bei 21 bis 22 Grad, es regnet kaum, und Strandtage sind die Regel. Genau deshalb ist der Winter Hochsaison mit entsprechenden Preisen. Der Norden ist in diesen Monaten deutlich wechselhafter und eignet sich eher für Städte, Wandern und Museen.
Wo kann man auf Teneriffa Wale und Delfine beobachten?
Vor der Südwestküste, zwischen der Insel und La Gomera, wo ganzjährig Grindwale und Große Tümmler leben. Boote starten in Puerto Colón, Los Cristianos und Los Gigantes. Achte auf die blaue Flagge Barco Azul, die eine offizielle Genehmigung anzeigt, und meide Anbieter, die Schwimmen mit Delfinen versprechen.
Kann man durch die Masca-Schlucht wandern?
Ja, aber nur mit vorheriger Online-Reservierung, festem Zeitfenster und Helm; die Plätze pro Tag sind begrenzt, geöffnet wird der Weg nur an bestimmten Tagen, überwiegend an Wochenenden und Feiertagen, und bei Regen bleibt er zu. Zum Einstieg fährst du mit dem Zubringerbus der Linie 355 ab Santiago del Teide, private Pkw werden nicht durchgelassen. Der Bootsanleger in der Bucht ist derzeit außer Betrieb, du steigst also denselben Weg wieder hinauf – plane den Rückweg als den anstrengenderen Teil ein und prüfe den Status vorab auf caminobarrancodemasca.com.
Welche Nachbarinsel eignet sich für einen Tagesausflug?
La Gomera. Die Fähre ab Los Cristianos ist in knapp einer Stunde in San Sebastián, von dort erreichst du mit einem Mietwagen den Nebelwald des Nationalparks Garajonay und das Valle Gran Rey. Für La Palma und El Hierro solltest du übernachten, ein Tagesausflug wird dort zur reinen Fahrerei.
Was isst man auf Teneriffa?
Papas arrugadas mit mojo rojo und mojo verde, gofio als geröstetes Getreidemehl, Ziegenkäse von der Plancha, conejo en salmorejo und viel frischen Fisch vom Grill. Getrunken wird Inselwein aus Listán Negro oder Listán Blanco. Im Norden schenken Guachinches den eigenen Jahrgang zu wenigen Gerichten aus.
Ist Teneriffa für Familien mit Kindern geeignet?
Sehr gut. Die geschützte Playa de las Vistas bei Los Cristianos und die Playa de las Teresitas im Nordosten haben ruhiges, flaches Wasser, dazu kommen der Siam Park in Costa Adeje und der Loro Parque in Puerto de la Cruz. Für Ausflüge in die Berge gilt: kurze Etappen planen, die Serpentinen fordern kleine Mägen.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Teneriffa die großen Höhepunkte und die stillen Entdeckungen

Übernachten

Hotels in Teneriffa zum Ankommen und Wohlfühlen

Alle · 6HotelsBoutiqueDesignLuxus

Genießen

Restaurants in Teneriffa wo die Stadt am besten schmeckt

Erleben

Aktivitäten & Touren in Teneriffa Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben

TeneriffaÜber der Wolkendecke steht ein 3.715 Meter hoher Vulkankegel, und auf den achtzig Kilometern darunter liegen Nebelwald, Bananenterrassen und Strände in Schwarz und Gold.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Teneriffa-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Hotels ansehen9 in Teneriffa

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Touren & Tickets6 in Teneriffa

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Teneriffa zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen