Playa del Inglés ist der Inbegriff des sonnigen Südens von Gran Canaria: ein langer, breiter Sandstrand, der ohne erkennbare Naht in das Naturschutzgebiet der Dünen von Maspalomas übergeht, dahinter ein dichtes Geflecht aus Apartmenttürmen, Einkaufszentren und einem Nachtleben, das selten zur Ruhe kommt. Was in den 1960er-Jahren auf kargem Getreideland aus dem Nichts entstand, ist heute eines der bekanntesten Urlaubszentren Europas. Der Ort wurde am Reißbrett für den Massentourismus geplant, und das merkt man: Statt einer gewachsenen Altstadt prägen großzügige Avenidas, Bungalow-Anlagen und Centros Comerciales wie das Yumbo das Bild, Letzteres ein Zentrum des LGBT-Lebens auf der Insel. Familien, Sonnenanbeter und Feiernde finden hier jeweils ihre Nische. Die eigentliche Sensation liegt am südlichen Ende des Strandbogens: die Dunas de Maspalomas, ein rund vierhundert Hektar großes Feld aus wandernden Sandbergen, das unter Naturschutz steht und an eine Wüstenlandschaft erinnert. Die Dünen schieben sich, vom Passatwind geformt, langsam Richtung Meer und enden an der historischen Lagune La Charca, einem Rückzugsort für Zugvögel, hinter der der weiße Leuchtturm Faro de Maspalomas steht. Von Playa del Inglés aus erschließt sich der ganze Süden: Das benachbarte Meloneras hat sich als gehobeneres Viertel mit Promenade und größeren Hotels etabliert, im Hinterland locken der Palmenhain von Fataga und die Bergwelt rund um den Roque Nublo. Vor der Küste finden Bootstouren zur Delfin- und Walbeobachtung statt. Wer ganzjährige Wärme, einen kilometerlangen Strand und die wandernden Sandberge direkt vor der Haustür sucht, ist hier richtig – Erholung im klassischen kanarischen Strandurlaub inklusive.






