Stadt · Spanien

Lanzarote

Zwischen Arrecife und dem Timanfaya wechselt die Farbe der Insel innerhalb von zwanzig Autominuten von Weiß über Ocker zu einem Schwarz, das jedes Licht schluckt.

7 Stadtviertel10 Sehenswürdigkeiten9 Hotels
Überblick

Deine Lanzarote-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Lanzarote bietet ganzjährig frühlingshaftes Klima mit Temperaturen meist zwischen 20 und 27 Grad und sehr wenig Regen. Selbst im Winter ist es mild, weshalb die Insel auch zur Hauptsaison der Europäer wird. Frühjahr und Herbst sind besonders angenehm, da es dann weniger windig und voll ist als im Hochsommer.
Über Lanzarote

Reisen nach Lanzarote

Lanzarote ist die nordöstlichste der großen Kanareninseln und die einzige, die wirkt, als hätte jemand sie durchkomponiert. Im Westen liegen die Feuerberge des Nationalparks Timanfaya, entstanden bei den Eruptionen zwischen 1730 und 1736, die rund ein Viertel der Insel unter Lava und Asche begruben. Östlich davon wächst in La Geria jede Weinrebe einzeln in einer trichterförmigen Mulde aus schwarzem Lapilli, geschützt von einem halbrunden Steinwall gegen den Passat. Im Norden hat César Manrique die Lavaröhre des Corona-Vulkans zu den Jameos del Agua ausgebaut und den Mirador del Río unsichtbar in die Klippe des Risco de Famara gesetzt, im Süden liegen hinter Playa Blanca die hellen Papagayo-Buchten im Naturschutzgebiet Los Ajaches. Dazwischen weiß getünchte Dörfer mit grünen Fensterläden, keine Werbetafeln an den Landstraßen, kaum ein Gebäude über drei Stockwerke – und ein Klima, das über das ganze Jahr kaum aus dem Rahmen zwischen 21 und 29 Grad fällt.

Lanzarote – Karte
Reiseführer

Lanzarote von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz hinter Yaiza hört die Vegetation einfach auf. Die Straße läuft in ein Feld aus erstarrter Lava hinein, schwarz und scharfkantig bis zum Horizont, und im Rückspiegel schrumpfen die weißen Häuser auf Streichholzgröße. Zwanzig Minuten später stehst du in La Geria zwischen tausenden halbrunden Steinwällen, in deren Mulden je eine einzige Weinrebe wächst. Lanzarote ist keine Insel, die man an einem Strandabschnitt abarbeitet – sie ist eine Landschaft, die man abfährt, und der Mietwagen ist hier das eigentliche Ausrüstungsstück.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Die Insel misst gut 60 Kilometer von Nord nach Süd, und von Arrecife aus erreichst du jeden großen Programmpunkt in unter einer Stunde.

Der Nationalpark Timanfaya im Westen ist der Grund, aus dem die meisten überhaupt hierher fliegen. Zwischen 1730 und 1736 brachen über sechs Jahre hinweg immer neue Schlote auf und begruben rund ein Viertel der Insel unter Lava und Asche. Übrig blieb ein Feld aus Kratern, Schlackekegeln und erstarrten Strömen, in dem bis heute fast nichts wächst außer Flechten. Vom Parkplatz am Islote de Hilario führt eine Rundfahrt im parkeigenen Bus über die Ruta de los Volcanes, die du zu Fuß nicht betreten darfst. Fahr früh los, denn die Zufahrtsstraße staut sich an manchen Vormittagen bis auf die Landstraße zurück, weil oben nur eine begrenzte Zahl an Fahrzeugen Platz findet.

Im Norden reihen sich die Werke von César Manrique. Die Jameos del Agua liegen in einem eingestürzten Abschnitt der Lavaröhre des Corona-Vulkans, unten ein natürlicher Salzwassersee, in dem winzige, blinde und schneeweiße Krebse leben, die es sonst nirgends gibt, darüber ein türkiser Pool zwischen weiß gekalkten Wänden und ein Konzertsaal, den man in die Höhle hineingebaut hat. Ein paar Kurven weiter führt die Cueva de los Verdes in dieselbe Röhre hinein, aber ohne Umbau: eine knappe Stunde Führung durch mehrstöckige Galerien, in denen sich die Inselbewohner jahrhundertelang vor Piraten versteckten, mit einer optischen Täuschung zum Schluss, die niemand vorher errät.

Der Mirador del Río sitzt fast unsichtbar in der Kante des Risco de Famara, mehrere hundert Meter über dem Meer. Durch die Panoramafenster blickst du über die Meerenge El Río hinweg auf La Graciosa und die kleineren Eilande des Chinijo-Archipels, und die geschwungenen weißen Innenräume sind selbst schon die halbe Attraktion. Der Jardín de Cactus in Guatiza, Manriques letztes großes Werk, staffelt tausende Kakteen in einem ehemaligen Lapilli-Steinbruch terrassenförmig übereinander, bewacht von einer restaurierten Windmühle. Und in Tahíche steht die Fundación César Manrique in seinem früheren Wohnhaus, das über fünf Lavablasen gebaut wurde, die unter dem Wohnzimmer als weiß gekalkte Räume weiterlaufen.

Im Südwesten fällt der Charco de los Clicos bei El Golfo als grüner Halbkreis vor schwarzem Sand aus einem angeschnittenen Krater. Hinunter zum Wasser darfst du nicht, der Blick vom Aussichtspunkt über der Bucht reicht aber völlig. Ein paar Kilometer weiter brechen sich an den Klippen von Los Hervideros die Wellen in Lavahöhlen und schießen durch Löcher im Gestein nach oben, und an den Salinas de Janubio liegen die größten noch arbeitenden Salzgärten der Kanaren wie ein Schachbrett in der Bucht. Landeinwärts gehört die alte Hauptstadt Teguise dazu, mit dem Castillo de Santa Bárbara auf dem Vulkankegel Guanapay und dem Piraterie-Museum darin.

Sehenswürdigkeiten in Lanzarote

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Timanfaya & Vulkane

Timanfaya und die Feuerberge im Westen der Insel

Wenige Zentimeter unter deinen Schuhen ist der Boden so heiß, dass trockenes Reisig von selbst zu brennen anfängt.

Nationalpark Timanfaya
Nationalpark Timanfaya

Am 1. September 1730 riss im Westen der Insel der Boden auf, und was folgte, dauerte bis 1736. Über sechs Jahre öffneten sich immer neue Schlote, Lavaströme schoben sich über Dörfer und über die fruchtbarsten Böden der Insel und erreichten an mehreren Stellen das Meer. Der Pfarrer von Yaiza hielt die ersten Jahre in einem Bericht fest, der bis heute in jeder Darstellung zitiert wird. Elf Ortschaften verschwanden, ein erheblicher Teil der Bevölkerung wanderte nach Amerika aus, und zurück blieb die Landschaft, für die Lanzarote heute berühmt ist. 1824 folgte ein deutlich kürzerer Ausbruch, seither ist es ruhig geblieben.

Der Nationalpark wurde 1974 eingerichtet und umfasst rund 50 Quadratkilometer der Montañas del Fuego. Weil der Untergrund extrem empfindlich ist und sich Spuren im Lapilli über Jahrzehnte halten, gilt striktes Wegegebot: Individuell zu Fuß unterwegs bist du hier nicht, der Besuch läuft über die Busrundfahrt ab dem Islote de Hilario, gut eine halbe Stunde durch die Kraterlandschaft mit Kommentar vom Band, auch auf Deutsch. Wer trotzdem laufen möchte, meldet sich für eine der geführten Wanderungen an, die die Parkverwaltung in kleinen Gruppen und nur mit Voranmeldung anbietet.

Am Islote de Hilario führen Ranger vor, was unter der Oberfläche los ist. In eine Bodenmulde geworfenes Reisig fängt binnen Sekunden Feuer, und Wasser, das in ein Bohrloch gekippt wird, kommt Sekunden später als Dampffontäne zurück. Wenige Meter daneben steht das von César Manrique entworfene Restaurant El Diablo, ein Rundbau mit Panoramafenstern nach allen Seiten, in dem über einem offenen Schacht mit Erdwärme gegrillt wird – Fleisch und Hähnchen auf einem Rost über dem Loch, ohne einen einzigen Scheit Holz. Das Lokal ist Teil des Parkbesuchs und öffnet nur mittags, ein separater Ausflug lohnt sich dafür nicht.

Vulkanlandschaft bekommst du auch außerhalb des Parks und ganz ohne Anstehen. An der LZ-56 zwischen Mancha Blanca und Tinajo liegt die Caldera de los Cuervos, ein Krater aus derselben Eruptionsphase, den ein markierter Rundweg von etwa vier Kilometern umrundet und durch eine Bresche in der Kraterwand sogar betritt. Innen stehst du in einem stillen, rostroten Kessel, in dem nur der Wind zu hören ist. Am Echadero de los Camellos an der LZ-67 warten die Dromedare für den kurzen Ritt über die Aschehänge, und das Besucherzentrum in Mancha Blanca erklärt ohne Gedränge die Geologie, für die im Park selbst keine Zeit bleibt.

César Manrique

Die Kunstorte von César Manrique auf Lanzarote

Ohne diesen einen Künstler sähe die Insel heute aus wie viele andere Küstenstriche im Süden Europas, und das ist keine Übertreibung.

Jameos del Agua
Jameos del Agua

César Manrique wurde 1919 in Arrecife geboren, studierte nach dem Bürgerkrieg Kunst in Madrid und lebte in den Sechzigerjahren einige Zeit in New York. Als er 1966 zurückkam, stand Lanzarote am Anfang des Tourismus, und Manrique setzte durch, was anderswo auf den Kanaren nie gelang: keine Hochhäuser außerhalb Arrecifes, keine Werbetafeln an den Landstraßen, weiße Häuser mit grünen Holzläden im Inselinneren und blauen an der Küste. 1993 erklärte die UNESCO die gesamte Insel zum Biosphärenreservat. Manrique selbst starb 1992 bei einem Verkehrsunfall unweit seiner Stiftung in Tahíche.

Seine Bauten lassen sich an einem einzigen Tag abfahren, denn sie liegen fast alle im Norden und Zentrum. Die Jameos del Agua waren sein erster großer Eingriff in die Lavaröhre des Corona-Vulkans, der Mirador del Río die konsequenteste Idee – ein Aussichtsbau, den du von außen kaum erkennst, weil er hinter der Felskante verschwindet. Der Jardín de Cactus in Guatiza kam zuletzt und gilt vielen als sein bestes Werk, weil er einen ausgebeuteten Steinbruch in ein Amphitheater aus Stacheln verwandelt hat. Dazu kommen das Restaurant El Diablo im Timanfaya und die beweglichen Windspiele, die an Kreisverkehren überall auf der Insel stehen.

Zwei Häuser erzählen ihn am direktesten. Die Fundación César Manrique in Tahíche steckt in dem Wohnhaus, das er Ende der Sechzigerjahre über fünf Lavablasen baute: oben ein weißer, lichter Bau mit Werken von ihm und Weggefährten, unten die Blasen selbst, weiß gekalkt, durch Gänge im Gestein verbunden, mit einem Feigenbaum, der durch eine Öffnung nach oben ins Freie wächst. Die Casa Museo in Haría war sein letztes Zuhause und blieb so, wie er es verlassen hat, mit angefangenen Bildern im Atelier und Kleidung im Schrank. Wer nur eines von beiden schafft, nimmt Tahíche für die Architektur und Haría für den Menschen.

Praktisch ist die Unterscheidung wichtig, weil zwei Trägerschaften dahinterstehen. Timanfaya, Jameos del Agua, Cueva de los Verdes, Mirador del Río und Jardín de Cactus gehören zu den Zentren der inseleigenen Gesellschaft CACT, die Kombitickets für mehrere Häuser verkauft; die Fundación in Tahíche und die Casa Museo in Haría werden von der Stiftung selbst betrieben und kosten getrennt. Reiseleitungen fahren die Nordroute meist im gleichen Rhythmus ab, deshalb sind die Jameos zwischen elf und drei Uhr am vollsten. Dreh die Reihenfolge um, dann läufst du den Bussen den ganzen Tag davon.

Strände & Buchten

Die schönsten Strände auf Lanzarote

Der Süden liefert helle Buchten mit ruhigem Wasser, der Norden kilometerlange Brandung – dazwischen liegt gut eine Stunde Fahrt.

Papagayo-Buchten
Papagayo-Buchten

Die bekanntesten Strände der Insel liegen ganz im Süden im Naturschutzgebiet Los Ajaches. Die Papagayo-Buchten sind eine Kette kleiner, von Felsrippen getrennter Sandhalbmonde – Playa Mujeres, Playa del Pozo, Caleta del Congrio und die namensgebende Playa de Papagayo – mit hellem Sand und meist ruhigem, klarem Wasser, weil die Buchten nach Süden liegen und der Passat von hinten über die Hügel kommt. Die Zufahrt führt über eine Schotterpiste ab Playa Blanca, an deren Schranke eine Gebühr pro Fahrzeug fällig wird; alternativ läufst du die Küste ab der Marina Rubicón in gut einer Stunde ab. Schatten, Duschen und Rettungsschwimmer gibt es dort nicht.

Für den klassischen Badetag mit Infrastruktur sind die drei großen Ferienorte da. In Playa Blanca reihen sich Playa Dorada, Playa Flamingo und der Ortsstrand entlang einer durchgehenden Promenade, alle geschützt und flach abfallend. Puerto del Carmen hat mit Playa Grande, Playa de los Pocillos und Matagorda einen kilometerlangen goldenen Streifen, an dem die Avenida de las Playas entlangläuft und an dem du zu jeder Tageszeit einen Liegestuhl bekommst. Costa Teguise punktet mit der kleinen, von einer Mole geschützten Playa del Jablillo, die für Familien mit kleinen Kindern die ruhigste Adresse der Insel ist.

Der Nordwesten ist das Gegenprogramm. Die Playa de Famara zieht sich mehrere Kilometer unter der Steilwand des Risco de Famara entlang, die fast senkrecht mehrere hundert Meter aufragt und den Strand am Vormittag noch im Schatten hält; nachmittags steht die Sonne über dem offenen Atlantik und legt sich voll auf Sand und Felswand, und zum Abend hin ist das der Sonnenuntergangsstrand der Insel. Das ist ein Ort für Wind, Weite und Wellen, aber nicht zum unbedarften Schwimmen: Unterströmung und Brandung sind ernst zu nehmen, und bewacht ist längst nicht jeder Abschnitt. Genau deshalb ist Famara die Surfschule der Insel. Weiter östlich liegt bei Arrieta die kleine Playa de la Garita mit dunklem Sand, und in Punta Mujeres schwimmst du in natürlichen Meerwasserbecken zwischen den Lavazungen auch dann, wenn draußen die See geht.

Dazu kommt, was auf keiner Hotelkarte als Badestrand steht. Playa Quemada im Süden ist ein Kiesstrand vor einem Fischerdorf ohne jedes Hotel, und das Caletón Blanco bei Órzola mischt hellen Muschelsand mit schwarzen Lavabrocken zu flachen, türkisen Becken, in denen Kinder stundenlang planschen. Der schwarze Sand bei El Golfo ist dagegen ein Aussichts- und kein Badeziel: Hinunter zur grünen Lagune darfst du nicht, und auf dem offenen Abschnitt daneben steht zu viel Brandung – der Blick vom Aussichtspunkt ist dort der ganze Zweck. Der feinste Sand der Region liegt allerdings gar nicht auf Lanzarote, sondern gegenüber auf La Graciosa, und die Fähre ab Órzola braucht dorthin rund eine halbe Stunde. Generell gilt: Der Passat weht fast immer, ein Windschutz gehört auf dieser Insel zur Grundausstattung.

Orte & Regionen

Die Orte auf Lanzarote von Playa Blanca bis Haría

Lanzarote verteilt sich auf drei Ferienorte, zwei historische Städte und ein grünes Hinterland, und keiner dieser Teile fühlt sich an wie der andere.

La Geria
La Geria

Puerto del Carmen ist der älteste und größte Ferienort und teilt sich in drei Abschnitte. Um den alten Hafen La Tiñosa liegt der Rest des Fischerdorfs mit Fischrestaurants direkt über dem Wasser, daran schließt entlang der Avenida de las Playas die belebte Zone mit Bars, Läden und der Playa Grande an, und ganz im Osten wird es in Los Pocillos und Matagorda deutlich ruhiger. Dort ziehen die Flugzeuge tief über die Dächer, dafür sind die Hotels günstiger und der Strand breiter. Zum Flughafen brauchst du von hier keine zehn Minuten, was den Ort für kurze Aufenthalte praktisch macht.

Playa Blanca an der Südspitze ist die jüngste und gepflegteste der drei Adressen: eine mehrere Kilometer lange Promenade zwischen zwei Marinas, viel gehobene Hotellerie, geschützte Buchten und die kürzesten Wege zu den Papagayo-Stränden und zur Fähre nach Fuerteventura. Costa Teguise an der Ostküste wurde dagegen in den Siebzigerjahren als geplanter Ferienort angelegt, teils unter dem Einfluss von César Manrique, und ist heute die sportlichste der drei. Windsurfer und Kiter treffen sich an der Playa de las Cucharas, Familien an der geschützten Playa del Jablillo, und bis in den Norden ist es von hier am kürzesten.

Arrecife ist keine Kulisse, sondern die eigentliche Stadt: rund 60.000 Einwohner, Verwaltung, Hafen und Einkaufsstraßen, in denen mittags Angestellte statt Urlauber stehen. Sehenswert sind der Charco de San Ginés, eine tidenabhängige Lagune mitten im Ort, an der abends die Tapasbars öffnen, das kleine Castillo de San Gabriel auf seiner Insel vor der Küste und das Castillo de San José mit dem Museum für zeitgenössische Kunst, das Manrique in der alten Festung einrichtete. Die frühere Hauptstadt Teguise liegt zehn Kilometer landeinwärts und hat den geschlossensten Ortskern der Insel, sonntagvormittags allerdings gehört sie dem großen Markt und den Reisebussen.

Der Norden um Haría ist das grüne Gegenstück zu allem anderen. Das Tal, in dem der Ort liegt, heißt seit jeher Tal der tausend Palmen, die Häuser sind niedrig und weiß, samstagvormittags baut ein Kunsthandwerkermarkt auf der Plaza auf, und wenige Kurven weiter oben öffnet sich an den Miradores der Blick über die halbe Insel. Im Zentrum wiederum liegt La Geria, kein Ort, sondern eine Kulturlandschaft aus tausenden Aschemulden entlang der LZ-30, in der ein halbes Dutzend Bodegas direkt an der Straße Verkostungen anbietet. Wer die Insel wirklich verstehen will, plant für diese beiden Gegenden je einen halben Tag ein.

Inselrunde & Route

Lanzarote-Rundreise in einer Woche mit dem Mietwagen

Von Nord nach Süd sind es gut 60 Kilometer, du erreichst also von jedem Standort jeden Punkt – trotzdem lohnt es sich, die Tage nach Himmelsrichtungen zu sortieren.

Anders als auf den großen Kanareninseln brauchst du auf Lanzarote kein zweites Quartier. Von Puerto del Carmen aus stehst du in gut einer halben Stunde am Timanfaya, in knapp einer halben Stunde in Teguise und in gut einer Stunde in Órzola an der Nordspitze; von Costa Teguise ist der Norden noch näher, von Playa Blanca dafür der Süden. Such dir also einen Ort, pack einmal aus und plane fünf bis sieben Tage, in denen jeder Tag eine Himmelsrichtung bekommt. Wer zwei Wochen bleibt, schiebt Badetage und einen Ausflug nach Fuerteventura dazwischen, ohne das Hotel zu wechseln.

Tag eins gehört dem Norden, weil er die längsten Wege und die meisten Eintritte hat. Fahr die LZ-1 an der Ostküste hinauf, starte im Jardín de Cactus in Guatiza, weiter zur Cueva de los Verdes, mittags Fisch im Fischerort Arrieta oder in Órzola, nachmittags die Jameos del Agua und zum Schluss hinauf zum Mirador del Río, wenn das Licht flach über La Graciosa steht. Für den Rückweg nimmst du nicht die Küstenstraße, sondern die Serpentinen der LZ-10 über Haría und die Passhöhe – die schönste Strecke der Insel, und sie kostet nur rund zwanzig Minuten mehr.

Der zweite Tag beginnt früh, weil sich vor dem Timanfaya sonst die Autos stauen. Nach der Rundfahrt und dem Blick vom Islote de Hilario fährst du südlich weiter nach El Golfo zum grünen Kratersee, an Los Hervideros vorbei zu den Salinen von Janubio und schließt den Tag in La Geria ab, wo die Bodegas an der LZ-30 bis zum späten Nachmittag ausschenken. Falls jemand fahren muss, teilt euch die Verkostung oder kauft die Flasche einfach zum Mitnehmen – auch auf den Kanaren wird Alkohol am Steuer kontrolliert, und Fahranfänger unterliegen in Spanien einer strengeren Grenze als erfahrene Fahrer.

Für die restlichen Tage bleibt genug übrig. Ein Tag im Süden mit den Papagayo-Buchten, dem Aussichtsdorf Femés hoch über dem Tal und einem späten Abendessen an der Promenade von Playa Blanca. Ein Sonntag in Teguise, wenn der Markt die ganze Altstadt füllt, kombiniert mit dem Castillo de Santa Bárbara und der Fundación in Tahíche. Und ein ganzer Tag für La Graciosa mit Fähre ab Órzola, Fahrrad oder Allrad-Taxi in Caleta de Sebo und einem Strand ohne Liegenreihen – die Zeit der letzten Rückfahrt prüfst du vorher, sie ändert sich mit der Saison.

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Übernachten

Hotels auf Lanzarote und die passende Region für den Urlaub

Die Frage ist auf Lanzarote weniger, welches Hotel du buchst, als in welchem der drei Ferienorte – die Insel fühlt sich von jedem anders an.

Playa Blanca ist die Adresse für alle, die es gepflegt und ruhig mögen. Am Playa-Dorada-Strand liegt das Princesa Yaiza Suite Hotel Resort, ein weitläufiges Fünf-Sterne-Haus mit eigener Wasserwelt und mehreren Restaurants, ein Stück weiter das Hotel Gran Castillo Tagoro Family & Fun, das ganz auf Familien mit Kindern zugeschnitten ist. Wer es kleiner und ohne Kinder will, findet mit dem Hotel Cala Lanzarote Suites ein Adults-only-Haus direkt am Wasser. Von hier sind es wenige Minuten zur Fähre nach Fuerteventura und rund zwanzig zu den Papagayo-Buchten, dafür brauchst du in den Norden am längsten.

Puerto del Carmen ist der lebendigste Ort und der mit der größten Preisspanne. Das renovierte Hotel Fariones liegt in bester Strandlage direkt über der Playa Grande und mitten im Geschehen, während das Seaside Los Jameos im ruhigeren Matagorda-Abschnitt steht und mit großem Garten und Poollandschaft eher Familien anspricht. Lani's Suites de Luxe ist die intime Ausnahme nur für Erwachsene, ein kleines Haus mit Suiten am Meer. Und wenn du Marina-Atmosphäre ohne Ortstrubel suchst, sitzt das Hesperia Lanzarote als markanter Bau über dem Yachthafen von Puerto Calero, ein paar Kilometer westlich.

Costa Teguise ist die dritte Option, näher am Norden und deutlich sportlicher geprägt. Das Barceló Lanzarote Active Resort setzt auf große Poollandschaft, Sportprogramm und Familien, das Meliá Salinas ist der Klassiker der Insel – 1977 von Fernando Higueras fertiggestellt, mit einer tropisch bepflanzten Gartenlobby, die auf César Manrique zurückgeht, und bis heute anders als jedes andere Haus an dieser Küste; nach der Generalsanierung läuft es als Paradisus Salinas Lanzarote und nimmt nur Erwachsene auf. Abseits der drei Orte gibt es Ferienhäuser und kleine Landhotels im Inselinneren, etwa um Yaiza, Uga oder Tías, meist mit Pool und ohne Nachbarn in Sichtweite, dafür ohne Auto nicht zu gebrauchen.

Drei praktische Punkte solltest du vor dem Buchen kennen. Erstens hat Lanzarote keine ausgeprägte Nebensaison; die Preisspitzen liegen an Weihnachten, Neujahr und Ostern sowie im Februar, wenn halb Nordeuropa der Kälte entkommt. Zweitens sind viele Häuser reine All-inclusive-Anlagen, und wer die Insel abfahren und abends in Dorfrestaurants essen will, fährt mit Frühstück oder Halbpension besser. Drittens gehört der Mietwagen auf dieser Insel praktisch zum Hotel dazu – prüfe, ob am Haus Parkplätze vorhanden sind, denn in Puerto del Carmen ist das keine Selbstverständlichkeit.

Hotels in Lanzarote

Alle 9 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Wein

Essen und Wein auf Lanzarote von Papas arrugadas bis Malvasía

Auf jedem Tisch der Insel landen als Erstes runzelige Salzkartoffeln und zwei Schälchen Mojo, und daran erkennst du, dass du richtig sitzt.

Papas arrugadas sind kleine, in stark gesalzenem Wasser gegarte Kartoffeln, deren Schale beim Abtrocknen weiß ausblüht. Dazu kommen zwei Saucen, das rote Mojo picón aus Paprika, Knoblauch und Chili und das grüne Mojo aus Koriander oder Petersilie. Ergänzt wird das um gegrillten Fisch, meist Vieja, Cherne oder Sama, um Kaninchen in Salmorejo und um Gofio, geröstetes Getreidemehl, das mal als Beilage und mal als Nachtisch auftaucht. Ziegenkäse gehört auf jede Karte; der geräucherte aus Uga ist der bekannteste der Insel, und die Räucherei desselben Dorfs ist über die Kanaren hinaus für ihren Lachs bekannt.

Der Wein ist der eigentliche Sonderfall. Auf Lanzarote wächst keine Rebe in Reihen, sondern jede einzeln in einer trichterförmigen Mulde aus Lapilli, die den nächtlichen Tau bindet und langsam an die Wurzeln abgibt; ein halbrunder Steinwall, der Zoco, hält den Passat ab. Die Hauptsorte ist die Malvasía Volcánica, aus der trockene, salzig-mineralische Weißweine ebenso entstehen wie süße Ausbauten, dazu kommen Listán Negro und Diego. Weil es hier so gut wie nie regnet und die Sonne früh im Jahr Kraft hat, beginnt die Lese oft schon im Juli und damit früher als fast überall sonst in Europa.

Zum Probieren fährst du die LZ-30 durch La Geria ab. Die Bodega La Geria mitten im Anbaugebiet ist die bekannteste Adresse mit Verkostung und kanarischen Tapas auf der Terrasse, und mit El Grifo liegt eine der ältesten Bodegas Spaniens ganz in der Nähe, samt Weinmuseum in den alten Kellergebäuden. Zum Essen mit Aussicht führt kein Weg an El Diablo im Timanfaya vorbei, wo über einem Erdwärmeschacht gegrillt wird. Und im Norden ist das El Risco in Famara die Institution – Fisch und Meeresfrüchte fast auf Strandniveau, an der Wand ein Originalbild von César Manrique.

In den Ferienorten selbst entscheidet die Karte am Eingang. Fotos der Gerichte neben Länderflaggen und ein Menü in fünf Sprachen zielen auf Durchreisende, eine handbeschriebene Tafel mit dem Tagesfang und Preisen pro Kilo auf Leute, die wiederkommen. Am alten Hafen von Puerto del Carmen liegen mit La Cofradía, La Casa Roja und El Cangrejo Rojo drei Häuser fast nebeneinander, deren Terrassen direkt über dem Wasser hängen und die Fisch nach Gewicht verkaufen; ein paar Straßen weiter ist die Taberna de Nino die Adresse für Tapas und Pintxos. In Arrecife kocht das Lilium an der Marina moderne kanarische Küche und trägt dafür einen Bib Gourmand. In Playa Blanca ist El Chiringuito die entspannte Variante für Reisgerichte am Wasser. Gegessen wird auf den Kanaren später als daheim, vor 20 Uhr sind viele Küchen leer, nicht geschlossen.

Restaurants in Lanzarote

Alle 9 Restaurants
Aktivitäten & Wassersport

Aktivitäten auf Lanzarote zwischen Surfbrett und Wanderweg

Der Passat, der hier fast immer weht, ist für Sonnenanbeter ein Ärgernis und für alle mit einem Segel die halbe Miete.

Famara ist das Zentrum des Wellenreitens auf der Insel. Der lange, flach abfallende Sandstrand unter der Steilwand produziert bei Nordwestswell gutmütige, gleichmäßige Wellen, an denen jedes Jahr tausende Anfänger ihre ersten Meter stehen, während erfahrene Surfer an den Riffen bei La Santa unterwegs sind – El Quemao gilt dort als eine der härtesten Wellen der Inselgruppe und ist ausdrücklich nichts für Einsteiger. Die Surfschulen sitzen in Caleta de Famara und holen dich in der Regel im Hotel ab. Windsurfer und Kiter treffen sich dagegen an der Playa de las Cucharas in Costa Teguise, wo der Wind im Sommer verlässlich durchzieht.

Unter Wasser ist Lanzarote besser, als die karge Oberfläche vermuten lässt. Vor der Playa Chica in Puerto del Carmen fällt der Grund direkt am Ufer steil ab, weshalb dort fast alle Tauchbasen der Insel ihre Ausbildung machen und Einsteiger schon nach wenigen Metern in zwanzig Meter Tiefe blicken. Das eigentliche Ziel liegt vor Playa Blanca: das Museo Atlántico, Europas erstes Unterwasser-Skulpturenmuseum, in dem Jason deCaires Taylor rund 300 Betonfiguren in etwa zwölf Metern Tiefe auf dem Sandgrund der geschützten Bucht versenkt hat; am besten gehst du mit Tauchgerät über eine zertifizierte Basis hinunter, Schnorcheltouren zeigen von oben immerhin die flacheren Gruppen. Wer lieber oben bleibt, bucht eine Katamaran-Tour ab Playa Blanca oder Puerto Calero zu den Papagayo-Buchten.

An Land wird gewandert, nur anders als in den Alpen. Auf die Caldera Blanca im Westen führt ein Weg quer über ein Lavafeld hinauf auf den Kraterrand, von dem du in einen fast kreisrunden, hellen Kessel blickst; rechne mit drei bis vier Stunden hin und zurück, ohne einen Meter Schatten, und nimm mehr Wasser mit, als du für nötig hältst. Kürzer und familientauglich ist der Rundweg um die Caldera de los Cuervos. Der eindrucksvollste Abstieg der Insel führt vom Weiler Yé über den alten Pfad der Gracioseros die Steilwand des Risco hinunter zu den kleinen Salinen am Meer, mit La Graciosa die ganze Zeit vor Augen.

Der beliebteste Ausflug bleibt die Fahrt nach La Graciosa. Ab Órzola bringen dich Fähren in rund einer halben Stunde nach Caleta de Sebo, den einzigen richtigen Ort der Nachbarinsel – asphaltierte Straßen gibt es dort nicht, du gehst zu Fuß, mietest ein Rad oder nimmst ein Allrad-Taxi zu Stränden wie der Playa de la Cocina unter der Montaña Amarilla. Dazu kommen der kurze Kamelritt am Rand des Timanfaya, Bootstouren ab den Marinas, Radtouren über die verkehrsarmen Landstraßen im Inselinneren und Sternenbeobachtung fernab der Küstenorte, wo kaum Streulicht stört. Zwei Termine lohnen den Blick in den Kalender: der Ironman Lanzarote im Mai, der wegen Wind und Steigungen als einer der härtesten der Serie gilt und Straßen zeitweise sperrt, und die Wallfahrt zur Virgen de los Dolores am 15. September nach Mancha Blanca, das größte Fest der Insel.

Aktivitäten & Touren in Lanzarote

Alle 7 Aktivitäten
Anreise & Mietwagen

Anreise nach Lanzarote und unterwegs auf der Insel

Von Deutschland aus sind es gut vier Stunden Flug, und vor Ort geht die Uhr eine Stunde zurück.

Der Flughafen César Manrique-Lanzarote liegt zwischen Arrecife und Puerto del Carmen, keine zehn Autominuten von den Hotelzonen entfernt, und wird aus vielen deutschen Städten direkt angeflogen – im Winterhalbjahr dichter als im Sommer, weil die Insel ein klassisches Wintersonnenziel ist. Die reine Flugzeit ab Düsseldorf oder Frankfurt liegt bei gut vier Stunden, ab München etwas darüber. Auf den Kanaren gilt die westeuropäische Zeit, also eine Stunde weniger als in Deutschland; stell die Uhr gleich nach der Landung um, sonst rechnest du dich beim Rückflug leicht in die falsche Richtung.

Ohne Mietwagen bekommst du von dieser Insel nur einen Bruchteil zu sehen. Zum Timanfaya fährt kein Linienbus, nach La Geria ebenso wenig, und das Busnetz läuft sternförmig auf Arrecife zu, was Querverbindungen zwischen den Ferienorten umständlich macht. Mietwagen sind auf Lanzarote traditionell günstig, die Tagespreise liegen außerhalb der Ferienwochen oft im niedrigen zweistelligen Bereich, und Kraftstoff kostet auf den Kanaren spürbar weniger als auf dem spanischen Festland. Buche trotzdem vorab, denn zwischen Weihnachten und Ostern sind die Flotten regelmäßig ausgereizt.

Fahren ist danach einfach. Es gibt genau eine autobahnähnliche Strecke rund um Arrecife, alles andere sind gut ausgebaute, mautfreie Landstraßen mit wenig Verkehr. Vier Nummern reichen zur Orientierung: die LZ-1 an der Ostküste nach Órzola, die LZ-2 nach Playa Blanca, die LZ-30 durch La Geria und die LZ-67 zum Timanfaya. Zu den Papagayo-Buchten führt eine Schotterpiste, die viele Mietwagenverträge formal ausschließen – lies das Kleingedruckte, fahr langsam und meide sie nach Regen. Parkplätze gibt es an allen großen Zielen, am Timanfaya sind sie vormittags allerdings schnell voll.

Wer ohne Auto auskommen will, nutzt die Guaguas. Von Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca fahren Linien nach Arrecife, wo du für Querverbindungen umsteigst; für einzelne Ziele im Landesinneren sind organisierte Ausflüge oder ein Taxi meist die praktischere Lösung. Nach Fuerteventura setzt du ab Playa Blanca über, die Fähren nach Corralejo brauchen rund eine halbe Stunde und fahren mehrmals täglich, Autos können mit. Und weil die Kanaren zwar zu Spanien, nicht aber zum Steuergebiet der EU gehören, gelten bei der Rückreise Freimengen wie bei einer Einreise aus einem Drittland.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Lanzarote – und welches zu dir passt

Puerto del CarmenPuerto del CarmenDer älteste und lebendigste Ferienort der Insel, mit fast fünf Kilometern goldenem Strand entlang der Avenida de las Playas, dem Fischerviertel am alten Hafen La Tiñosa und der größten Auswahl an Hotels, Restaurants und Tauchbasen. Zum Flughafen sind es keine zehn Minuten.Ideal für: Strand & Nachtleben3–7 TagePlaya BlancaPlaya BlancaDie gepflegte Südspitze mit langer Promenade zwischen zwei Marinas, geschützten Buchten und gehobener Hotellerie. Von hier startest du zu den Papagayo-Stränden im Naturschutzgebiet Los Ajaches, tauchst zum Museo Atlántico und setzt in einer halben Stunde nach Fuerteventura über.Ideal für: Ruhige Buchten & Ausflüge3–7 TageCosta TeguiseCosta TeguiseIn den Siebzigerjahren als geplanter Ferienort angelegt, teils unter dem Einfluss von César Manrique, und heute die sportlichste Adresse der Insel. Windsurfer und Kiter treffen sich an der Playa de las Cucharas, Familien an der von einer Mole geschützten Playa del Jablillo.Ideal für: Wassersport & Familien3–7 TageArrecifeArrecifeDie Hauptstadt ist kein Ferienort, sondern die Stadt, in der Lanzarote arbeitet. Rund um die tidenabhängige Lagune Charco de San Ginés öffnen abends die Tapasbars, dazu kommen das Castillo de San Gabriel vor der Küste und ein Museum für zeitgenössische Kunst in einer alten Festung.Ideal für: Inselalltag & Tapas½ TagTeguiseTeguiseDie frühere Hauptstadt zehn Kilometer landeinwärts hat den geschlossensten Ortskern der Insel bewahrt, mit weiß getünchten Herrenhäusern, Kopfsteinpflaster und dem Castillo de Santa Bárbara auf dem Vulkankegel darüber. Sonntagvormittags füllt der größte Markt Lanzarotes die Gassen.Ideal für: Geschichte & Markt½ TagLa GeriaLa GeriaKein Ort, sondern eine Kulturlandschaft entlang der LZ-30: Tausende Weinreben wachsen einzeln in trichterförmigen Mulden aus schwarzem Lapilli, jede geschützt von einem halbrunden Steinwall. Ein halbes Dutzend Bodegas schenkt direkt an der Straße aus, Hauptsorte ist die Malvasía Volcánica.Ideal für: Wein & Vulkanlandschaft½ TagHaría & der grüne NordenHaría & der grüne NordenDas grüne Gegenstück zu den Lavafeldern: Haría liegt im Tal der tausend Palmen, samstagvormittags baut auf der Plaza ein Kunsthandwerkermarkt auf, und die Serpentinen der LZ-10 führen hinauf zu den Aussichtspunkten über der Steilküste. Ab Órzola fahren die Fähren nach La Graciosa.Ideal für: Palmen, Miradores & Kunst1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Lanzarote mit Wetter und Wind im Jahreslauf

Lanzarote hat weder ein Sommerloch noch einen richtigen Winter – über die Reisezeit entscheidet hier der Wind und nicht das Thermometer.

Lanzarote liegt gut 125 Kilometer vor der Küste Afrikas und hat ein subtropisch-trockenes Klima ohne echte Jahreszeiten. Die Höchstwerte schwanken über das gesamte Jahr nur zwischen etwa 21 und 29 Grad, und Regen fällt fast ausschließlich zwischen November und Februar, dann aber selten länger als ein paar Stunden am Stück. Entscheidender als die Temperatur ist der Passat, der von Juni bis September am kräftigsten weht, die Hitze erträglich macht und am Strand nach einem Windschutz verlangt. Dazu kommt die Calima, ein Saharastaubwind, der mehrmals im Jahr für milchigen Himmel und plötzlich deutlich höhere Werte sorgt. Das Meer ist im März mit rund 18 Grad am kühlsten und im Oktober mit 22 bis 23 Grad am wärmsten.

Jan21°14°Wintersonne, kurze Schauer
Feb21°14°Karneval in Arrecife, voll
Mär22°15°windig, Meer am kühlsten
Apr23°16°klare Luft, ideal
Mai24°17°warm ohne Hitze, ideal
Jun26°19°trocken, Passat frischt auf
Jul28°21°heiß und windig
Aug29°21°Hochsaison, Wind am Strand
Sep28°21°Meer warm, noch Hochsaison
Okt26°19°wärmstes Meer, ideal
Nov24°17°mild und ruhig, ideal
Dez22°15°Wintersonne, früh ausgebucht

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Lanzarote sind April, Mai, Oktober und November. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 23 und 26 Grad, der Passat weht schwächer als im Hochsommer, und im Herbst hat das Meer mit 22 bis 23 Grad seine wärmsten Wochen. Juli und August sind heiß und spürbar windiger, am Strand brauchst du dann einen Windschutz und am Timanfaya ist es mittags gnadenlos. Von Dezember bis Februar bleibt die Insel mit rund 21 Grad eines der verlässlichsten Wintersonnenziele Europas, allerdings zu Feiertagspreisen und mit dem höchsten Regenrisiko des Jahres.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Lanzarote

Wie viele Tage sollte man für Lanzarote einplanen?
Fünf bis sieben Tage sind das richtige Maß: je ein Tag für den Norden mit den Manrique-Bauten, für Timanfaya mit La Geria und für den Süden mit den Papagayo-Buchten, dazu Teguise am Sonntag und zwei Badetage. Wer zwei Wochen bleibt, hängt La Graciosa, einen Tag Fuerteventura und Wanderungen an, ohne das Quartier zu wechseln.
Braucht man auf Lanzarote einen Mietwagen?
Für alles außerhalb des Hotelorts ja. Zum Timanfaya und nach La Geria fährt kein Linienbus, und das Busnetz läuft sternförmig auf Arrecife zu, was Querverbindungen umständlich macht. Mietwagen sind hier traditionell günstig und Sprit billiger als auf dem Festland. Nur wer ausschließlich am Strand bleibt und ein oder zwei Ausflüge bucht, kommt ohne aus.
Welcher Ort eignet sich am besten als Standquartier auf Lanzarote?
Puerto del Carmen ist der lebendigste Ort mit der größten Auswahl und liegt zehn Minuten vom Flughafen. Playa Blanca im Süden ist gepflegter und ruhiger, mit den kürzesten Wegen zu den Papagayo-Buchten und zur Fähre nach Fuerteventura. Costa Teguise ist sportlicher, windiger und für den Norden am günstigsten gelegen.
Welche Strände auf Lanzarote sind die schönsten?
Die Papagayo-Buchten im Süden mit hellem Sand, klarem Wasser und ohne jede Bebauung stehen unangefochten vorn. Für einen Badetag mit Infrastruktur eignen sich Playa Dorada in Playa Blanca und Playa Grande in Puerto del Carmen, für Familien die geschützte Playa del Jablillo in Costa Teguise. Famara im Nordwesten ist Surf- und kein Schwimmstrand.
Kann man im Nationalpark Timanfaya wandern?
Nicht auf eigene Faust. Der Boden ist so empfindlich, dass der Park nur über die Busrundfahrt ab dem Islote de Hilario zugänglich ist. Zu Fuß gehst du ausschließlich auf geführten Touren, die die Parkverwaltung in kleinen Gruppen und mit Voranmeldung anbietet. Frei begehbar sind dafür Krater außerhalb des Parks, etwa die Caldera de los Cuervos an der LZ-56.
Wie kommt man zu den Papagayo-Stränden?
Über eine Schotterpiste ab Playa Blanca, an deren Schranke eine Gebühr pro Fahrzeug fällig wird; prüfe vorher, ob dein Mietwagenvertrag unbefestigte Straßen ausschließt. Zu Fuß läufst du ab der Marina Rubicón in gut einer Stunde an der Küste entlang, alternativ bringen dich Boote und Katamarane von Playa Blanca aus in die Buchten. Schatten und Duschen gibt es dort nicht.
Lohnt sich ein Tagesausflug nach La Graciosa?
Ja, wenn du früh startest. Die Fähre ab Órzola braucht rund eine halbe Stunde nach Caleta de Sebo, dem einzigen richtigen Ort der Insel. Asphaltstraßen gibt es nicht, du gehst zu Fuß, mietest ein Rad oder nimmst ein Allrad-Taxi zu Stränden wie der Playa de la Cocina. Prüfe die letzte Rückfahrt, die Zeiten wechseln mit der Saison.
Wann ist die beste Reisezeit für Lanzarote?
April, Mai, Oktober und November mit Höchstwerten zwischen 23 und 26 Grad, weniger Wind als im Hochsommer und im Herbst dem wärmsten Meer des Jahres. Juli und August sind heiß und deutlich windiger, Dezember bis Februar bleibt mit rund 21 Grad ein verlässliches Wintersonnenziel, ist aber an den Feiertagen teuer und früh ausgebucht.
Wie warm ist das Meer auf Lanzarote?
Der Atlantik liegt hier ganzjährig zwischen etwa 18 und 23 Grad. Am kühlsten ist er im späten Winter und im März mit rund 18 Grad, am wärmsten von September bis November mit 22 bis 23 Grad. Baden kannst du also das ganze Jahr, im Frühjahr empfinden viele Deutsche das Wasser aber als frisch – ein Shorty hilft beim Schnorcheln spürbar.
Ist Lanzarote für Familien mit Kindern geeignet?
Sehr gut, wenn du die Basis richtig wählst. Geschützte, flach abfallende Strände wie die Playa del Jablillo in Costa Teguise oder die Playa Dorada in Playa Blanca funktionieren mit kleinen Kindern am besten. Dazu Kamelritt am Timanfaya, natürliche Meerwasserbecken in Punta Mujeres und der Jardín de Cactus. Kurze Fahrzeiten machen Tagesausflüge unkompliziert.
Wie teuer ist ein Urlaub auf Lanzarote?
Im Rahmen anderer Kanareninseln, mit klaren Ausreißern nach oben an Weihnachten, Neujahr, Ostern und im Februar. Mietwagen und Kraftstoff sind günstig, Restaurants abseits der Promenaden liegen unter deutschem Großstadtniveau, Eintritte in die Kunst- und Naturzentren summieren sich dagegen – dafür gibt es Kombitickets für mehrere Häuser.
Kann man von Lanzarote nach Fuerteventura übersetzen?
Ja, und es ist der einfachste Ausflug der Insel. Ab Playa Blanca fahren mehrmals täglich Fähren nach Corralejo, die Überfahrt dauert rund eine halbe Stunde, Autos können mit. Auf der anderen Seite liegen die Dünen von Corralejo direkt am Hafen. Für einen Tagesausflug reicht das gut aus, mit Mietwagen prüfst du vorher die Bedingungen für die Mitnahme.
Was sollte man auf Lanzarote unbedingt probieren?
Papas arrugadas mit rotem und grünem Mojo, gegrillten Fisch wie Vieja oder Cherne, Kaninchen in Salmorejo und geräucherten Ziegenkäse aus Uga. Dazu einen trockenen Malvasía Volcánica aus La Geria, der salzig-mineralisch schmeckt und in dieser Form nur hier entsteht. Wer Süßes mag, bestellt einen der süßen Malvasía-Ausbauten zum Abschluss.

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LanzaroteZwischen Arrecife und dem Timanfaya wechselt die Farbe der Insel innerhalb von zwanzig Autominuten von Weiß über Ocker zu einem Schwarz, das jedes Licht schluckt.

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