Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote
Die Insel misst gut 60 Kilometer von Nord nach Süd, und von Arrecife aus erreichst du jeden großen Programmpunkt in unter einer Stunde.
Der Nationalpark Timanfaya im Westen ist der Grund, aus dem die meisten überhaupt hierher fliegen. Zwischen 1730 und 1736 brachen über sechs Jahre hinweg immer neue Schlote auf und begruben rund ein Viertel der Insel unter Lava und Asche. Übrig blieb ein Feld aus Kratern, Schlackekegeln und erstarrten Strömen, in dem bis heute fast nichts wächst außer Flechten. Vom Parkplatz am Islote de Hilario führt eine Rundfahrt im parkeigenen Bus über die Ruta de los Volcanes, die du zu Fuß nicht betreten darfst. Fahr früh los, denn die Zufahrtsstraße staut sich an manchen Vormittagen bis auf die Landstraße zurück, weil oben nur eine begrenzte Zahl an Fahrzeugen Platz findet.
Im Norden reihen sich die Werke von César Manrique. Die Jameos del Agua liegen in einem eingestürzten Abschnitt der Lavaröhre des Corona-Vulkans, unten ein natürlicher Salzwassersee, in dem winzige, blinde und schneeweiße Krebse leben, die es sonst nirgends gibt, darüber ein türkiser Pool zwischen weiß gekalkten Wänden und ein Konzertsaal, den man in die Höhle hineingebaut hat. Ein paar Kurven weiter führt die Cueva de los Verdes in dieselbe Röhre hinein, aber ohne Umbau: eine knappe Stunde Führung durch mehrstöckige Galerien, in denen sich die Inselbewohner jahrhundertelang vor Piraten versteckten, mit einer optischen Täuschung zum Schluss, die niemand vorher errät.
Der Mirador del Río sitzt fast unsichtbar in der Kante des Risco de Famara, mehrere hundert Meter über dem Meer. Durch die Panoramafenster blickst du über die Meerenge El Río hinweg auf La Graciosa und die kleineren Eilande des Chinijo-Archipels, und die geschwungenen weißen Innenräume sind selbst schon die halbe Attraktion. Der Jardín de Cactus in Guatiza, Manriques letztes großes Werk, staffelt tausende Kakteen in einem ehemaligen Lapilli-Steinbruch terrassenförmig übereinander, bewacht von einer restaurierten Windmühle. Und in Tahíche steht die Fundación César Manrique in seinem früheren Wohnhaus, das über fünf Lavablasen gebaut wurde, die unter dem Wohnzimmer als weiß gekalkte Räume weiterlaufen.
Im Südwesten fällt der Charco de los Clicos bei El Golfo als grüner Halbkreis vor schwarzem Sand aus einem angeschnittenen Krater. Hinunter zum Wasser darfst du nicht, der Blick vom Aussichtspunkt über der Bucht reicht aber völlig. Ein paar Kilometer weiter brechen sich an den Klippen von Los Hervideros die Wellen in Lavahöhlen und schießen durch Löcher im Gestein nach oben, und an den Salinas de Janubio liegen die größten noch arbeitenden Salzgärten der Kanaren wie ein Schachbrett in der Bucht. Landeinwärts gehört die alte Hauptstadt Teguise dazu, mit dem Castillo de Santa Bárbara auf dem Vulkankegel Guanapay und dem Piraterie-Museum darin.










































