Im Norden Mallorcas, dort wo sich die weite Bucht von Alcúdia öffnet, liegt eine Stadt, die zwei Gesichter in sich trägt: die honigfarbene Altstadt hinter ihrem mittelalterlichen Mauerring und der lange, flach abfallende Sandstrand davor. Wer durch die Porta del Moll oder die Porta de Sant Sebastià tritt, betritt ein Gassengeflecht aus Sandsteinhäusern, kleinen Plätzen und der Kirche Sant Jaume, die wie ein Teil der Stadtmauer wirkt. Alcúdia ist die älteste Stadt der Insel. Schon die Römer gründeten hier ihre Hauptstadt Pollentia, deren Ausgrabungen – Wohnviertel, Forum und ein gut erhaltenes Theater – am Rand der Altstadt liegen. Das angeschlossene Monografische Museum zeigt Fundstücke aus dieser Zeit. Wenige Schritte weiter beginnt schon wieder das heutige Leben: Der Wochenmarkt am Dienstag und Sonntag füllt die Gassen mit Ständen voller Obst, Käse, Oliven und Kunsthandwerk. Nur wenige Minuten trennen die Mauern vom Wasser. Der Port d'Alcúdia mit seinem Yachthafen und der Strandpromenade leitet über in die Platja d'Alcúdia, einen kilometerlangen, sanft ins Meer abfallenden Sandstrand, der besonders bei Familien beliebt ist. Gleich nebenan liegt das Naturschutzgebiet S'Albufera, ein großes Feuchtgebiet mit Schilfgürteln, Wanderwegen und einer der besten Vogelbeobachtungsregionen der Balearen. Alcúdia ist damit kein künstlich erdachtes Ferienziel, sondern ein gewachsener Ort: Geschichte zum Anfassen am Vormittag, Strandtag am Nachmittag und abends ein Abendessen in einer der Gassen der Altstadt oder am Hafen. Wer den ruhigeren, grüneren Norden Mallorcas sucht und Kultur mit Badeurlaub verbinden will, findet hier beides auf engstem Raum.





