
◆ STADT · BALEAREN
Cala Millor ist der größte Ferienort der mallorquinischen Ostküste – ein fast zwei Kilometer langer, fein-heller Bogen aus Sand, der nahtlos in das alte Fischerhafenörtchen Cala Bona übergeht. Hier verschmelzen eine breite, autofreie Strandpromenade, ein Naturschutzgebiet mit Wachturm aus dem 17. Jahrhundert und über sechzig Jahre Urlaubsgeschichte zu einem Ort, der besonders bei deutschsprachigen Familien seit Generationen einen Stammplatz hat.

Lange war dieser Küstenstreifen zwischen den Gemeinden Son Servera und Sant Llorenç des Cardassar kaum mehr als ein paar Fischerkaten, Getreidefelder und Olivenhaine. Die Menschen lebten vom Meer und vom mageren Boden des Llevant, der östlichsten Ecke Mallorcas. Erst 1933 öffnete mit dem Hotel Eureka das erste Quartier für Gäste; den eigentlichen Wandel brachten die späten 1950er-Jahre, als der Tourismus an der Bucht Fuß fasste und seither nicht mehr stillstand. Heute ist Cala Millor mit rund 5.400 Einwohnern der größte Ferienort der gesamten Ostküste.
Der Strand selbst erzählt diese Doppelnatur am deutlichsten: Er gehört gleich zwei Gemeinden, trägt die Blaue Flagge und zieht sich als fast zwei Kilometer langer, bis zu 35 Meter breiter Bogen am Meer entlang. Dahinter läuft eine breite, autofreie Promenade mit getrennter Rad- und Fußspur, gesäumt von Hotels, Eisdielen und Bars. Nach Norden wächst Cala Millor fast unmerklich mit Cala Bona zusammen, dessen kleiner Fischerhafen noch immer das Herz des Örtchens bildet – mit bunten Booten und Lokalen direkt am Wasser.
Wer den Trubel der Promenade verlassen will, hat es nicht weit. Im Süden schiebt sich die Halbinsel Sa Punta de n'Amer als grüner Riegel aus Pinien, Macchia und Düne ins Meer – seit 1985 als Naturschutzgebiet (ANEI) von rund 200 Hektar geschützt. Über einen gut ausgetretenen Weg erreicht man den steinernen Wachturm Castell de sa Punta de n'Amer aus dem 17. Jahrhundert, von dessen Dach der Blick über die ganze Bucht und das Balearenmeer reicht. So liegen hier Strandleben und Stille keine halbe Stunde auseinander.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel



· Sehenswürdigkeiten
· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Zu Fuß & mit dem Rad
Die autofreie Uferpromenade verbindet den Fischerhafen Cala Bona im Norden mit dem langen Sandstrand und reicht über einen durchgehenden Radweg bis hinüber nach Sa Coma und S'Illot. Eine entspannte Strecke direkt am Meer – flach, schattig gesäumt und ideal für Familien, Frühaufsteher und Genussradler.
Wandern & Natur
Vom Südende des Strandes führt ein gut markierter Weg in das Naturschutzgebiet Sa Punta de n'Amer: Pinienwald, Düne und Macchia, in denen auch balearische Endemiten leben. Ziel ist der Castell de sa Punta de n'Amer, ein Wachturm aus dem 17. Jahrhundert mit Rundblick über die Bucht. Ein kleines Museum und eine Bar-Restauration haben hier ganzjährig geöffnet.
Ausflüge & Höhlen
Cala Millor ist ein idealer Ausgangspunkt für die berühmten Höhlen des Ostens: die Coves del Drac mit unterirdischem See und klassischem Konzert sowie die Coves dels Hams in Porto Cristo und die Coves d'Artà nordöstlich der Bucht. Vom Hafen Cala Bona starten zudem Bootstouren entlang der Küste.
03 · Wann
Cala Millor liegt im mediterranen Klima der Ostküste mit langen, heißen Sommern und milden, leicht feuchten Wintern. Wer baden will, kommt im Hochsommer; wer mildere Temperaturen für Strandspaziergänge und das Naturschutzgebiet sucht, reist im Frühling oder Frühherbst.
04 · Häufige Fragen
Cala Millor liegt an der Ostküste Mallorcas (Region Llevant), etwa 70 Kilometer und 60 bis 75 Fahrminuten vom Flughafen Palma entfernt. Der Strand erstreckt sich über die Gemeinden Son Servera und Sant Llorenç des Cardassar und geht im Norden nahtlos in Cala Bona über.
Ja, Cala Millor gilt als ausgesprochen familienfreundlich. Der fast zwei Kilometer lange, flach abfallende Sandstrand trägt die Blaue Flagge und bietet Liegen, Duschen, Rettungsschwimmer in der Hauptsaison und Wassersport. Dazu kommen eine autofreie Promenade und ein langer Radweg direkt am Meer.
Für mildes Wetter eignen sich Mai, Juni, September und Oktober am besten. Wer vor allem baden möchte, reist im Hochsommer, wenn das Meer am wärmsten ist – allerdings sind dann auch die Strände am vollsten und die Preise am höchsten.
Neben dem Strand lohnen sich das Naturschutzgebiet Sa Punta de n'Amer mit dem Wachturm aus dem 17. Jahrhundert, der Fischerhafen Cala Bona, der Freitagsmarkt in Son Servera und Ausflüge zu den Tropfsteinhöhlen Coves del Drac und Coves dels Hams in Porto Cristo sowie den Coves d'Artà.
Mit dem Auto oder Taxi dauert die Fahrt rund 60 bis 75 Minuten. Öffentlich verbindet die Buslinie 401 Cala Millor mit Palma; entlang der Küste fahren weitere Linien zu Nachbarorten wie Cala Bona, Sa Coma, S'Illot und Cala Ratjada.
Im Juli feiert Cala Bona die Mare de Déu del Carme mit Bootsprozession und Feuerwerk am Fischerhafen. Cala Millor selbst feiert Ende Juli bis Anfang August die Mare de Déu dels Àngels mit Konzerten, Strandsport und Festen. Hinzu kommt die Johannisnacht (Sant Joan) am 24. Juni.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Cala Millor.
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