Die Strände von Cala Millor, Cala Bona und der Costa dels Pins
Der Hauptstrand ist ein einziger flacher Bogen – für Abwechslung läufst du nach Norden oder gehst über die Halbinsel nach Süden.

Die Platja de Cala Millor ist der Grund, warum es diesen Ort überhaupt gibt: knapp zwei Kilometer heller, feiner Sand in einem weiten Bogen, der so flach ins Wasser läuft, dass du weit hinauswaten kannst, ohne den Boden zu verlieren. Der Strand ist wiederholt mit der Blauen Flagge ausgezeichnet worden, in der Saison gibt es Liegen und Schirme zum Mieten, Duschen, Rettungsschwimmer und über die ganze Länge Zugänge von der autofreien Promenade herunter. Die beste Zeit ist der frühe Morgen: Vor neun gehört das Wasser den Schwimmern und den Frühsportlern, ab elf ist die erste Reihe im Hochsommer belegt. Weil die Bucht nach Osten offen liegt, bringt auflandiger Wind spürbar Welle – dann ist der geschütztere Nordteil Richtung Cala Bona die bessere Wahl, und im Herbst türmen sich nach Stürmen Bänke aus angeschwemmtem Seegras am Ufer, die zum natürlichen Küstenschutz gehören und irgendwann wieder verschwinden.
Nach Norden hört der Sand nicht auf, er wird nur kleinteiliger. Hinter der letzten Hotelzeile geht die Promenade ohne erkennbaren Bruch nach Cala Bona über, wo sich der Strand in mehrere kurze Buchten zwischen Felsrippen und Hafenmauer teilt. Der Maßstab ist hier ein anderer: weniger Liegenreihen, mehr Handtücher direkt auf dem Sand, dazu flaches Wasser, das durch den vorgelagerten Hafen zusätzlich abgeschirmt ist. Für den Weg von einem Ende der Bucht zum anderen brauchst du am Wasser entlang gut eine halbe Stunde, und weil die Promenade durchgehend eben und autofrei ist, funktioniert er auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl. Wer am Nachmittag Schatten sucht, findet ihn im Norden eher als am Hauptstrand, wo die Palmen erst hinter der Promenade stehen.
Ganz im Norden, wo die Bucht am Pinienhang der Costa dels Pins endet, wird aus Sand Fels. Zwischen den Villen führen schmale Zufahrten und Treppen hinunter zu kleinen Badestellen mit Leitern, ein paar Handtuchbreiten Sand, überhängenden Kiefern und klarem Wasser, das schnell tiefer wird – gut zum Schnorcheln, weniger geeignet für Kleinkinder. Infrastruktur gibt es hier kaum: keine Liegenvermietung, selten ein Kiosk, und die wenigen Stellplätze am Straßenrand sind im Hochsommer schon am Vormittag besetzt. Komm früh, nimm Wasser und Badeschuhe mit und rechne damit, dass du zwischen zwei Badestellen ein Stück an der Straße entlanggehst. Dafür hast du eine Wasserqualität und eine Ruhe, die der Hauptstrand im Juli nicht bieten kann.
Und dann die Strände in Reichweite. Direkt südlich hinter der Punta de n'Amer liegt Sa Coma mit einem breiten, ebenfalls flach abfallenden Sandstrand; auf dem direkten Sandweg quer über die Halbinsel bist du gut eine Stunde unterwegs, auf der großen Runde über den Wehrturm und die Ostkante zweieinhalb bis drei Stunden, mit dem Auto rund zehn Minuten, dahinter schließt S'Illot an. Nach Norden, hinter der Costa dels Pins, kommen die Bucht von Canyamel mit ihrem Dünenstreifen und weiter oben die Naturstrände rund um Cala Ratjada, für die du einen halben Tag und ein Auto einplanen solltest. Wer nur Sand und kurze Wege will, bleibt ohnehin im Ort. Der eigentliche Reiz der Ausflüge liegt darin, dass diese Küste alle paar Kilometer den Charakter wechselt – von der breiten Hotelbucht über den Fischerhafen bis zum Dünenstrand vor Kiefernwald.





































