Stadt · Spanien

Ibiza

Wenn an der Westküste die Sonne ins Meer sinkt und in Sant Antoni tausend Gläser gleichzeitig hochgehen, liegt zwanzig Autominuten weiter nördlich eine Pinienbucht, in der du nur die Wellen hörst.

7 Stadtviertel10 Sehenswürdigkeiten9 Hotels
Überblick

Deine Ibiza-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Die Saison läuft von Mai bis Oktober. Juli und August sind am wärmsten, am vollsten und die Clubsaison auf dem Höhepunkt. Wer Dalt Vila, Strände und Natur in Ruhe erleben will, reist im Mai, Juni, September oder Oktober, wenn das Wetter mild bleibt und die Insel ruhiger ist.
Über Ibiza

Reisen nach Ibiza

Ibiza ist mit rund 570 Quadratkilometern die drittgrößte der Balearen und trotzdem so kompakt, dass du von der Nordküste bis zum Südzipfel keine Stunde fährst. Die Insel teilt sich in fünf Gemeinden: Eivissa, die Hauptstadt mit der Festungsstadt Dalt Vila über dem Hafen, dazu Sant Antoni de Portmany im Westen, Santa Eulària des Riu an der ruhigeren Ostküste, Sant Josep de sa Talaia im strandreichen Südwesten und Sant Joan de Labritja im hügeligen Norden. Seit 1999 steht gleich ein ganzes Bündel ibizenkischer Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste – die Renaissance-Mauern von Dalt Vila, die punische Nekropole Puig des Molins, die phönizische Siedlung Sa Caleta und die Posidonia-Seegraswiesen in der Meerenge nach Formentera, denen das Wasser seine Klarheit verdankt. Dazwischen liegen der Naturpark Ses Salines mit seinen antiken Salzbecken und rastenden Flamingos, die 475 Meter hohe Sa Talaia als höchster Punkt, der Felsen Es Vedrà vor der Südwestküste und eine Küste, an der sich hinter jeder Kurve die nächste Bucht auftut. Und darüber liegt von Mai bis Oktober die Clubsaison, die Ibiza weltbekannt gemacht hat – ein Teil dieser Insel, aber längst nicht die ganze.

Ibiza – Karte
Reiseführer

Ibiza von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um halb neun morgens fährt auf der Straße nach Cala Comte noch niemand, das Meer liegt glatt zwischen den Felsterrassen, und die einzige Musik kommt von den Zikaden in den Pinien. Zwölf Stunden später steht dieselbe Insel auf einer Bühne an der Playa d'en Bossa und dröhnt bis zum Morgen. Ibiza ist beides, und zwar täglich – die Kunst besteht darin, sich für jeden Tag zu entscheiden, welche Version man haben will.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Ibiza

Die Insel ist klein genug, dass du an einem Tag von den Festungsmauern über dem Hafen bis zum Felsen Es Vedrà kommst – und lohnend genug, dass du es besser nicht tust.

Alles beginnt am Portal de ses Taules, dem monumentalen Renaissance-Tor, hinter dem sich die Rampe in die Oberstadt schraubt. Die Mauern ringsum entstanden ab 1554 unter Karl V. nach Plänen des Ingenieurs Giovanni Battista Calvi und wurden unter Philipp II. vollendet, dessen Wappen seit 1585 über dem Tor sitzt – sieben Bastionen, schräge Böschungen gegen Kanonenkugeln, vollständig erhalten, und der Grund, warum Dalt Vila seit 1999 zum UNESCO-Welterbe gehört. Von unten sind es je nach Route zehn bis zwanzig Minuten steil bergauf bis zur Kathedrale Santa Maria d'Eivissa am höchsten Punkt, deren gotischer Kern im 18. Jahrhundert barock überformt wurde. Die besten Blicke hast du gar nicht von dort oben, sondern von den Bastionen, und zwar von zwei verschiedenen: Am Baluard de Santa Llúcia auf der Nordflanke liegen dir Hafen, die Dächer von La Marina und die Bucht von Talamanca zu Füßen, am Baluard de Sant Bernat neben dem Kastell geht der Blick nach Südwesten aufs offene Meer – dort sinkt abends die Sonne. Wer den Anstieg scheut, sucht den öffentlichen Aufzug am Rand der Altstadt – er nimmt dir einen Teil des Höhenunterschieds ab.

Das Welterbe heißt offiziell Ibiza, Biodiversität und Kultur und meint deutlich mehr als die Mauern. Am Fuß des Stadthügels liegt die Nekropole Puig des Molins, eine der größten erhaltenen punischen Grabstätten des Mittelmeerraums, mit mehreren tausend in den Fels geschlagenen Kammern und einem Museum voller Sarkophage, Amulette und Terrakotten. Ein Stück südwestlich, auf einer flachen Landzunge über dem roten Kliff von Sa Caleta, liegen die Grundmauern der ältesten phönizischen Siedlung der Insel aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Und der vierte Teil des Welterbes ist überhaupt nicht an Land zu besichtigen: Die Posidonia-Seegraswiesen in der Meerenge nach Formentera binden Schwebstoffe so gründlich, dass du in mehreren Metern Tiefe noch den Grund erkennst.

Der bekannteste Anblick der Insel steht im Wasser. Es Vedrà, ein rund 380 Meter hoher Kalkfelsen, ragt vor der Südwestküste aus dem Meer – unbewohnt, streng geschützt und umrankt von Geschichten über Sirenen, Magnetfelder und Lichter am Himmel, von denen keine belegt und jede erzählt ist. Den klassischen Blick hast du von der Bucht Cala d'Hort, den dramatischeren vom Torre des Savinar, einem Wachturm aus dem 18. Jahrhundert hoch über der Küste, zu dem ein kurzer, steiniger Pfad führt. Die Zufahrt ist eng und im Sommer schnell verstopft; wer den Sonnenuntergang dort oben sehen will, ist mindestens eine Stunde vorher da und stellt den Wagen weiter unten ab.

Im Süden schließt der Naturpark Ses Salines an, in dem seit der Antike Meersalz gewonnen wird. Die Becken sind bis heute in Betrieb, und wer im Frühjahr oder Herbst die Straße dazwischen entlangfährt, sieht Flamingos in den flachen Wannen stehen. Der Park reicht über die Wasserlinie hinaus bis nach Formentera und schützt genau die Seegraswiesen, denen das Meer seine Klarheit verdankt; an seinem Rand liegen die Naturstrände Ses Salines und Es Cavallet mit Dünen und Pinien statt Hotelzeilen. Als Gegenprogramm zum Meer bleibt die Sa Talaia, mit 475 Metern höchster Punkt der Insel – eine gut einstündige Wanderung ab Sant Josep, oben ein Rundblick, der bei klarer Luft bis Formentera reicht.

Sehenswürdigkeiten in Ibiza

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Strände & Buchten

Die schönsten Strände und Buchten auf Ibiza

Der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Strandtag ist auf Ibiza fast immer eine Frage der Uhrzeit und der Windrichtung.

Buchten im Westen
Buchten im Westen

Die Westküste hat die bekanntesten Buchten. Cala Comte liegt auf einer Landzunge, von der flache Felsterrassen ins Wasser treten und vorgelagerte Inselchen die Sicht rahmen – der Sandanteil ist klein, das Türkis dafür konkurrenzlos. Cala Bassa nebenan ist die familientauglichere Variante mit langem Sandbogen und flachem Einstieg, Cala Tarida die größte der Reihe, und nördlich von Sant Antoni liegen Cala Salada und die kleinere Cala Saladeta für alle, die ein paar Stufen mehr in Kauf nehmen. Alle teilen dasselbe Problem: Die Parkplätze sind früh belegt, und ab elf Uhr wird die Zufahrt zur Geduldsprobe.

Im Süden liegen die Naturstrände. Der Platja de ses Salines zieht sich am Rand des Naturparks entlang, mit Chiringuitos im Sand und einem Publikum, das hier seit Jahrzehnten seine Nachmittage verbringt; das benachbarte Es Cavallet ist der FKK-Strand der Insel und hat an seinem Südende einen bekannten schwulen Abschnitt. Cala Jondal ist kein Sand-, sondern ein Kieselstrand – Badeschuhe helfen – und zugleich die Bucht mit den teuersten Liegen Ibizas. Ursprünglicher wird es an der roten Steilküste von Sa Caleta und Es Bol Nou, wo Fischerhütten in den Fels gebaut sind. Und südlich von Ibiza-Stadt liefert die Playa d'en Bossa drei Kilometer Sand samt Beachclub-Beschallung.

Der Norden ist felsiger, waldiger und meist leerer. Cala Benirràs liegt am Ende einer Serpentinenstraße, hat einen markanten Felsen mitten in der Bucht und ein Publikum, das zum Sonnenuntergang Trommeln auspackt, traditionell vor allem sonntags. Cala Xarraca und Cala Xuclar sind kleine Kieselbuchten mit Steilhang im Rücken, Portinatx am nördlichsten Zipfel besteht gleich aus drei Badebuchten nebeneinander. An der Ostküste sind Cala Sant Vicent und Es Figueral breit und sandig, Aigües Blanques liegt unter rötlichen Klippen und wird traditionell textilfrei genutzt, und hinter dem Felsvorsprung der Cala Mastella versteckt sich eine Fischerbucht, in der die Zeit erkennbar langsamer läuft.

Drei Dinge machen den Strandtag entspannter. Erstens die Ankunftszeit: Vor zehn Uhr bekommst du an fast jeder Bucht noch einen Stellplatz, danach kreist du – manche Strände haben im Sommer bewirtschaftete Parkplätze gegen Gebühr, andere nur den Straßenrand. Zweitens der Wind: Bläst es an der Westküste, ist die Ostküste ruhig, und umgekehrt; ein Blick auf die Windrichtung erspart dir Wellen und aufgewühltes Wasser. Und drittens das braune Zeug am Spülsaum – das sind angeschwemmte Posidonia-Reste, kein Schmutz, sondern der Grund für die Sichtweite unter Wasser. Badeschuhe gehören trotzdem ins Gepäck, weil viele der schönsten Buchten Kiesel statt Sand haben.

Ibiza-Stadt & Altstadt

Dalt Vila und die Altstadt von Ibiza-Stadt

Ibiza-Stadt stapelt sich in drei Lagen übereinander – Hafen auf Meereshöhe, Gassen darüber, Festung ganz oben.

Dalt Vila
Dalt Vila

Unten liegt der Hafen mit den Fähranlegern, darüber La Marina und Sa Penya, das alte Fischer- und Handelsviertel mit Gassen, in denen zwei Menschen nur nacheinander gehen, und ganz oben Dalt Vila hinter den Mauern. Am Übergang steht der Mercat Vell, die gedeckte Markthalle von 1872 unmittelbar am Portal de ses Taules, in der morgens Gemüse, Obst und Kräuter über die Theke gehen. Ein paar Schritte westlich beginnt mit dem Passeig de Vara de Rey die bürgerliche Stadt des 19. Jahrhunderts, ein baumbestandener Boulevard mit Cafés, an dem die halbe Stadt ihren Vormittagskaffee trinkt und niemand Eintritt zahlt.

Der Weg hinauf lohnt zweimal am Tag. Vormittags, weil die Rampe hinter dem Portal de ses Taules dann noch im Schatten liegt und du gleich hinter dem Tor das Museu d'Art Contemporani in der alten Waffenkammer mitnehmen kannst. Und nach acht Uhr abends, wenn die Tagesgäste weg sind und in den Gassen nur noch Schritte auf Kopfsteinpflaster zu hören sind. Oben gruppieren sich Kathedrale, ehemaliger Bischofspalast und Kastell um einen einzigen Platz, davor öffnet sich der Blick über Hafen und Salinen. Auf halber Höhe liegt die Plaça de Vila mit ihren Restaurants, und mit dem Hotel Mirador de Dalt Vila steht in einer herrschaftlichen Villa von 1904 die exklusivste Adresse innerhalb der Mauern.

Unten am Wasser zieht sich die Promenade vom Fährhafen bis zur Marina Botafoc auf der anderen Seite des Beckens, wo die großen Yachten liegen und ein Leuchtturm die Hafeneinfahrt markiert. Dahinter beginnt Talamanca, der Stadtstrand von Eivissa – flach, ruhig und mit Häusern wie dem Nobu Hotel Ibiza Bay und dem OD Ocean Drive direkt an der Bucht. Im Sommer verkehren Wassertaxis quer über den Hafen und kürzen den Fußweg ab. Und in den Läden von La Marina hängt bis heute die Adlib-Mode, jene weiße, lockere Inselmode, die in den siebziger Jahren hier entstand und bis heute jeden Sommer ihre eigene Modenschau bekommt.

Praktisch heißt das vor allem eines: Fahr nicht in die Altstadt hinein. Die Gassen von Dalt Vila sind teils für Anlieger reserviert, teils so eng, dass Rangieren dort keine gute Idee ist – stell den Wagen in einem der Parkhäuser am Hafen oder unterhalb der Mauern ab und geh die letzten Minuten zu Fuß. Feste Schuhe helfen, weil das Pflaster rund und glatt gelaufen ist. Und wenn ein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, verschiebst du den Rundgang besser auf den späten Nachmittag, wenn sich die Gruppen wieder Richtung Kai bewegen und die Gassen zurückgeben.

Reiseplanung & Route

Ibiza-Urlaub planen mit einer Inselrunde in einer Woche

Von Norden nach Süden misst Ibiza gut vierzig Kilometer – du brauchst kein zweites Quartier, sondern den richtigen Startpunkt.

Ibiza ist kein Rundreiseziel, sondern ein Standquartier-Ziel. Von Santa Eulària erreichst du fast jeden Punkt der Insel in unter 45 Minuten, von Sant Josep aus liegen die Buchten des Südwestens direkt vor der Tür, und wer Altstadt, Museen und lange Abende will, wohnt in Ibiza-Stadt oder am Stadtstrand Talamanca. Sant Antoni ist die Wahl für Sunset-Bars und Bootstouren, die Playa d'en Bossa für alle, die nachts zu Fuß aus dem Club zurückkommen wollen, und der Norden um Sant Joan für alle, die genau das nicht wollen. Ein Quartierwechsel lohnt erst ab etwa zwei Wochen – die gesparte Fahrzeit frisst der nächste Check-in wieder auf.

Eine Woche teilst du sinnvoll so auf: Tag eins für Ankunft, den nächstgelegenen Strand und einen ersten Abend in La Marina. Tag zwei gehört Ibiza-Stadt mit Dalt Vila, Kathedrale und Puig des Molins, dazu der Sonnenuntergang von einer der Bastionen. Tag drei die Westbuchten von Cala Comte über Cala Bassa bis Cala Salada, abends die Küste bei Sant Antoni. Tag vier der Süden mit Ses Salines, Es Cavallet und der roten Steilküste bei Sa Caleta. Tag fünf Formentera, mit einer frühen Fähre hin und einer der letzten zurück. Tag sechs der Norden mit Benirràs, Portinatx und einem Stopp in Sant Joan, Tag sieben Cala d'Hort mit Es Vedrà und einem langen Mittagessen über der Bucht.

Für vier Tage streichst du Formentera und den Norden und behältst Stadt, Westbuchten und Süden – das ist Ibiza in konzentrierter Form und funktioniert auch als verlängertes Wochenende. Wer zehn Tage bleibt, baut besser Ruhetage ein statt weiterer Ziele: Zweimal derselbe Strand bringt hier mehr als die achte Bucht. Und leg die Hippiemärkte bewusst in den Plan, weil sie an feste Wochentage gebunden sind – Punta Arabí in Es Canar mittwochs von April bis Oktober, Las Dalias bei Sant Carles samstags das ganze Jahr über. Wer beide sehen will, muss die Woche darum herum bauen.

Der wichtigste Planungshebel bleibt das Datum. Im Juli und August ist die Insel voll, Mietwagen sind knapp, und an den bekannten Buchten stehst du ab dem Vormittag im Parkplatzstau; dafür läuft die Clubsaison auf Hochtouren und praktisch jedes Lokal hat geöffnet. Im Mai, Juni, September und Anfang Oktober bekommst du dieselbe Insel mit halb so vielen Menschen, warmem Meer und deutlich niedrigeren Preisen. Zwischen November und April schließen dagegen viele Hotels, Beachclubs und ein Großteil der Restaurants außerhalb von Ibiza-Stadt und Santa Eulària – dann ist Ibiza ein Wander- und Radziel, kein Badeziel.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Übernachten

Hotels auf Ibiza und die passende Gegend für deinen Urlaub

Über den Urlaub entscheidet hier weniger die Sternezahl als die Entfernung zwischen deinem Zimmer und dem nächsten Bass.

Die Playa d'en Bossa ist die lauteste und bequemste Adresse der Insel: drei Kilometer Sand, Beachclubs in Reihe und mit dem Ushuaïa Ibiza Beach Hotel ein Haus, das eine eigene Open-Air-Bühne über dem Pool zur Strandseite betreibt – wer dort bucht, bucht die Musik mit, tagsüber wie abends. Nebenan liegt das Hard Rock Hotel Ibiza mit knapp 500 Zimmern, drei Pools und Spa, also die Familienvariante desselben Prinzips. Beide sind rund zehn Autominuten von Ibiza-Stadt und fünf vom Flughafen entfernt. Wer hier schlafen und nicht feiern will, fragt beim Buchen ausdrücklich nach einem Zimmer auf der von der Bühne abgewandten Gebäudeseite – die Zimmer über dem Pool hören jeden Beat mit.

Das Gegenprogramm liegt im Norden. Das Six Senses Ibiza an der Cala Xarraca setzt auf Spa, Longevity-Programme und Suiten, die sich an den Fels schmiegen, und ist von den Clubs so weit entfernt, wie es auf dieser Insel überhaupt geht. Landeinwärts liegt das Atzaró Agroturismo in einem weitläufigen Orangenhain, ein Wellnesshaus, das die ibizenkische Bauweise ernst nimmt. In Santa Eulària steht mit dem Aguas de Ibiza ein nachhaltig gebautes Designhotel mit großem Spa und Dachterrasse über dem Yachthafen. Und wer mitten in der Altstadt schlafen möchte, findet im Hotel Mirador de Dalt Vila eine der wenigen herrschaftlichen Adressen innerhalb der Mauern.

Dazwischen liegt die ibizenkischste Übernachtungsform überhaupt: das Agroturismo, ein umgebauter Bauernhof im Inselinneren mit wenigen Zimmern, einem Pool zwischen Feigenbäumen und ohne Meerblick, dafür mit Stille. Ein Auto brauchst du dafür zwingend. Am Stadtstrand Talamanca wiederum verbinden das Nobu Hotel Ibiza Bay und das OD Ocean Drive kurze Wege in die Altstadt mit einer ruhigen Bucht vor der Tür. Und für alle, die Inselgeschichte mitbuchen wollen, liegt in den Hügeln über Sant Antoni das Pikes, eine exzentrische alte Finca, die aus der Pop- und Partygeschichte der Achtziger nicht wegzudenken ist.

Vier Punkte zur Praxis. Erstens die Saison: Ein großer Teil der Häuser öffnet erst zwischen April und Mai und schließt im Oktober oder November wieder – prüfe vor dem Buchen, ob dein Hotel im Reisezeitraum überhaupt läuft. Zweitens der Preis, der auf Ibiza stärker vom Datum abhängt als von der Kategorie; dasselbe Zimmer kostet Anfang Juni einen Bruchteil dessen, was in der ersten Augustwoche aufgerufen wird. Drittens die balearische Tourismussteuer, die pro Person und Nacht anfällt, nach Unterkunftskategorie und Saison gestaffelt ist und meist vor Ort gezahlt wird – die Sätze werden regelmäßig angepasst, frag beim Buchen nach. Und viertens das Auto: Ein eigener Stellplatz ist außerhalb der Städte die Regel, in Ibiza-Stadt die Ausnahme.

Hotels in Ibiza

Alle 9 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Ibiza

Zwischen dem Fischeintopf im Dorflokal und der Auster im Beachclub liegen auf dieser Insel zwei Preisklassen und ungefähr zwanzig Autominuten.

Die ibizenkische Küche ist Bauern- und Fischerküche. Das bekannteste Gericht ist der Bullit de Peix, ein Eintopf aus Felsfisch, Kartoffeln und Safran, der in zwei Gängen kommt – erst der Fisch mit Alioli, danach der Reis, der in der Brühe gekocht wurde. Das dauert anderthalb Stunden und will in vielen Lokalen einen Tag vorher bestellt sein. Dazu kommen der Sofrit Pagès aus Lamm, Huhn und Kartoffeln, die Frita de Polp mit Oktopus und als Nachtisch der Flaó, eine Tarte aus Frischkäse und Minze, oder die Greixonera aus altem Gebäck. Zum Abschluss stellt der Wirt gern die Flasche Hierbas Ibicencas auf den Tisch, den grünen Kräuterlikör der Insel.

Am Wasser gibt es zwei Kategorien, die sich äußerlich ähneln und im Preis überhaupt nicht. Auf der bodenständigen Seite steht das Restaurante Sa Caleta über dem Sand von Es Bol Nou, seit 1988 bekannt für seinen Bullit de Peix, ebenso das Es Torrent an einer abgeschiedenen Bucht bei Porroig, das seit 1984 Paella und fangfrischen Fisch serviert. Auf der anderen Seite steht die Beachclub-Liga, etwa Casa Jondal von Rafa Zafra an der Cala Jondal, wo der Chiringuito-Gedanke auf Spitzenniveau gehoben wird – mit entsprechenden Rechnungen. Dazwischen liegt El Chiringuito am naturbelassenen Es Cavallet, mit Blick zurück auf die Silhouette von Ibiza-Stadt.

Landeinwärts wird es ruhiger und oft besser. Im Dorf Sant Llorenç sitzt La Paloma zwischen Orangen- und Zitronenbäumen und kocht mediterran-italienisch aus eigenem Anbau, ein Garten, aus dem man nach dem Essen nicht mehr aufstehen will. In Sant Agustí interpretiert Can Berri Vell die Inselküche in einem über 300 Jahre alten Bauernhaus neu und wurde 2025 mit einer Repsol-Sonne ausgezeichnet. In den Hügeln über Sant Antoni serviert Sa Capella unter den Gewölben einer restaurierten alten Kapelle, und über der Cala d'Hort liegt Es Boldado mit unverbautem Blick auf Es Vedrà und einer langen Paella-Karte.

Drei Regeln ersparen dir Ärger. Reservieren: In der Hochsaison sind die bekannten Adressen tagelang im Voraus ausgebucht, spontan bekommst du am ehesten mittags einen Tisch. Zeitlich isst du entweder spanisch spät oder bewusst früh – die Küchen füllen sich ab etwa 21 Uhr, wer um halb acht kommt, sitzt entspannter. Und trenn im Kopf zwischen Beachclub und Restaurant: An derselben Bucht kann die Liege mehr kosten als das komplette Mittagessen im Dorf zehn Minuten weiter. Für Selbstversorger lohnen der Mercat Vell in Ibiza-Stadt und die Wochenmärkte der Dörfer, für den Wein die kleinen Bodegas im Inselinneren rund um Sant Mateu.

Restaurants in Ibiza

Alle 9 Restaurants
Anreise & Mietwagen

Anreise nach Ibiza und unterwegs mit Mietwagen und Fähre

Vom Rollfeld bis zur ersten Bucht sind es keine zwanzig Minuten, vorausgesetzt du hast dich vorher um den Mietwagen gekümmert.

Ibiza wird von Mai bis Oktober aus fast allen größeren deutschen Städten direkt angeflogen; im Winter schrumpft das Angebot auf wenige Verbindungen zusammen, meist mit Umstieg in Palma, Barcelona oder Madrid. Der Flughafen liegt rund sieben Kilometer südwestlich von Ibiza-Stadt in der Gemeinde Sant Josep und ist damit von der Playa d'en Bossa in etwa fünf und von Sant Antoni in gut zwanzig Minuten erreichbar. Zum Transfer fahren Linienbusse nach Ibiza-Stadt und in der Sommersaison auch zu weiteren Orten, die Fahrpläne wechseln mit der Saison. Taxis gibt es, doch in den Nachtstunden der Hochsaison können die Wartezeiten lang werden – ein vorab gebuchter Transfer nimmt diesen Punkt aus dem Ankunftstag.

Wer das eigene Auto mitnehmen will, kommt per Fähre. Die kürzeste Überfahrt startet in Dénia an der Costa Blanca, dazu gibt es Verbindungen ab Valencia, Barcelona und Palma de Mallorca; die Fahrzeiten reichen je nach Schiff von gut zwei Stunden bis in den Halbtagesbereich, und Fahrzeugstellplätze solltest du im Sommer früh buchen. Sinnvoll ist die Fähre vor allem bei langen Aufenthalten, für Familien mit viel Gepäck und für alle, die Ibiza mit Mallorca oder dem spanischen Festland kombinieren. Nach Formentera wiederum geht es ausschließlich per Schiff, ab dem Hafen von Ibiza-Stadt in rund einer halben Stunde.

Auf der Insel führt an einem Auto kaum ein Weg vorbei, sobald du mehr als einen Strand sehen willst. Buche früh – im Juli und August sind die Stationen regelmäßig ausverkauft, und Restfahrzeuge kosten ein Vielfaches. Nimm die kleinste Klasse, in die dein Gepäck passt: Die Zufahrten nach Cala d'Hort, Cala Salada oder Benirràs sind eng, kurvig und im Sommer beidseitig zugeparkt. Rechne an den bewirtschafteten Strandparkplätzen mit Gebühren und beim Abendprogramm mit der spanischen Promillegrenze von 0,5, für Fahranfänger gilt weniger. Und tanke im Süden, bevor du in den Norden fährst – dort sind die Tankstellen dünn gesät.

Ohne eigenes Auto geht es trotzdem. Das Busnetz verbindet Ibiza-Stadt mit Sant Antoni, Santa Eulària, der Playa d'en Bossa, dem Flughafen und den größeren Stränden, im Sommer deutlich dichter als im Winter. Nachts fährt in der Saison der Discobus zwischen den Orten und den großen Clubs, was die Frage nach dem Heimweg entschärft. Für kurze Strecken über die Bucht gibt es Wassertaxis, etwa zwischen Ibiza-Stadt, Talamanca und der Playa d'en Bossa. Roller sind beliebt, auf den engen Küstenstraßen aber anspruchsvoller, als sie aussehen – und wer ohnehin an einem Ort bleiben und dort baden will, braucht von alldem nichts.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Sunset & Nachtleben

Sunset-Bars und Clubs – so läuft die Saison auf Ibiza

Die Clubsaison hat auf Ibiza einen Anfang und ein Ende, und wer außerhalb davon anreist, steht vor verschlossenen Türen an weltberühmten Adressen.

Es Vedrà
Es Vedrà

Das Ritual beginnt am späten Nachmittag an der Westküste. In Sant Antoni reihen sich an der Caló des Moro die Bars des Sunset Strip aneinander, das Café del Mar prägt die Gegend seit 1980, nebenan spielt das Mambo, und ab dem frühen Abend sitzt alles Richtung Wasser. Wer denselben Sonnenuntergang ohne Menschentraube will, nimmt die Felsplatten der Punta Galera nördlich der Stadt, eine der kleinen Buchten Richtung Cala Salada oder die Klippen über Cala d'Hort mit Es Vedrà im Bild. Und im Norden versammeln sich an der Cala Benirràs traditionell vor allem sonntags die Trommler, wenn die Sonne hinter dem Felsen in der Bucht versinkt.

Die Clubs verteilen sich auf drei Gegenden. In Ibiza-Stadt liegt am Hafen das Pacha, das seit 1973 in Betrieb und damit älter als die meisten seiner Gäste ist. An der Playa d'en Bossa stehen sich das Open-Air-Gelände des Ushuaïa und der Indoor-Club Hï Ibiza gegenüber, dazu kommen die Beachclubs entlang der Strandzeile. Auf der Straße zwischen Ibiza-Stadt und Sant Antoni liegt das Amnesia, in Sant Antoni selbst konzentrieren sich die Läden im West End. Jede Saison hat eigene Residencies und Line-ups, und Häuser schließen oder eröffnen zwischen den Jahren – verlass dich nicht auf ältere Empfehlungen, sondern prüfe das Programm für deine Reisewoche.

Rechne mit Preisen, die auch erfahrene Städtereisende überraschen. Eintritte im dreistelligen Bereich sind bei großen Namen normal, Getränke im Club kosten ein Vielfaches der Bar-Preise, und die Tische nahe der Bühne werden im Voraus verkauft. Im Online-Vorverkauf zahlst du fast immer weniger als an der Abendkasse. Zeitlich läuft es anders als zu Hause: Die Open-Air-Termine an der Playa d'en Bossa starten am Nachmittag und laufen bis gegen Mitternacht, die Indoor-Clubs füllen sich erst danach und machen bis zur Sperrstunde in den frühen Morgenstunden weiter. Für den Rückweg nimmst du in der Saison den Discobus, das ist bequemer, als nachts auf ein Taxi zu warten.

Und dann die Gegenbewegung. Die Balearen haben in den vergangenen Jahren in ausgewiesenen Zonen – auf Ibiza betrifft das vor allem Teile von Sant Antoni und der Playa d'en Bossa – Regeln gegen Exzesse eingeführt, vom eingeschränkten nächtlichen Alkoholverkauf in Läden bis zu Auflagen für Partyboote. Wer davon gar nichts mitbekommen möchte, muss nicht weit fahren: In Santa Eulària, im Norden um Sant Joan und in den Dörfern des Inselinneren endet der Abend bei einem Glas Wein auf einer Dorfterrasse. Beides gehört zu dieser Insel – du solltest vor dem Buchen nur wissen, welche der beiden Varianten du haben willst.

Norden & Hippiemärkte

Der Norden, die Hippiemärkte und das ruhige Ibiza

Nördlich der Linie zwischen Sant Antoni und Santa Eulària hört der Bass auf und fängt der Pinienwald an.

Sant Joan de Labritja ist mit rund 6.000 Einwohnern die einwohnerärmste und am dünnsten besiedelte der fünf Inselgemeinden und besteht im Kern aus einem Dorf mit weißer Kirche, ein paar Cafés und einem Markt vor der Tür. Ringsum liegen Sant Miquel de Balansat mit seiner wehrhaften Kirche auf dem Hügel, Sant Mateu d'Albarca mitten im kleinen Weinbaugebiet der Insel und Santa Agnès de Corona, dessen Mandelhaine sich Ende Januar und Anfang Februar für ein paar Wochen weiß färben. Über dem Port de Sant Miquel führt die Cova de Can Marçà, eine ehemalige Schmugglerhöhle, in beleuchteten Gängen in den Fels – der zuverlässigste Programmpunkt der Gegend, wenn es einmal regnet.

Die Hippiemärkte sind der Rest einer Bewegung, die in den sechziger und siebziger Jahren auf die Insel kam und nie ganz abgereist ist. Der älteste ist der Hippy Market Punta Arabí in Es Canar, der jeden Mittwoch von April bis Oktober über 400 Stände aufbaut. Ganzjährig und samstags läuft Las Dalias bei Sant Carles mit rund 300 Ständen zwischen Kunsthandwerk, Mode und Livemusik, im Sommer zusätzlich an einzelnen Abenden. Dazu kommen kleinere Dorfmärkte, etwa der sonntägliche in Sant Joan und der Forada-Markt im Inselinneren. Bargeld und etwas Verhandlungsbereitschaft gehören dazu, ebenso frühes Kommen, weil die Parkplätze an Markttagen zuerst voll sind.

Zwischen den Küsten liegt das Inselinnere, das viele Urlauber nie zu sehen bekommen. Santa Gertrudis de Fruitera ist mit seinem autofreien Dorfplatz, Galerien, Weinbars und Delikatessenläden zum Treffpunkt geworden, ohne dabei Kirche und Alltag zu verlieren. In Sant Carles de Peralta, dem Dorf, in dem die Hippieszene ihre erste Basis hatte, trinkt man den Kaffee bis heute im alten Dorfcafé an der Kirche. Und rundherum stehen die Fincas mit ihren dicken Kalkmauern, flachen Dächern und kleinen Fenstern – eine Bauweise, die aus Hitze und Wassermangel entstand und die inzwischen jedes zweite Designhotel der Insel zitiert.

Der Norden ist anders, weil er es sein musste. Die Küste fällt hier steil ab, die Buchten sind klein, große Hotelzeilen entstanden nur an wenigen Stellen wie Portinatx und am Port de Sant Miquel – dazwischen blieben Pinienwald, Terrassenfelder und Straßen, die eher asphaltierten Wanderwegen gleichen. Genau deshalb liegen ausgerechnet hier die stillsten Adressen der Insel, vom Six Senses an der Cala Xarraca bis zum Atzaró Agroturismo im Orangenhain. Wer Ibiza im Frühjahr oder Herbst besucht, sollte mindestens zwei Tage für den Norden einplanen: Dann blühen die Mandelbäume oder die Feigen sind reif, und die Straße nach Portinatx gehört dir über weite Strecken allein.

Ausflüge & Aktivitäten

Bootstouren, Wanderungen und der Tagesausflug nach Formentera

Die schönsten Seiten dieser Küste siehst du erst vom Wasser aus – oder von dem schmalen Pfad, der hundert Meter darüber verläuft.

Formentera liegt eine gute halbe Stunde südlich und ist mit den Schnellfähren ab dem Hafen von Ibiza-Stadt erreichbar, die im Sommer im dichten Takt verkehren. Die Nachbarinsel ist flach, klein und hat die hellsten Strände der Balearen: Ses Illetes zieht sich im Norden als schmale Sandzunge zwischen zwei Wasserfarben, Migjorn an der Südküste über Kilometer. Vor Ort mietest du Rad, Roller oder Auto direkt am Hafen von La Savina, in der Hochsaison besser vorab. Nimm eine der ersten Fähren hin und eine der letzten zurück, sonst verbringst du den halben Tag in Warteschlangen statt im Wasser.

Ab Sant Antoni starten die Bootstouren die Südwestküste entlang bis vor Es Vedrà, meist mit Badestopps an Buchten, die von Land aus kaum zu erreichen sind – der Felsen aus der Nähe ist ein völlig anderer Anblick als der von der Klippe. Am selben Hafen legen auch die Sunset-Bootspartys mit DJ, Drinks und Badestopp ab, die deutlich lauter und deutlich jünger ausfallen. Ruhiger geht es mit einem gecharterten Boot oder mit den Wassertaxis, die im Sommer zwischen den Buchten pendeln und aus zwei weit auseinanderliegenden Stränden an einem Tag eine Frage von zwanzig Minuten machen.

Unter Wasser zahlt sich die Posidonia aus. Weil die Seegraswiesen Schwebstoffe binden, gehören die Sichtweiten hier zu den besten des westlichen Mittelmeers, und schon beim Schnorcheln über den Felskanten von Cala Comte, Cala d'Hort oder Cala Xarraca ziehen Brassen, Zackenbarsche und gelegentlich ein Oktopus vorbei. Tauchbasen findest du in Sant Antoni, Santa Eulària, Portinatx und Ibiza-Stadt, mit Ausfahrten zu Steilwänden, Höhlen und Wracks. Die beste Zeit dafür ist nicht der Hochsommer, sondern der Spätsommer bis in den Oktober, wenn das Wasser am wärmsten und die See am ruhigsten ist.

An Land führt der lohnendste Aufstieg auf die Sa Talaia, mit 475 Metern den höchsten Punkt der Insel; von Sant Josep aus bist du in gut einer Stunde oben und siehst bei klarer Luft von der Nordküste bis nach Formentera. Kürzer und spektakulärer ist der Pfad, der oberhalb der Cala d'Hort zum Torre des Savinar hinaufführt, mit Es Vedrà direkt gegenüber. Flach und familientauglich ist dagegen die Radrunde durch den Naturpark Ses Salines zwischen Salzbecken, Pinienwald und Naturstränden. Für alles davon gilt dieselbe Regel: von Juni bis September nur am frühen Morgen, im Frühjahr und Herbst den ganzen Tag.

Aktivitäten & Touren in Ibiza

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Ibiza – und welches zu dir passt

Dalt VilaDalt VilaDie befestigte Oberstadt hinter dem Portal de ses Taules von 1585, mit sieben Bastionen, steilen Kopfsteingassen und der Kathedrale am höchsten Punkt. Seit 1999 UNESCO-Welterbe, abends nach acht der stillste Ort der Hauptstadt.Ideal für: Geschichte & Aussicht½–1 TagLa Marina & Sa PenyaLa Marina & Sa PenyaZwischen Hafenkante und Festungsmauer liegt das alte Handels- und Fischerviertel mit engen Gassen, Modeläden, dem Mercat Vell von 1872 und den Anlegern der Formentera-Fähren. Tagsüber Bummelrevier, abends der ausgehfreudigste Teil von Ibiza-Stadt.Ideal für: Bummeln & Abende½ TagPlaya d'en BossaPlaya d'en BossaDrei Kilometer Sand südlich der Hauptstadt, gesäumt von Beachclubs, Großhotels und den lautesten Clubs der Insel. Fünf Minuten zum Flughafen, zehn nach Ibiza-Stadt – die bequemste Adresse für alle, die nachts zu Fuß zurückkommen wollen.Ideal für: Strand & Clubs1–3 TageSant Antoni de PortmanySant Antoni de PortmanyDer Ort an der westlichen Bucht ist das Zentrum des Sonnenuntergangs: Vom Sunset Strip an der Caló des Moro fällt die Sonne direkt ins Meer. Vom Hafen starten Bootstouren zur Südwestküste, im West End läuft das junge Nachtleben.Ideal für: Sunsets & Bootstouren1–2 TageSant Joan & der NordenSant Joan & der NordenDie einwohnerärmste Gemeinde der Insel besteht aus Pinienhügeln, Terrassenfeldern und kleinen Buchten wie Benirràs, Cala Xarraca und Portinatx. Dazwischen die wehrhafte Kirche von Sant Miquel de Balansat, die Wehrtürme von Balàfia und die stillsten Hotels Ibizas.Ideal für: Ruhe & Natur2–3 TageSant Josep de sa TalaiaSant Josep de sa TalaiaDie strandreichste Gemeinde zieht sich vom Flughafen über die Salinen bis zur Südwestküste. Hier liegen Cala Comte, Cala d'Hort mit Blick auf Es Vedrà, der Naturpark Ses Salines und mit der Sa Talaia der höchste Punkt der Insel.Ideal für: Buchten & Wandern2–4 TageSanta Eulalia des RiuSanta Eulalia des RiuDer gepflegte Ort an der ruhigeren Ostküste hat Yachthafen, Promenade und die dichteste Restaurantmeile der Insel. Von hier erreichst du fast jeden Punkt Ibizas in unter 45 Minuten, und die Hippiemärkte liegen praktisch vor der Tür.Ideal für: Familien & Essen3–5 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Ibiza mit Wetter und Saison im Jahreslauf

Zwischen Mai und Oktober ist auf Ibiza Badesaison, doch die angenehmsten Wochen liegen an ihren Rändern.

Ibiza hat ein mediterranes Klima mit milden, feuchten Wintern und heißen, sehr trockenen Sommern. Die Höchstwerte klettern im Juli und August auf rund 30 Grad, liegen aber selbst im Januar noch bei rund 16 Grad; Frost ist an der Küste die Ausnahme. Der meiste Regen fällt zwischen September und Dezember, oft als kurzer, kräftiger Schauer, während es von Juni bis August fast durchgehend trocken bleibt. Wichtiger als die Lufttemperatur ist für die meisten das Meer: Es braucht bis in den Juni, um wirklich warm zu werden, hält die Wärme dafür bis weit in den Oktober. Die zweite Größe ist die Saison – zwischen November und April schließen viele Hotels, Beachclubs und Restaurants außerhalb der beiden größeren Orte.

Jan16°8°still, halbe Insel geschlossen
Feb16°8°Mandelblüte im Norden
Mär18°9°erste warme Tage, Wanderzeit
Apr20°11°Saisonstart, Meer noch kühl
Mai23°14°warm, Buchten noch leer
Jun27°18°Badewetter, Clubsaison startet
Jul30°21°heiß und voll
Aug30°22°Hochsaison, teuerste Wochen
Sep27°19°warmes Meer, weniger Menschen
Okt24°16°mild, Closing-Partys, nassester Monat
Nov20°12°ruhig, viele Häuser zu
Dez17°9°mild, Insel im Winterbetrieb

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Ibiza sind Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte bei 23 bis 27 Grad, die Buchten sind noch frei und die Preise moderat – nur das Meer verlangt im Mai etwas Überwindung. Der September dreht das um: Das Wasser ist nach dem Sommer am wärmsten, die Insel leert sich spürbar, und die Clubsaison läuft noch bis zu den Closing-Partys im Oktober. Juli und August sind heiß, voll und teuer, dafür hat alles geöffnet. Zwischen November und April ist Ibiza ein Ziel für Wanderer, Radfahrer und für die Mandelblüte im Februar – zum Baden taugt die Insel dann nicht.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Ibiza

Wie viele Tage sollte man für Ibiza einplanen?
Eine Woche ist das gute Maß: einen Tag für Ankunft und den nächstgelegenen Strand, einen für Ibiza-Stadt und Dalt Vila, drei für die Buchten im Westen und Süden, einen für Formentera und einen für den Norden. Vier Tage reichen für Stadt, Westküste und Süden als verlängertes Wochenende. Ab zehn Tagen planst du besser Ruhetage ein als weitere Ziele.
Wann ist die beste Reisezeit für Ibiza?
Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte bei 23 bis 27 Grad, die Buchten sind leer und die Preise moderat; im September ist das Meer nach dem Sommer am wärmsten und die Insel deutlich ruhiger. Juli und August sind heiß, voll und teuer, zwischen November und April hat ein großer Teil der Insel geschlossen.
Braucht man auf Ibiza einen Mietwagen?
Sobald du mehr als einen Strand sehen willst, ja. Die schönsten Buchten liegen am Ende schmaler Stichstraßen ohne dichten Busverkehr. Buche früh, im Juli und August sind die Stationen regelmäßig ausverkauft, und nimm die kleinste Klasse, in die dein Gepäck passt – die Zufahrten sind eng und im Sommer beidseitig zugeparkt.
Welche Strände auf Ibiza lohnen sich am meisten?
Im Westen Cala Comte mit seinen Felsterrassen und den vorgelagerten Inselchen, dazu Cala Bassa, Cala Tarida und Cala Salada. Im Süden die Naturstrände Ses Salines und Es Cavallet im Naturpark, im Norden Benirràs, Cala Xarraca und die Buchten von Portinatx. Komm vor zehn Uhr, danach ist der Parkplatz das eigentliche Problem.
Wie kommt man vom Flughafen Ibiza zum Hotel?
Der Flughafen liegt rund sieben Kilometer südwestlich von Ibiza-Stadt. Linienbusse fahren in die Hauptstadt und in der Sommersaison auch zu weiteren Orten, die Fahrpläne wechseln saisonal. Taxis stehen bereit, in den Nachtstunden der Hochsaison aber oft mit Wartezeit – ein vorab gebuchter Transfer oder der Mietwagen direkt am Terminal ist entspannter.
Wann läuft die Clubsaison auf Ibiza?
Grob von Mai oder Juni bis Anfang Oktober, eingerahmt von den Opening- und Closing-Partys. Außerhalb dieser Monate sind die großen Clubs geschlossen, auch die weltbekannten. Programm und Residencies wechseln jede Saison, prüfe deshalb den Kalender für deine Reisewoche statt dich auf ältere Empfehlungen zu verlassen.
Ist Ibiza für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, wenn die Gegend passt. Santa Eulària an der Ostküste, die Buchten um Portinatx im Norden und Cala Bassa im Westen haben flache Einstiege und ruhiges Wasser. Meide die Playa d'en Bossa und das West End von Sant Antoni, wo die Beschallung zum Konzept gehört. Badeschuhe helfen an allen Kieselbuchten.
Wie kommt man von Ibiza nach Formentera?
Ausschließlich per Schiff. Schnellfähren fahren ab dem Hafen von Ibiza-Stadt und brauchen rund eine halbe Stunde, im Sommer im dichten Takt. Auf Formentera mietest du Rad, Roller oder Auto direkt am Hafen von La Savina, in der Hochsaison am besten vorab. Nimm eine frühe Fähre hin und eine der letzten zurück.
An welchen Tagen finden die Hippiemärkte statt?
Der Hippy Market Punta Arabí in Es Canar öffnet mittwochs von April bis Oktober mit über 400 Ständen. Las Dalias bei Sant Carles läuft samstags das ganze Jahr über mit rund 300 Ständen, im Sommer zusätzlich an einzelnen Abenden. Dazu kommen kleinere Dorfmärkte. Bring Bargeld mit und komm früh, sonst wird der Parkplatz zum Problem.
Wo wohnt man auf Ibiza am ruhigsten?
Im Norden rund um Sant Joan, Portinatx und die Cala Xarraca sowie im Inselinneren, wo umgebaute Fincas als Agroturismo vermieten. Santa Eulària an der Ostküste ist die gepflegte, familienfreundliche Mitte zwischen Ruhe und Infrastruktur. Für alle diese Lagen brauchst du ein Auto, dafür hörst du nachts nur Zikaden.
Wie warm ist das Meer auf Ibiza?
Im Mai liegt das Wasser noch bei etwa 18 Grad und verlangt Überwindung, im Juni wird es badewarm, und von Juli bis September erreicht es rund 25 bis 27 Grad. Im Oktober hält sich die Wärme mit etwa 22 bis 23 Grad erstaunlich lange, im Winter kühlt es auf rund 14 bis 15 Grad ab.
Kann man den Felsen Es Vedrà besuchen?
Betreten darfst du ihn nicht, der Felsen und die Inselchen davor stehen unter Naturschutz. Bootstouren ab Sant Antoni fahren nah heran, den besten Blick von Land hast du von der Bucht Cala d'Hort und vom Wachturm Torre des Savinar auf der Klippe darüber. Für den Sonnenuntergang dort oben solltest du eine Stunde Puffer einplanen.
Was sollte man auf Ibiza unbedingt probieren?
Den Bullit de Peix, einen Fischeintopf, der in zwei Gängen serviert wird und oft einen Tag vorher bestellt werden muss, dazu Sofrit Pagès aus Lamm, Huhn und Kartoffeln. Als Nachtisch den Flaó, eine Tarte aus Frischkäse und Minze, und zum Abschluss ein Glas Hierbas Ibicencas, den grünen Kräuterlikör der Insel.
Lohnt sich Ibiza im Winter?
Für Wanderer, Radfahrer und Ruhesuchende durchaus: Die Höchstwerte liegen bei 16 bis 20 Grad, die Küstenpfade sind begehbar, und im Februar blühen die Mandelhaine im Norden. Rechne aber damit, dass Clubs, Beachclubs und viele Hotels geschlossen sind und sich das Leben auf Ibiza-Stadt und Santa Eulària konzentriert.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Ibiza die großen Höhepunkte und die stillen Entdeckungen

Übernachten

Hotels in Ibiza zum Ankommen und Wohlfühlen

Alle · 6HotelsBoutiqueDesignLuxus

Genießen

Restaurants in Ibiza wo die Stadt am besten schmeckt

Erleben

Aktivitäten & Touren in Ibiza Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben

IbizaWenn an der Westküste die Sonne ins Meer sinkt und in Sant Antoni tausend Gläser gleichzeitig hochgehen, liegt zwanzig Autominuten weiter nördlich eine Pinienbucht, in der du nur die Wellen hörst.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Ibiza-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Ibiza zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen