Stadt · Spanien

Alicante

Über dem Hafen sitzt eine Festung auf nacktem Fels, darunter wellt sich eine Promenade aus 6,6 Millionen Marmorsteinen, und dazwischen klettert ein kalkweißes Gassenviertel den Berg hinauf.

5 Stadtviertel10 Sehenswürdigkeiten6 Hotels
Überblick

Deine Alicante-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai, Juni, September und Oktober — warm, aber nicht überhitzt
Anreise
Flughafen Alicante-Elche (ALC), ca. 12 km; Bus C6 zur Innenstadt
Sprache
Spanisch und Valencianisch (valencià)
Region
Valencianische Gemeinschaft, Provinz Alicante (Costa Blanca)
Bahn
Renfe-AVE-Hochgeschwindigkeitszüge nach Madrid und Barcelona
Vor Ort
TRAM-Straßenbahn (L1/L3) entlang der Küste, Altstadt zu Fuß
Über Alicante

Reisen nach Alicante

Alicante ist die Hauptstadt der Costa Blanca und deutlich mehr als der Flughafen, über den halb Nordeuropa an diese Küste kommt. Auf dem 166 Meter hohen Felsen des Benacantil sitzt das Castillo de Santa Bárbara, eine der größten mittelalterlichen Festungen Spaniens; ein Aufzug im Berginneren bringt dich vom Stadtstrand aus in weniger als einer Minute fast bis auf die Höhe des Waffenhofs. Am Wasser zieht sich die Explanada de España als Wellenmuster aus rotem, schwarzem und cremefarbenem Marmor unter vier Palmenreihen entlang, dahinter beginnt mit dem Barrio de Santa Cruz ein Hang aus weißen Häusern, kobaltblauen Türrahmen und Geranientöpfen. Im Mercado Central liegen Gamba roja und luftgetrockneter Fisch aus, in den Arrocerías am Yachthafen kommt der Reis mittags in flachen Pfannen auf den Tisch, und vom Hafen fährt das Boot zur autofreien Insel Tabarca, Spaniens erstem Meeresschutzgebiet. Dazu über dreihundert Sonnentage im Jahr, ein Stadtstrand direkt unter dem Burgfelsen und im Juni die Hogueras de San Juan, wenn die Stadt ihre Figuren in einer einzigen Nacht verbrennt.

Alicante – Karte
Reiseführer

Alicante von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um sieben Uhr abends füllt sich die Explanada, und der Marmor unter den Palmen gibt die Wärme des Tages nach oben zurück. Über dem Hafen liegt die Burg noch im letzten Licht, unten stellen die ersten Terrassen ihre Stühle nach draußen. Alicante ist keine Stadt, die man wegen einer Liste von Sehenswürdigkeiten abarbeitet – es ist eine Hafenstadt, in der man um halb drei Reis isst, danach zwei Stunden verschwinden lässt und den Abend erst gegen neun beginnt. Wer nur zum Flughafen kommt und sofort an die Küste weiterfährt, lässt den besseren Teil liegen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Alicante

Vom Rathausplatz bis zum Fuß des Burgfelsens sind es zehn Gehminuten, und dazwischen liegt fast alles, was Alicante an Bauten zu bieten hat.

Die Explanada de España ist der Ort, an dem sich die Stadt selbst zeigt. Rund 6,6 Millionen kleine Marmorsteine in Rot, Schwarz und Creme sind zu einem Wellenmuster verlegt, das sich am Hafen entlangzieht, darüber stehen vier Reihen Palmen und ein Musikpavillon, in dem im Sommer Konzerte gespielt werden. Am nordöstlichen Ende, an der Plaza Puerta del Mar, ragt die Casa Carbonell auf, ein 1925 fertiggestellter Wohnpalast, den ein Textilfabrikant bauen ließ und der bis heute die Silhouette der Promenade bestimmt. Tagsüber ist die Explanada einer der wenigen durchgehend beschatteten Wege der Innenstadt, abends der Laufsteg der Stadt, mit Ständen und Eisdielen an den Rändern.

Zwei Kirchen und ein Rathaus bilden den historischen Kern, und alle drei liegen keine fünf Gehminuten auseinander. Die Concatedral de San Nicolás entstand im 17. Jahrhundert im nüchternen Herrera-Stil; ihre blaue Kuppel misst rund 45 Meter, und der stille Kreuzgang neben dem Hauptschiff ist an heißen Nachmittagen der kühlste Ort der Altstadt. Die Basílica de Santa María ist die ältere von beiden, gotisch im Kern, errichtet über der einstigen Hauptmoschee und mit einer barocken Schaufassade, die dem strengen Bau erst nachträglich vorgesetzt wurde. Das Ayuntamiento aus dem 18. Jahrhundert wiederum verbirgt hinter seiner Barockfassade eine Kuriosität: Auf der ersten Stufe der Haupttreppe liegt die Cota Cero, der Nullpunkt, auf den sich sämtliche Höhenangaben in Spanien beziehen.

Für Museen brauchst du in Alicante keinen Regentag, sondern nur die heißen Stunden. Das MARQ am nördlichen Fuß des Benacantil wurde 2004 zum Europäischen Museum des Jahres gewählt und erzählt die Geschichte der Provinz von der Vorgeschichte über Iberer und Römer bis in die Neuzeit, mit rekonstruierten Räumen und Projektionen statt endloser Vitrinenreihen – auch ohne Spanischkenntnisse gut zu verstehen und ein sicherer Treffer mit Kindern. Das MACA sitzt dagegen mitten in der Altstadt neben der Basílica de Santa María, in der Casa de la Asegurada von 1685, dem ältesten Profanbau der Stadt. Grundlage der Sammlung war die Schenkung des Künstlers Eusebio Sempere, entsprechend hängen dort Arbeiten von Picasso, Miró, Dalí, Chillida und Tàpies. Der Eintritt kostet nichts.

Bleiben drei Orte, die kein Pflichtprogramm sind und trotzdem hängen bleiben. Der Mercado Central an der Avenida Alfonso el Sabio, 1921 eröffnet, ist eine modernistische Markthalle mit Kuppel und Freitreppe, in der vormittags Gamba roja, Salzfisch und Käse über den Tresen gehen; am Bau erinnert eine Gedenktafel an den Bombenangriff vom 25. Mai 1938, bei dem hunderte Menschen starben. Der Parque de la Ereta terrassiert den Hang zwischen Altstadt und Burg mit Rampen, Treppen und Aussichtsplattformen und ist der schönste Zwischenhalt auf dem Weg zur Festung, hinauf wie hinunter. Und in der Albufereta, wenige Kilometer nördlich, liegen mit dem Yacimiento Romano de Lucentum die Grundmauern jener römischen Stadt, aus deren Namen sich Alicante herleitet.

Sehenswürdigkeiten in Alicante

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Burg & Altstadt

Castillo de Santa Bárbara und das Barrio de Santa Cruz

Der Aufzug im Berginneren startet gegenüber dem Stadtstrand und bringt dich in weniger als einer Minute fast auf die Höhe des Waffenhofs; der Gipfel mit der Torreta liegt bei 166 Metern.

Castillo de Santa Bárbara
Castillo de Santa Bárbara

Der Benacantil ist ein Kalkfelsen, der so unvermittelt aus der Küstenebene aufragt, dass hier jede Kultur gebaut hat: Iberer, Römer, Mauren. Die heutige Anlage geht im Kern auf die muslimische Zeit zurück, ihren Namen bekam sie am 4. Dezember 1248, dem Tag der heiligen Barbara, als kastilische Truppen die Festung einnahmen. Was du oben siehst, ist ein Baukasten aus mehreren Jahrhunderten: ganz oben die älteste Ebene mit der Torreta, darunter der Waffenhof des 16. Jahrhunderts mit Kasernen und Zisternen, und ganz unten die jüngeren Bastionen des 18. Jahrhunderts. Das Burggelände selbst kostet keinen Eintritt.

Hinauf kommst du auf drei Wegen. Der bequemste beginnt an der Avenida Jovellanos gegenüber der Playa del Postiguet: Ein Fußgängertunnel führt in den Fels, dahinter fährt gegen eine kleine Gebühr ein Aufzug fast bis auf die Höhe des Waffenhofs. Wer laufen will, nimmt die Serpentinen durch den Parque de la Ereta oder den Aufstieg von der Ostseite über die Straße; rechne mit einer guten halben Stunde, festen Schuhen und ausreichend Wasser, und geh nicht zwischen 13 und 17 Uhr los, weil es am Hang kaum Schatten gibt. Oben lohnt der Rundgang über alle Ebenen, denn erst von der Torreta siehst du in beide Buchten gleichzeitig, nach Süden über den Hafen und nach Norden bis zum Cabo de las Huertas.

Unterhalb der Burg klettert das Barrio de Santa Cruz den Hang hinauf, das älteste Wohnviertel der Stadt und zugleich das fotogenste. Kalkweiße Häuser, kobaltblaue Türrahmen, Treppengassen von kaum zwei Metern Breite und an fast jeder Wand Töpfe mit Geranien, gepflegt von den Bewohnern selbst. Ganz oben steht die Ermita de Santa Cruz, von deren Vorplatz du über die Ziegeldächer der Altstadt bis zum Hafen siehst. Zur Karwoche und zu den Hogueras wird das ganze Viertel geschmückt und ist entsprechend voll; den Rest des Jahres begegnest du am Vormittag vor allem Katzen und Handwerkern.

Zwei Dinge gehören noch zu diesem Berg. Vom Postiguet-Strand aus erkennst du in der Felswand des Benacantil die Cara del Moro, ein Gesichtsprofil, das die Verwitterung aus dem Kalk gearbeitet hat und das dir jedes Kind in Alicante zeigen kann – hast du es einmal entdeckt, siehst du es bei jedem Blick nach oben wieder. Und nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich der untere Teil der Altstadt rund um die Calle Labradores in das, was hier alle nur El Barrio nennen: eine Ansammlung enger Bars, die erst gegen Mitternacht richtig anläuft. Wer im Viertel übernachtet, sollte das an Wochenenden von vornherein einkalkulieren.

Strände & Tabarca

Strände in Alicante und der Bootsausflug nach Tabarca

Der Stadtstrand liegt zehn Gehminuten vom Rathaus entfernt, der große Sandbogen im Norden zwanzig Minuten mit der Straßenbahn.

Die Playa del Postiguet beginnt direkt unter dem Burgfelsen, keine zehn Gehminuten von der Explanada entfernt, und ist damit einer der wenigen Stadtstrände Spaniens, an dem du zwischen zwei Programmpunkten schwimmen gehen kannst. Der Sand ist hell, das Wasser fällt flach ab, es gibt Duschen, Liegen, in der Saison Rettungsschwimmer und eine Promenade mit Palmen. Genau deshalb ist der Strand im Juli und August ab dem späten Vormittag dicht belegt. Wer Platz haben will, kommt früh oder erst nach 17 Uhr, wenn der Fels seinen Schatten über den westlichen Teil legt.

Der eigentliche Badestrand der Stadt liegt weiter nördlich. Die Playa de San Juan zieht sich über knapp drei Kilometer feinen Goldsand und geht ohne Bruch in die Playa de Muchavista von El Campello über – zusammen ein durchgehender Sandbogen von rund sieben Kilometern. Hier stehen Beachvolleyballfelder, Verleihstationen für Stand-up-Paddling und Windsurfbretter sowie eine Promenade voller Strandbars. Mit der Straßenbahn ab der Plaza de los Luceros bist du in etwa zwanzig Minuten dort. Für Familien ist das die bessere Adresse als der Postiguet, weil der Strand breiter ist und die Bebauung Abstand hält.

Zwischen beiden Stränden schiebt sich das Cabo de las Huertas ins Meer, ein flacher Felsvorsprung mit Pinien, Villen und einer Reihe kleiner Calas, die kaum ein Tagesbesucher findet. Der Untergrund ist Fels statt Sand, das Wasser dafür klar genug zum Schnorcheln, und geführte Kajaktouren ab der Playa de San Juan fahren die Buchten von der Seeseite an. Südlich davon liegt die Albufereta, eine geschützte Bucht mit ruhigem Wasser und kurzen Wegen, direkt darüber die Ausgrabung von Lucentum. Beide Ziele erreichst du mit Straßenbahn und Stadtbus, ein Auto brauchst du dafür nicht.

Der Ausflug, der einen ganzen Tag rechtfertigt, ist Tabarca. Die kleine Insel liegt gut zwanzig Kilometer südlich vor der Küste, die Ausflugsboote legen am Hafen unterhalb der Explanada ab und brauchen etwa eine Stunde; kürzer und meist günstiger ist die Überfahrt ab Santa Pola. Tabarca war im 18. Jahrhundert eine Festungssiedlung für genuesische Familien, die Karl III. hier ansiedeln ließ, und ist bis heute von einer Mauer mit drei Toren umgeben. Autos gibt es keine. Rund um die Insel liegt seit 1986 Spaniens erstes Meeresschutzgebiet, entsprechend klar ist das Wasser – nimm Schnorchel und Wasserschuhe mit, und merk dir die Abfahrtszeit des letzten Boots, denn das letzte Boot ist das letzte Boot.

Aktivitäten & Touren in Alicante

Rundgang & Tagesplan

Alicante an einem Tag – ein Rundgang vom Markt auf den Burgfelsen

Vom Mercado Central bis zum Gipfel des Benacantil sind es Luftlinie keine anderthalb Kilometer, ein Tag reicht also für das ganze Zentrum.

Beginne am Mercado Central, wenn die Halle noch nach nassem Stein und Fisch riecht und die Händler ihre Auslagen ordnen. Von dort läufst du die Avenida Alfonso el Sabio hinunter, biegst in die Altstadt ein und stehst nach wenigen Minuten vor der Concatedral de San Nicolás mit ihrem stillen Kreuzgang. Weiter über die Plaza del Ayuntamiento, wo du kurz ins Rathaus gehst, um die Cota Cero auf der ersten Treppenstufe zu suchen, und danach durch enge Gassen zur Basílica de Santa María. Direkt nebenan liegt das MACA mit freiem Eintritt – eine gute halbe Stunde, bevor es draußen richtig warm wird.

Jetzt hinauf, und zwar bevor die Mittagssonne senkrecht steht. Entweder nimmst du den Aufzug im Berg gegenüber dem Postiguet-Strand oder du steigst zu Fuß durch das Barrio de Santa Cruz und den Parque de la Ereta auf. Oben planst du eine gute Stunde für die drei Ebenen der Festung ein, mit einem langen Halt an der Torreta, von wo aus sich die ganze Bucht, der Hafen und bei klarer Sicht die Umrisse von Tabarca zeigen. Für den Rückweg nimmst du die jeweils andere Variante, damit du beide Seiten des Bergs gesehen hast – der Weg durch die Ereta ist der schönere Abstieg.

Der Nachmittag gehört dem Wasser und dem Essen. Vom Fuß des Bergs sind es zwei Minuten an die Playa del Postiguet für ein Bad, danach am Hafenbecken entlang bis zur Explanada, wo die vier Palmenreihen den ganzen Weg beschatten. Wer lieber isst als schwimmt, biegt am Yachthafen in eine der Arrocerías ab – Reis wird in Alicante mittags gegessen, nicht abends, und die Küchen schließen früher, als deutsche Gäste erwarten. Danach füllt eine Stunde im klimatisierten MARQ die heißeste Zeit des Tages, ohne dass du dafür Wege verplemperst.

Abends kehrt das Leben in die Innenstadt zurück. Zwischen der Calle Castaños und der Plaza Gabriel Miró reiht sich eine Tapasbar an die nächste, ab etwa 21 Uhr füllen sich die Tresen, und im unteren Teil der Altstadt geht es danach noch deutlich länger weiter. Wer zwei Tage hat, hängt am nächsten Morgen die Bootsfahrt nach Tabarca an oder fährt mit der Straßenbahn an die Playa de San Juan. Bei drei Tagen kommt ein Ausflug nach Elche mit seinem Palmenhain dazu oder eine Fahrt an der Küste entlang nach Villajoyosa und Altea.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Stadtviertel

Alicantes Stadtviertel vom Casco Antiguo bis zur Playa de San Juan

Alicante sortiert sich in fünf Gegenden, und der Unterschied zwischen ihnen ist größer, als die kurzen Wege vermuten lassen.

Mercado Central
Mercado Central

Der Casco Antiguo zwischen Rathaus und Burgfelsen ist der historische Kern, und er hat zwei Gesichter. Tagsüber wanderst du durch Gassen mit Kirchen, Museen und dem weißen Hang von Santa Cruz, in dem die Bewohner ihre Blumentöpfe pflegen. Nachts wird der untere Teil rund um die Calle Labradores zu El Barrio, dem Ausgehviertel der Stadt, mit Bars, die bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Für Besucher heißt das kürzeste Wege zu allem, dafür an Wochenenden wenig Ruhe. Wer hier bucht, fragt nach einem Zimmer zum Innenhof statt zur Gasse.

Das Ensanche-Diputación entstand, als die Stadtmauern im späten 19. Jahrhundert fielen, und ist bis heute das bürgerliche Alicante. Breite Achsen wie die Rambla de Méndez Núñez und die Avenida Alfonso el Sabio, die Plaza de los Luceros mit ihrem Pferdebrunnen aus den 1930er Jahren, das Teatro Principal von 1847 und die Tapasmeile der Calle Castaños liegen alle in diesem Viertel, ebenso der Mercado Central und die großen Hotels am Hafen. Wenn du nur einmal buchen und alles zu Fuß erreichen willst, ist das die vernünftigste Wahl der Stadt.

Hinter dem Ensanche beginnt mit Carolinas das Alicante der Einheimischen: dicht bebaut, laut, ohne jede Kulisse, mit Nachbarschaftsbars, in denen ein Menú del día weniger kostet als zwei Tapas an der Promenade. Am Rand des Viertels steht die Stierkampfarena aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, in Sichtweite davon das Archäologiemuseum MARQ. Sehenswürdigkeiten im engeren Sinn findest du hier kaum, dafür Preise und Alltag, die aus dem Zentrum verschwunden sind. Bis in die Altstadt läufst du eine knappe Viertelstunde.

Nach Norden wird Alicante ruhiger und grüner. Die Albufereta liegt um eine geschützte kleine Bucht, das Cabo de las Huertas ist ein Villenviertel auf einem Felsvorsprung mit Pinien und versteckten Calas – beides bevorzugte Wohnlagen mit wenig Nachtleben. Dahinter folgt die Playa de San Juan, im Sommer der eigentliche Lebensmittelpunkt der Stadt, mit Strandhotels, Apartmenttürmen und einer Promenade voller Chiringuitos. Wer mit Kindern reist oder mehrere Badetage plant, wohnt hier richtig und pendelt mit der Straßenbahn ins Zentrum.

Übernachten

Hotels in Alicante und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Zwischen Altstadt, Hafen und dem Strand im Norden liegen keine zwanzig Straßenbahnminuten, aber drei sehr verschiedene Arten von Aufenthalt.

Die charaktervollste Adresse der Stadt ist das Hospes Amérigo, ein Fünf-Sterne-Haus in einem ehemaligen Dominikanerkloster am Rand der Altstadt, mit Spa und einem Pool auf dem Dach, von dem aus du auf den Burgfelsen schaust. Deutlich kleiner und günstiger, aber mit ähnlich viel Eigensinn, ist das Hostal Les Monges Palace, ein Stadthaus von 1912 mit individuell eingerichteten Zimmern mitten im historischen Zentrum. Beide liegen so, dass du abends zu Fuß zum Essen gehst und morgens in zehn Minuten am Fuß des Bergs stehst, ohne einmal ein Verkehrsmittel benutzt zu haben.

Am Wasser ändert sich der Ton. Das Hotel Spa Porta Maris by Meliá steht unmittelbar am Hafenbecken, wenige Schritte vom Postiguet-Strand entfernt, und viele Zimmer schauen aufs Meer. Das Meliá Alicante sitzt noch exponierter, nämlich auf der Landzunge zwischen Stadtstrand und Yachthafen, mit Pools und Blick in beide Richtungen gleichzeitig. Wer zentral, aber nicht am Wasser wohnen will, findet mit dem Eurostars Mediterranea Plaza direkt an der Plaza del Ayuntamiento ein Haus mit Dachterrasse, von dem aus alle Wege durch die Altstadt kurz bleiben.

Etwas außerhalb der Innenstadt liegt das AC Hotel Alicante by Marriott, modern, mit Dachpool und guter Verkehrsanbindung – die pragmatische Wahl, wenn du mit dem Auto anreist und nicht jeden Abend in der Altstadt sein musst. Und wenn der Strand der eigentliche Grund für die Reise ist, buchst du gleich an der Playa de San Juan: Dort stehen die großen Ferienhotels, du gehst morgens in Badeschlappen ins Wasser und bist mit der Straßenbahn in gut zwanzig Minuten im Zentrum. Der Preis dafür ist ein Viertel, das außerhalb der Saison ziemlich leer wirkt.

Zum Timing zwei Hinweise, die über den Preis entscheiden. Erstens die Hogueras de San Juan um den 24. Juni: In dieser Woche ist die Stadt ausgebucht, die Raten ziehen deutlich an, und wer spontan anreist, findet nichts Vernünftiges mehr. Zweitens das Auto: Die Altstadt ist eng und in Teilen für Anlieger reserviert, Hotels haben selten eigene Stellplätze, und du landest in einer der Tiefgaragen am Hafen oder unter den großen Plätzen. Frag beim Buchen nach einem Parkkontingent des Hauses, das ist meist günstiger als der Tagestarif an der Schranke.

Hotels in Alicante

Alle 6 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Alicante und die Reisküche der Costa Blanca

Alicante ist eine Reisstadt, und Reis ist hier ein Mittagessen – abends bekommst du ihn in vielen Küchen gar nicht mehr.

Der Begriff Paella führt an dieser Küste in die Irre. Was in Alicante auf den Tisch kommt, heißt schlicht arroz und wird in flachen Pfannen mit Fischsud gekocht: arroz a banda, bei dem Fisch und Reis getrennt serviert werden, arroz negro mit Tintenfischtinte, arroz del senyoret mit bereits gepulten Meeresfrüchten. Dazu kommen die Nudelvariante fideuà und, aus dem Süden der Provinz, der caldero. Bestellt wird für mindestens zwei Personen, und die Küche braucht zwanzig bis dreißig Minuten – ein Reisgericht ist kein schnelles Mittagessen, sondern der Grund, warum man hier mittags zwei Stunden am Tisch sitzt.

Die Adressen dafür sind bekannt und entsprechend voll. Das Restaurante Dársena am Yachthafen kocht seit den 1960er Jahren und führt über hundert Reisvarianten auf der Karte, dazu eine Terrasse mit Blick auf Hafen und Burg. Das Nou Manolín ist seit 1971 eine Institution mit einer legendären Theke, an der man auch ohne Reservierung Glück haben kann. Die Taberna del Gourmet in der Calle San Fernando und das El Portal Taberna & Wines nahe dem Mercado Central stehen für die moderne, gehobene Variante derselben Küche und werden beide vom Guide Michelin geführt. Für alle vier reservierst du besser vorab.

Für den kleineren Hunger gilt die Tapa. In der Cervecería Sento bestellst du Montaditos an einem Tresen, an dem selten ein Platz frei ist, und in der Barra de César Anca an der Plaza Gabriel Miró stehen über vierzig eigene Kreationen auf der Karte. Typisch für die Stadt sind außerdem salazones, luftgetrockneter Fisch wie mojama vom Thunfisch, sowie die coca amb tonyina, ein flacher Teigfladen mit Thunfischfüllung. Süß folgt der weiche turrón aus dem nahen Jijona, und als Digestif gehört Fondillón dazu, ein lange gereifter Süßwein aus überreifer Monastrell.

Drei praktische Regeln ersparen dir Enttäuschungen. Gegessen wird spät: Mittagstisch ab etwa halb zwei, Abendessen selten vor neun, und wer um sieben Uhr abends in ein gutes Lokal will, steht vor verschlossenen Türen. Zwischen ungefähr zwei und fünf Uhr nachmittags schließen viele Geschäfte, die Küchen laufen dann auf Hochtouren. Und für alles, was am Hafen oder in der Altstadt wirklich gut ist, reservierst du an Wochenenden ein paar Tage im Voraus – spontan gehen vor allem die Terrassen an der Explanada, die dafür selten die interessanteste Küche haben.

Restaurants in Alicante

Anreise & vor Ort

Anreise nach Alicante und unterwegs mit TRAM und Bus

Der Flughafen liegt rund elf Kilometer vom Zentrum entfernt, und der Bus dorthin hält an derselben Station, an der auch die Küstenbahnen starten.

Aus Deutschland fliegst du den Flughafen Alicante-Elche (ALC) an, der von vielen deutschen Städten direkt bedient wird. In die Stadt bringt dich die Buslinie C-6, die tagsüber etwa alle zwanzig Minuten fährt, unterwegs am Fernbahnhof hält und an der Plaza de los Luceros im Zentrum endet; die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa 25 bis 35 Minuten. Taxis stehen direkt vor dem Terminal, und für zwei bis vier Personen mit Gepäck ist der Preisunterschied überschaubar. Von Luceros aus erreichst du mit der Straßenbahn den Norden der Stadt und die gesamte Küste.

Mit der Bahn kommst du aus Madrid in rund zweieinhalb Stunden mit dem AVE an den Bahnhof Alicante Terminal, der zu Fuß etwa eine Viertelstunde vom Rathaus entfernt liegt. Nach Elche und weiter nach Murcia fahren Nahverkehrszüge im dichten Takt, nach Valencia gibt es direkte Verbindungen. Fernbusse verbinden Alicante mit Madrid, Valencia, Barcelona und den Orten der Costa Blanca; der Busbahnhof liegt am Hafen und damit ebenfalls in Gehweite des Zentrums. Wer direkt an die Küste weiter will, findet vom Flughafen aus zusätzlich Zubringerbusse in die größeren Ferienorte.

Vor Ort ist die TRAM das entscheidende Verkehrsmittel. Die Linien starten unterirdisch an der Plaza de los Luceros und an der Station Mercado: Die L4 bringt dich in etwa zwanzig Minuten an die Playa de San Juan, die L3 weiter nach El Campello, und die L1 fährt in gut einer Stunde nach Benidorm. Dort übernimmt der Dieseltriebwagen der L9 nach Dénia, eine der landschaftlich reizvollsten Bahnstrecken Spaniens, die sich durch Schluchten und über Viadukte an der Küste entlangzieht. Ergänzend fahren Stadtbusse, unter anderem hinaus zum Cabo de las Huertas und in die nördlichen Wohnviertel.

Ein Auto brauchst du in Alicante selbst nicht, und in der Altstadt ist es eher ein Problem als eine Hilfe: enge Einbahnstraßen, Anliegerzonen und gebührenpflichtige Parkzonen im gesamten Zentrum. Stell den Wagen in einer Tiefgarage ab oder verzichte gleich darauf. Sinnvoll wird der Mietwagen erst für das Hinterland – Guadalest, die Sierra de Aitana, die Höhlen bei Busot oder die Weinorte um Monóvar liegen abseits der Schienen. Für alles entlang der Küste zwischen Alicante und Dénia kommst du mit der Straßenbahn genauso weit und deutlich entspannter.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge an der Costa Blanca

Ausflüge ab Alicante an die Costa Blanca und ins Hinterland

In einer Stunde erreichst du von Alicante aus einen UNESCO-Palmenhain, ein Bergdorf über einem türkisfarbenen Stausee und die Hochhauskulisse von Benidorm.

Isla de Tabarca
Isla de Tabarca

Der nächstliegende Ausflug ist Elche, gut zwanzig Bahnminuten südwestlich. Die Stadt liegt in einem Palmenhain, den die Mauren als Bewässerungssystem anlegten und der seit 2000 zum UNESCO-Welterbe zählt – über zweihunderttausend Dattelpalmen in geometrischen Reihen, mitten in einer lebenden Stadt. Im Huerto del Cura steht die vielarmige Palmera Imperial, und im August führt Elche das Misteri d'Elx auf, ein mittelalterliches Musikdrama in der Basilika, das ebenfalls von der UNESCO geschützt ist. Für den Palmenhain reicht ein halber Tag, mit Mittagessen und Altstadt wird ein ganzer daraus.

Nach Norden übernimmt die Straßenbahn. In Villajoyosa stehen die Fischerhäuser in kräftigen Farben direkt über dem Strand, und die Stadt lebt seit dem 19. Jahrhundert von der Schokolade – ein Werksmuseum erklärt, wie der Kakao überhaupt hierherkam. Benidorm erreichst du in gut einer Stunde und solltest es einmal gesehen haben, allein wegen der Hochhausskyline hinter zwei sehr ordentlichen Sandbuchten. Weiter nördlich liegen Altea mit seiner blau gekachelten Kirchenkuppel und Calpe unter dem Kalkfelsen des Peñón de Ifach; ab Benidorm bringt dich die L9 dorthin und weiter bis Dénia.

Ins Hinterland fährst du besser mit dem Auto. Guadalest, rund 65 Kilometer entfernt, klebt als Dorf auf einem Felsen über einem türkisfarbenen Stausee und ist an Sommervormittagen entsprechend gut besucht – komm früh oder gar nicht. Jijona, keine halbe Stunde landeinwärts, ist der Ort, aus dem der weiche turrón kommt, mit Betrieben, die Führungen anbieten. Und bei Busot öffnen sich die Cuevas de Canelobre, eine Tropfsteinhöhle mit einer der höchsten Hallen Spaniens, in der gelegentlich Konzerte stattfinden. Alle drei Ziele lassen sich zu einer Tagesrunde verbinden.

Nach Süden geht es flacher und salziger zu. Santa Pola ist der Fischerhafen mit der kürzesten Überfahrt nach Tabarca, dahinter beginnen die Salinen, in denen im Naturpark Flamingos stehen. Bei Torrevieja liegt eine der beiden großen Salzlagunen, deren Wasser sich durch Mikroorganismen rosa färbt – ein seltsamer Anblick, der die Fahrt rechtfertigt, auch wenn das Baden in der Lagune reglementiert ist. Wer weiter will, erreicht Murcia und Cartagena in gut einer Stunde und tauscht die Costa Blanca gegen ein barockes Stadtzentrum und römische Ausgrabungen.

Feste & Fiestas

Hogueras de San Juan und die Feste im Alicantiner Jahr

Fünf Tage im Juni stellt Alicante haushohe Figurengruppen in seine Straßen und verbrennt sie in der Nacht des 24. Juni alle gleichzeitig.

Die Hogueras de San Juan, auf Valencianisch Fogueres de Sant Joan, sind das Fest der Stadt und laufen vom 20. bis 24. Juni. In den Tagen davor werden in den Vierteln die Hogueras aufgebaut, aus Pappmaché und Holz gefertigte Figurengruppen, die aktuelle Themen aufspießen und in der obersten Kategorie die Häuser ringsum überragen. Tagsüber ziehen Kapellen und Trachtengruppen durch die Straßen, mittags um zwei knallt auf der Plaza de los Luceros die Mascletà, ein Feuerwerk, das nicht auf Bilder, sondern auf Rhythmus und Druckwelle setzt – ein körperliches Erlebnis, über das man erst nach dem ersten Mal urteilen sollte.

In der Nacht des 24. Juni brennen dann alle Figuren, die Cremà. Die Feuerwehr wässert vorher Fassaden und Publikum, was Teil des Spektakels ist, und eine einzelne Figur wird zuvor durch Publikumsvotum begnadigt und ins Museo de Hogueras gebracht, in dem die geretteten Ninots vergangener Jahrzehnte stehen. Im Anschluss folgt am Strand von Postiguet über mehrere Nächte ein internationaler Feuerwerkswettbewerb. Wer in dieser Woche kommen will, bucht Monate vorher; wer Ruhe sucht, meidet den Termin konsequent, denn innerhalb der Stadt kannst du dem Fest nicht ausweichen.

Der zweite große Termin liegt im Frühjahr. Zur Romería de la Santa Faz laufen Zehntausende die rund acht Kilometer vom Zentrum zum Kloster der Santa Faz nordöstlich der Stadt, mit einem Rosmarinzweig in der Hand und Zwischenstopps an den Ständen entlang der Landstraße. Der Termin liegt kurz nach Ostern und wechselt entsprechend jedes Jahr. Dazu kommt die Semana Santa mit Prozessionen, die in der Altstadt durch sehr enge Gassen geführt werden – kleiner und stiller als in Andalusien, dafür ohne den Zuschauerdruck der großen Städte.

Auch die Umgebung liefert Anlässe. In Alcoy, gut eine Stunde landeinwärts, findet Ende April eines der größten Moros-y-Cristianos-Feste Spaniens statt, bei dem tagelang aufwendig kostümierte Kompanien durch die Altstadt ziehen; ähnliche Feste gibt es im Sommer in fast jedem Küstenort der Provinz. Im August führt Elche sein Misteri auf. Praktisch heißt das: Wirf vor der Buchung einen Blick in den Festkalender – nicht um Termine zu meiden, sondern um zu wissen, ob du eine ruhige Hafenstadt oder einen Ausnahmezustand buchst.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Alicante – und welches zu dir passt

Casco Antiguo / Santa CruzCasco Antiguo / Santa CruzDie kürzesten Wege der Stadt: Explanada, Mercado Central und der Fuß des Burgbergs liegen jeweils keine zehn Gehminuten entfernt. Der Preis dafür ist der Lärmpegel – unten Bars bis in den Morgen, oben Treppengassen ohne Autozufahrt. Wirklich ruhig ist hier nur der Vormittag.Ideal für: Altstadt & Ausgehen1 TagEnsanche-DiputaciónEnsanche-DiputaciónDas Hotelviertel mit dem besten Kompromiss aus Lage und Nachtruhe: zum Wasser wenige Minuten, in die Altstadt zehn, und unter der Plaza de los Luceros starten die Straßenbahnen an die Strände. Preisniveau im Mittelfeld, spürbar teurer wird es nur in erster Reihe an der Promenade.Ideal für: Zentrale Basis1 TagCarolinasCarolinasKein Postkartenviertel, sondern der Alltag der Stadt: Hier wird eingekauft, gegessen und gewohnt, zu Preisen, die im Zentrum verschwunden sind. Zum Rathaus läufst du eine Viertelstunde, zur Stierkampfarena am Rand des Viertels ein paar Minuten. Abends wird es früh ruhig.Ideal für: Alltag & günstig essen½ TagAlbufereta & Cabo de las HuertasAlbufereta & Cabo de las HuertasWohnlagen statt Hotelzeilen, entsprechend ruhig und entsprechend dünn besetzt an Lokalen – außerhalb der Saison erst recht. Straßenbahn und Stadtbus bringen dich in wenigen Stationen ins Zentrum, für den Weg zu den Buchten am Kap solltest du feste Schuhe dabeihaben.Ideal für: Ruhige Buchten½ TagPlaya de San JuanPlaya de San JuanDie Basis für Badetage: Ferienhotels und Apartments direkt hinter dem Sand, Verleihstationen und Sportzonen am Strand, Straßenbahn ins Zentrum. Im Sommer läuft hier das halbe Stadtleben, zwischen November und März wirkt das Viertel leer und viele Lokale haben zu.Ideal für: Strandtage & Familien1–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Alicante mit Wetter und Badesaison

Alicante zählt über dreihundert Sonnentage im Jahr, und selbst im Januar sitzt man mittags ohne Jacke auf der Terrasse.

Das Klima ist mediterran mit halbtrockenem Einschlag. Es fällt sehr wenig Regen, im Jahresmittel rund 330 Millimeter, und der kommt meist als kurzer, heftiger Schauer im Herbst. Die Sommer sind heiß und schwül, die Winter mild bis zur Frostfreiheit, mit Höchstwerten um 17 Grad im Januar. Für die Reiseplanung zählen vor allem zwei Größen: die Wassertemperatur, die erst im Juni angenehm wird und bis in den Oktober warm bleibt, und der Festkalender, der die Woche um den 24. Juni aus jeder Preisrechnung herausnimmt.

Jan17°6°mild, leere Altstadt
Feb18°7°sonnig, Meer bei 14 Grad
Mär20°8°Wanderwetter im Hinterland
Apr22°11°Semana Santa, Santa-Faz-Wallfahrt
Mai25°14°warm, Burg gut zu Fuß
Jun29°18°Badestart, Hogueras zum Monatsende
Jul31°21°heiß, Strandhochsaison
Aug32°21°schwül, Meer am wärmsten
Sep29°19°warmes Meer, weniger Andrang
Okt25°15°Baden ohne Andrang
Nov21°10°kurze Schauer möglich
Dez18°7°still, Museumswetter

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Alicante sind Mai, Juni, September und Oktober. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 25 und 29 Grad, der Aufstieg zur Burg wird nicht zur Prüfung, und ab Juni ist das Meer warm genug zum Baden – im September und Oktober sogar deutlich wärmer als im Frühsommer. Juli und August sind reine Strandmonate: heiß, voll und teuer, für Stadterkundungen nur am frühen Morgen und am Abend zu gebrauchen. Der Winter ist mit 17 bis 18 Grad kein Badewetter, dafür die beste Zeit für Altstadt, Museen und Aussichtspunkte ohne Warteschlange.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Alicante

Wie viele Tage sollte man für Alicante einplanen?
Ein voller Tag reicht für das Zentrum mit Altstadt, Concatedral, Explanada und der Burg auf dem Benacantil. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann ein Strandnachmittag an der Playa de San Juan oder eine Stunde im MARQ dazupasst. Bei drei Tagen kommt der Bootsausflug nach Tabarca oder ein Abstecher nach Elche hinzu.
Wie komme ich vom Flughafen Alicante ins Zentrum?
Mit der Buslinie C-6, die tagsüber etwa alle zwanzig Minuten fährt, unterwegs am Fernbahnhof hält und an der Plaza de los Luceros endet; die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa 25 bis 35 Minuten. An Luceros steigst du direkt in die Straßenbahn Richtung Playa de San Juan oder Benidorm um. Taxis stehen vor dem Terminal und lohnen sich vor allem zu mehreren.
Wie kommt man zum Castillo de Santa Bárbara hinauf?
Am bequemsten mit dem Aufzug im Berginneren: Gegenüber der Playa del Postiguet führt ein Fußgängertunnel in den Fels, dahinter fährt der Lift gegen eine kleine Gebühr fast bis zum Waffenhof hinauf. Zu Fuß steigst du durch den Parque de la Ereta oder von der Ostseite auf und brauchst eine gute halbe Stunde. Das Burggelände selbst kostet keinen Eintritt.
Was sollte man in Alicante nicht auslassen?
Das Castillo de Santa Bárbara mit dem Rundblick von der Torreta, das weiße Barrio de Santa Cruz, die Marmorpromenade Explanada de España, den Mercado Central am Vormittag und das MACA mit freiem Eintritt neben der Basílica de Santa María. Wer einen Tag mehr hat, nimmt das Boot zur autofreien Insel Tabarca.
Wie kommt man von Alicante nach Tabarca?
Vom Hafen unterhalb der Explanada fahren in der Saison mehrmals täglich Ausflugsboote und Katamarane, die Überfahrt dauert etwa eine Stunde. Kürzer und meist günstiger ist die Fahrt ab Santa Pola südlich der Stadt. Die Insel ist autofrei und liegt in Spaniens erstem Meeresschutzgebiet – Schnorchelzeug lohnt sich, und die Rückfahrtzeit solltest du dir gut merken.
Welche Strände in Alicante lohnen sich?
Die Playa del Postiguet liegt direkt unter dem Burgfelsen und ist zu Fuß erreichbar, wird im Sommer aber schnell voll. Die Playa de San Juan im Norden ist knapp drei Kilometer lang, breiter und besser für Familien und Wassersport; mit der Straßenbahn bist du in gut zwanzig Minuten dort. Für klares Wasser über Fels fährst du ans Cabo de las Huertas oder nach Tabarca.
In welchem Viertel wohnt man in Alicante am besten?
Für kurze Wege im Ensanche-Diputación zwischen Rambla, Mercado Central und Hafen. Wer Atmosphäre will und laute Wochenenden verträgt, wohnt im Casco Antiguo und fragt dort nach einem Zimmer zum Innenhof. Bei mehreren Badetagen ist die Playa de San Juan die bessere Basis, weil die Straßenbahn dich in gut zwanzig Minuten ins Zentrum bringt.
Was isst man in Alicante typischerweise?
Vor allem Reis, und zwar mittags: arroz a banda mit Fischsud, arroz negro mit Tintenfischtinte, arroz del senyoret mit gepulten Meeresfrüchten, dazu die Nudelvariante fideuà. Als Tapas gibt es salazones, luftgetrockneten Fisch wie mojama, und die coca amb tonyina. Süß folgt turrón aus dem nahen Jijona, dazu ein Glas Fondillón.
Wann ist die beste Reisezeit für Alicante?
Mai, Juni, September und Oktober mit Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad. Das Meer ist ab Juni warm genug und bleibt es bis in den Oktober, im September ist es wärmer als im Frühsommer. Juli und August sind Strandmonate mit über 30 Grad, entsprechend voll und teuer. Um den 24. Juni übernehmen die Hogueras die ganze Stadt.
Lohnt sich Alicante im Winter?
Für Stadt und Wanderungen ja: Die Höchstwerte liegen im Januar und Februar bei etwa 17 bis 18 Grad, Regen fällt kaum, und Burg, Altstadt und Museen hast du fast für dich allein. Baden ist bei Wassertemperaturen um 14 Grad allerdings kein Vergnügen, und in den Strandvierteln im Norden haben etliche Lokale geschlossen.
Wie kommt man von Alicante nach Benidorm oder Elche?
Nach Benidorm fährt die Straßenbahnlinie L1 ab der Plaza de los Luceros in gut einer Stunde, weiter nach Calpe und Dénia übernimmt dort der Dieseltriebwagen der L9. Nach Elche brauchst du mit dem Nahverkehrszug ab dem Bahnhof Alicante Terminal rund zwanzig Minuten. Für beide Ziele brauchst du kein Auto und keine Vorausbuchung.
Braucht man in Alicante ein Auto?
In der Stadt nicht. Das Zentrum erledigst du zu Fuß, für Strände und Küstenorte gibt es Straßenbahn und Busse, und in der Altstadt sind enge Einbahnstraßen, Anliegerzonen und Parkgebühren eher ein Hindernis. Sinnvoll wird der Mietwagen erst für das Hinterland, etwa für Guadalest, Jijona oder die Höhlen bei Busot.
Ist Alicante teuer?
Im spanischen Mittelfeld und deutlich günstiger als Barcelona oder Madrid: Ein Menú del día liegt in den Vierteln abseits der Promenade meist im niedrigen zweistelligen Bereich, an der Explanada zahlst du für dieselbe Küche spürbar mehr. Teuer wird es punktuell – in der Hogueras-Woche im Juni und im August ziehen die Hotelpreise deutlich an.

· Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

· Hotels

Wo übernachten.

· Restaurants

Wo essen.

· Aktivitäten

Was erleben.

AlicanteÜber dem Hafen sitzt eine Festung auf nacktem Fels, darunter wellt sich eine Promenade aus 6,6 Millionen Marmorsteinen, und dazwischen klettert ein kalkweißes Gassenviertel den Berg hinauf.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Alicante-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Hotels ansehen6 in Alicante

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Alicante zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen