Die Strände von Benidorm von Levante bis Mal Pas
Zwei große Bögen, eine Felsbucht dazwischen und ein paar Kieskalas am Rand – die Wahl des Strandes entscheidet in Benidorm über den ganzen Urlaub.

Die Playa de Levante ist der Strand, den alle im Kopf haben: rund zwei Kilometer heller, sehr flach abfallender Sand, dahinter eine geschlossene Wand aus Hotel- und Apartmenttürmen, davor eine Promenade, die morgens den Läufern und abends den Familien gehört. Weil der Strand nach Südosten schaut, steht die Sonne früh über dem Wasser, und ab dem späten Nachmittag schiebt sich der Schatten der eigenen Skyline über den Sand – wer die letzten Stunden am Wasser braucht, wechselt besser hinüber nach Poniente. Duschen, Liegen- und Schirmverleih und in der Saison Rettungsschwimmer sind Standard; an heißen Augustwochenenden ist der Abschnitt vor der Avenida del Mediterráneo trotzdem der vollste Fleck der ganzen Costa Blanca.
Die Playa de Poniente westlich der Altstadt ist der längere und der gelassenere Bogen. Hier wohnen mehr Einheimische als Kurzurlauber, die Türme stehen weiter auseinander, und die Promenade ist ein Bauwerk für sich: Der Architekt Carlos Ferrater hat sie als Betonwelle mit farbig gekachelten Flächen in Blau, Grün und Violett angelegt, die sich in Rampen, Kanzeln und Schattendächern über die ganze Länge schiebt, statt eine gerade Linie zu ziehen – ein Entwurf, der mehrfach ausgezeichnet wurde. Nach Westen hin wird es zunehmend leerer, bis der Sand am Hügel Tossal de la Cala endet. Weil die Sonne über dieser Seite untergeht, ist Poniente der Abendstrand, und an Sommerabenden sitzt die halbe Stadt auf den Betonstufen.
Zwischen den beiden großen Bögen liegt unterhalb der Altstadtklippe die Playa de Mal Pas, eine von Felsen gerahmte Bucht mit kaum mehr als hundert Metern Sand. Sie füllt sich entsprechend schnell, ist aber der beste Platz für alle, die nach dem Frühstück in der Altstadt nur ein paar Stufen bis ins Wasser laufen wollen. Am östlichen Stadtrand, hinter dem Rincón de Loix, folgen unterhalb der Serra Gelada die kleinen Kiesbuchten Cala del Tio Ximo und Cala Almadrava – felsig, klar und die besten Schnorchelplätze der Stadt. Badeschuhe sind dort keine schlechte Idee, Schatten gibt es nur den, den der Hang selbst wirft, und die Zufahrt ist eng, also besser zu Fuß oder mit dem Bus.
Ganz im Westen, jenseits des Tossal de la Cala, liegt die Cala de Finestrat, eine geschützte kleine Bucht mit Promenade, Tapasbars und flach abfallendem Wasser, die verwaltungstechnisch schon zur Nachbargemeinde Finestrat gehört. Sie ist die familiärste Adresse der Gegend und im Hochsommer entsprechend eng. Für alle Hauptstrände gilt dasselbe Ausstattungsniveau: feste Holzstege über den Sand, Rampen ins Wasser und in der Saison ein Badehilfe-Service für Gäste mit eingeschränkter Mobilität – bei diesem Thema gehört Benidorm zu den am besten ausgerüsteten Badeorten Spaniens. Levante und Poniente tragen zudem seit Jahren die Blaue Flagge.







































