Region · Spanien

Valencianische Gemeinschaft

Zwischen der Reislagune der Albufera und dem Kalkfels von Calpe spannt sich eine der sonnigsten Mittelmeerküsten Spaniens.

9 Städte89 Sehenswürdigkeiten57 Hotels
Überblick

Deine Valencianische Gemeinschaft auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai, Juni, September, Oktober; März für Fallas
Anreise
Flughäfen Valencia & Alicante-Elche, Küstenautobahn AP-7
Hauptstadt
Valencia
Typ
Autonome Region (Comunitat Valenciana)
Vor Ort
TRAM Alicante–Benidorm–Denia, Mietwagen fürs Hinterland
Küche
Paella, fideuà, gamba roja, horchata, turrón
Die Region

Was Valencianische Gemeinschaft ausmacht

Die Valencianische Gemeinschaft verbindet auf gut 500 Küstenkilometern, was sonst mehrere Reisen braucht: Valencia mit Calatravas futuristischer Stadt der Künste und einer Altstadt aus Seidenbörse, Markthalle und Kathedrale; die Costa Blanca mit dem 332 Meter hohen Peñón de Ifach vor Calpe, den Badebuchten von Javea und der Fischereitradition Denias; dazu Benidorms Hochhaus-Skyline, Alicantes Burgberg über dem Hafen und im Norden Peñíscola, dessen Papstburg auf einem Felsen im Meer steht. Dahinter liegen Reisfelder, in denen die Paella erfunden wurde, Mandelhaine im Jalón-Tal und Bergdörfer wie Guadalest – eine Region, die Stadturlaub, Strand und Hinterland in kurze Distanzen packt.

Reiseführer

Valencianische Gemeinschaft von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Auf der N-332 hinter Altea taucht er zum ersten Mal auf – der Peñón de Ifach, ein 332 Meter hoher Kalksteinblock, der aussieht, als hätte jemand ein Stück Gebirge ins Meer gestellt. Links glitzert das Mittelmeer, rechts ziehen Mandelterrassen und weiße Urbanisationen vorbei, und aus dem Autoradio läuft ein Werbespot fürs Fischrestaurant am Hafen. Die Valencianische Gemeinschaft funktioniert genau so. Sie mischt große Stadt, laute Küste und stilles Hinterland auf so engem Raum, dass du morgens in der gotischen Seidenbörse stehst und nachmittags in einer Bucht schnorchelst.

Sehenswürdigkeiten

Valencia Sehenswürdigkeiten und die Höhepunkte der Region

Morgens um neun, wenn die Markthalle von Valencia öffnet, riecht es zwischen den Jugendstilsäulen nach Schinken, Safran und frisch gepresstem Orangensaft.

Valencia zuerst, und zwar von oben: Der Miguelete, der achteckige Glockenturm der Kathedrale, kostet dich 207 Stufen und belohnt mit Blick über blaue Kirchenkuppeln bis zum Meer. In der Kathedrale selbst wird in einer Seitenkapelle ein Achatkelch als Heiliger Gral verehrt – unabhängig davon, was du glaubst, ist die Kapelle ein stiller Kontrast zum Trubel davor. Fünf Gehminuten weiter steht die Lonja de la Seda, die spätgotische Seidenbörse mit ihren gedrehten Säulen, seit 1996 UNESCO-Welterbe. Gegenüber deckt dich der Mercado Central mit Schinken, Turrón und Gewürzen ein – komm vormittags, nachmittags ist er zu.

Am anderen Ende der Stadt liegt die Ciudad de las Artes y las Ciencias, Santiago Calatravas weißes Ensemble aus Opernhaus, Wissenschaftsmuseum, Imax-Halbkugel und dem Oceanogràfic, dem größten Aquarium Europas mit Haitunnel und Belugas. Plane für das Aquarium einen halben Tag und buche das Ticket online. Der Weg dorthin ist selbst eine Sehenswürdigkeit: Der Turia-Park zieht sich neun Kilometer durchs trockengelegte Flussbett – nach der Flut von 1957 wurde der Fluss umgeleitet, heute laufen, radeln und picknicken die Valencianer im alten Strombett zwischen Orangenbäumen und Sportplätzen.

Vor den Toren Valencias wartet die Albufera, eine Süßwasserlagune hinter Pinienwald und Dünen, umgeben von Reisfeldern – hier wächst der Rundkornreis, aus dem die Paella entstand. Vom Dorf El Palmar stechen flache Holzboote zu Lagunenfahrten ab; die beste liegt in der Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das Wasser orange wird und die Reiher einfallen. Mit dem Linienbus oder dem Rad bist du vom Zentrum in rund 40 Minuten dort. Wer im März kommt, erlebt in Valencia die Fallas: meterhohe Skulpturen in den Straßen, täglich um 14 Uhr die ohrenbetäubende Mascletà, und in der Nacht des 19. März brennt fast alles.

Auch abseits Valencias sammelt die Region große Bilder: In Guadalest klebt eine Burg auf einer Felsnadel über einem türkisfarbenen Stausee, das Dorf darunter gehört zu den meistbesuchten Spaniens – komm vor 10 Uhr. Xàtiva, eine halbe Bahnstunde südlich von Valencia, trägt eine Doppelburg auf dem Bergrücken und war Geburtsstadt der Borgia-Päpste. Und bei Torrevieja färben Salzalgen eine ganze Lagune rosa – gebadet wird dort nicht, fotografiert umso mehr; das Salz von hier landet seit Jahrhunderten auf den Tischen halb Europas.

Sehenswürdigkeiten in Valencianische Gemeinschaft

Alle 89 Sehenswürdigkeiten
Rundreise

Rundreise durch die Valencianische Gemeinschaft in 7 bis 10 Tagen

Die Route liegt praktisch auf der Landkarte bereit: ein Küstenband von Peñíscola im Norden über Valencia bis zur Costa Blanca, nirgends mehr als zwei Stunden Fahrt am Stück.

Der bewährte Zuschnitt für 7 bis 10 Tage: Starte in Valencia mit zwei, drei vollen Tagen für Altstadt, Stadt der Künste und Albufera. Dann entscheidet die Himmelsrichtung – wer Burgen und leerere Küste will, hängt vorher einen Abstecher nach Norden an: Peñíscola mit der Papstburg und die wilde Küste der Sierra de Irta sind von Valencia in anderthalb Autostunden erreicht. Danach geht es nach Süden an die Costa Blanca: Denia oder Javea als Standort für die Buchten, Calpe für den Peñón, Altea zum Bummeln, Guadalest als Halbtagesausflug ins Hinterland, zum Schluss Alicante mit Burgberg und Altstadt.

Wechsle nicht täglich das Quartier. Zwei Standorte tragen die ganze Reise: ein Stadthotel in Valencia für den Nordteil und eine Unterkunft zwischen Denia und Calpe für den Süden. Von dort fährst du sternförmig – Javea, Altea, Guadalest und Benidorm liegen alle binnen 45 Minuten. Die Autobahn AP-7 ist seit 2020 mautfrei und bringt dich schnell von Abschnitt zu Abschnitt; die alte N-332 ist die langsame, schönere Küstenalternative mit Blick aufs Meer und auf die Mandelterrassen. Rechne auf ihr aber in der Saison mit zähem Verkehr um Benidorm und Calpe.

Ohne Auto funktioniert die Reise besser, als viele erwarten: Valencia erkundest du komplett zu Fuß, mit Metro und Leihrad. Nach Xàtiva fährt die Cercanías-Bahn, an die Costa Blanca kommst du mit dem Fernbus oder dem Zug nach Alicante, und dort übernimmt die TRAM: Die Küstenbahn verbindet Alicante über Benidorm mit Calpe und Denia, oft mit Meerblick aus dem Fenster. Nur das Hinterland – Guadalest, das Jalón-Tal, die Bergdörfer – bleibt ohne eigenes Fahrzeug schwer erreichbar; dafür buchst du Tagestouren ab Benidorm oder Calpe.

Wer 10 Tage oder mehr hat, baut Puffer für das ein, was zwischen den Zielen liegt: den Leuchtturm-Spaziergang am Cap de la Nau bei Javea, eine Weinprobe mit Moscatel im Jalón-Tal, den Fischmarkt von Denia am späten Nachmittag, wenn die Boote zurückkommen. Und plane einen Logik-Check bei der Buchung der Flüge: Es gibt zwei Flughäfen – Valencia im Norden, Alicante im Süden. Ein Gabelflug (hinein in den einen, heraus aus dem anderen) erspart dir die Rückfahrt über die komplette Strecke.

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Costa Blanca

Costa Blanca – die Küste zwischen Denia und Torrevieja

Ihren Namen trägt die weiße Küste doppelt zu Recht – wegen des hellen Kalksteins ihrer Kaps und der weiß getünchten Ortskerne dahinter.

Die Costa Blanca zerfällt in zwei Hälften, und die Wahl zwischen ihnen prägt den ganzen Urlaub. Der Norden zwischen Denia und Altea ist Steilküste: Kalkkaps wie das Cap de la Nau und das Cap d'Or schieben sich ins Meer, dazwischen liegen Kiesbuchten mit glasklarem Wasser – die Cala Granadella bei Javea gilt als eine der besten Schnorchelbuchten Spaniens, im Sommer ist ihr kleiner Parkplatz ab dem Vormittag voll. Die Orte dahinter – Denia, Javea, Moraira, Altea – sind gewachsene Städtchen mit Fischereihafen, Markt und Altstadt, keine reinen Ferienretorten.

Der Süden ab Alicante ist das Gegenprogramm: lange, goldene Sandstrände, flach abfallendes Wasser und dahinter Dünen oder Promenade. Die Playa de San Juan bei Alicante zieht sich über Kilometer, bei Guardamar del Segura stehen Pinienwälder direkt hinter den Dünen, und um Torrevieja reihen sich Strandabschnitte an Salzlagunen – in der rosafarbenen Laguna de Torrevieja waten Flamingos. Für Familien mit kleinen Kindern ist der Süden die bequemere Wahl; wer Buchten, Klippenwege und Schnorchelreviere sucht, bleibt im Norden.

Zwischen beiden Hälften liegt mit der Sierra Helada ein Naturpark direkt an der Küste: Der Höhenweg von Benidorm zum Leuchtturm von Albir führt über Steilklippen mit mehreren hundert Metern Luft unter den Aussichtspunkten – morgens gehen, im Hochsommer brennt die Sonne auf dem Kamm. Überhaupt lohnt es, die Küste einmal von oben zu sehen: vom Peñón in Calpe, vom Montgó über Denia oder von der Granadella-Festungsruine. Erst aus der Höhe verstehst du, wie schmal der Streifen zwischen Bergen und Meer wirklich ist.

Praktisch wichtig: Die Costa Blanca ist keine Saisonküste, die im Oktober zusperrt. Denia, Javea, Calpe und Altea leben ganzjährig, viele Restaurants und Märkte bleiben im Winter offen, und bei 16 bis 18 Grad Tagestemperatur wandern sich die Küstenwege im Januar besser als im Juli. Die Kehrseite der Beliebtheit: Im Juli und August verstopfen Zufahrten und Parkplätze der bekannten Buchten schon am Vormittag. Fahr dann früh los oder nimm die TRAM – mehrere Haltestellen liegen in Gehweite von Stränden.

Alicante

Alicante – Burgberg, Explanada und die Insel Tabarca

Von der Brüstung des Castillo de Santa Bárbara fällt der Blick 166 Meter senkrecht auf den Postiguet-Strand – und auf eine Stadt, die kompakter ist, als ihr Ruf als Flughafen-Drehkreuz vermuten lässt.

Das Castillo de Santa Bárbara auf dem Benacantil-Felsen ist der logische erste Weg: Ein Aufzug fährt direkt vom Straßentunnel hinter dem Postiguet-Strand durch den Berg hinauf, alternativ steigst du durch den Parque de la Ereta zu Fuß auf. Oben liegen Bastionen aus mehreren Jahrhunderten übereinander, und der Rundblick reicht vom Hafen über die Dächer bis zum Cabo de las Huertas. Bergab lohnt der Weg durchs Barrio de la Santa Cruz, das sich mit blumengeschmückten, bunt gestrichenen Häusern an den Hang klammert – eher Dorf als Großstadt.

Unten übernimmt die Explanada de España das Tempo: eine Flaniermeile aus 6,6 Millionen Marmorsteinchen, die sich in rot-creme-schwarzen Wellen unter Palmen zum Hafen zieht. Daneben liegt die Altstadt mit dem barocken Rathaus und der Concatedral de San Nicolás, ein paar Straßen weiter füllen sich abends die Tapas-Gassen um die Calle Castaños. Der Mercado Central versorgt dich vormittags mit Salzfisch, Sardellen und Turrón aus Jijona – die Mandelspezialität, die im Hinterland der Provinz erfunden wurde und hier an jeder Ecke verkauft wird.

Der beste Sommerausflug legt ab dem Hafen ab: Katamarane fahren zur Isla de Tabarca, einer autofreien, ummauerten Miniinsel, um die herum Spaniens ältestes Meeresschutzgebiet liegt – entsprechend klar ist das Wasser beim Schnorcheln. In der Saison fahren die Boote mehrmals täglich, die Überfahrt dauert rund eine Stunde; wer nach dem letzten Boot bleibt, hat die Insel mit einer Handvoll Gäste der kleinen Herbergen für sich. Alternativ bringt dich die TRAM in einer guten Stunde die Küste hinauf nach Benidorm – eine der schönsten Nahverkehrsstrecken Spaniens.

Alicante taugt auch als Basis für den ganzen Süden: Der Flughafen ist nur 15 Minuten entfernt, Mietwagen sind hier meist günstiger als an der nördlichen Costa Blanca, und Elche mit seinem UNESCO-gelisteten Palmenhain – über 200.000 Palmen, Europas größter – liegt eine halbe Stunde landeinwärts. Ende Juni brennt die Stadt ihr eigenes Fest ab: die Hogueras de San Juan, Alicantes Antwort auf die Fallas, mit Skulpturenverbrennung, Feuerwerk vom Burgberg und Nächten, die erst im Morgengrauen enden.

Benidorm

Benidorm zwischen Skyline und Sierra Helada

Vom Balcón del Mediterráneo, der weiß gefliesten Aussichtskanzel auf dem Altstadtfelsen, siehst du beide Gesichter auf einmal: links die Hochhausfront der Playa de Levante, rechts den ruhigeren Bogen der Playa de Poniente.

Benidorm ist Europas vertikalste Küstenstadt – ein Skyline-Experiment, das in den 1960ern begann und bis heute weiterwächst. Das Prinzip dahinter ist ernsthafter, als der Ruf vermuten lässt: In die Höhe statt in die Breite zu bauen hält die Strände frei und die Wege kurz. Die Playa de Levante ist der belebte Strand mit Promenade, Strandgymnastik am Morgen und Bars bis in die Nacht; die Playa de Poniente auf der anderen Seite des Altstadtfelsens ist länger, ruhiger und bei Familien und Überwinterern die erste Wahl. Beide tragen feinen, goldenen Sand und fallen flach ab.

Zwischen den Türmen hat sich der alte Ortskern gehalten: enge Gassen um die blau gekachelte Kuppel der Kirche San Jaime, Tapasbars in der Calle Santo Domingo und eben der Balcón del Mediterráneo auf dem Felsen, wo einst das Kastell stand. Wer Benidorm nur als Partymeile kennt, unterschätzt die spanische Seite der Stadt: Gerade außerhalb der Sommerferien sind die meisten Gäste Spanier und Langzeiturlauber, und sonntags füllt sich die Promenade mit Familien beim Paseo. Die britische Seite mit Pubs und Shows konzentriert sich auf das Viertel um den Rincón de Loix – leicht aufzusuchen, leicht zu meiden.

Direkt hinter der Levante-Seite beginnt der Naturpark Sierra Helada: Der Kammweg zum Kreuz über der Stadt ist in einer guten Stunde machbar, die komplette Überschreitung zum Leuchtturm von Albir ein halber Tagesmarsch über Steilküste mit weiten Blicken auf die vorgelagerte Felsinsel Benidorm Island. Zu der Insel pendeln Ausflugsboote vom Hafen, einige mit Unterwasserfenstern – das Wasser rund um den Felsen gehört zu den fischreichsten Ecken der Küste. So nah liegen hier Betonburg und Naturschutzgebiet beieinander.

Mit Kindern spielt Benidorm seine Infrastruktur aus: Terra Mítica ist der große Themenpark über der Stadt, Aqualandia einer der ältesten Wasserparks Spaniens, dazu kommt der Tierpark Terra Natura. Und im Winter rechnet sich die Stadt neu: Bei 17 bis 20 Grad Tagestemperatur, geöffneten Hotels und Langzeittarifen ist Benidorm eines der wenigen europäischen Festlandziele, an denen sich Überwintern ohne Flug auf die Kanaren organisieren lässt – entsprechend viele Stammgäste verbringen hier den kompletten Januar.

Calpe, Denia & Javea

Calpe, Denia und Javea – drei Orte an der Nordküste

Drei Nachbarn, drei Charaktere – Calpe hat den Fels, Denia den Hafen und die Küche, Javea die Buchten. Und alle drei liegen keine halbe Stunde auseinander.

Calpe ordnet sich komplett seinem Wahrzeichen unter: Der Peñón de Ifach steigt 332 Meter senkrecht aus dem Meer, ein Naturpark auf kleinstem Raum. Der Aufstieg führt durch einen 1918 in den Fels geschlagenen Tunnel; der Zugang ist limitiert und muss vorab online über das Parkportal reserviert werden, oberhalb des Tunnels wird der Weg alpin – feste Schuhe, kein Weg für Kinderwagen-Familien. Wer nicht hinauf will, umrundet den Fels auf dem Hafenweg oder schaut den Flamingos zu, die mitten in der Stadt in den Salinen von Calpe stehen. Am Hafen versteigert die Fischbörse nachmittags den Fang des Tages.

Denia ist die heimliche Hauptstadt der Marina Alta – eine echte Stadt mit Kastell über den Dächern, Markthalle und der quirligen Flaniermeile Calle Marqués de Campo. Berühmt ist sie für ein Tier: die Gamba Roja de Dénia, die rote Tiefseegarnele, die hier angelandet, versteigert und in den Hafenrestaurants schlicht gegrillt serviert wird. Die UNESCO hat Denia dafür zur Creative City of Gastronomy erklärt. Dahinter erhebt sich der Montgó, ein 753 Meter hoher Tafelberg mit Naturpark und Gipfelweg; an seiner Meerseite zieht sich die felsige Badeküste Les Rotes mit glasklaren Schnorchelbuchten entlang.

Javea – valencianisch Xàbia – teilt sich in drei Teile: den historischen Ortskern mit sandsteinerner Wehrkirche gut zwei Kilometer landeinwärts, den alten Fischerhafen und die Playa del Arenal, den einzigen echten Sandstrand des Ortes mit Strandpromenade und Restaurants. Der eigentliche Schatz liegt südlich davon: die Reihe der Kaps und Buchten bis zur Cala Granadella, wo Kiefern bis ans türkise Wasser reichen. Vom Aussichtspunkt am Cap de la Nau blickst du bei klarer Sicht bis Ibiza – knapp 90 Kilometer über das offene Meer.

Der praktische Bonus von Denia: Vom Hafen legen Fähren nach Ibiza, Formentera und Mallorca ab – die Schnellfähre erreicht Ibiza in gut zwei Stunden, womit sich ein Inseltag oder eine kombinierte Festland-Balearen-Reise ohne Umweg über einen Flughafen bauen lässt. Und wer zwischen den drei Orten wohnt, hat das Jalón-Tal als Schlechtwetter- und Genussprogramm im Rücken: Weingüter mit Moscatel-Proben, Mandelblüte im Februar und Bergdörfer, in denen der Tourismus nur als Tagesbesuch stattfindet.

Peñíscola & der Norden

Peñíscola und die Küste im Norden der Region

Von der Strandpromenade aus sieht Peñíscola aus wie eine Kulisse – eine komplett ummauerte Altstadt auf einem Felsen im Meer, obenauf die Burg. Kein Wunder, dass hier Game of Thrones gedreht wurde.

Die Burg von Peñíscola bauten die Templer Anfang des 14. Jahrhunderts auf den Felsen; berühmt machte sie ein Papst: Benedikt XIII., den die Geschichte als Papa Luna kennt, hielt hier während des großen Abendländischen Schismas bis zu seinem Tod 1423 an seinem Papstanspruch fest – und machte die Burg zum letzten Schauplatz des Schismas neben Rom und Avignon. Heute läufst du durch nüchterne gotische Säle, über Bastionen mit Blick auf beide Strände und durch Gassen, in denen weiß gekalkte Häuser mit blauen Türen fürs Foto bereitstehen. Komm vor 10 Uhr oder gegen Abend – mittags schieben sich die Tagesbusse durch die Altstadt.

Zu Füßen des Felsens liegt die moderne Seite: Die Playa Norte zieht sich als breiter Sandbogen kilometerlang vor der Hotelzeile nach Norden – flaches Wasser, Promenade, im Sommer volle Auslastung, mit dem Burgfelsen als Kulisse für jeden Strandtag. Südlich der Altstadt beginnt das Kontrastprogramm: Die Sierra de Irta ist eine der letzten unverbauten Küstenstrecken des spanischen Mittelmeers, ein Naturpark aus Buschland, Kiesbuchten und einem Küstenweg, auf dem du stundenlang niemandem begegnest. Die Pisten dorthin sind holprig, aber genau das hält die Buchten leer.

Das Hinterland der Provinz Castellón liefert den stärksten Tagesausflug des Nordens: Morella, eine gute Stunde landeinwärts, legt einen kompletten mittelalterlichen Mauerring um einen Berg, obenauf die Burg, darunter Gassen mit Arkaden und Läden voller Trüffel- und Käseprodukte aus dem Umland. Auf dem Weg dorthin wechselt die Landschaft von Orangenplantagen zu Steineichen und kargen Hochflächen – ein Spanien, das mit der Strandküste nur noch die Provinz gemein hat. Wer Zeit hat, verbindet Morella mit den Wandergebieten um die Tinença de Benifassà.

Logistisch ist der Norden unkompliziert: Peñíscola liegt nahe der mautfreien AP-7, von Valencia fährst du anderthalb Stunden, von Barcelona gut zwei. Die Bahnstation Benicarló-Peñíscola an der Euromed-Strecke liegt sieben Kilometer entfernt, in der Saison pendeln Busse zur Küste. Als Reisezeit taugt der Norden vor allem von Mai bis Oktober; im Winter fahren viele Hotels der Playa Norte herunter, während die Altstadt und die Sierra de Irta gerade dann ihre ruhigste und schönste Zeit haben.

Unterkünfte

Wohnen zwischen Stadthotel und Ferienvilla mit Pool

Abends auf der Dachterrasse in Valencia oder am eigenen Pool über der Bucht von Moraira – die Region bedient beide Urlaubsideen, oft sogar in derselben Woche.

In Valencia wohnst du am besten mitten in der Altstadt oder im angrenzenden Szeneviertel Ruzafa: Von dort erreichst du Kathedrale, Markthalle und Turia-Park zu Fuß, und die Stadt der Künste liegt eine kurze Rad- oder Tramfahrt entfernt. Boutiquehotels in umgebauten Stadtpalais sind die Spezialität der Altstadt; wer mit Familie reist, fährt mit einem Apartment oft besser. Ein Auto brauchst und willst du in der Stadt nicht – miete es erst am Abreisetag für die Weiterfahrt an die Küste, das spart Parkhausgebühren und Nerven in den engen Altstadtgassen.

An der nördlichen Costa Blanca dominiert das Ferienhaus: Die Hänge um Javea, Moraira und Calpe sind voller Villen mit Pool und Meerblick, von der Zwei-Personen-Finca bis zum Haus für drei Generationen. Die Grundregeln: früh buchen, denn die guten Lagen für Juli und August sind im Frühjahr vergeben; auf die Hanglage achten, denn 'Meerblick' bedeutet oft steile, enge Zufahrten; und einplanen, dass du für Strand, Markt und Restaurant praktisch immer ins Auto steigst. Wer lieber zu Fuß zum Abendessen geht, nimmt ein Apartment in den Ortskernen von Denia, Altea oder am Arenal von Javea.

Benidorm ist die Hotelmaschine der Region – im besten Sinn: Kein anderer Ort in Spanien hat so viele Betten auf so kurzen Wegen, vom einfachen Zwei-Sterne-Haus eine Straße hinter der Playa de Levante bis zum Hochhausresort mit Skybar. Das macht Benidorm zur besten Adresse für spontane Trips und für den Winter, wenn Langzeittarife für mehrwöchige Aufenthalte gelten. Wer Strandurlaub mit Abendprogramm ohne Auto sucht, ist hier richtig; wer Ruhe will, wählt Altea oder den Vorort Albir auf der anderen Seite der Sierra Helada.

Die ehrlichste Empfehlung ist die Kombination: erst zwei, drei Nächte Stadthotel in Valencia, dann eine Woche Küste – Villa bei Javea, Apartment in Denia oder Hotel in Benidorm, je nach Reisestil. Im Norden um Peñíscola gilt dasselbe Muster mit Apartments an der Playa Norte. Und ein Kalender-Hinweis: In den spanischen Sommerferien ab Mitte Juli reisen die Spanier selbst ans Meer, dann sind auch mittelmäßige Unterkünfte teuer und voll. Juni und September bieten fast denselben Sommer zu deutlich entspannteren Konditionen.

Hotels in Valencianische Gemeinschaft

Alle 57 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Paella, rote Garnelen und Horchata – die Küche Valencias

Die erste Lektion erteilt dir jeder Valencianer ungefragt – die echte Paella enthält weder Chorizo noch Meeresfrüchte, sondern Huhn, Kaninchen und Bohnen.

Die Paella Valenciana ist hier kein Touristengericht, sondern Familienritual mit strengen Regeln: Rundkornreis aus der Albufera, Huhn, Kaninchen, breite grüne Bohnen und die dicke Garrofó-Bohne, Safran, dazu je nach Dorf Schnecken oder Artischocken – gekocht in der flachen Eisenpfanne, idealerweise über Orangenholz. Gegessen wird sie mittags, nie abends; Restaurants, die abends frische Paella anbieten, kochen selten für Einheimische. Das begehrteste Stück ist der Socarrat, die knusprig angesetzte Reisschicht am Pfannenboden. Die klassische Adresse für den Paella-Mittag ist das Lagunendorf El Palmar mitten im Anbaugebiet.

Hinter der Paella wartet eine ganze Reisküche: Arroz a banda, der Fischerreis, der in Fischsud gekocht und mit Aioli serviert wird; Arroz negro, tintenschwarz vom Sepia; Arroz al horno, der deftige Ofenreis des Binnenlands mit Kichererbsen. Und aus Gandia stammt die Fideuà – dasselbe Prinzip wie Paella, aber mit kurzen Nudeln statt Reis, entstanden der Legende nach, weil einem Schiffskoch der Reis ausgegangen war. Bestell Reisgerichte immer für mindestens zwei Personen und plane Zeit ein: Gut gemachter Reis braucht seine 20 Minuten und wird frisch angesetzt.

Die Küste liefert die Luxusprodukte: In Denia dreht sich alles um die Gamba Roja, die rote Tiefseegarnele, die nachmittags in der Hafenbörse versteigert und am besten pur vom Grill gegessen wird – sie hat ihren Preis, der nach Fang und Saison schwankt, und steht deshalb oft ohne Festpreis auf der Karte. Dazu kommen Sepia und Pulpo in den Hafenbars, Salzfisch-Tradition in Alicante und aus dem Hinterland der Provinz die süße Seite: Turrón aus Jijona, das Mandelnougat, das längst nicht mehr nur zu Weihnachten verkauft wird.

Getrunken wird, was die Huerta hergibt: frisch gepresster Orangensaft aus den Plantagen der Region und vor allem Horchata – valencianisch Orxata –, die milchige Erdmandel-Kaltschale, die rund um Alboraya bei Valencia ihre Hochburg hat und klassisch mit Fartons, länglichem Zuckergebäck, getunkt wird. Abends übernimmt der Agua de Valencia, der gefährlich süffige Cocktail aus Cava, Orangensaft und Spirituosen, der 1959 im Café Madrid der Altstadt erfunden wurde und heute in den Bars des Barrio del Carmen zum Abend gehört. Und im Jalón-Tal hinter Calpe probierst du Moscatel – vom trockenen Weißen bis zum süßen Mistela der Genossenschaftskellereien.

Restaurants in Valencianische Gemeinschaft

Alle 69 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Valencia und an die Costa Blanca

Zwei Flughäfen teilen sich die Region auf – Valencia für die Stadt und den Norden, Alicante für die Costa Blanca. Beide sind aus Deutschland dicht und direkt angebunden.

Der Flughafen Alicante-Elche (ALC) ist der größere der beiden und einer der wichtigsten Ferienflughäfen Spaniens: Direktflüge aus praktisch allen deutschen Abflughäfen, oft zu Budget-Preisen, Flugzeit rund zweieinhalb Stunden. Von dort bist du in 15 Minuten in Alicante, in 45 Minuten in Benidorm und in gut einer Stunde in Calpe oder Denia. Der Flughafen Valencia (VLC) liegt nur acht Kilometer vor der Stadt, die Metro fährt direkt vom Terminal ins Zentrum. Faustregel für die Wahl: Stadturlaub und Albufera über Valencia, Costa Blanca über Alicante – und für die Rundreise ein Gabelflug über beide.

Für die Küste selbst lohnt der Mietwagen, aber anders als oft angenommen nicht zwingend ab Tag eins: In Valencia ist er Ballast, an der Costa Blanca dagegen der Schlüssel zu Buchten, Jalón-Tal und Bergdörfern. Die Übernahme am Flughafen Alicante ist meist am günstigsten, die Auswahl an Anbietern groß – buche in den Sommerferien trotzdem Wochen im Voraus. Auf der Straße gilt: Die AP-7 ist seit 2020 mautfrei und schnell, die N-332 die schöne, aber in der Saison zähe Küstenstraße; in den Altstädten von Altea, Denia oder Javea parkst du am Rand und gehst die letzten Minuten zu Fuß.

Der öffentliche Verkehr ist besser als sein Ruf: Die Euromed- und Intercity-Züge verbinden Valencia mit Alicante in unter zwei Stunden und binden im Norden Benicarló-Peñíscola an; nach Xàtiva fährt die Cercanías ab Valencia im Halbstundentakt. An der Costa Blanca übernimmt die TRAM d'Alacant – die Küstenbahn von Alicante über die Playa de San Juan nach Benidorm, mit Anschlusslinie weiter über Altea und Calpe nach Denia. Sie ist langsamer als das Auto, dafür entfällt die Parkplatzsuche, und einige Abschnitte gehören zu den schönsten Bahnkilometern des Landes.

Zwei Sonderwege noch: Ab Denia fahren Baleària-Fähren nach Ibiza, Formentera und Mallorca – als Tagesausflug ab gut zwei Stunden Überfahrt oder als Baustein einer kombinierten Festland-Inseln-Reise mit Auto. Und wer die Anreise ohne Flug plant, nimmt den Zug: mit dem TGV über Paris oder Lyon nach Barcelona und von dort mit dem Euromed die Küste hinunter – länger als der Flug, aber machbar und mit Ankunft mitten im Zentrum. Mit dem eigenen Auto rechnest du ab Süddeutschland rund 1.600 bis 1.900 Kilometer über Lyon und Barcelona.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Valencianische Gemeinschaft – und welche Basis zu dir passt

ValenciaValenciaGotische Seidenbörse, Markthalle, der Turia-Park im alten Flussbett und Calatravas Stadt der Künste – Valencia packt Altstadt und Zukunftsarchitektur in eine fußläufige Stadt mit eigenem Stadtstrand.Ideal für: Städtereise & Architektur2–3 TageAlicanteAlicanteDie Burg auf dem Benacantil-Felsen, die Marmor-Explanada am Hafen und Bootsausflüge zur autofreien Insel Tabarca – dazu Flughafen und TRAM-Anschluss als Basis für den Süden der Costa Blanca.Ideal für: Stadt & Strand kombiniert1–2 TageBenidormBenidormEuropas dichteste Strand-Skyline vor zwei goldenen Sandbögen, dahinter die Steilküste der Sierra Helada. Ganzjährig geöffnet, mit Themenparks für Familien und milden Wintern für Langzeitgäste.Ideal für: Strand & Entertainment3–7 TageCalpeCalpeDer Peñón de Ifach steigt 332 Meter aus dem Meer und teilt zwei Sandstrände, in den Salinen mitten im Ort stehen Flamingos. Der Aufstieg auf den Fels will vorab online reserviert sein.Ideal für: Fels, Strand & Wandern1–3 TageDeniaDeniaHafenstadt mit Kastell, Fährverbindung nach Ibiza und der roten Garnele als kulinarischem Aushängeschild – die UNESCO zählt Denia zu ihren Creative Cities of Gastronomy. Dahinter der Tafelberg Montgó.Ideal für: Genuss & Hafenflair2–3 TageJaveaJaveaZwischen Cap de la Nau und Montgó reihen sich Kiesbuchten wie die Cala Granadella mit glasklarem Wasser; dazu ein historischer Ortskern und die Promenade am Arenal-Strand.Ideal für: Buchten & Schnorcheln2–4 TageAlteaAlteaWeiße Gassen ziehen sich zum blau gekachelten Kirchendach hinauf, unten liegen Kiespromenade und Galerien – Altea ist der ruhige, kunstsinnige Gegenpol zum benachbarten Benidorm.Ideal für: Bummeln & Altstadtflair½–1 TagGuadalestGuadalestEin Burgdorf auf der Felsnadel über einem türkis leuchtenden Stausee, erreichbar durch einen Felstunnel – eines der meistbesuchten Dörfer Spaniens, am schönsten früh am Morgen.Ideal für: Ausflug ins Hinterland½ TagTorreviejaTorreviejaSalzstadt zwischen zwei Lagunen, von denen eine rosa leuchtet – mit Flamingos, Salzmuseum und langen Sandstränden Richtung Guardamar. Das flache Wasser macht die Küste hier familienfreundlich.Ideal für: Familien & Naturphänomen1–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Valencia und die Costa Blanca

Über 300 Sonnentage und eines der mildesten Winterklimata des spanischen Festlands – die eigentliche Frage ist nicht ob, sondern wofür du kommst.

Das Klima der Valencianischen Gemeinschaft ist mediterran und ausgesprochen mild: kurze, frühlingshafte Winter, ein früher Sommerbeginn und eine Badesaison, die bis in den Oktober reicht. Die Berge im Hinterland schirmen die Küste ab, Regen fällt selten und konzentriert sich auf Herbstschauer. Die Werte unten gelten für Valencia; an der Costa Blanca um Alicante ist es meist noch ein bis zwei Grad wärmer und trockener.

Jan16°7°mild, Mandelblüte beginnt
Feb17°8°Mandelblüte im Hinterland
Mär19°10°Fallas in Valencia
Apr21°12°Wanderwetter, alles grün
Mai24°15°erste Badetage
Jun28°19°Sommer ohne Gedränge
Jul30°22°heiß, Hochsaison
Aug31°22°voll, wärmstes Meer
Sep28°20°warmes Meer, leerer
Okt25°16°Badesaison klingt aus
Nov20°11°mild, einzelne Schauer
Dez17°8°Sonne, ruhige Küste

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit sind Mai, Juni, September und Oktober: warm genug zum Baden, angenehm für Städte und Küstenwanderungen, ohne die Preise und den Andrang des Hochsommers. Der Juli und August gehören dem klassischen Strandurlaub, der März den Fallas – und wer dem deutschen Winter entkommen will, findet von Dezember bis Februar an der Costa Blanca verlässliche 16 bis 20 Grad.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Valencianische Gemeinschaft

Wie viele Tage braucht man für die Valencianische Gemeinschaft?
Für Valencia allein reichen drei Tage inklusive Albufera. Für Stadt plus Costa Blanca plane eine gute Woche, für die komplette Runde von Peñíscola bis Torrevieja zehn Tage – dann bleiben auch Puffer für Buchten, Guadalest und einen Tag ohne Programm.
Braucht man an der Costa Blanca ein Auto?
Für die Orte selbst nicht zwingend – die TRAM verbindet Alicante, Benidorm, Altea, Calpe und Denia. Für die schönsten Buchten, das Jalón-Tal und Bergdörfer wie Guadalest führt am Mietwagen aber kaum ein Weg vorbei; in Valencia dagegen ist ein Auto überflüssig.
Was ist die beste Reisezeit für Valencia und die Costa Blanca?
Mai, Juni, September und Oktober: 24 bis 28 Grad, badewarmes Meer ab Juni und deutlich weniger Betrieb als im Hochsommer. Für die Fallas reist du Mitte März an, für reinen Strandurlaub sind Juli und August am verlässlichsten – dann aber voll und teuer.
Kann man im Winter an der Costa Blanca Urlaub machen?
Ja – die Küste um Alicante und Benidorm gehört zu den mildesten Ecken des europäischen Festlands mit 16 bis 20 Grad am Tag. Benidorm bleibt komplett geöffnet und lebt von Überwinterern; baden ist nichts für Frostbeulen, aber Wandern, Radfahren und Terrassencafés funktionieren durchgehend.
Wo wurde die Paella erfunden?
In der Huerta rund um die Albufera-Lagune bei Valencia, wo bis heute der Rundkornreis dafür wächst. Die Original-Paella Valenciana enthält Huhn, Kaninchen, grüne Bohnen und Garrofó – keine Meeresfrüchte. Am stilechtesten isst du sie mittags im Lagunendorf El Palmar.
Welcher Flughafen ist besser – Valencia oder Alicante?
Für die Stadt Valencia, die Albufera und den Norden mit Peñíscola nimmst du Valencia (VLC), für Benidorm, Calpe, Denia und die Costa Blanca den größeren Flughafen Alicante (ALC). Für eine Rundreise lohnt der Gabelflug: in den einen hinein, aus dem anderen zurück.
Kann man den Peñón de Ifach in Calpe besteigen?
Ja, aber reguliert: Der Naturpark begrenzt die Besucherzahl, den Zugang reservierst du vorab kostenlos online. Bis zum Tunnel ist der Weg gut ausgebaut, dahinter wird es alpin mit Kraxelstellen – feste Schuhe sind Pflicht, und für den Rundblick reicht notfalls auch schon der Aussichtspunkt am Tunnel.
Ist Benidorm nur Partyurlaub?
Nein – die Partymeile konzentriert sich auf das Viertel Rincón de Loix und lässt sich leicht meiden. Der Rest ist spanischer Strandurlaub mit zwei großen Sandbögen, einer Fischer-Altstadt und dem Naturpark Sierra Helada direkt hinter der Stadt; außerhalb des Hochsommers dominieren spanische Familien und Langzeitgäste.
Kommt man von Denia auf die Balearen?
Ja, Baleària-Fähren verbinden Denia ganzjährig mit Ibiza und Formentera, saisonal auch mit Mallorca. Die Schnellfähre nach Ibiza braucht gut zwei Stunden, das Auto kannst du mitnehmen – damit lässt sich die Costa Blanca unkompliziert mit ein paar Inseltagen kombinieren.
Was sind die Fallas in Valencia?
Valencias größtes Fest, jedes Jahr in der ersten Märzhälfte bis zum 19. März: Die Stadtviertel stellen meterhohe Skulpturen aus Holz und Pappmaché auf, täglich um 14 Uhr donnert die Mascletà über den Rathausplatz, und in der Schlussnacht werden fast alle Figuren verbrannt. Die UNESCO führt das Fest als immaterielles Kulturerbe.
Lohnt sich ein Ausflug zur Albufera?
Ja, vor allem am späten Nachmittag: Die Lagune vor den Toren Valencias ist mit Bus oder Rad in rund 40 Minuten erreicht, die Bootsfahrt ab El Palmar zum Sonnenuntergang ist der klassische Abschluss – davor isst du im Dorf eine Paella dort, wo das Gericht herkommt.
Welche Strände sind die schönsten der Region?
Für Buchten und Schnorcheln die Cala Granadella bei Javea und Les Rotes bei Denia, für kilometerlangen Sand die Playa de San Juan bei Alicante, die Playa Norte von Peñíscola und die Strände von Benidorm. Familien fahren an die flachen Südstrände um Guardamar und Torrevieja.
Ist die Valencianische Gemeinschaft teuer?
Im spanischen Vergleich moderat: Menü des Tages, Tapas und Nahverkehr kosten spürbar weniger als auf den Balearen oder in Barcelona. Teuer wird es nur im Juli und August an der Küste sowie bei Villen mit Pool in Toplagen um Javea und Moraira – Nebensaison und Binnenland entlasten das Budget deutlich.
Lohnt sich Valencia auch als Städtereise für ein Wochenende?
Ja – die Stadt ist kompakt, vom Flughafen bist du per Metro in 25 Minuten im Zentrum, und Altstadt, Turia-Park und Stadt der Künste lassen sich an zwei vollen Tagen verbinden. Mit einem dritten Tag kommen Strand an der Malvarrosa oder die Albufera dazu.
Valencianische GemeinschaftZwischen der Reislagune der Albufera und dem Kalkfels von Calpe spannt sich eine der sonnigsten Mittelmeerküsten Spaniens.

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