Valencia Sehenswürdigkeiten und die Höhepunkte der Region
Morgens um neun, wenn die Markthalle von Valencia öffnet, riecht es zwischen den Jugendstilsäulen nach Schinken, Safran und frisch gepresstem Orangensaft.
Valencia zuerst, und zwar von oben: Der Miguelete, der achteckige Glockenturm der Kathedrale, kostet dich 207 Stufen und belohnt mit Blick über blaue Kirchenkuppeln bis zum Meer. In der Kathedrale selbst wird in einer Seitenkapelle ein Achatkelch als Heiliger Gral verehrt – unabhängig davon, was du glaubst, ist die Kapelle ein stiller Kontrast zum Trubel davor. Fünf Gehminuten weiter steht die Lonja de la Seda, die spätgotische Seidenbörse mit ihren gedrehten Säulen, seit 1996 UNESCO-Welterbe. Gegenüber deckt dich der Mercado Central mit Schinken, Turrón und Gewürzen ein – komm vormittags, nachmittags ist er zu.
Am anderen Ende der Stadt liegt die Ciudad de las Artes y las Ciencias, Santiago Calatravas weißes Ensemble aus Opernhaus, Wissenschaftsmuseum, Imax-Halbkugel und dem Oceanogràfic, dem größten Aquarium Europas mit Haitunnel und Belugas. Plane für das Aquarium einen halben Tag und buche das Ticket online. Der Weg dorthin ist selbst eine Sehenswürdigkeit: Der Turia-Park zieht sich neun Kilometer durchs trockengelegte Flussbett – nach der Flut von 1957 wurde der Fluss umgeleitet, heute laufen, radeln und picknicken die Valencianer im alten Strombett zwischen Orangenbäumen und Sportplätzen.
Vor den Toren Valencias wartet die Albufera, eine Süßwasserlagune hinter Pinienwald und Dünen, umgeben von Reisfeldern – hier wächst der Rundkornreis, aus dem die Paella entstand. Vom Dorf El Palmar stechen flache Holzboote zu Lagunenfahrten ab; die beste liegt in der Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das Wasser orange wird und die Reiher einfallen. Mit dem Linienbus oder dem Rad bist du vom Zentrum in rund 40 Minuten dort. Wer im März kommt, erlebt in Valencia die Fallas: meterhohe Skulpturen in den Straßen, täglich um 14 Uhr die ohrenbetäubende Mascletà, und in der Nacht des 19. März brennt fast alles.
Auch abseits Valencias sammelt die Region große Bilder: In Guadalest klebt eine Burg auf einer Felsnadel über einem türkisfarbenen Stausee, das Dorf darunter gehört zu den meistbesuchten Spaniens – komm vor 10 Uhr. Xàtiva, eine halbe Bahnstunde südlich von Valencia, trägt eine Doppelburg auf dem Bergrücken und war Geburtsstadt der Borgia-Päpste. Und bei Torrevieja färben Salzalgen eine ganze Lagune rosa – gebadet wird dort nicht, fotografiert umso mehr; das Salz von hier landet seit Jahrhunderten auf den Tischen halb Europas.
































