Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Baskenland
Zwischen Titanfassade und Felsentreppe liegen kaum hundert Kilometer – das Baskenland packt seine großen Bilder auf engen Raum.
Der bekannteste Bau der Region steht in Bilbao: Frank Gehrys Guggenheim-Museum, 1997 eröffnet, dessen Titanschuppen je nach Wetter silbern, golden oder bleigrau schimmern. Davor sitzt Jeff Koons' zwölf Meter hoher Blumenhund Puppy, an der Flussseite spannt Louise Bourgeois' Spinne Maman ihre Beine über die Promenade. Kauf das Zeitfenster-Ticket online – im Sommer und an Wochenenden sind die Vormittage schnell weg – und plane danach eine Stunde für den Uferweg am Nervión, der das Museum von allen Seiten zeigt.
Das zweite große Bild liefert San Sebastián: die Bucht La Concha, die sich als fast geschlossene Muschel zwischen Monte Igueldo und Monte Urgull legt, mit der Insel Santa Clara als Pfropfen in der Einfahrt. Lauf die weiße Balustraden-Promenade einmal komplett ab und nimm am westlichen Ende die hölzerne Standseilbahn von 1912 auf den Monte Igueldo – von der Terrasse oben überblickst du Bucht, Altstadt und die grüne Küste bis Getaria. Unten am Fels stehen Eduardo Chillidas Windkämme, drei in den Stein geschlagene Stahlskulpturen, an denen bei Wellengang die Gischt durch Blaslöcher schießt.
Östlich von Bakio windet sich die berühmteste Treppe der Region übers Meer: 241 Stufen führen über einen Steindamm zur Einsiedelei San Juan de Gaztelugatxe, die als Drachenstein-Kulisse aus Game of Thrones Weltruhm bekam. In der Hauptsaison brauchst du eine kostenlose Online-Reservierung, und der Rückweg zieht sich – rechne insgesamt zwei bis drei Stunden und nimm Wasser mit. Ganz in der Nähe: das Fischerstädtchen Bermeo und das Biosphärenreservat Urdaibai mit seiner weiten Flussmündung.
Dazu kommen die leiseren Nummern: die hängende Schwebefähre Puente Vizcaya zwischen Portugalete und Getxo, seit 1893 in Betrieb und UNESCO-Welterbe, deren Gondel alle paar Minuten über den Nervión pendelt; die Altstadt von Hondarribia an der französischen Grenze mit ihren bunten Fischerhäusern; und Vitoria-Gasteiz mit der Kathedrale Santa María, durch deren offene Baustelle Führungen mit Helm gehen. Wer Museen mag, hängt in San Sebastián das San Telmo an – baskische Geschichte in einem ehemaligen Kloster am Fuß des Urgull.




























