Barcelona Sehenswürdigkeiten und die Highlights Kataloniens
Morgens um neun, wenn das erste Licht durch die bunten Fenster der Sagrada Família fällt, färbt sich das ganze Kirchenschiff in Grün- und Orangetöne – und du verstehst, warum alle von diesem Bau reden.
Barcelona zuerst, und zwar mit Zeitfenstern: Die Sagrada Família verkauft ihre Tickets ausschließlich online, und in der Saison sind die Vormittagsslots oft Tage im Voraus vergriffen – buche vorab und nimm den frühen Morgen, wenn das Ostlicht durch die grün-blauen Glasfenster der Geburtsfassade fällt. Der Turmaufstieg kostet extra und lohnt vor allem auf der Seite der Passionsfassade. Auch der Park Güell ist längst zoniert: Der monumentale Kernbereich mit der Mosaikechse und der geschwungenen Bank braucht ein eigenes Zeitfensterticket, der umliegende Park ist frei zugänglich.
Die zweite Gaudí-Achse ist der Passeig de Gràcia: Casa Batlló mit ihrer schuppigen Drachenfassade und La Pedrera mit dem wellenförmigen Dach stehen wenige Hundert Meter auseinander – beide innen sehenswert, beide teuer; wer nur eines besichtigen will, nimmt La Pedrera mit der Dachterrasse zwischen den Kaminskulpturen. Danach hinunter ins Barri Gòtic: Kathedrale, Plaça Sant Felip Neri mit den Bombennarben im Stein und die Gassen um die Plaça del Rei. Im Nachbarviertel El Born hängen das Picasso-Museum und die Basilika Santa Maria del Mar, die vielen als schönster gotischer Raum der Stadt gilt.
Zwei Alltagswarnungen, die dir den Städtetrip retten: Auf der Rambla, in der Metro und rund um die Boqueria arbeiten Taschendiebe professionell – Wertsachen nach vorn, Rucksack zu, und am Strand nie etwas unbeaufsichtigt lassen. Und iss nicht an der Rambla selbst: Die Markthalle La Boqueria taugt vormittags für Fruchtsäfte und Jamón-Kegel, fürs richtige Essen gehst du nach Gràcia, Sant Antoni oder El Born. Den besten Gratis-Blick über die Stadt hast du abends von den Bunkers del Carmel, den alten Flakstellungen über dem Stadtteil El Carmel.
Katalonien ist aber weit mehr als seine Hauptstadt, und die großen Ziele liegen alle in Tagesausflugsdistanz: das Dalí-Theater-Museum in Figueres, in dem der Künstler ein ausgebranntes Stadttheater in ein begehbares Gesamtkunstwerk verwandelt hat, das römische Tarragona mit dem Amphitheater über dem Meer, Gironas Altstadt am Onyar und das Kloster Montserrat im Zackengebirge – jedes davon bekommt weiter unten eine eigene Sektion. Wer nur Barcelona sieht, hat Katalonien nicht gesehen.


































