Tossa de Mar ist das Postkartenmotiv der südlichen Costa Brava, das auch aus der Nähe hält, was es verspricht. Über der goldenen Bucht der Platja Gran erhebt sich die Vila Vella, der einzige erhaltene befestigte mittelalterliche Ortskern an der katalanischen Küste. Zinnenmauern und Rundtürme aus dem 12. Jahrhundert umschließen ein Gewirr enger Gassen, in denen es nach Pinien und Salz riecht und in denen sich kleine Restaurants, Galerien und Aussichtspunkte verbergen.
Das Licht von Tossa hat Künstler angezogen wie kaum ein anderer Ort der Küste. Marc Chagall verbrachte hier einen Sommer und nannte den Ort sein „blaues Paradies“. Ava Gardner drehte 1950 den Film „Pandora and the Flying Dutchman“ in Tossa und machte das einstige Fischerdorf damit weltberühmt; eine Statue an der Festungsmauer erinnert bis heute an sie.
Unter den Mauern breitet sich die Platja Gran aus, der Hauptstrand mit seinem hellen, grobkörnigen Sand und dem ruhigen, klaren Wasser der Bucht. Wer weiterzieht, folgt dem Cap de Ronda, dem Küstenpfad, der zu kleineren, geschützten Buchten wie der Cala Pola und der Cala Giverola führt, eingebettet zwischen Pinienwald und Fels.
Tossa verbindet auf engstem Raum, was die Costa Brava ausmacht: mittelalterliche Geschichte hinter Festungsmauern, Badebuchten mit klarem Wasser und eine katalanische Küche, in der frischer Fisch, der lokale Eintopf cim i tomba und ein Glas Wein zusammenfinden. Es ist lebhaft genug für einen Strandurlaub und alt genug, um zu verzaubern.