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Lloret de Mar

Am Ostende des Hauptstrands klebt eine Burg aus den 1930er Jahren auf dem Fels, und wenige Schritte dahinter beginnt ein Küstenpfad, der über Klippen und durch Pinien zu Buchten führt, von denen die Hotelmeile nichts ahnt.

5 Stadtviertel10 Sehenswürdigkeiten7 Hotels
Überblick

Deine Lloret de Mar-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit ist Mai bis Juni und September: warmes Wasser, viel Sonne und weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind am lebhaftesten und vollsten, ideal für Strand- und Nachtleben. Im Winter wird der Ort ruhig, viele Betriebe pausieren.
Über Lloret de Mar

Reisen nach Lloret de Mar

Lloret de Mar ist der größte Badeort der Costa Brava und deutlich vielschichtiger als sein Ruf. Vor der Altstadt zieht sich der rund anderthalb Kilometer lange Hauptstrand entlang des Passeig Jacint Verdaguer, an seinem Ostende steht auf einem Felsen das Castell d'en Plaja, davor die Bronzefigur der Dona Marinera. Hinter der Kirche Sant Romà mit ihren im Trencadís-Stil gekachelten Kuppeln steigen die Gassen zum Jugendstil-Friedhof von 1901 an, dessen Mausoleen wohlhabend aus Kuba zurückgekehrte Indianos bei namhaften Architekten in Auftrag gaben. Westlich schiebt sich der bewaldete Klippenrücken mit der Burgruine Sant Joan zwischen Hauptstrand und die ruhigere Bucht von Fenals, und darüber liegen die Jardins de Santa Clotilde, ein Klippengarten von 1919 mit Zypressentreppen bis fast ans Wasser. Weiter südwestlich reihen sich Sa Boadella, Santa Cristina und – schon an der Grenze nach Blanes – Treumal im Pinienwald aneinander, im Norden schützt Canyelles den einzigen Yachthafen des Ortes. Verbunden wird das alles vom Camí de Ronda, dem alten Küstenwanderweg bis nach Tossa de Mar.

Lloret de Mar – Karte
Reiseführer

Lloret de Mar von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um zehn Uhr morgens liegt der Passeig Jacint Verdaguer noch halb im Schatten der Hotelzeile, die Kehrmaschine arbeitet sich durch die Riera, und auf dem Fels am Ostende des Strands sitzt eine Burg, die aussieht, als hätte sie jemand für einen Film dorthin gestellt. Lloret de Mar ist der größte Badeort der Costa Brava und wird deshalb gern auf zwei Nächte Party reduziert. Wer aber am selben Vormittag den Küstenweg nach Süden nimmt, steht nach einer halben Stunde über der Bucht von Sa Boadella, hört nichts außer Zikaden und fragt sich, wo der Rest des Ortes geblieben ist. Beides gehört hier zusammen, und du entscheidest über die Zone, in der du wohnst, welche Version du bekommst.

Strände & Buchten

Die Strände und Buchten von Lloret de Mar

Der Hauptstrand ist nur der Anfang – die Küste rechts und links davon zerfällt in ein gutes Dutzend Buchten, und zu den stillsten kommst du zu Fuß entspannter als mit dem Auto.

Platja de Lloret und Sa Caleta
Platja de Lloret und Sa Caleta

Die Platja de Lloret zieht sich über rund anderthalb Kilometer vor der Altstadt entlang und ist der Grund, warum der Ort überhaupt groß geworden ist. Der Sand ist gröber als auf den Balearen, fast schon feiner Kies, dafür fällt das Wasser zügig ab und bleibt bis in den Herbst klar. Hinter der Liegereihe läuft der Passeig Jacint Verdaguer als breite Promenade mit Palmen, Bars und Bootsverleih. Am östlichen Ende schiebt sich ein Fels ins Wasser, auf dem das Castell d'en Plaja steht; dahinter versteckt sich mit Sa Caleta eine kleine Bucht, die deutlich ruhiger ist als der Rest und morgens fast leer bleibt. Am anderen Ende, dort wo die Promenade endet, führen Stufen hinauf zur Felskante von Cala Banys – kein Badestrand, sondern eine Terrasse über den Wellen, die als Sundowner-Adresse funktioniert.

Hinter dem bewaldeten Klippenrücken mit der Burgruine Sant Joan beginnt die Platja de Fenals, die zweite große Bucht des Ortes. Sie ist mit rund 700 Metern nicht einmal halb so lang wie der Hauptstrand, liegt geschützter und ist deutlich familientauglicher: flacherer Einstieg, weniger Durchgangsverkehr auf der Promenade, mehr Pinien im Rücken. Wer mit kleinen Kindern reist und trotzdem nicht ins Hinterland ziehen will, ist hier richtig. Vom südwestlichen Ende der Bucht steigt der Küstenweg über Stufen zu den Jardins de Santa Clotilde hinauf, und von dort geht es weiter zur nächsten Bucht – dieser Abschnitt ist einer der Gründe, warum sich in Fenals ein Aufenthalt ohne Auto gut aushalten lässt.

Südwestlich davon liegen die drei Buchten, für die man sich die Mühe machen sollte. Sa Boadella ist eine Sandbucht zwischen Felsnasen, erreichbar über eine lange Treppe durch Pinienwald; ein Teil des Strands wird traditionell textilfrei genutzt, der übrige nicht, und beide Bereiche kommen problemlos miteinander aus. Weiter westlich folgt Santa Cristina unterhalb der gleichnamigen Wallfahrtskapelle im Wald, und hinter den Felsen an ihrem Westende öffnet sich als letzte und kleinste die Cala Treumal, die schon an der Grenze nach Blanes liegt. Alle drei sind im Hochsommer zwar keine Geheimtipps mehr, aber du hörst dort das Meer statt der Strandbar. Parkplätze sind knapp und die Zufahrten eng – wer kann, kommt zu Fuß über die Waldpfade oder früh am Vormittag.

Nach Norden hin wird die Küste felsiger. Zwischen Sa Caleta und Canyelles reihen sich mehrere kleine Einschnitte aneinander: zuerst die Cala dels Frares direkt unter dem Burgfelsen, dahinter die Cala Trons, teils nur über Treppen zugänglich, teils reine Schnorchelplätze ohne Sand. Am Ende der Reihe öffnet sich die Cala Canyelles, die einzige Bucht mit einem Yachthafen: heller Sand, bewaldete Hänge voller Ferienvillen, Bootsverleih und Wassersport direkt am Strand. Von der Küstenstraße geht es steil hinunter, mit dem Bus aus dem Zentrum ist sie in der Saison erreichbar, mit dem Mietwagen sowieso. Für einen ganzen Badetag abseits der Hotelmeile ist Canyelles die praktikabelste Adresse.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lloret de Mar

Fast alles, was in Lloret sehenswert ist, liegt entweder direkt an der Küstenlinie oder eine Viertelstunde bergauf – ein halber Tag genügt für den Kern.

Das Castell d'en Plaja auf dem Fels am Ostende des Hauptstrands ist das meistfotografierte Motiv des Ortes und zugleich das jüngste: Es wurde in den 1930er Jahren als privater Sommersitz gebaut und ist deshalb keine mittelalterliche Burg, auch wenn es aus der Ferne so wirkt. Ein paar Schritte davor steht auf den Felsen das Monument a la Dona Marinera, die Bronzefigur einer Seemannsfrau, die aufs Meer hinausblickt – der Legende nach geht ein Wunsch in Erfüllung, wenn man ihre rechte Hand berührt und dabei zum Horizont schaut. Von dort startet der schmale Steg des Küstenwegs nach Norden, und der Blick zurück über die ganze Bucht ist der beste, den du ohne Anstieg bekommst.

In der Altstadt steht die Església de Sant Romà, im frühen 16. Jahrhundert spätgotisch errichtet und Anfang des 20. Jahrhunderts modernistisch erweitert. Auffällig sind die seitlichen Kuppeln, die mit farbigem Trencadís gekachelt sind und die schlichte Steinfassade unerwartet bunt kontern. Ein paar Minuten bergauf liegt der Cementiri Modernista, 1901 eingeweiht und einer der bemerkenswertesten Friedhöfe Kataloniens: Die Familien, die im 19. Jahrhundert als Auswanderer in Kuba reich geworden und als Indianos zurückgekehrt waren, ließen ihre Mausoleen von namhaften Architekten der Zeit entwerfen. Das Ergebnis ist eine Freiluftsammlung modernistischer Grabarchitektur mit Blick über den Ort.

Dieselbe Auswanderergeschichte erklärt auch die Herrenhäuser unten am Wasser. Das Can Garriga direkt an der Promenade beherbergt heute das Museu del Mar, das die Seefahrts- und Werftvergangenheit von Lloret erzählt – lange bevor der erste Hotelbau stand, wurden hier Schiffe für die Amerikafahrt gebaut. Zum städtischen Museumsnetz gehört auch das Wohnhaus Can Font, in dem sich die Einrichtung einer wohlhabenden Familie um 1900 erhalten hat. Beide Häuser sind klein, gut erklärt und die sinnvollste Beschäftigung für einen Vormittag, an dem der Wind zu kräftig für den Strand ist.

Bleiben die Punkte oberhalb der Küstenlinie. Auf dem Klippenrücken zwischen Haupt- und Fenalsstrand steht die Ruine des Castell de Sant Joan, dessen Ursprung ins 11. Jahrhundert zurückreicht; der Aufstieg dauert wenige Minuten und liefert den Überblick über beide Buchten gleichzeitig. Im bewaldeten Hinterland liegt der Poblat Ibèric Puig de Castellet, eine befestigte iberische Siedlung aus dem 3. Jahrhundert vor Christus, von deren Hügel du bei klarer Luft die gesamte Küstenlinie überblickst. Und im Wald über der Bucht Santa Cristina steht die gleichnamige Wallfahrtskapelle aus dem 18. Jahrhundert, Ziel der Prozession, mit der Lloret jedes Jahr am 24. Juli sein Sommerfest begeht.

Sehenswürdigkeiten in Lloret de Mar

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Gärten am Meer

Die Jardins de Santa Clotilde über der Bucht von Sa Boadella

Ein Garten, der nicht auf Blüten setzt, sondern auf Treppen, Zypressen und den Ausschnitt Meer, den er zwischen ihnen freilässt.

Jardins de Santa Clotilde
Jardins de Santa Clotilde

Die Jardins de Santa Clotilde liegen auf der Klippe zwischen Fenals und der Bucht von Sa Boadella und gehen auf einen Entwurf von Nicolau Maria Rubió i Tudurí aus dem Jahr 1919 zurück. Der Architekt war damals sehr jung und arbeitete mit dem Vokabular des Noucentisme: italienische Renaissancegärten als Vorbild, klare Achsen, Hecken statt Beete, dazu Treppen, Balustraden und Skulpturen. Blühende Rabatten wirst du kaum finden – die Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von dunklem Grün, hellem Stein und dem Blau, das an den Achsenenden auftaucht. Genau deshalb funktioniert der Garten auch im Winter, wenn an der Küste sonst wenig los ist.

Das Herzstück ist die große Treppenanlage, die in mehreren Läufen den Hang hinunterführt, gerahmt von efeubewachsenen Mauern und alten Zypressen. Auf halber Höhe stehen Nachbildungen antiker Figuren, an anderer Stelle plätschert Wasser in schlichte Becken, und immer wieder öffnet sich eine Lücke zur Bucht hinunter. Wer die volle Runde geht, kommt an mehreren Aussichtspunkten vorbei, von denen einer fast senkrecht über dem Wasser sitzt. Feste Schuhe sind nicht nötig, aber der Weg zurück nach oben ist steiler, als er beim Hinuntergehen wirkt – plane die Runde nicht in der Mittagshitze.

Praktisch gesehen ist der Garten der beste Grund, den Aufenthalt in Fenals zu planen: Vom westlichen Ende der Bucht führt der Küstenweg in etwa einer Viertelstunde hinauf zum Eingang, und weiter geht es auf demselben Pfad nach Sa Boadella. Mit dem Auto erreichst du die Anlage über die Küstenstraße Richtung Blanes, allerdings ist der Parkraum begrenzt. Der Eintritt ist kostenpflichtig und die Öffnungszeiten wechseln mit der Saison, im Winter sind sie deutlich kürzer als im Sommer – prüfe sie am Tag des Besuchs, statt dich auf eine Angabe aus dem Vorjahr zu verlassen. Früher Vormittag und die letzte Stunde vor Schließung sind die ruhigsten Zeitfenster.

Wandern an der Küste

Auf dem Camí de Ronda von Lloret nach Tossa de Mar

Der alte Wachpfad der Küstenwache ist heute die beste Art, Lloret zu verlassen, ohne den Ort zu verlassen.

Der Camí de Ronda ist kein einzelner Weg, sondern das Netz aus Pfaden, das früher die Küstenwache und später Fischer und Schmuggler entlang der Felsküste nutzten. An der ganzen Costa Brava ist er heute größtenteils als Wanderweg hergerichtet und stellenweise Teil des Fernwanderwegs GR 92. Rund um Lloret gibt es zwei sehr unterschiedliche Abschnitte: den kurzen, gepflasterten Steg vom Monument a la Dona Marinera nach Sa Caleta, den man in Sandalen geht, und die langen Etappen nach Südwesten und Nordosten, die über Treppen, Wurzeln und Fels führen. Verwechsle die beiden nicht – der eine ist ein Spaziergang, der andere eine Wanderung.

Die lohnendste Halbtagesrunde führt nach Südwesten. Vom Ende der Platja de Fenals steigst du zu den Jardins de Santa Clotilde hinauf und über die Treppen unterhalb des Gartens hinunter zur Bucht Sa Boadella, danach weiter nach Santa Cristina mit der Wallfahrtskapelle im Pinienwald und als letzte, kleinste Bucht nach Treumal an der Grenze nach Blanes. Ein durchgehender Klippenweg ist das nicht: Der ausgeschilderte Camí de Ronda führt von Lloret nach Nordosten Richtung Tossa, nach Südwesten setzt sich die Runde aus Waldpfaden, Treppen und Abschnitten am Gehweg der Küstenstraße nach Blanes zusammen. Unterwegs wechseln sich schattige Waldstücke, Treppenabschnitte und offene Felskanten ab, und an jeder Bucht hast du die Wahl, ins Wasser zu gehen oder weiterzulaufen. Ein Badetuch im Rucksack ist hier sinnvoller als eine Wanderkarte. Für den Rückweg kannst du oben auf die Straße wechseln, wo in der Saison Busse verkehren.

Die große Strecke ist die nach Nordosten bis Tossa de Mar. Sie zählt zu den bekanntesten Küstenetappen Kataloniens, verläuft aber nicht durchgehend am Wasser: Einzelne Abschnitte weichen auf Wirtschaftswege und die Straße aus, weil private Grundstücke oder unpassierbarer Fels im Weg sind. Rechne mit einem halben Tag, festen Schuhen, mindestens anderthalb Litern Wasser pro Person und wenig Schatten in den offenen Passagen. Unterwegs kommst du an Canyelles vorbei, wo sich eine Pause anbietet. Zurück nach Lloret geht es mit dem Linienbus entlang der Küstenstraße oder in der Badesaison mit dem Ausflugsboot – die bequemere und die schönere Variante zugleich.

Für alle Etappen gilt dasselbe: Der Weg ist nicht durchgehend gesichert, an Felskanten fehlen streckenweise Geländer, und nach Regen wird der Fels glatt. Geh nicht in der Mittagshitze los, sondern früh, und dreh im Zweifel um, statt eine Passage zu erzwingen. Wer sich lieber führen lässt, findet vor Ort geführte Küstenwanderungen, oft kombiniert mit Schnorchelstopps oder einem Bootstransfer für den Rückweg. Und wenn du nur eine Stunde hast: Der Abschnitt von Sa Caleta zur Cala dels Frares mit Blick auf die Felsnadeln vor der Küste ist der Aufwand-Ertrag-Sieger unter allen Varianten.

Aktivitäten & Touren in Lloret de Mar

Aufenthalt planen

Urlaub in Lloret de Mar planen von zwei Tagen bis zur Woche

Zwei Tage reichen für den Ort, eine Woche für die halbe Costa Brava – die Frage ist vor allem, ob du einen Mietwagen nimmst.

Für einen ersten vollen Tag hältst du dich an die Küstenlinie. Vormittags Hauptstrand und Sa Caleta, dazu der kurze Steg unter dem Castell d'en Plaja und der Blick von der Dona Marinera zurück auf die Bucht. Mittags hinauf in die Altstadt zur Kirche Sant Romà und weiter zum Jugendstil-Friedhof, danach ins Museu del Mar an der Promenade, wenn die Sonne am höchsten steht. Am späten Nachmittag über den Klippenrücken mit der Ruine Sant Joan hinüber nach Fenals, wo das Wasser um diese Zeit ruhiger ist. Zum Abschluss Cala Banys für den Sonnenuntergang über dem Fels – ein Tag, der komplett zu Fuß funktioniert.

Tag zwei gehört dem Süden. Von Fenals hinauf zu den Jardins de Santa Clotilde, dann über Treppen und Waldpfade weiter nach Sa Boadella und Santa Cristina, wo die Wallfahrtskapelle im Pinienwald über der Bucht steht, und als letzte die kleine Cala Treumal an der Grenze nach Blanes – mit Badepausen nach Bedarf. Wer lieber im Wasser als am Wasser unterwegs ist, tauscht die zweite Hälfte gegen einen Schnorchel- oder Tauchgang an den Felsriffen vor der Küste. Abends dann bewusst nicht in der Riera essen, sondern in einem der Häuser am Ortsrand, in denen seit Jahrzehnten Paella und Suquet gekocht werden. Damit hast du in 48 Stunden beide Seiten von Lloret gesehen.

Mit drei bis vier Tagen kommen das Hinterland und die Nachbarorte dazu. Ein Vormittag reicht für den Poblat Ibèric Puig de Castellet mit dem Panoramablick über die Küste, ein zweiter halber Tag für Canyelles mit Bootsverleih und Mittagessen an der Bucht. Der klassische Ausflug ist Tossa de Mar mit seiner ummauerten Altstadt, entweder zu Fuß über den Küstenweg, mit dem Bus oder in der Saison per Ausflugsboot. Familien schieben an dieser Stelle den Wasserpark am Ortsrand oder den Abenteuerpark im Pinienwald ein – beides füllt zuverlässig einen ganzen Tag und nimmt Druck aus dem Strandprogramm.

Ab einer Woche lohnt der Mietwagen, und zwar nicht für Lloret selbst, sondern für alles drumherum. Girona mit den bemalten Häusern am Onyar, dem Call und der breiten Kathedralentreppe ist ein voller Tag wert, Barcelona ebenfalls, wobei du dorthin besser mit dem Bus fährst als mit dem eigenen Auto. Nach Norden führt die Küstenstraße über Tossa nach Sant Feliu de Guíxols und ins Baix Empordà mit seinen Steindörfern, nach Süden liegt Blanes mit dem botanischen Garten Marimurtra über dem Meer. Plane trotzdem zwei Tage ohne Programm ein – die Buchten sind der Grund, warum du hier bist.

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Übernachten

Hotels in Lloret de Mar und die passende Zone für deinen Urlaub

In Lloret entscheidet die Zone stärker über den Urlaub als die Sterne – zwischen Riera und Canyelles liegen zwei völlig verschiedene Wochen.

Das Zentrum ist die Zone mit der größten Auswahl und dem größten Risiko. Rund um die Riera und die Avinguda Just Marlès stehen die Häuser dicht an dicht, der Strand ist keine drei Minuten entfernt, und alles hat geöffnet. Dafür bleibt es an Sommerwochenenden bis in die frühen Morgenstunden laut – wer hier bucht, nimmt ein Zimmer zum Innenhof und nicht zur Straße und schaut sich vorher auf der Karte an, wie weit die nächste Ausgehmeile entfernt ist. Am oberen Ende der Skala liegt in dieser Zone das Gran Hotel Monterrey & Spa mit parkähnlichem Garten und eigenem Spa, ein paar Straßen abseits vom Trubel und trotzdem in Gehweite zum Strand.

Fenals ist die Zone für alle, die tagsüber alles und abends nichts davon wollen. Die Bucht liegt hinter dem Klippenrücken, das Wasser ist ruhiger, und ins Zentrum läuft man in einer Viertelstunde oder fährt zwei Haltestellen mit dem Bus. Direkt an der Bucht steht das familiengeführte Rigat Park & Spa Hotel, ein Fünf-Sterne-Haus aus den 1950er Jahren mit eigenem Strandzugang und altem Baumbestand – die stilvollste Adresse am Wasser. Größer und auf Familien ausgelegt sind das Evenia Olympic Resort und die zugehörigen Evenia Olympic Suites mit mehreren Pools und Spa; das Resort wirbt zudem mit freiem Eintritt in den Wasserpark am Ortsrand.

Familien mit älteren Kindern fahren oft mit den Resorts am Rand des Zentrums am besten, weil dort die Anlage selbst das halbe Programm stellt. Das Guitart Central Park Aqua Resort und das Hotel Rosamar Garden Resort der lokalen Rosamar-Gruppe haben beide einen eigenen kleinen Wasserpark und mehrere Pools, das Rosamar liegt rund 300 Meter vom Strand entfernt. Der Vorteil liegt auf der Hand: kurze Wege zum Zentrum, aber ein Gelände, auf dem sich der Nachmittag ohne Diskussion füllt. Der Preis dafür ist ein hoher Anteil an Halb- und Vollpension – wer abends gern durch Restaurants zieht, bucht besser knapper.

Zwei Sonderfälle lohnen den Blick. Im bewaldeten Hinterland liegt mit dem Sant Pere del Bosc Hotel & Spa ein Boutiquehaus mit rund 18 Suiten in einem historischen Anwesen, weit weg vom Strand und genau deshalb interessant für Paare, die abends Ruhe wollen; ohne Auto oder Shuttle ist die Lage allerdings unpraktisch. Und Canyelles im Norden ist die Adresse für einen Urlaub, in dem der Yachthafen und die Bucht das Programm sind. Für alle Zonen gilt: Juli und August sind früh ausgebucht und am teuersten, im Mai, Juni und September bekommst du dieselben Häuser deutlich günstiger, und im Winter haben viele Saisonbetriebe geschlossen.

Hotels in Lloret de Mar

Alle 7 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Partnerangebote in Kürze

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Partnerangebote in Kürze
Essen & Trinken

Restaurants in Lloret de Mar und was an der Costa Brava auf den Tisch kommt

Zwischen den Menütafeln an der Promenade steht die eigentliche Küche des Ortes – man muss dafür nur eine Straße weiter oder ein Stück aus dem Zentrum heraus.

Die katalanische Küste kocht Reis und Fisch, und beides bekommst du in Lloret in mehreren Ausbaustufen. Suquet de peix ist der Fischeintopf der Küstenorte, dick gebunden mit Kartoffeln und Picada, ursprünglich das Essen der Fischer aus dem, was sich nicht verkaufen ließ. Arròs a la cassola und die dunkleren Reisgerichte mit Tintenfisch stehen neben der klassischen Paella auf fast jeder Karte, dazu Fideuà, bei der Nudeln die Rolle des Reises übernehmen. Als Vorspeisen bestellst du Pa amb tomàquet, geröstetes Brot mit Tomate und Olivenöl, Escalivada aus über der Glut gerösteten Paprika, Auberginen und Zwiebeln sowie im Sommer die Esqueixada, den kalten Salat aus eingelegtem Stockfisch mit Tomate und Zwiebel. Calçots, die gegrillten Frühlingszwiebeln mit Romesco-Sauce, gehören dagegen in den Winter zwischen Dezember und März und fallen damit aus der Badesaison heraus.

Die Institutionen des Ortes sind alle keine Neueröffnungen. Can Bolet gilt als ältestes Restaurant Llorets und kocht seit 1961 katalanisch mit Fisch und Meeresfrüchten. Mas Romeu liegt im Grünen am Ortsrand, wird seit 1981 von derselben Familie geführt, ist im Michelin-Führer gelistet und steht für Grill, Paella und Suquet. Can Sabata hat sich in einer Masia aus dem 16. Jahrhundert auf Reisgerichte spezialisiert, die aus der offenen Küche kommen, und bringt für Anreisende mit Auto den eigenen Parkplatz mit. Und oben an der Cala Canyelles kocht das El Trull seit 1968 Marktküche mit Fisch, der vom Markt im Nachbarort Blanes kommt.

Eine Stufe darüber steht das Freu, das Gourmetrestaurant im Gran Hotel Monterrey, das hinter einem großen Garten liegt und kreative mediterrane Küche unter Küchenchef Pep Arbós serviert – die Adresse für den einen Abend, an dem es mehr sein darf. Für den Alltag funktionieren die kleineren Häuser besser: La Lonja in einer Gasse nahe der Promenade mit Tapas, Meeresfrüchten und Tagesmenü, La Parrilla im Zentrum, das seit 1989 für große Portionen und herzlichen Service bekannt ist, und wenn der Abend mal nicht spanisch sein soll, die Cantina Panxos an der Avinguda Frederic Mistral mit Tacos und Quesadillas. Reservieren solltest du in der Hochsaison überall, wo es nicht nur Terrassenplätze gibt.

Zum Trinken bleibst du regional. Die Weine der Costa Brava kommen aus dem Empordà, oft frische Weiße und Rosés, die zu Fisch besser passen als ein schwerer Rioja. Cava ersetzt an der Küste vielerorts das Glas Wein zum Aperitif. Als Digestif gibt es den Cremat, einen mit Rum, Zucker, Zimt und Zitronenschale angezündeten Kaffee, der traditionell zu den Havaneres gehört – den Seemannsliedern, die an der Costa Brava im Sommer bei Konzerten am Wasser gesungen werden. Und der praktische Hinweis: In Spanien wird spät gegessen, vor 21 Uhr sind viele Lokale abends leer, und die Küchen der guten Häuser haben mittags eine lange Pause.

Restaurants in Lloret de Mar

Alle 8 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Lloret de Mar und unterwegs an der Costa Brava

Lloret hat keinen Bahnhof, dafür eine der besten Busanbindungen der Küste – ein Mietwagen ist Komfort, keine Notwendigkeit.

Der nächstgelegene Flughafen ist Girona-Costa Brava, gut eine halbe Stunde nördlich, und für Reisende aus Deutschland damit die kürzeste Variante, sofern die Verbindung passt. In der Saison fahren Transferbusse vom Terminal direkt an die Küste, außerhalb der Saison ist das Angebot dünner – prüfe die Fahrpläne vor der Buchung, statt dich auf ein Anschlussversprechen zu verlassen. Barcelona-El Prat hat das größere Flugangebot, liegt aber am anderen Ende der Metropolregion; rechne dort mit Umstieg in Barcelona und insgesamt deutlich mehr als einer Stunde Fahrt. Beide Flughäfen werden von Mietwagenstationen bedient, was für längere Aufenthalte die flexibelste Lösung ist.

Einen Bahnhof gibt es in Lloret nicht. Der nächste Anschluss ans Netz liegt in Blanes, wenige Kilometer südlich, von wo Nahverkehrszüge nach Barcelona fahren und Busse die Lücke bis Lloret schließen. Deutlich bequemer ist die direkte Busverbindung: Vom Busbahnhof Barcelona Nord verkehren Überlandbusse an die südliche Costa Brava und halten in Lloret zentral, sodass du ohne Umsteigen ankommst. Auch zwischen Lloret, Blanes und Tossa de Mar fahren regelmäßig Busse entlang der Küstenstraße – für die meisten Ausflüge im Umkreis reicht das völlig aus.

Mit dem eigenen Auto führt der Weg über die Autobahn Richtung Girona und dann hinunter an die Küste; die katalanischen Autobahnen sind heute überwiegend mautfrei, die Küstenstraße zwischen Blanes, Lloret und Tossa dagegen kurvig und im Sommer zäh. Das eigentliche Thema ist das Parken. Im Zentrum ist der Straßenraum knapp und weitgehend bewirtschaftet, viele Hotels haben nur begrenzte Stellplätze oder rechnen sie separat ab. Frag beim Buchen ausdrücklich nach, und rechne an den kleinen Buchten im Südwesten damit, dass die wenigen Parkplätze vormittags belegt sind.

Vor Ort brauchst du für das Zentrum nichts als Schuhe: Vom Hauptstrand bis zur Kirche sind es Minuten, nach Fenals läufst du über den Klippenweg eine knappe Viertelstunde. Für Canyelles, den Wasserpark und die Buchten im Südwesten gibt es in der Saison Busse und die Touristenbahn, außerhalb der Saison wird das Angebot spürbar dünner. Eine eigene Kategorie sind die Ausflugsboote: Sie verbinden in der Badesaison Blanes, Lloret, Tossa und weitere Orte entlang der Küste, teils mit Glasboden, und lassen sich als Hin- und Rückfahrt einzeln kombinieren. Für die Strecke nach Tossa ist das die schönste Verbindung überhaupt.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Abende & Nachtleben

Nachtleben in Lloret de Mar und wo es abends ruhig bleibt

Der Ruf des Ortes stützt sich auf wenige hundert Meter Straße – wer sie kennt, kann sie ansteuern oder umgehen.

Das Ausgehviertel von Lloret ist räumlich klar begrenzt. Rund um die Carrer de la Riera und die angrenzenden Querstraßen reihen sich Bars, Clubs und Diskotheken aneinander, dazu kommt die Achse der Avinguda Just Marlès. In den Sommermonaten füllt sich diese Zone ab dem späten Abend und leert sich erst im Morgengrauen; im Mai, Juni und September ist deutlich weniger los, im Winter haben viele Betriebe komplett zu. Wer genau das sucht, wohnt am besten mittendrin. Wer es nicht sucht, wählt Fenals, Canyelles oder das Hinterland – dort bekommst du vom Trubel nichts mit, bist aber in einer Viertelstunde dort, falls du es dir anders überlegst.

Zwischen Strandbar und Großraumdisco liegt eine Ebene, die viele übersehen. Auf der Felsterrasse der Cala Banys am westlichen Ende der Promenade sitzt man mit dem Meer unter sich, wenn die Sonne hinter dem Klippenrücken verschwindet – der beste Sundowner des Ortes und ganz ohne Türsteher. Entlang der Promenade laufen abends Familien, Straßenmusiker und Marktstände auf und ab, und in den Gassen der Altstadt sitzen die Leute vor kleineren Lokalen. Wer den Abend so beginnt, hat schon einen kompletten Ausgehabend gehabt, bevor die eigentliche Nacht überhaupt losgeht.

Zwei Hinweise für die Praxis. Erstens gilt in Spanien die späte Uhr: Vor Mitternacht ist in den Clubs kaum jemand da, dafür geht es bis in den Morgen, und der Rückweg zu Fuß durch das Zentrum ist entsprechend belebt. Zweitens hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren stärker gegen Auswüchse durchgegriffen – Alkohol auf der Straße, Trinkgelage am Strand und aggressive Kundenwerbung vor Lokalen werden kontrolliert und können teuer werden. Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein Grund, die üblichen Regeln ernst zu nehmen, statt sich auf einen alten Ruf zu verlassen, der so nicht mehr stimmt.

Ausflüge & Familienziele

Ausflüge ab Lloret de Mar nach Tossa, Girona und Barcelona

Von Lloret aus liegen eine ummauerte Altstadt, eine Kathedralentreppe und eine Weltstadt im Radius eines Tagesausflugs.

Camí de Ronda
Camí de Ronda

Der naheliegendste Ausflug ist Tossa de Mar, wenige Kilometer nordöstlich entlang der Küstenstraße. Der Ort hat mit der Vila Vella die einzige erhaltene mittelalterliche Wehranlage an der katalanischen Küste: Mauerring, Türme und Gassen auf einem Felsvorsprung über der Bucht, dazu ein Leuchtturm oben und ein breiter Sandstrand darunter. Du kommst mit dem Bus in kurzer Zeit hin, in der Badesaison mit dem Ausflugsboot deutlich schöner, und zu Fuß über den Camí de Ronda als Halbtagesetappe. Für Fotos vom Strand aus ist der Vormittag am besten, wenn die Sonne von Osten frontal auf den Mauerring fällt; für den Blick aus der Vila Vella hinunter auf die Bucht lohnt der späte Nachmittag.

In der Gegenrichtung liegt Blanes, wo die Costa Brava offiziell beginnt. Der Grund hinzufahren ist der Jardí Botànic Marimurtra, ein botanischer Garten auf der Klippe mit Pflanzen aus mehreren Kontinenten und einem Aussichtsplatz, an dem die Kamera von selbst hochgeht. Dazu kommen der Fischereihafen und der Markt, auf dem auch die Küchen aus Lloret einkaufen. Ende Juli richtet Blanes ein mehrtägiges Feuerwerksfestival aus, das Zuschauer aus der ganzen Region an die Bucht zieht – wenn dein Aufenthalt in diese Tage fällt, plane die Anreise früh und rechne mit vollen Straßen.

Für einen ganzen Tag lohnen die beiden Städte im Landesinneren. Girona liegt gut eine Stunde entfernt und ist die kompaktere Wahl: bemalte Häuserfronten am Fluss Onyar, das mittelalterliche jüdische Viertel, die breite Barocktreppe vor der Kathedrale und Stadtmauern, auf denen du über die Dächer läufst. Barcelona ist rund 75 Kilometer entfernt und mit dem Direktbus in gut anderthalb Stunden erreichbar – deutlich entspannter als mit dem eigenen Auto, weil dir Verkehr und Parksuche erspart bleiben. Wer Salvador Dalí sehen will, fährt weiter nach Norden zum Theater-Museum in Figueres.

Mit Kindern musst du für das Tagesprogramm nicht einmal aus dem Ort heraus. Der Wasserpark Water World am Ortsrand kombiniert über zwanzig Rutschen mit Wellenbad und eigenem Kleinkindbereich, der Gnomo Park im Pinienwald setzt auf Minigolf, Klettern und Themenspielplätze. Beides funktioniert als voller Tag, an dem niemand fragt, wie lange es noch dauert. Auf dem Wasser sind Schnorchel- und Tauchausflüge an den Felsriffen rund um Lloret die Alternative, für Anfänger als Schnupperkurs in geschützter Bucht. Prüfe bei allen Anbietern Saison und Öffnungszeiten vorab, denn außerhalb der Sommermonate ist das Angebot deutlich reduziert.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Lloret de Mar – und welches zu dir passt

Centre (Stadtzentrum)Centre (Stadtzentrum)Vom Passeig Jacint Verdaguer am Hauptstrand bis in die Gassen um die Kirche Sant Romà: Hier liegen Promenade, Museu del Mar, der Jugendstil-Friedhof und die Ausgehmeile rund um die Riera dicht beieinander. Kürzeste Wege, größte Auswahl – und die Zone, in der es an Sommerwochenenden am längsten laut bleibt.Ideal für: Kurze Wege & Ausgehen1 TagFenalsFenalsHinter dem Klippenrücken mit der Burgruine Sant Joan liegt die zweite große Bucht des Ortes, geschützter und ruhiger als der Hauptstrand. Hotels und Apartments verteilen sich zwischen Pinien, vom westlichen Ende steigt der Küstenweg zu den Jardins de Santa Clotilde hinauf – die beste Basis für Familien ohne Auto.Ideal für: Familien & Badetage1–2 TageSanta Cristina & Sa BoadellaSanta Cristina & Sa BoadellaDer grüne Südwesten mit den drei stillsten Buchten von Lloret: Sa Boadella zwischen Felsnasen, Santa Cristina unter der Wallfahrtskapelle im Pinienwald und dahinter die kleine Cala Treumal an der Grenze nach Blanes. Erreichbar über Treppen und Waldpfade, mit knappem Parkraum und ohne jede Hotelzeile im Rücken.Ideal für: Ruhige Buchten & Wandern½–1 TagCanyellesCanyellesDie letzte große Bucht im Norden und die einzige mit Yachthafen: heller Sand, bewaldete Hänge mit Ferienvillen, Bootsverleih und Wassersport direkt am Strand. Oben an der Bucht kocht das El Trull seit 1968. Wer abends Ruhe will und tagsüber aufs Wasser, findet hier die entspannteste Adresse von Lloret.Ideal für: Boote & Ruhe½–1 TagPuig de Castellet (Bergzone)Puig de Castellet (Bergzone)Im bewaldeten Hinterland nördlich des Zentrums liegt die am besten erhaltene iberische Siedlung von Lloret, eine befestigte Anlage aus dem 3. Jahrhundert vor Christus mit weitem Blick über die Küste. Ringsum Pinienwald, ruhige Wohnlagen und mit Sant Pere del Bosc ein Rückzugsort weit weg vom Strandbetrieb.Ideal für: Geschichte & Hinterland½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Lloret de Mar mit Wetter und Wassertemperaturen

Die Badesaison an der südlichen Costa Brava ist länger, als der deutsche Sommerkalender vermuten lässt – die Infrastruktur läuft ab Mai an, badetauglich wird das Meer im Juni und bleibt es bis in den Oktober.

Lloret de Mar hat ein mediterranes Küstenklima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern, in denen Frost die Ausnahme bleibt. Im Juli und August klettern die Höchstwerte regelmäßig über 28 Grad, dazu kommt hohe Luftfeuchtigkeit, die die Nächte schwül macht. Der meiste Regen fällt als kurzer, kräftiger Schauer im Herbst, oft im Oktober. Entscheidender als die Lufttemperatur ist für einen Badeurlaub das Meer: Es erwärmt sich langsam bis in den Spätsommer und bleibt noch im Oktober angenehmer, als es der Kalender nahelegt. Ebenso wichtig ist die Saisonlogik des Ortes, denn außerhalb der Sommermonate schließen viele Hotels, Strandbars und Ausflugsanbieter.

Jan14°4°still, viele Betriebe geschlossen
Feb15°4°kühl, Küstenwege frei
Mär17°6°erste warme Tage, Gärten grünen
Apr19°8°Wandersaison, Meer noch kalt
Mai22°12°Saisonstart, wenig Andrang
Jun26°16°warm, Wasser badetauglich
Jul29°19°Hochsaison, Fest am 24. Juli
Aug29°19°heiß, voll und am teuersten
Sep26°17°warmes Meer, ruhigere Strände
Okt22°13°Schauer möglich, Saisonende
Nov17°8°mild, Festa Major im Ort
Dez14°5°ruhig, kurze Öffnungszeiten

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Lloret de Mar sind Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte zwischen 22 und 26 Grad, die Küstenwege lassen sich ohne Hitzestau gehen, und die Hotelpreise sind noch moderat. Der September ist die stärkste Kombination aus warmem Meer, freien Liegen und ruhigeren Abenden. Juli und August bringen 29 Grad, das volle Programm und die höchsten Preise – gut für alle, die genau das wollen. Oktober funktioniert noch zum Baden, allerdings mit Schauerrisiko, und zwischen November und März ist Lloret ein sehr ruhiger Ort mit reduziertem Angebot.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Lloret de Mar

Wie viele Tage sollte man für Lloret de Mar einplanen?
Zwei volle Tage reichen für den Ort selbst: ein Tag Hauptstrand, Altstadt und Fenals, ein Tag Küstenweg zu den Buchten im Südwesten. Mit drei bis vier Tagen kommen Tossa de Mar, Canyelles und das Hinterland dazu. Für einen Badeurlaub mit Ausflügen nach Girona und Barcelona rechnest du mit einer Woche.
Welcher Strand in Lloret de Mar ist der ruhigste?
Am ruhigsten sind die kleinen Buchten im Südwesten: Sa Boadella, Santa Cristina und Treumal liegen im Pinienwald und lassen sich über schmale Zufahrten mit knappem Parkraum, über Treppen und Waldpfade erreichen – wer kann, kommt zu Fuß. Auch Sa Caleta hinter dem Castell d'en Plaja ist morgens fast leer. Wer Sand und Infrastruktur ohne Gedränge will, nimmt Fenals oder Canyelles.
Wie kommt man vom Flughafen nach Lloret de Mar?
Der Flughafen Girona-Costa Brava ist der nächste und liegt gut eine halbe Stunde entfernt; in der Saison gibt es Transferbusse direkt an die Küste. Ab Barcelona-El Prat brauchst du deutlich länger und in der Regel einen Umstieg in Barcelona, von wo Direktbusse ab dem Busbahnhof Nord nach Lloret fahren.
Braucht man in Lloret de Mar einen Mietwagen?
Für das Zentrum, Fenals und die Buchten am Küstenweg nicht – das erledigst du zu Fuß und mit Bussen. Für Tossa, Blanes und Girona reichen Linienbusse ebenfalls. Sinnvoll wird ein Mietwagen erst, wenn du das Baix Empordà, kleinere Küstenorte oder das Hinterland auf eigene Faust erkunden willst.
In welcher Zone von Lloret de Mar wohnt man am besten?
Im Centre, wenn du kurze Wege zu Strand, Läden und Ausgehmeile willst und Lärm in Kauf nimmst. In Fenals, wenn du eine ruhigere Bucht mit Familienbadebetrieb suchst und trotzdem in einer Viertelstunde im Zentrum sein willst. In Canyelles oder im bewaldeten Hinterland, wenn Ruhe wichtiger ist als kurze Wege.
Ist Lloret de Mar für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, wenn du die Zone passend wählst. Fenals und Canyelles haben ruhigere Buchten mit flacherem Einstieg, mehrere Resorts am Ortsrand bringen eigene Pools oder kleine Wasserparks mit. Dazu kommen der Wasserpark Water World, der Abenteuerpark im Pinienwald und Bootsausflüge entlang der Küste als Schlechtwetter- und Hitzeprogramm.
Wie anstrengend ist der Camí de Ronda nach Tossa de Mar?
Die Strecke gilt als eine der bekanntesten Küstenetappen Kataloniens, ist aber kein Spaziergang: Treppen, Wurzeln, offene Felskanten und wenig Schatten. Rechne mit einem halben Tag, festen Schuhen und reichlich Wasser. Der Weg verläuft nicht durchgehend am Meer. Zurück geht es bequem mit dem Bus oder in der Saison per Ausflugsboot.
Kann man die Jardins de Santa Clotilde besichtigen?
Ja, der Klippengarten von 1919 ist öffentlich zugänglich, der Eintritt ist kostenpflichtig, und die Öffnungszeiten wechseln deutlich mit der Saison – im Winter sind sie kürzer als im Sommer. Prüfe sie am Besuchstag. Zu Fuß erreichst du den Eingang vom westlichen Ende der Bucht Fenals über den Küstenweg in etwa einer Viertelstunde.
Was isst man in Lloret de Mar typischerweise?
Fisch und Reis in mehreren Varianten: Suquet de peix als dicker Fischeintopf, Arròs a la cassola, dunkle Reisgerichte mit Tintenfisch, Paella und Fideuà mit Nudeln statt Reis. Dazu Pa amb tomàquet und Escalivada als Vorspeisen, Weine aus dem Empordà und als Digestif der angezündete Kaffee Cremat.
Wie laut ist es in Lloret de Mar nachts?
Das hängt vom Straßenzug ab. Rund um die Carrer de la Riera und die Avinguda Just Marlès geht es im Sommer bis in den Morgen, wenige hundert Meter weiter ist davon kaum noch etwas zu hören. In Fenals, Canyelles und im Hinterland bekommst du nichts mit. Im Zentrum lohnt sich ein Zimmer zum Innenhof.
Lohnt sich Lloret de Mar außerhalb der Sommersaison?
Für Wanderer und Gartenfreunde ja: Von November bis April sind die Küstenwege frei, die Temperaturen bleiben mild, und die Jardins de Santa Clotilde wirken ohne Hochsaisonandrang am besten. Im Oktober geht Baden meist noch, ab November nicht mehr – und viele Hotels, Strandbars und Ausflugsanbieter haben im Winter geschlossen oder stark verkürzte Zeiten.
Kann man von Lloret de Mar aus Barcelona besuchen?
Ja, und am besten ohne eigenes Auto. Vom Busbahnhof Barcelona Nord verkehren Direktbusse an die südliche Costa Brava, die Fahrt dauert etwa anderthalb Stunden. Damit funktioniert Barcelona als Tagesausflug, ohne dass du dich mit Stadtverkehr und Parkhaussuche beschäftigen musst. Girona ist die kompaktere Alternative im Landesinneren.

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Lloret de MarAm Ostende des Hauptstrands klebt eine Burg aus den 1930er Jahren auf dem Fels, und wenige Schritte dahinter beginnt ein Küstenpfad, der über Klippen und durch Pinien zu Buchten führt, von denen die Hotelmeile nichts ahnt.
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