Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Galicien
Galiciens große Bauwerke stehen seit Jahrhunderten am selben Platz – eine Kathedrale, ein römischer Leuchtturm, eine komplette Stadtmauer. Und dazwischen eine Küste, die selbst wie ein Denkmal wirkt.
Anfangen musst du in Santiago de Compostela: Die Kathedrale über dem Jakobsgrab ist seit dem Mittelalter das Ziel aller Jakobswege, und ihr Innerstes wurde in den letzten Jahren aufwendig restauriert. Den Pórtico da Gloria, Meister Mateos farbig gefasstes Skulpturenportal aus dem 12. Jahrhundert, besichtigst du nur in kleinen Gruppen mit gebuchtem Zeitfenster – reserviere das vorab über die Kathedralstiftung. Wer schwindelfrei ist, bucht zusätzlich die Führung über die Granitdächer: Von dort oben siehst du die Altstadt, die komplett zum UNESCO-Welterbe gehört, aus der Perspektive der Türme.
In A Coruña steht am nördlichen Ende der Stadt der Torre de Hércules, ein Leuchtturm römischen Ursprungs aus dem 1. Jahrhundert und der älteste der Welt, der noch in Betrieb ist – seit 2009 UNESCO-Welterbe. Der Aufstieg über gut 230 Stufen endet mit Blick über den offenen Atlantik. Das zweite römische Schwergewicht liegt im Binnenland: Lugo umschließt seine Altstadt mit einer vollständig erhaltenen Stadtmauer aus dem 3. Jahrhundert, ebenfalls Welterbe. Der Rundweg auf der Mauerkrone ist gut zwei Kilometer lang, kostenlos und zu jeder Tageszeit offen – geh ihn einmal ganz, unten in den Gassen wartet danach die beste Tapas-Kultur Galiciens.
Die Naturikonen brauchen Planung: Auf die Cíes-Inseln im Nationalpark der Atlantischen Inseln kommst du nur per Boot ab Vigo, Cangas oder Baiona, und in der Saison ist die Besucherzahl pro Tag gedeckelt – erst die kostenlose Genehmigung der Xunta de Galicia online einholen, dann das Fährticket kaufen. Belohnung ist die Praia de Rodas, ein weißer Sandbogen zwischen zwei Inseln, den der Guardian 2007 zum schönsten Strand der Welt erklärte. An der Nordküste bei Ribadeo formt der Atlantik die Praia das Catedrais: Felsbögen und Kavernen, die nur bei Ebbe begehbar sind – zu Ostern und im Sommer brauchst du auch hier eine kostenlose Online-Reservierung.
Dazwischen liegen die leiseren Orte: Pontevedra hat seine granitgraue Altstadt schon vor Jahrzehnten vom Autoverkehr befreit und gilt seither als Musterstadt der Fußgängerfreundlichkeit – die Plätze zwischen Praza da Leña und der muschelförmigen Wallfahrtskirche A Peregrina gehören abends den Familien. In Ourense sprudeln mitten in der Stadt die As-Burgas-Quellen mit über 60 Grad aus dem Boden, und am Ufer des Miño reihen sich Thermalbecken, von denen einige frei zugänglich sind. Und in Combarro an der Ría de Pontevedra stehen die Hórreos, Galiciens steinerne Getreidespeicher, direkt über der Wasserlinie.































