Region · Spanien

Asturien

Zwischen dem Kantabrischen Meer und den Kalkwänden der Picos de Europa liegt Spaniens grüner Norden, in dem Sidra aus erhobener Hand ins Glas fällt.

4 Städte40 Sehenswürdigkeiten24 Hotels
Überblick

Deine Asturien auf einen Blick

Beste Reisezeit
Juni bis September für Strand und Berge
Anreise
Flughafen Asturias (OVD) bei Avilés
Hauptstadt
Oviedo, UNESCO-Vorromanik und Sidra-Meile
Größte Stadt
Gijón, Hafenstadt an der Costa Verde
Vor Ort
Mietwagen empfohlen, Cercanías zwischen den Städten
Klima
Atlantisch, mild und das ganze Jahr grün
Die Region

Was Asturien ausmacht

Asturien ist das Spanien ohne Postkartenklischee: eine schmale Region zwischen Atlantikküste und Hochgebirge, in der du morgens an einer Steilklippe stehst und mittags auf 1.100 Metern an den Lagos de Covadonga zwischen weidenden Kühen sitzt. Oviedo bewahrt präromanische Kirchen aus dem 9. Jahrhundert und den Startpunkt des Camino Primitivo, Gijón legt seinen Stadtstrand San Lorenzo direkt vor die Altstadt, und in Cudillero stapeln sich bunte Fischerhäuser wie Ränge in einem Amphitheater um den Hafen. Dazu kommen der Naranjo de Bulnes über der Cares-Schlucht, in Höhlen gereifter Cabrales-Käse, Fabada aus weißen Bohnen und Sidrerías, in denen der Ausschank ein eigenes Handwerk ist – eine Region, die man mit Regenjacke und Appetit bereist.

Reiseführer

Asturien von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Hinter dem Tunnel bei Unquera wechselt das Licht – die Wiesen werden satter, Nebelfetzen hängen an den Kalkwänden der Picos de Europa, und am Straßenrand stehen Hórreos, die hölzernen Kornspeicher auf Steinpfeilern. Asturien riecht nach nassem Gras, Salz und Apfelmost. Wer hier ankommt, stellt den Scheibenwischer an und die Erwartungen um, denn das ist Spanien – aber ein grünes, raues, das mit dem Süden wenig teilt.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Asturien

Zwischen Steilküste und Hochgebirge liegen in Asturien kaum je mehr als 40 Kilometer – die großen Orte der Region erledigst du deshalb in erstaunlich kurzen Etappen.

Den Anfang macht Covadonga am Nordrand der Picos de Europa: Die neoromanische Basilika aus rosafarbenem Kalkstein steht auf einem Felssporn über dem Tal, daneben liegt die Santa Cueva, die Höhlenkapelle der Virgen de Covadonga, zu der ein Gang durch den Fels führt. Hier verortet die Überlieferung den Sieg des Pelayo über die Mauren im Jahr 722 – den Anfang der Reconquista. Zwölf Serpentinenkilometer weiter oben liegen die Lagos de Covadonga, zwei Gletscherseen auf gut 1.100 Metern, um die Kühe und Wanderwege kreisen. In der Hochsaison ist die Straße für Privatautos tagsüber gesperrt, dann fahren Shuttlebusse ab Cangas de Onís – plane das ein, statt dich am Parkwächter vorbeidiskutieren zu wollen.

Oviedo hebst du dir für einen Stadttag auf: die Kathedrale San Salvador mit der Cámara Santa, die präromanischen Kirchen auf dem Monte Naranco und der Sidra-Boulevard Calle Gascona – dazu gleich mehr in einer eigenen Sektion. Gijón liefert das maritime Kontrastprogramm mit Stadtstrand und Fischerviertel. Und an der Küste reihen sich die Orte wie an einer Schnur: das Amphitheater-Dorf Cudillero im Westen, Llanes mit seinen bemalten Hafenwürfeln im Osten, dazwischen Ribadesella an der Mündung des Sella, wo in der Cueva de Tito Bustillo Malereien aus der Altsteinzeit an den Wänden liegen – die Besucherzahl ist streng limitiert, reserviere vorab.

Die Naturattraktionen brauchst du nicht zu suchen, sie stehen am Weg: Die Playa de Gulpiyuri bei Naves ist ein Strand ohne Meerblick – eine eingestürzte Höhlendecke hat ein türkisfarbenes Becken mitten in die Wiese gesetzt, das Wasser kommt unterirdisch durch den Fels. Ein paar Kilometer weiter drückt die Brandung an den Bufones de Pría Gischtfontänen durch Löcher im Klippenkalk, bei kräftigem Wellengang meterhoch und mit einem Fauchen, das du hörst, bevor du es siehst. Und die Playa del Silencio westlich von Cudillero liegt als Kiesbogen unter einer Felswand, die ihrem Namen alle Ehre macht – kein Strandbad, keine Bar, nur eine Treppe hinunter.

Wer Zeit für ein Museum hat, fährt an die Jurassic-Küste bei Colunga: Das MUJA, das Jura-Museum Asturiens, steht auf einer Klippe zwischen Ribadesella und Villaviciosa, und an den Stränden darunter liegen echte Dinosaurier-Fährten im Gestein – bei Ebbe an der Playa de La Griega ausgeschildert. In Gijón lohnen die Universidad Laboral, der monumentalste Gebäudekomplex Spaniens aus den 1950ern, und Chillidas Elogio del Horizonte auf dem Hügel von Cimavilla. Grundregel für alles an der Küste: Die Gezeiten bestimmen das Programm – ein Strand, der bei Ebbe riesig wirkt, kann bei Flut komplett verschwinden.

Sehenswürdigkeiten in Asturien

Alle 40 Sehenswürdigkeiten
Oviedo

Oviedo: Präromanik über der Altstadt und Sidra in der Gascona

Um neun Uhr morgens hallen deine Schritte noch durch die Arkaden am Fontán-Markt, und vor der Kathedrale sortieren die ersten Pilger ihre Rucksäcke für den Camino Primitivo.

Oviedo war im 9. Jahrhundert Hauptstadt des Königreichs Asturien, als der Rest der Iberischen Halbinsel unter maurischer Herrschaft stand – und aus genau dieser Zeit stammen die Bauten, für die du herkommst. Auf dem Monte Naranco, eine Viertelstunde oberhalb der Stadt, stehen Santa María del Naranco und San Miguel de Lillo: schmale, hohe Steinbauten von 848, errichtet unter König Ramiro I., mit Bogenhallen und Reliefs, die es so nirgendwo sonst in Europa gibt. Beide zählen zum UNESCO-Welterbe. Der Blick von der Wiese davor fällt über die ganze Stadt bis zu den Bergen – komm am späten Nachmittag, wenn das Licht flach auf den hellen Stein fällt.

In der Altstadt führt alles zur Kathedrale San Salvador: gotischer Turm, davor die Plaza Alfonso II, innen die Cámara Santa – eine vorromanische Kammer mit den Kreuzen und Reliquien des alten Königreichs, ebenfalls Welterbe. Von hier startet der Camino Primitivo, die älteste dokumentierte Route des Jakobswegs, die Alfons II. selbst im 9. Jahrhundert nach Santiago gegangen sein soll; die gelben Pfeile beginnen direkt an der Kathedrale. Danach schlenderst du über den Fontán-Markt mit seiner Markthalle, an der Universität vorbei und durch Gassen, in denen auffällig viele Bronzestatuen stehen – darunter, vor dem Teatro Campoamor, auch eine von Woody Allen, dessen Schwärmen für Oviedo die Stadt in Denkmalform gegossen hat.

Abends gehört Oviedo der Sidra: Die Calle Gascona, ein kurzer, abschüssiger Boulevard voller Sidrerías, ist der lauteste und einfachste Einstieg – hier siehst du das Escanciar im Minutentakt, den Ausschank aus voller Armhöhe, bei dem der Strahl im flachen Glas aufschäumt. Bestellt wird die Flasche, getrunken der Culín: ein Schluck, sofort geleert, Rest weggeschüttet, Glas zurück. Dazu Cabrales-Käse, Chorizo a la Sidra oder ein Cachopo, das panierte Kalbsschnitzel-Doppel mit Schinken und Käse, an dem sich zwei Personen satt essen. Wer es ruhiger mag, weicht in die Sidrerías rund um den Fontán aus – gleiche Karte, weniger Volumen.

Gijón

Gijón: Stadtstrand San Lorenzo und das Viertel Cimavilla

An der Promenade von San Lorenzo laufen um acht Uhr abends noch Surfer mit Brettern unterm Arm Richtung Wasser, während in Cimavilla die ersten Sidra-Flaschen knallen.

Gijón ist die größte Stadt Asturiens und die einzige, die sich komplett dem Meer zuwendet: Die Playa de San Lorenzo spannt sich als kilometerlanger Sandbogen direkt an der Innenstadt entlang, mit nummerierten Treppen als Adresssystem – 'Escalera 4' funktioniert hier wie eine Ortsangabe. Bei Flut schrumpft der Strand auf einen schmalen Streifen, bei Ebbe wird er riesig; die Promenade darüber, der Muro, ist Laufstrecke, Flaniermeile und Tribüne zugleich. Gebadet wird bei Wassertemperaturen, die selbst im August selten über 20 Grad steigen – die Wellen machen den Strand dafür zu einem verlässlichen Surfrevier mit mehreren Schulen am Ostende.

Das alte Gijón drängt sich auf der Halbinsel Cimavilla zusammen, dem früheren Fischerviertel zwischen Hafen und Strand: enge Gassen, Wäsche an den Fassaden, kleine Plätze, auf denen nachmittags halb Gijón beim Vermut sitzt. Oben auf dem Hügel, wo einst Batterien das Meer bewachten, steht heute Eduardo Chillidas Elogio del Horizonte – eine begehbare Betonskulptur, in deren Innerem der Wind und die Brandung zu einem eigenen Klangraum werden. Unten an der Marina liegt der Palacio de Revillagigedo am Hafenbecken, und im Westen der Altstadt beginnt die Playa de Poniente mit ruhigerem Wasser für Familien.

Sidra ist in Gijón kein Getränk, sondern Stadtkultur: In den Sidrerías rund um die Plaza Mayor und in Cimavilla wird ununterbrochen escanciado, und Ende August feiert die Stadt die Fiesta de la Sidra Natural – mit Verkostungen, Konzerten und einem kollektiven Ausschank am Strand, bei dem tausende Gläser gleichzeitig gefüllt werden. Dazu passt ein Besuch der Universidad Laboral am Stadtrand: ein gewaltiger Komplex aus den 1950er-Jahren mit Turm, Kirche und Innenhöfen, heute Kulturzentrum – vom Turm überblickst du Stadt, Küste und das grüne Hinterland bis zu den Bergen.

Picos de Europa

Picos de Europa: Wandern im ersten Nationalpark Spaniens

In der Cares-Schlucht klebt der Weg als schmales Band an der Felswand, hundert Meter über dem grünen Wasser, und von den Wänden gegenüber lösen sich Gämsen wie graue Punkte.

Die Picos de Europa sind ein Kalkmassiv, das keine 20 Kilometer hinter der Küste auf über 2.600 Meter steigt – schroffer und alpiner, als es die Nähe zum Meer vermuten lässt. Der Nationalpark von 1918 ist der älteste Spaniens, gegründet als Parque Nacional de la Montaña de Covadonga, und teilt sich heute auf Asturien, Kantabrien und León auf. Das Wahrzeichen ist der Naranjo de Bulnes, asturisch Picu Urriellu: ein 2.519 Meter hoher Felszahn mit einer 500-Meter-Westwand, an der sich die spanische Klettergeschichte abgearbeitet hat. Du musst ihn nicht besteigen – schon der Blick von der Wiese am Refugio de Urriellu oder vom Aussichtspunkt Pozo de la Oración bei Poo de Cabrales genügt.

Die berühmteste Wanderung ist die Ruta del Cares: rund zwölf Kilometer pro Richtung durch die Schlucht zwischen Poncebos in Asturien und Caín in León, auf einem Weg, der Anfang des 20. Jahrhunderts für einen Wasserkanal in den Fels gesprengt wurde. Die Strecke ist technisch einfach, aber ausgesetzt und ohne Geländer – mit Kindern brauchst du feste Nerven, mit Höhenangst eine Alternative. Geh früh los und unter der Woche; im August ist der Weg ab Vormittag eine Prozession. Zurück geht es zu Fuß oder per vorab organisiertem Transfer, denn die Straßenverbindung zwischen den beiden Enden ist ein weiter Umweg.

Wer höher hinaus will, ohne zu klettern, nimmt den Funicular de Bulnes: eine Standseilbahn, die seit 2001 durch einen Tunnel im Berg das Dorf Bulnes erschließt – bis dahin war es nur zu Fuß erreichbar, und eine Straße gibt es bis heute nicht. Oben warten Steinhäuser, zwei Bars und der Blick auf den Naranjo. Sotres, das höchstgelegene Dorf Asturiens, ist Ausgangspunkt für Touren Richtung Vegas de Sotres und ins Herz des Massivs. Und in Arenas de Cabrales erklärt eine begehbare Reifehöhle, warum der Cabrales-Käse so schmeckt, wie er schmeckt: Er reift monatelang in feuchten Naturhöhlen des Massivs, bis der Blauschimmel ihn durchzogen hat.

Praktisch wichtig: Das Wetter in den Picos ist ein eigenes System – an der Küste Sonne, oben Nebel, oft innerhalb einer Stunde wechselnd. Pack auch im Juli Regenjacke und eine warme Schicht ein und prüfe morgens den Bergwetterbericht. Als Basis eignen sich Cangas de Onís mit seiner römisch genannten, tatsächlich mittelalterlichen Brücke über den Sella, Arenas de Cabrales für die Ostseite oder Poncebos direkt am Einstieg der Cares-Route. Tankstellen und Supermärkte sind in den Tälern dünn gesät – deck dich in den größeren Orten ein, bevor du in die Seitentäler abbiegst.

Aktivitäten & Touren in Asturien

Alle 22 Aktivitäten
Covadonga

Covadonga und die Seen Enol und Ercina

In der Santa Cueva flackern Kerzen im Felsdunkel, unten stürzt Wasser in ein grünes Becken, und über allem stehen die zwei Türme der Basilika im Bergnebel.

Covadonga ist der Gründungsmythos Spaniens in Stein: Hier soll Pelayo 722 mit einer kleinen Schar den ersten Sieg gegen die Mauren errungen haben – der Beginn der Reconquista und des Königreichs Asturien. Die Santa Cueva, eine Höhlenkapelle in der Felswand, birgt das Marienbild der Santina, der Schutzpatronin Asturiens, und das Grab Pelayos; ein in den Fels geschlagener Gang führt hinein, darunter fällt ein Wasserfall in ein Becken. Die Basilika daneben, 1901 vollendet, ist keine mittelalterliche Kirche, sondern Neoromanik aus rosafarbenem Kalkstein – als Kulisse zwischen den grünen Wänden des Auseva-Massivs aber schwer zu übertreffen. Der Ort ist Wallfahrtsziel: Am 8. September, dem Fest der Santina, ist ganz Asturien auf den Beinen.

Die eigentliche Belohnung liegt oberhalb: Zwölf Kilometer Serpentinen führen von Covadonga hinauf zu den Lagos de Covadonga, den Gletscherseen Enol und Ercina auf rund 1.100 Metern. Oben öffnet sich eine Almlandschaft aus Karstbuckeln, Weiden und Viehglocken, dahinter staffeln sich die Kalkgrate des Nationalparks. Vom Parkplatz aus führt ein einfacher Rundweg um beide Seen, der Mirador de Entrelagos zeigt sie zusammen im Bild, und wer mehr will, hängt die Route zur Vega de Enol oder zum Mirador del Rey an. Hirtenkäse aus Gamonéu, der hier oben gemacht wird, bekommst du in den Bars an der Straße und unten in Cangas de Onís.

Zur Zufahrt musst du die Regeln kennen: In der Hochsaison – Sommer, Ostern und an verlängerten Wochenenden – ist die Seenstraße für Privatautos tagsüber gesperrt. Dann parkst du unten an den ausgeschilderten Plätzen bei Cangas de Onís oder Covadonga und nimmst den Shuttlebus, der im Pendelverkehr hinauffährt; früh morgens und abends ist die Straße meist frei. Radfahrer dürfen immer – die Rampe zu den Seen ist eine der bekanntesten Bergankünfte der Vuelta a España und entsprechend gefürchtet. Rechne oben auch im Sommer mit zehn Grad weniger als an der Küste und mit Nebel, der die Seen binnen Minuten verschluckt und wieder freigibt.

Küste & Strände

Asturiens Küste von Cudillero bis Llanes

In Cudillero sitzt du am Hafenbecken, und die Häuser steigen in Farbschichten den Talkessel hinauf – wer oben wohnt, kennt jede der Treppen mit Vornamen.

Cudillero ist das Dorf, das auf der Hälfte aller Asturien-Fotos auftaucht, und der Grund ist die Topografie: Der alte Fischerort füllt einen engen Talkessel, die Häuser stapeln sich in Hufeisenform um den Platz an der Ribera, als hätte jemand Ränge in den Hang gebaut. Komm am frühen Abend, wenn die Tagesbesucher weg sind, iss in einer der Marisquerías am Platz Fisch vom Tag und steig danach die Treppengassen zu den Miradores hinauf – von oben begreifst du erst, wie eng der Ort wirklich sitzt. Westlich davon liegen der Leuchtturm am Cabo Vidio mit weitem Klippenblick und die Playa del Silencio, eine der stillsten Buchten der Region.

Die asturische Küste ist keine Badewanne, sondern eine Steilküste mit eingeschnittenen Buchten – und genau das macht sie so verlässlich eindrucksvoll. Im Osten, zwischen Ribadesella und Llanes, wechseln sich goldene Sandbuchten wie Torimbia und Ballota mit Klippenkämmen ab, auf denen die Küstenwanderwege verlaufen. Die Playa de Gulpiyuri, der Wiesenstrand ohne Meerblick, und die Bufones de Pría, die fauchenden Gischtlöcher, liegen hier nur wenige Kilometer auseinander. Das Wasser bleibt frisch, auch im Hochsommer um die 19 bis 20 Grad – gebadet wird trotzdem, nur eben kürzer, und die Brandung verlangt an vielen Stränden Respekt und einen Blick auf die Flaggen.

Ribadesella teilt sich in zwei Hälften an der Mündung des Sella: hüben der alte Ortskern mit Hafenpromenade und Sidrerías, drüben die Playa de Santa Marina mit ihrer Villenzeile aus der Sommerfrische-Zeit. Am ersten Augustwochenende endet hier der Descenso Internacional del Sella, das große Kanurennen von Arriondas den Fluss hinunter – dann ist der Ort ein einziges Fest, und Betten sind Monate vorher vergeben. Ganzjährig kannst du die Strecke selbst paddeln: Verleiher in Arriondas setzen dich mit Kanu und wasserdichter Tonne auf den Fluss, die Strömung macht die Arbeit. Llanes schließlich verbindet mittelalterliche Gassen mit den bemalten Cubos de la Memoria im Hafen und dem Rasenweg des Paseo de San Pedro oben an der Klippe – die eleganteste Abendrunde der ganzen Küste.

Rundreise

Asturien-Rundreise: die beste Route für 7 bis 10 Tage

Asturien ist kompakt: Von Llanes im Osten bis Cudillero im Westen fährst du keine zwei Stunden – die Kunst liegt nicht in den Kilometern, sondern im Weglassen.

Die bewährte Schleife für sieben bis zehn Tage: Start in Oviedo mit anderthalb Tagen für Altstadt, Monte Naranco und Sidra-Abend, dann ein Tag Gijón mit Strand und Cimavilla. Weiter nach Westen für Cudillero, die Playa del Silencio und das Cabo Vidio – das geht als langer Tagesausflug oder mit einer Übernachtung im Dorf. Danach in den Osten: zwei bis drei Tage rund um Cangas de Onís für Covadonga, die Lagos und einen Picos-Tag, zum Schluss zwei Tage Küste zwischen Ribadesella und Llanes mit Gulpiyuri, Bufones und Buchtenwandern. Wer zehn Tage hat, hängt einen zweiten Bergtag mit der Ruta del Cares oder dem Funicular de Bulnes an.

Zwei Standquartiere reichen für alles: eines im Zentrum – Oviedo oder Gijón, je nachdem, ob du abends Altstadt oder Strand willst – und eines im Osten, etwa in Cangas de Onís, Ribadesella oder Llanes. Von dort fährst du sternförmig, die Etappen bleiben unter einer Stunde, und du packst nur einmal um. Die Autovía A-8 zieht sich als schnelle Achse an der ganzen Küste entlang; interessanter sind aber die alten Nationalstraßen wie die N-632, die sich über die Klippen und durch die Dörfer schlängeln – plane für Landstraßenkilometer großzügig, die Kurven und die Aussicht kosten Zeit, und das ist der Punkt.

Ein Auto brauchst du für diese Route zwingend: Die Bahnlinie an der Küste – die alte FEVE-Schmalspur, heute ein Renfe-Regionalnetz – ist landschaftlich reizvoll, aber langsam und dünn getaktet, und in die Täler der Picos kommst du öffentlich kaum. Mietwagen nimmst du am besten am Flughafen Asturias oder in Oviedo; die Straßen sind gut, aber kurvig, und in Dörfern wie Cudillero oder Lastres parkst du oben am Ortsrand und gehst zu Fuß hinunter – die Gassen selbst sind eng, steil und teils gesperrt. Rechne außerdem damit, dass Nebel oder Regen einen Bergtag kippen können: Halte die Reihenfolge flexibel und schiebe die Picos auf den Tag mit der besten Vorhersage.

Wer mehr Zeit hat, verlängert nach Westen oder Osten über die Regionsgrenze: Hinter Cudillero locken Luarca mit seinem Hafen und die Playa de las Catedrales in Galicien, gut anderthalb Stunden entfernt – die Felsbögen dort betrittst du bei Ebbe und brauchst im Sommer eine kostenlose Online-Registrierung. In der anderen Richtung liegen die kantabrischen Orte Comillas und Santillana del Mar mit der Museumshöhle von Altamira ebenfalls in Tagesausflugsdistanz. Beides funktioniert als Kontrast: morgens asturische Klippen, mittags eine andere Region, abends zurück in der Sidrería.

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Unterkünfte

Casa rural, Hotel oder Ferienwohnung – so wohnst du in Asturien

Abends knarrt die Holzgalerie der Casa rural, im Tal läuten Kuhglocken, und die Gastgeberin stellt eine Flasche Sidra auf den Tisch, ohne dass jemand bestellt hätte.

Die asturische Antwort auf den Agriturismo ist die Casa rural beziehungsweise das Casona-Hotel: umgebaute Bauern- und Herrenhäuser mit Steinmauern, Holzgalerien und einer Handvoll Zimmer, oft in Weilern zwischen Küste und Bergen. Du wohnst dort, wo die Region am meisten sie selbst ist – mit Frühstück aus Dorfbäckerei und hausgemachter Marmelade, Gastgebern, die dir die Wanderung hinterm Haus aufzeichnen, und absoluter Ruhe. Der Preis dafür ist Fahrerei: Ohne Auto geht nichts, und Restaurants im Umkreis schließen früh oder haben im Winter zu. Für die klassische Kombination aus Picos und Ostküste suchst du im Dreieck Cangas de Onís, Ribadesella und Llanes.

Stadthotels spielen ihre Stärke in Oviedo und Gijón aus: In Oviedo wohnst du fußläufig zu Kathedrale, Fontán und Gascona und lässt das Auto in der Garage; in Gijón lohnt ein Zimmer nahe der Playa de San Lorenzo, damit Strandspaziergang und Abendessen ohne Parkplatzsuche funktionieren. Beide Städte sind als Basis fürs Umland brauchbar, weil die A-8 fast alles in unter einer Stunde erreichbar macht – aber sie fühlen sich eben nach Stadt an. Die Zwischenlösung sind die Küstenorte: Llanes und Ribadesella haben kleine Hotels im Ortskern, von denen du abends zu Fuß in die Sidrería gehst und morgens in zehn Minuten an der ersten Bucht stehst.

Zwei Praxispunkte: Erstens ist die Saison kurz und konzentriert – im Juli und August sind die guten Häuser an der Ostküste und rund um die Picos früh ausgebucht, weil auch die Spanier selbst dann Ferien im kühlen Norden machen; buche für den Hochsommer mehrere Monate im Voraus. Juni und September sind deutlich entspannter und oft spürbar günstiger. Zweitens: Achte bei Casas rurales auf die Lagebeschreibung – 'in den Bergen' kann eine halbe Stunde einspurige Serpentinen bedeuten, und was auf der Karte nah an der Cares-Schlucht liegt, kann per Straße ein weiter Umweg sein. Ein Blick auf die tatsächliche Fahrzeit zu deinen zwei, drei wichtigsten Zielen erspart dir tägliche Extra-Stunden am Steuer.

Hotels in Asturien

Alle 24 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken in Asturien

Der Camarero hebt die Flasche über den Kopf, das Glas in der anderen Hand tief an der Hüfte, und der Sidra-Strahl schäumt exakt an der Glaswand auf – kein Tropfen daneben.

Sidra ist das Rückgrat der asturischen Geselligkeit: naturtrüber Apfelwein ohne Kohlensäure, der erst durch das Escanciar lebendig wird – den Ausschank aus voller Armhöhe, bei dem der Strahl im flachen Glas aufschlägt und kurz Perlage bekommt. Getrunken wird der Culín, ein Fingerbreit, sofort und in einem Zug, der Rest wird traditionell weggeschüttet. In der Sidrería bestellst du Flaschen, nicht Gläser, und der Ausschank gehört zum Service. Die dichteste Anlaufstelle ist die Calle Gascona in Oviedo, aber jedes Dorf hat seinen Chigre; rund um Villaviciosa, das Zentrum des Apfelanbaus, kannst du in Llagares – den Keltereien – Verkostungen mit Führung buchen.

Das Nationalgericht ist die Fabada Asturiana: große weiße Fabes-Bohnen, geschmort mit Chorizo, Morcilla und Speck – ein Teller, der eine Bergwanderung voraussetzt oder ersetzt. Daneben steht der Cachopo, zwei panierte Kalbsschnitzel mit Schinken und Käse gefüllt, in vielen Häusern tellerübergroß und ausdrücklich zum Teilen gedacht. Von der Küste kommen Merluza in Sidra-Sauce, Oricios – Seeigel, im Winter eine lokale Obsession – und die Meeresfrüchteteller der Hafenorte; in Cudillero und Llanes bestellst du schlicht den Fisch des Tages. Und zum Schluss immer Arroz con Leche, der cremige Milchreis mit karamellisierter Kruste, den Asturien als eigene Erfindung verteidigt.

Der Käse verdient einen eigenen Absatz: Asturien nennt sich das Land der Käse und produziert Dutzende Sorten auf kleinem Raum. Der bekannteste ist der Cabrales, ein kräftiger Blauschimmel, der in feuchten Naturhöhlen der Picos de Europa reift – in Arenas de Cabrales führt eine Schauhöhle durch den Reifeprozess, und der Käse vor Ort hat mit den milden Supermarktversionen wenig zu tun. Dazu kommen der rauchige Gamonéu von den Almen um die Lagos de Covadonga und viele Bauernkäse, die du auf den Wochenmärkten von Cangas de Onís oder Llanes direkt vom Erzeuger kaufst. Als Faustregel gilt: je näher an den Bergen, desto besser die Käsetheke.

Praktisch: Gegessen wird spät – mittags selten vor 14 Uhr, abends kaum vor 21 Uhr, und zwischen den Mahlzeiten haben viele Küchen schlicht zu. Das Menú del Día, das Mittagsmenü mit zwei Gängen, Dessert und Getränk, ist der beste Deal der Region und in Arbeiterlokalen wie in guten Landgasthäusern verbreitet. Reservieren lohnt am Wochenende überall, im August an der Küste zwingend. Und rechne die Portionen realistisch: Eine Fabada als Vorspeise mit anschließendem Cachopo ist ein verbreiteter Touristenfehler, den du genau einmal machst.

Restaurants in Asturien

Alle 33 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Asturien und unterwegs vor Ort

Der Flughafen Asturias liegt auf einer Klippenterrasse über dem Meer – bei klarem Wetter siehst du im Anflug links die Picos und rechts die Brandung.

Der Flughafen Asturias (OVD) liegt an der Küste bei Castrillón, rund 40 Kilometer von Oviedo und Gijón entfernt. Direktflüge aus Deutschland sind rar und saisonabhängig – meist fliegst du mit Umstieg in Madrid oder Barcelona, von wo Iberia und Vueling mehrmals täglich nach Asturien weiterfliegen. Die Alternative ist Bilbao mit seiner deutlich besseren Deutschland-Anbindung, gut zweieinhalb bis drei Autostunden östlich – wer ohnehin im Osten Asturiens startet, spart mit Bilbao plus Mietwagen oft Zeit und Geld gegenüber der Umsteigeverbindung nach OVD. Santander liegt zwar nur anderthalb Autostunden von Llanes, hat aus Deutschland aber kaum Direktflüge – prüfe das aktuelle Flugangebot, bevor du darauf baust.

Auch die Schiene ist eine echte Option geworden: Seit Ende 2023 rollt der Fernverkehr durch den Pajares-Basistunnel – inzwischen auch mit günstigen Avlo-Zügen –, und die Fahrt MadridOviedo dauert nur noch gut drei Stunden. Wer die Anreise über Madrid plant, kann also Flug und Zug kombinieren, statt den Inlandsflieger zu nehmen. Innerhalb der Region verbindet Renfe die Achse Gijón–Oviedo dicht und günstig; die Küste entlang zuckelt das alte FEVE-Schmalspurnetz – landschaftlich schön, aber als Verkehrsmittel für Ausflüge zu langsam und zu selten. Fernbusse von ALSA verknüpfen Oviedo und Gijón zusätzlich mit Madrid, Santander und Bilbao.

Vor Ort führt am Mietwagen kaum ein Weg vorbei: Die Buchten der Ostküste, Cudillero, die Täler der Picos und die Lagos de Covadonga sind öffentlich schlecht oder gar nicht erschlossen. Die A-8 macht die Küste schnell – OviedoLlanes in etwa einer Stunde –, während die Bergstraßen Zeit brauchen: kurvig, teils einspurig, mit Kühen als regulärem Verkehrsteilnehmer. Nimm die kleinste Wagenklasse, die dein Gepäck fasst, denn in den Dörfern sind Gassen und Parklücken eng. Und plane das Wetter als Faktor ein: Der Nebel, der hier orbayu heißt, wenn er als feiner Sprühregen fällt, gehört zur Region wie die Sidra – wer flexibel plant, tauscht Bergtag und Stadttag einfach nach Vorhersage.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Asturien – und welche Basis zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Asturien: Wetter und Klima im Jahreslauf

Asturien ist grün, weil es regnet – die Frage ist nicht, ob du einem Schauer begegnest, sondern wie du deine Tage darum herum baust.

Das Klima ist atlantisch: milde Winter, mäßig warme Sommer und Regen, der sich übers ganze Jahr verteilt. Die Hitze des spanischen Südens gibt es hier nicht – selbst im August bleibt es an der Küste meist um 24 Grad, und genau deshalb füllt sich die Region dann mit Spaniern auf Sommerfrische. In den Picos de Europa gilt Bergwetter mit eigenen Regeln: kühler, wechselhafter, im Winter mit Schnee. Die Werte unten gelten für die Küste um Oviedo und Gijón.

Jan12°5°mild, feucht, still
Feb13°5°Regen, leere Orte
Mär15°6°erste Wanderwochen
Apr16°7°grün, wechselhaft
Mai18°10°milder Frühling
Jun21°13°lange Tage, ruhig
Jul23°15°Bergsommer, Feste
Aug24°15°Hochsaison, voll
Sep22°13°stabil, leerer
Okt19°10°Herbstlicht, Pilze
Nov15°7°regenreich
Dez13°6°mild, besinnlich

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Asturien sind Juni, Juli und September: warm genug für Küste und Berge, mit den stabilsten Wetterfenstern für die Picos de Europa und ohne das Gedränge des August, in dem halb Spanien in den kühlen Norden fährt. Der September ist der Geheimfavorit – das Meer hat seine wärmste Temperatur, die Zufahrt zu den Lagos ist wieder häufiger frei, und die Sidrerías gehören wieder den Einheimischen. Regenjacke gehört in jedem Monat ins Gepäck.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Asturien

Wie viele Tage braucht man für Asturien?
Eine Woche ist das sinnvolle Minimum: je ein Tag Oviedo und Gijón, zwei Tage Picos de Europa mit Covadonga und den Lagos, zwei Tage Ostküste um Llanes und Ribadesella, ein Tag Cudillero und Westküste. Mit zehn Tagen kommen Ruta del Cares, Kanufahrt auf dem Sella und Puffer für Regentage dazu.
Braucht man in Asturien ein Auto?
Ja, für alles außer den Städten: Die Buchten, Cudillero, die Picos-Täler und die Lagos de Covadonga sind öffentlich kaum erreichbar. Nur die Achse Oviedo–Gijón funktioniert gut per Bahn. Mietwagen nimmst du am besten direkt am Flughafen Asturias – klein reicht, die Gassen und Bergstraßen sind eng.
Wann ist die beste Reisezeit für Asturien?
Juni, Juli und September: 21 bis 24 Grad an der Küste, die stabilsten Bergwetterfenster und weniger Betrieb als im August, wenn halb Spanien im kühlen Norden Urlaub macht. Regen ist in jedem Monat möglich – Asturien ist grün aus gutem Grund, die Regenjacke gehört immer ins Gepäck.
Kann man in Asturien baden?
Ja, an Buchten wie Torimbia, Ballota, Santa Marina oder der Playa de San Lorenzo in Gijón – das Kantabrische Meer bleibt aber frisch, im August um die 19 bis 20 Grad. Die Brandung ist an vielen Stränden kräftig; achte auf die Flaggen und darauf, dass manche Buchten bei Flut fast verschwinden.
Wie kommt man zu den Lagos de Covadonga?
Über eine zwölf Kilometer lange Serpentinenstraße ab Covadonga. Im Sommer, zu Ostern und an langen Wochenenden ist sie tagsüber für Privatautos gesperrt – dann fahren Shuttlebusse ab Cangas de Onís und Covadonga. Früh morgens oder abends kommst du meist mit dem eigenen Auto hinauf; Radfahrer dürfen immer.
Ist die Ruta del Cares schwierig?
Technisch nein, konditionell mittel: rund zwölf Kilometer pro Richtung auf breitem, fast ebenem Weg. Aber die Strecke ist ausgesetzt – der Pfad verläuft ohne Geländer hoch über der Schlucht. Mit Höhenangst oder kleinen Kindern ist sie nichts. Früh starten und Wasser mitnehmen, unterwegs gibt es keine Quelle im Sinne einer Versorgung.
Was ist Sidra und wie trinkt man sie richtig?
Naturtrüber Apfelwein ohne Kohlensäure, das Nationalgetränk Asturiens. Eingeschenkt wird per Escanciar aus voller Armhöhe, damit der Strahl im Glas aufschäumt – das übernimmt der Kellner. Getrunken wird der Culín, ein Fingerbreit, sofort und in einem Zug; der letzte Schluck wird traditionell weggeschüttet.
Regnet es in Asturien wirklich so viel?
Es regnet deutlich mehr als im übrigen Spanien, aber selten tagelang durch – typisch sind Schauer und der orbayu, ein feiner Sprühnebel. Im Sommer gibt es lange trockene Phasen. Die beste Taktik: Programm flexibel halten und Bergtage auf die Tage mit der besten Vorhersage legen, Stadt- und Museumstage auf die anderen.
Wie reist man am besten aus Deutschland an?
Meist per Flug mit Umstieg in Madrid oder Barcelona zum Flughafen Asturias (OVD), rund 40 Kilometer von Oviedo. Alternativ fliegst du direkt nach Bilbao und fährst mit dem Mietwagen über die A-8 an die asturische Küste – nach Llanes gut zweieinhalb Stunden. Ab Madrid fährt der Zug seit Ende 2023 in gut drei Stunden nach Oviedo.
Was ist die Playa de Gulpiyuri?
Ein Strand ohne Meerblick bei Naves zwischen Llanes und Ribadesella: Eine eingestürzte Höhlendecke hat ein Sandbecken mitten in die Wiese gesetzt, das Meerwasser strömt unterirdisch durch den Fels ein. Der Strand ist winzig und nur zu Fuß über einen Feldweg erreichbar – sehenswert vor allem bei Flut, wenn das Becken gefüllt ist.
Muss man die Cueva de Tito Bustillo reservieren?
Ja, unbedingt: Die Höhle in Ribadesella mit ihren altsteinzeitlichen Malereien lässt nur eine streng begrenzte Zahl Besucher pro Tag zu und ist nur einen Teil des Jahres geöffnet. Reserviere so früh wie möglich online. Ohne Platz lohnt das zugehörige Besucherzentrum, das die Felskunst des ganzen Sella-Tals erklärt.
Ist Asturien teuer?
Nein, im spanischen Vergleich eher günstig: Das Menú del Día gibt es vielerorts für kleines Geld, eine Flasche Sidra kostet in der Sidrería wenige Euro, und Casas rurales liegen oft unter dem Preisniveau vergleichbarer Häuser am Mittelmeer. Teuer wird nur der August an der Küste – dann sind Betten knapp und die Preise ziehen an.
AsturienZwischen dem Kantabrischen Meer und den Kalkwänden der Picos de Europa liegt Spaniens grüner Norden, in dem Sidra aus erhobener Hand ins Glas fällt.
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