Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Asturien
Zwischen Steilküste und Hochgebirge liegen in Asturien kaum je mehr als 40 Kilometer – die großen Orte der Region erledigst du deshalb in erstaunlich kurzen Etappen.
Den Anfang macht Covadonga am Nordrand der Picos de Europa: Die neoromanische Basilika aus rosafarbenem Kalkstein steht auf einem Felssporn über dem Tal, daneben liegt die Santa Cueva, die Höhlenkapelle der Virgen de Covadonga, zu der ein Gang durch den Fels führt. Hier verortet die Überlieferung den Sieg des Pelayo über die Mauren im Jahr 722 – den Anfang der Reconquista. Zwölf Serpentinenkilometer weiter oben liegen die Lagos de Covadonga, zwei Gletscherseen auf gut 1.100 Metern, um die Kühe und Wanderwege kreisen. In der Hochsaison ist die Straße für Privatautos tagsüber gesperrt, dann fahren Shuttlebusse ab Cangas de Onís – plane das ein, statt dich am Parkwächter vorbeidiskutieren zu wollen.
Oviedo hebst du dir für einen Stadttag auf: die Kathedrale San Salvador mit der Cámara Santa, die präromanischen Kirchen auf dem Monte Naranco und der Sidra-Boulevard Calle Gascona – dazu gleich mehr in einer eigenen Sektion. Gijón liefert das maritime Kontrastprogramm mit Stadtstrand und Fischerviertel. Und an der Küste reihen sich die Orte wie an einer Schnur: das Amphitheater-Dorf Cudillero im Westen, Llanes mit seinen bemalten Hafenwürfeln im Osten, dazwischen Ribadesella an der Mündung des Sella, wo in der Cueva de Tito Bustillo Malereien aus der Altsteinzeit an den Wänden liegen – die Besucherzahl ist streng limitiert, reserviere vorab.
Die Naturattraktionen brauchst du nicht zu suchen, sie stehen am Weg: Die Playa de Gulpiyuri bei Naves ist ein Strand ohne Meerblick – eine eingestürzte Höhlendecke hat ein türkisfarbenes Becken mitten in die Wiese gesetzt, das Wasser kommt unterirdisch durch den Fels. Ein paar Kilometer weiter drückt die Brandung an den Bufones de Pría Gischtfontänen durch Löcher im Klippenkalk, bei kräftigem Wellengang meterhoch und mit einem Fauchen, das du hörst, bevor du es siehst. Und die Playa del Silencio westlich von Cudillero liegt als Kiesbogen unter einer Felswand, die ihrem Namen alle Ehre macht – kein Strandbad, keine Bar, nur eine Treppe hinunter.
Wer Zeit für ein Museum hat, fährt an die Jurassic-Küste bei Colunga: Das MUJA, das Jura-Museum Asturiens, steht auf einer Klippe zwischen Ribadesella und Villaviciosa, und an den Stränden darunter liegen echte Dinosaurier-Fährten im Gestein – bei Ebbe an der Playa de La Griega ausgeschildert. In Gijón lohnen die Universidad Laboral, der monumentalste Gebäudekomplex Spaniens aus den 1950ern, und Chillidas Elogio del Horizonte auf dem Hügel von Cimavilla. Grundregel für alles an der Küste: Die Gezeiten bestimmen das Programm – ein Strand, der bei Ebbe riesig wirkt, kann bei Flut komplett verschwinden.























