Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Navarra
Navarras Sehenswürdigkeiten liegen selten in der Stadt – die stärksten Momente warten an Pässen, in Schluchten und über Weinbergen.
Der Dreiklang, um den sich fast jede Navarra-Reise organisiert: Pamplonas Altstadt hinter den sternförmigen Festungsmauern, das gotische Königsschloss von Olite mit seinen Türmen und Wehrgängen, und die Bardenas Reales, die erodierte Halbwüste im Süden. Alle drei liegen keine Stunde auseinander – du kannst morgens durch die Kathedrale Santa María la Real in Pamplona gehen und nachmittags durch eine Landschaft fahren, die als Drehkulisse für Game of Thrones diente. Genau diese Dichte macht die Region so dankbar für eine Rundreise.
Dazu kommen die Orte am Jakobsweg, die auch ohne Pilgerpass lohnen: Puente la Reina mit seiner romanischen Bogenbrücke über den Arga, Estella mit Kirchen und Palästen aus dem 12. Jahrhundert und das Kloster Irache, an dessen Mauer eine Bodega tatsächlich einen Weinbrunnen für Pilger betreibt – ein Hahn Wein, ein Hahn Wasser. Weiter östlich thront das Monasterio de Leyre über dem Yesa-Stausee, mit einer Krypta aus dem 11. Jahrhundert, deren gedrungene Säulen zum Ältesten gehören, was die spanische Romanik zu bieten hat. Das Castillo de Javier, Geburtsburg des Missionars Franz Xaver, steht restauriert eine Viertelstunde entfernt.
Die Naturziele verteilen sich über den Norden: In der Foz de Lumbier führt ein alter Bahntrassenweg durch eine enge Kalkschlucht, über der Gänsegeier kreisen – der Rundweg ist kurz, eben und auch mit Kindern machbar. Die größere Schwester Foz de Arbayún siehst du am besten vom Aussichtspunkt bei Iso. Und über allem der Irati-Wald bei Ochagavía, einer der größten zusammenhängenden Buchen-Tannen-Wälder Europas, der im Oktober in Kupfer und Gold umschlägt. Wer nur drei Naturstopps plant, nimmt Bardenas, Lumbier und Irati – damit hat man die ganze Spannweite der Region gesehen.
Ein Geheimtipp zum Schluss: Ujué, ein Bergdorf auf einem Hügelkamm östlich von Olite, das sich komplett um seine wehrhafte Wallfahrtskirche windet. Von oben reicht der Blick an klaren Tagen von den Pyrenäen bis zu den Bardenas – die halbe Region in einem Panorama. Die Dorfbäckereien verkaufen Migas de Pastor und gebrannte Mandeln, und außer an Wallfahrtstagen teilst du dir die Gassen mit ein paar Katzen. Kombiniere Ujué mit Olite und San Martín de Unx zu einem halben Tag Hügelland.


















