Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Cala Ratjada
Die Liste ist kurz und dafür zu Fuß zu schaffen – vom Hafen bis zum Leuchtturm brauchst du keine halbe Stunde.
Das Wahrzeichen des Ortes steht draußen auf dem Kap. Der Far de Capdepera ging 1861 in Betrieb und markiert den östlichsten Punkt Mallorcas; bei klarer Luft schiebt sich am Horizont die flache Silhouette Menorcas ins Bild, rund vierzig Kilometer entfernt. Der Weg dorthin ist die halbe Attraktion: Vom Hafen führt die Straße oberhalb der Felsküste an der Cala Gat vorbei, in gut zwei Kilometern und dreißig Gehminuten, mit Bänken an den Aussichtspunkten. In den Turm selbst kommst du nicht hinein, das Ziel ist der Platz davor – am eindrucksvollsten früh am Morgen, wenn die Sonne hier als Erstes auf die Insel trifft, oder in der letzten Stunde vor der Dämmerung.
Drei Kilometer landeinwärts, sichtbar von fast überall, liegt das Castell de Capdepera über dem gleichnamigen Nachbarort. Der Mauerring mit seinen Türmen geht auf das 14. Jahrhundert zurück, angelegt zum Schutz der Bevölkerung, die damals noch innerhalb der Befestigung wohnte. Erhalten sind die begehbaren Wehrgänge, die kleine gotische Kapelle Nostra Senyora de l'Esperança und das Gouverneurshaus, in dem heute Ausstellungsräume untergebracht sind. Vom höchsten Punkt siehst du die ganze Nordostecke der Insel bis zum Meer. Öffnungszeiten und Eintritt ändern sich saisonal, prüf sie am Reisetag; hinauf geht es entweder über die steilen Gassen des Dorfes oder über die Zufahrtsstraße.
Oberhalb des Hafens verbirgt sich hinter Mauern der Skulpturengarten der Villa March, die Jardins de Sa Torre Cega. Die Bankiersfamilie March ließ hier ab der Mitte des 20. Jahrhunderts moderne Plastik zwischen Pinien, Palmen und Terrassen aufstellen, darunter Arbeiten international bekannter Bildhauer. Ein Sturm zerstörte 2001 große Teile der Bepflanzung, danach wurde der Garten neu angelegt. Plan ihn nicht fest ein: Der Garten ist derzeit nicht regulär zugänglich, Führungen finden allenfalls unregelmäßig statt. Frag vor der Reise im Tourismusbüro nach, ob gerade welche laufen, statt spontan vor dem verschlossenen Tor zu stehen.
Der Rest der Sehenswürdigkeiten ist Alltag und heißt Hafen. Am Kai liegen Fischerboote neben Ausflugskatamaranen und Glasbodenbooten, ein paar Meter weiter beginnt unter hundertjährigen Pinien die Plaça dels Pins, der schattige Hauptplatz mit Spielplatz und Bushaltestellen. Von dort läuft die Promenade nach Süden Richtung Son Moll und nach Osten als Felsweg Sa Pedruscada an Villen und Badeleitern entlang. Wer nur eine Stunde hat, geht diese Runde: Plaça dels Pins, Hafenkai, Sa Pedruscada bis zur Cala Gat und zurück – dabei siehst du den Ort in allen drei Aggregatzuständen, arbeitend, badend und flanierend.







































