Stadt · Spanien

Fuerteventura

Nördlich von Puerto del Rosario hört der Bewuchs irgendwann ganz auf, und bis zum Horizont bleiben nur ockerfarbene Hügel, weiße Dünen und ein Atlantik in drei Blautönen.

6 Stadtviertel10 Sehenswürdigkeiten8 Hotels
Überblick

Deine Fuerteventura-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Fuerteventura ist ein Ganzjahresziel mit mildem Klima und viel Sonne. Zum Baden sind die Monate Mai bis Oktober am angenehmsten, wenn das Atlantikwasser etwas wärmer ist. Wind- und Kitesurfer schätzen den Sommer, weil dann der Passat besonders zuverlässig weht. Auch im Winter bleibt es mild und deutlich wärmer als in Mitteleuropa.
Über Fuerteventura

Reisen nach Fuerteventura

Fuerteventura ist die älteste und am stärksten abgetragene der Kanarischen Inseln, rund 100 Kilometer vor der Küste Afrikas, und sie lebt von zwei Dingen: Sand und Wind. Im Norden schiebt der Passat bei Corralejo ein Dünenfeld über neun Kilometer hellen Strand, das seit 1982 als Naturpark geschützt ist; westlich davon liegen bei El Cotillo flache Lagunen hinter Basaltriffen, in denen auch kleine Kinder noch stehen können. Der Süden gehört der Halbinsel Jandía: An der Playa de Sotavento läuft bei Flut eine türkise Lagune über Kilometer voll, in der Kite- und Windsurfer aus ganz Europa ihre ersten Meter fahren, und hinter dem Bergkamm liegt mit Cofete ein zwölf Kilometer langer Naturstrand ohne Strandbar und ohne Rettungsschwimmer, erreichbar nur über eine Schotterpiste. Dazwischen das karge Inselinnere mit Betancuria, der 1404 gegründeten ersten Hauptstadt, den Meereshöhlen von Ajuy, dem Ureinwohnerberg Tindaya und Ziegenherden, aus deren Milch der Majorero reift – der erste spanische Ziegenkäse mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Wer die ganze Insel sehen will, braucht einen Mietwagen: Von Corralejo bis Morro Jable sind es rund 130 Kilometer.

Fuerteventura – Karte
Reiseführer

Fuerteventura von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz hinter Lajares hören die Mauern auf, und die Straße zieht schnurgerade durch ein Feld aus schwarzen Lavabrocken. Vorne steht der Kegel des Calderón Hondo, links blitzt der Atlantik durch eine Senke, und im offenen Fenster rauscht ein Wind, der seit Tagen nicht nachgelassen hat. Fuerteventura ist nicht die grüne Kanareninsel und will es auch nicht sein. Sie ist die älteste der Kanaren und die am stärksten abgeschliffene – und genau deshalb hat sie die längsten Strände. Wer hier ankommt und Wälder erwartet, ist enttäuscht. Wer Sand, Wind und Weite sucht, findet auf rund 100 Kilometern Länge kaum ein Ziel, das ihn nicht bedient.

Strände

Die schönsten Strände auf Fuerteventura von Corralejo bis Cofete

Auf gut 100 Kilometern von Nord nach Süd kommen über hundert Strände zusammen – die Frage ist nie, ob du einen findest, sondern ob du Windschatten oder Welle willst.

Playa de Cofete
Playa de Cofete

Der bekannteste Abschnitt liegt im Norden: Südlich von Corralejo zieht sich der Parque Natural de las Dunas de Corralejo über gut neun Kilometer am Wasser entlang, ein Wanderdünen-System aus hellem, muschelkalkfeinem Sand, das seit 1982 unter Schutz steht. Die FV-1 läuft mittendurch, sodass du unterwegs einfach anhalten und über einen Sandpfad zum Wasser laufen kannst – je weiter südlich, desto weniger Leute. Zwei Dinge solltest du wissen: Das Wasser fällt hier zügig ab und es kann Strömung stehen, und der Passat bläst am Nachmittag so verlässlich, dass ohne Windschutz aus Steinen oder einem Muschelwall kein entspanntes Liegen möglich ist. Genau dafür haben Generationen von Gästen die kreisrunden Steinmäuerchen aufgeschichtet, die du überall im Sand siehst.

Die familienfreundlichste Alternative liegt eine halbe Autostunde weiter westlich. Nördlich von El Cotillo haben Basaltriffe eine Kette flacher Lagunen abgeriegelt – Playa de la Concha und die Los Lagos genannten Becken dahinter –, in denen das Wasser bei auflaufender Flut handwarm über den hellen Grund läuft und selbst kleine Kinder noch stehen können. Ein paar Hundert Meter südlich des Ortes kippt das Bild komplett: Dort beginnen die langen, ungeschützten Sandstrände, an denen sich die Atlantikdünung ohne Riff bricht. Bei Welle steht dort eine kräftige Shorebreak, die Schwimmer regelmäßig unterschätzen. Achte auf die Flaggen, und wenn keine gesetzt sind, geh bei bewegter See nur bis zu den Knien.

Im Süden hat die Halbinsel Jandía den längsten zusammenhängenden Sand der Insel. Die Playa de Sotavento erstreckt sich über rund neun Kilometer von Costa Calma nach Süden, und bei Risco del Paso passiert bei jedem Gezeitenwechsel das, wofür die Insel auf Fotos steht: Eine flache Lagune läuft zwischen Sandbank und Küste voll, türkis und knietief, während draußen die Kiter über dem offenen Wasser stehen. Weiter südlich reihen sich Esquinzo, Butihondo und schließlich die Playa del Matorral vor Morro Jable aneinander, hinter der das Saladar-Salzmarschgebiet als geschütztes Feuchtgebiet liegt. Der Süden ist die sonnigste und wärmste Ecke Fuerteventuras – deshalb sitzen hier auch die großen Hotels. Windstill ist er allerdings nur dort, wo der Jandía-Kamm den Passat abfängt, also rund um Morro Jable; am Sotavento ist es genau umgekehrt, dort beschleunigt der Wind am Massiv, und davon leben die Kiter.

Und dann die wilde Seite. Playa de Cofete auf der Westflanke von Jandía ist zwölf Kilometer lang, hat keine Strandbar, keinen Rettungsschwimmer und keinen verlässlichen Handyempfang, dafür eine Brandung, die schon Erfahrene aus dem Stand umwirft – tiefes Waten oder Schwimmen ist dort schlicht keine gute Idee, geh hin für die Kulisse, nicht zum Baden. Die einzige Einkehr weit und breit ist das schlichte Restaurante Cofete oben im Weiler; nimm für alles andere Wasser und Proviant mit. Ähnlich kompromisslos ist die Westküste bei Ajuy, wo schwarzer Vulkansand unter senkrechten Klippen liegt. Und zwischen El Cotillo und Corralejo findest du an der Nordküste die Playa del Bajo de la Burra, die alle nur Popcorn Beach nennen: Der weiße Belag besteht aus fossilen Kalkalgen, sogenannten Rhodolithen. Sie sehen aus wie Popcorn, sind aber ein sich nur sehr langsam erneuerndes Naturgut – die Inselverwaltung bittet ausdrücklich darum, sie liegen zu lassen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura

Die Insel hat keine Kathedralenstadt und kein Museumsviertel – ihre Sehenswürdigkeiten sind Landschaften, ein Dorf und ein sehr merkwürdiges Haus.

Ganz oben steht der Naturpark der Dünen von Corralejo, schon weil du ihn kaum umfahren kannst: Wer vom Flughafen nach Norden fährt, rollt am Ende zwangsläufig hindurch. Direkt davor liegt die Isla de Lobos, eine unbewohnte Vulkaninsel, die von Corralejo aus in einer knappen Viertelstunde per Boot erreichbar ist. Ein Rundweg führt in zwei bis drei Stunden über die Insel, hinauf auf die Montaña La Caldera und hinunter zum Puertito, einer Handvoll Fischerhäuschen an einer geschützten Bucht mit klarem Wasser. Wichtig: Die Besucherzahl ist begrenzt, du brauchst zusätzlich zum Bootsticket eine kostenlose Zutrittsgenehmigung des Cabildo, die du vorab online buchst. Ohne diese Bestätigung nimmt dich kein Veranstalter mit.

Das kulturhistorische Gegenstück liegt im Bergland. Betancuria, 1404 von dem normannischen Eroberer Jean de Béthencourt gegründet, war die erste Hauptstadt der Insel und wurde bewusst weit im Landesinneren angelegt, außer Sicht der Piraten. Die Iglesia de Santa María im Ortskern war einst die erste Kathedrale der Kanaren; im Inneren stehen eine bemalte Holzdecke und ein wuchtiger Barockaltar. Die Anfahrt über die FV-30 ist Teil der Sehenswürdigkeit: Die Straße windet sich über Pässe, und an den Aussichtspunkten oberhalb des Ortes blickst du über ein Relief aus rotbraunen Rücken und ausgetrockneten Barrancos, das aussieht wie eine Landkarte im Maßstab eins zu eins.

An der Westküste erzählt Ajuy die Erdgeschichte der Kanaren. Vom schwarzen Sandstrand führt ein befestigter Weg an alten Kalköfen vorbei zu den Cuevas de Ajuy, ausgewaschenen Meereshöhlen in einer Steilküste, deren Gestein zum sogenannten Basalkomplex gehört – dem ältesten aufgeschlossenen Material des gesamten Archipels, entstanden lange bevor die heutigen Inseln über den Meeresspiegel wuchsen. Weiter nördlich steht die Montaña de Tindaya frei in der Ebene, ein rötlicher Trachytberg, den die altkanarischen Bewohner als heilig betrachteten; auf dem Gipfelbereich sind über zweihundert in den Fels geschlagene Fußabdrücke, die Podomorfos, dokumentiert. Der Berg ist geschützt, das Besteigen nur mit behördlicher Genehmigung erlaubt – von unten wirkt er ohnehin am eindrucksvollsten.

Dazu kommen die Einzelstücke. Der Faro del Tostón an der Nordwestspitze bei El Cotillo markiert mit drei nebeneinanderstehenden Turmgenerationen den Punkt, an dem sich Nord- und Westküste treffen; im Gebäude ist ein kleines Museum zur traditionellen Fischerei untergebracht. Über dem Strand von Cofete klebt die Villa Winter am Hang, das Haus des deutschen Ingenieurs Gustav Winter, um das sich seit Jahrzehnten Geschichten von U-Boot-Stützpunkten und Fluchthelfern ranken – belegt ist wenig, besichtigen lässt sich das Anwesen trotzdem. Und in Antigua steht in einer restaurierten Mühlenanlage das Museum des Majorero-Käses, die kompakteste Einführung in das, was auf dieser Insel seit jeher Landwirtschaft heißt.

Sehenswürdigkeiten in Fuerteventura

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Norden, Mitte, Süden

Fuerteventura Urlaub im Norden, in der Mitte oder im Süden

Die Insel misst von Nord nach Süd rund 100 Kilometer – wo du dein Quartier nimmst, entscheidet mehr über deinen Urlaub als jedes Hotel-Sterne-Schild.

Lagune von Sotavento
Lagune von Sotavento

Der Norden dreht sich um Corralejo, El Cotillo und Lajares. Corralejo ist der lebendigste Ort der Insel: Hafen mit Fähren nach Lanzarote und Booten nach Lobos, eine lange Promenade, Surfshops, Bars und Restaurants in dichter Folge, dahinter der alte Fischerkern Casco Viejo mit engen Gassen. Wer es ruhiger mag, wohnt in El Cotillo, einem blau-weißen Fischerdorf mit Lagunenstränden im Norden und Wellenbuchten im Süden, oder in Lajares im Hinterland, wo die Surfszene ihre Werkstätten und Cafés hat. Der Norden ist die richtige Wahl, wenn du abends aus dem Hotel laufen und dabei zwischen zwanzig Lokalen wählen willst – und die kürzesten Wege zu Lobos und Lanzarote haben möchtest.

Die Inselmitte ist der Pragmatiker unter den drei Optionen. Caleta de Fuste, auch El Castillo genannt, liegt keine zehn Autominuten vom Flughafen entfernt an einer künstlich angelegten, geschützten Bucht: flaches Wasser, eine bequeme Promenade, Golfplätze und ein Angebot, das ganz auf Familien mit kleinen Kindern zugeschnitten ist. Charakter im Sinne gewachsener Altstadt hat der Ort nicht, dafür die kürzeste Transferzeit und die zentralste Lage für Tagesausflüge in beide Richtungen. Nördlich davon liegt Puerto del Rosario, die Inselhauptstadt, die viele nur vom Kreisverkehr kennen – dabei lohnt der Bummel entlang der Skulpturen und Wandbilder im Zentrum durchaus einen Vormittag.

Der Süden ist Fuerteventuras Sonnenecke. Costa Calma sitzt am Nordende des Sotavento-Strands, mit großen Hotelanlagen in subtropischen Gärten und dem besten Zugang zum Wind- und Kitesurfrevier. Rund 25 Kilometer weiter, am Ende der FV-2, liegt Morro Jable an der Halbinsel Jandía: ein alter Fischerkern mit steilen Gassen, davor die endlose Playa del Matorral, dahinter die Bergkette. Der Süden hat statistisch die meisten Sonnenstunden und mit der Bucht von Morro Jable den windgeschütztesten Abschnitt, aber auch die längste Anfahrt vom Flughafen – rechne für Morro Jable mit gut anderthalb Stunden. Wer einmal ankommt und dann bleiben will, ist hier richtig.

Die ehrliche Entscheidungshilfe lautet deshalb: Für einen ersten Besuch mit Rundfahrt-Ambitionen nimm den Norden oder die Mitte, weil die Fahrzeiten in beide Richtungen erträglich bleiben. Für reinen Strandurlaub mit Kindern nimm Caleta de Fuste oder Costa Calma. Für Sonne, Ruhe und lange Spaziergänge am Wasser nimm Morro Jable. Und wenn du zwei Wochen hast, mach das, was bei gut 130 Straßenkilometern zwischen Corralejo und Morro Jable am meisten Sinn ergibt: eine Woche Norden, eine Woche Süden, mit einem Umzugstag über die Bergstraße dazwischen. Du sparst dir damit jeden Tag zwei Stunden Fahrt und siehst trotzdem beide Hälften richtig.

Route & Tagesplanung

Fuerteventura in einer Woche – Route mit dem Mietwagen

Sieben Tage reichen für die ganze Insel, wenn du höchstens einmal das Quartier wechselst und die weiten Etappen auf zwei Tage legst.

Der Aufbau, der sich bewährt hat: drei bis vier Nächte im Norden, drei bis vier im Süden, dazwischen ein Fahrtag quer durchs Inselinnere. Damit fährst du die lange Nord-Süd-Achse genau einmal, statt sie jeden zweiten Tag hin und zurück abzuarbeiten. Die Alternative – eine Woche fest in Caleta de Fuste – funktioniert auch, kostet dich aber an den Randtagen jeweils drei Stunden Auto. Buche den Mietwagen für den ganzen Zeitraum, nicht tageweise: Auf Fuerteventura sind die lokalen Anbieter günstig genug, dass sich das Umsteigen auf Bus und Taxi selten rechnet, und ohne Auto bleiben Cofete, Betancuria und Ajuy praktisch außer Reichweite.

Tag eins bis drei im Norden. Am Ankunftstag reicht der Naturpark der Dünen mit einem Nachmittag am Wasser und einem Abendessen an der Promenade in Corralejo. Der zweite Tag gehört der Isla de Lobos – Genehmigung vorab online sichern, das erste Boot am Morgen nehmen, den Rundweg gehen, im Puertito schnorcheln und mit dem frühen Nachmittagsboot zurück. Am dritten Tag fährst du die Nordschleife: vormittags El Cotillo mit den Lagunen und dem Faro del Tostón, mittags Fisch am alten Hafen, nachmittags Popcorn Beach und zum Abschluss die knappe Wanderung auf den Krater des Calderón Hondo bei Lajares, für die du inklusive Fotostopps etwa anderthalb Stunden brauchst.

Tag vier ist der Umzugstag, und er ist zugleich der landschaftlich beste. Statt der schnellen FV-2 an der Ostküste nimmst du die Bergstraße: über La Oliva und Tindaya nach Betancuria, dort Kirche, Ortskern und ein Aussichtspunkt über dem Tal, dann hinunter nach Pájara und weiter an die Westküste nach Ajuy zu den Meereshöhlen. Von dort geht es über die FV-605 zurück auf die Hauptachse und nach Süden. Reine Fahrzeit rund drei Stunden, mit Stopps ein voller Tag – plan das Abendessen entsprechend spät. Wer den Käse mag, schiebt in Antigua noch das Museo del Queso Majorero in der alten Mühle dazwischen.

Tag fünf bis sieben im Süden. Ein Tag für Sotavento: früh an die Lagune, wenn das Wasser über die Sandbank läuft, nachmittags entweder eine Schnupperstunde im Kitecenter oder einfach Liegestuhl mit Blick auf die Schirme. Ein Tag für Cofete, und zwar bewusst als eigener Tag – Anfahrt über die Piste ab Morro Jable, Halt am Pass, Villa Winter, Strandspaziergang, Rückfahrt vor Sonnenuntergang, weil die Piste im Dunkeln keinen Spaß macht. Der letzte Tag bleibt Morro Jable selbst: Fischerkern, Promenade, Playa del Matorral und für Frühaufsteher der Aufstieg zum Pico de la Zarza. Wer zehn Tage hat, hängt eine Tagesfahrt mit der Fähre nach Lanzarote an.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Übernachten

Hotels auf Fuerteventura und die passende Lage für deinen Urlaub

Fuerteventura ist eine All-inclusive-Insel – die spannendere Frage als das Verpflegungspaket ist, an welchem Küstenabschnitt du landest.

Im Norden liegen die beiden markantesten Häuser der Insel unmittelbar am Rand des Dünenparks, wo heute niemand mehr bauen dürfte. Das Secrets Bahía Real Resort & Spa, das bis zur Übernahme in Hyatts Inclusive Collection als Gran Hotel Atlantis Bahía Real firmierte, steht als Fünf-Sterne-Gran-Lujo-Haus in maurisch inspirierter Architektur oberhalb der Playa de las Agujas, mit Blick auf Lobos und die Silhouette Lanzarotes; zum Zentrum von Corralejo läufst du in einer knappen Viertelstunde. Seit dem Markenwechsel ist es ein reines Erwachsenenhaus – mit Kindern fällt es damit aus. Das Hotel Riu Palace Tres Islas sitzt ein Stück weiter südlich mitten in den Dünen, direkt an der Playa de Corralejo – näher an den Sand kommst du auf dieser Insel kaum. Beide Adressen bedeuten Wind: Die Lage im Naturpark ist die Kehrseite derselben Medaille.

Der Süden hat die größte Auswahl und die verlässlichste Sonne. In Morro Jable stehen das renovierte Iberostar Selection Fuerteventura Palace und das Hotel Riu Palace Jandía direkt an der Playa de Jandía, beide mit kurzem Weg ins Zentrum und beide eher auf Paare als auf Kleinkinder ausgerichtet. In Costa Calma liegen das nachhaltig zertifizierte H10 Tindaya und das große SBH Costa Calma Beach Resort am Nordende des Sotavento-Strands – kurze Wege zum Sand, ein langer heller Strandbogen vor der Tür. Wind- und Kitesurfer sollten allerdings wissen, dass der eigentliche Lagunen-Spot am Risco del Paso ein paar Kilometer weiter südlich liegt: Auto, Shuttle oder ein Materialdepot beim Center gehören in die Planung, über die Düne läufst du nicht hin.

Die Mitte spielt Familien und Kurzurlaubern in die Hände. In Caleta de Fuste liegt das Barceló Castillo Beach Resort als weitläufige Bungalowanlage gegenüber der geschützten Playa del Castillo, mit flachem Wasser und kurzen Wegen – die klassische Wahl, wenn Kinder mitreisen. Im selben Resortverbund gibt es mit dem Barceló Fuerteventura Royal Level einen Adults-only-Bereich mit eigenem Service und Spa-Zugang, also die ruhige Variante an derselben Bucht. Der praktische Vorteil des Ortes bleibt unschlagbar: Vom Flughafen bist du in rund zehn Minuten da, was bei später Ankunft oder Frühflug den Unterschied macht.

Drei Punkte für die Buchung, die auf dieser Insel wirklich zählen. Erstens die Ausrichtung: Frag nach einem windgeschützten Poolbereich, denn zwischen Mai und September bläst der Passat nachmittags kräftig, und ein offen liegender Pool fühlt sich dann zehn Grad kühler an, als das Thermometer sagt. Zweitens die Saison: Weihnachten, Neujahr und die Osterwochen sind auf Fuerteventura Hochpreiszeit, weil halb Mitteleuropa der Kälte entkommen will; günstiger reist du im Mai, Juni und November. Drittens der Mietwagen: Fast alle Häuser liegen an oder in Resortorten, aus denen du ohne Auto abends kaum herauskommst – kläre Parkmöglichkeit und Abholung gleich mit.

Hotels in Fuerteventura

Alle 8 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Wind & Wellen

Surfen, Kitesurfen und Windsurfen auf Fuerteventura

Der Nordostpassat weht auf Fuerteventura an den meisten Tagen des Jahres – das ist der Grund, warum halb Europa hier Wassersport lernt.

Erst die Physik, dann die Spots. Fuerteventura liegt im Kernbereich der Passatwinde, die zwischen Mai und September am zuverlässigsten und stärksten wehen und die Insel von Nordost anströmen. Weil kaum Berge im Weg stehen, kommt der Wind fast überall sauber an – das unterscheidet die Insel von ihren gebirgigen Schwestern im Westen. Für Windsurfer und Kiter bedeutet das planbare Bedingungen über Monate; für Wellenreiter ist der Winter interessanter, wenn Nordatlantik-Tiefs Dünung an die Nordküste schicken. Wer nur baden will, sollte das mitdenken und einen Strand mit Riffschutz oder eine geschützte Bucht ansteuern.

Das prominenteste Revier ist die Playa de Sotavento im Süden. Auf Höhe von Risco del Paso läuft bei Flut eine kilometerlange Lagune zwischen Sandbank und Ufer voll: stehtiefes, flaches Wasser bei Seitenwind, dazu die vorgelagerte Sandbank als natürliche Begrenzung – die denkbar freundlichste Lernumgebung für Kite- und Windsurf-Einsteiger. Genau hier arbeitet seit Jahrzehnten das Center René Egli mit Kursen und Materialverleih, und im Hochsommer richtet der Strand den Windsurf- und Wingfoil-Weltcup der PWA aus, der meist in der zweiten Julihälfte internationale Fahrerfelder anzieht. Nimm die Gezeiten in den Blick: Die Lagune ist nicht ganztägig da, das Zeitfenster verschiebt sich täglich.

Der Norden ist die Wellenseite. Zwischen El Cotillo und Corralejo reihen sich an der sogenannten North Shore die Riffspots aneinander, die im Winter für erfahrene Surfer ernsthaft anspruchsvoll werden – Riffboden, Strömung, wenig Toleranz für Fehler. Anfänger gehören dorthin nicht, sondern an die Sandstrände, und der klassische Einstieg ist der Flag Beach südlich von Corralejo, am Rand des Dünenparks, wo Surf-, Windsurf- und Kitekurse für alle Level angeboten werden und der Grund freundlich bleibt. Die Schulen holen dich meist im Ort ab und entscheiden morgens je nach Wind und Welle, an welchen Spot die Gruppe fährt – ein Zeichen guter Anbieter, kein Zeichen von Unzuverlässigkeit.

Unter Wasser und daneben gibt es mehr, als die Windstatistik vermuten lässt. Vor der Isla de Lobos liegen klare, geschützte Buchten mit Fischschwärmen über Lavagrund, an denen Schnorchel- und Tauchausflüge ab Corralejo halten; Bootstouren zur Insel kombinieren das oft mit einer Wanderrunde an Land. Ab Morro Jable starten Ausfahrten hinaus vor die Südspitze, wo mit etwas Glück Delfine und Grindwale zu sehen sind. Und ein Sicherheitshinweis, der auf Fuerteventura wichtiger ist als anderswo: An den ungeschützten Westständen, allen voran Cofete, herrschen kräftige Strömungen und es gibt keine Rettungsschwimmer – dort wird nicht geschwommen, dort wird spazieren gegangen.

Aktivitäten & Touren in Fuerteventura

Alle 7 Aktivitäten
Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Fuerteventura vom Majorero bis zum Fischlokal

Die Insel hat kaum Ackerbau, aber Ziegen – und daraus ist der bekannteste Käse der Kanaren geworden.

Der Majorero ist das kulinarische Wahrzeichen Fuerteventuras: ein Käse aus der Milch der einheimischen Majorera-Ziege, der 1996 als erster spanischer Ziegenkäse eine geschützte Ursprungsbezeichnung erhielt. Du bekommst ihn in drei Reifegraden – jung und mild, halbgereift, oder curado mit fester, körniger Struktur –, oft an der Rinde mit Paprika, Gofio oder Olivenöl eingerieben. Wer verstehen will, wie er entsteht, fährt nach Antigua ins Museum in der restaurierten Mühlenanlage, wo Herstellung, Ziegenhaltung und die Geschichte der Insellandwirtschaft zusammen erzählt werden. Auf jeder guten Karte steht er als Vorspeise mit Mojo, und er ist das mitbringtauglichste Souvenir der Insel.

Dazu kommt, was der Atlantik liefert. In den Hafenlokalen bestellst du Fisch nach Gewicht und Tagesangebot: vieja, cherne oder sama, meist gegrillt, dazu papas arrugadas – kleine, in Salzwasser gegarte Kartoffeln mit runzliger Schale – und die beiden Mojos, das rote mit Paprika und das grüne mit Koriander. In El Cotillo ist La Vaca Azul die Institution dafür, ein Fisch- und Meeresfrüchtelokal am alten Hafen, das seinen Ruf seit den Neunzigern hält und abends die Sonne direkt vor der Terrasse ins Wasser fallen lässt. In Morro Jable macht das Restaurante La Laja dasselbe unmittelbar am Wasser, mit der Brandung als Geräuschkulisse.

Der Norden hat inzwischen die vielfältigste Szene der Insel. In Corralejo steht Casa Manolo für großzügige spanische Küche und eine schwarze Reispaella, für die man sich zu zweit Zeit nimmt; ein paar Straßen weiter serviert Gilda kreative Pintxos und Tapas auf einer sonnigen Terrasse, und die Baobab Juice Bar in der Altstadt war das erste rein vegane Lokal Fuerteventuras. In El Cotillo verbindet Olivo Corso kanarisch-mediterrane Küche mit einem galerieartigen Raum. Und im Süden hält das Restaurante Lo Nuestro über Solana Matorral die Paella-Fahne hoch, während das Restaurante Salvaje an der Avenida del Saladar in Morro Jable atlantischen Fisch moderner interpretiert.

Vier praktische Hinweise. Erstens die Uhrzeit: Gegessen wird spanisch, also selten vor 20 Uhr – wer um halb sieben in der Tür steht, sitzt allein im Raum, was in Resortorten mit deutscher Stammkundschaft allerdings weniger streng gehandhabt wird. Zweitens die Reservierung: In der Hochsaison und an Feiertagen sind die bekannten Lokale in Corralejo, El Cotillo und Morro Jable voll, ein Anruf am Vortag spart die Wartezeit. Drittens gofio, das geröstete Getreidemehl der Kanaren, das als Beilage, im Eintopf oder als Dessert auftaucht und mit dem viele beim ersten Mal fremdeln. Und viertens: Leitungswasser stammt aus Meerwasserentsalzung, ist trinkbar, schmeckt aber flach – die meisten Gäste kaufen Wasser in der Flasche.

Restaurants in Fuerteventura

Alle 8 Restaurants
Anreise & unterwegs

Anreise nach Fuerteventura und unterwegs mit dem Mietwagen

Vom Flughafen bei Puerto del Rosario sind es zehn Minuten nach Caleta de Fuste, gut 35 nach Corralejo und rund anderthalb Stunden nach Morro Jable.

Aus Deutschland fliegst du ab den meisten größeren Flughäfen direkt nach Fuerteventura (FUE), die Flugzeit liegt bei rund viereinhalb Stunden. Der Airport liegt an der Ostküste südlich der Hauptstadt Puerto del Rosario, unmittelbar an der Schnellstraße FV-2, und ist überschaubar genug, dass Ankunft und Mietwagenübernahme meist zügig gehen. Ein Detail, das im Urlaubsablauf mehr ausmacht, als man denkt: Auf den Kanaren gilt die westeuropäische Zeit, die Insel geht also eine Stunde hinter Deutschland – dein erster Morgen ist damit angenehm lang, der Sonnenuntergang aber auch im Sommer nicht spät nach 21 Uhr.

Der Mietwagen ist auf dieser Insel weniger Komfort als Voraussetzung. Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich über die gut 130 Straßenkilometer zwischen Corralejo und Morro Jable, und Betancuria, Ajuy, Tindaya oder Cofete erreichst du anders praktisch nicht. Die etablierten kanarischen Anbieter vermieten traditionell mit vollem Versicherungsschutz und ohne Selbstbeteiligung im Grundpreis, was Diskussionen bei der Rückgabe erspart – vergleiche also nicht nur den Tagespreis, sondern das Paket. Entscheidend ist die Klausel zu unbefestigten Straßen: Fahrten über Schotterpisten sind bei den meisten Verträgen ausdrücklich ausgeschlossen, und das betrifft genau die Strecke nach Cofete. Wer dort hinwill und kein Risiko möchte, bucht eine geführte Allradtour oder nimmt den Shuttlebus ab Morro Jable.

Ohne eigenes Auto geht es, aber langsamer. Die Inselbusse verbinden Puerto del Rosario im dichten Takt mit Corralejo im Norden – tagsüber etwa halbstündlich bis stündlich – und mehrmals täglich mit Morro Jable im Süden, dazu gibt es Verbindungen nach Caleta de Fuste und Costa Calma; die Fahrt von der Hauptstadt bis Morro Jable dauert je nach Linie rund anderthalb bis gut zwei Stunden. Für die Küstenorte untereinander reicht das oft aus, für das Landesinnere nicht – Betancuria oder Ajuy sind mit dem Fahrplan kaum sinnvoll zu erreichen. Taxis sind auf kurzen Strecken innerhalb der Orte praktikabel, für Inseltouren aber teuer. Die Alternative bleibt der geführte Tagesausflug, den jedes Hotel vermittelt.

Beim Fahren selbst gibt es wenig Überraschungen und zwei Eigenheiten. Die FV-1 nach Norden und die FV-2 nach Süden sind gut ausgebaut und leer, die Bergstraßen um Betancuria dagegen kurvig, schmal und stellenweise ohne Leitplanke – nichts Dramatisches, aber nichts, was man nebenbei fährt. Tankstellen sind auf den Hauptachsen gut verteilt, im Inselinneren dünn gesät, also nicht auf Reserve über die FV-30 fahren. Und die Kanaren gehören zwar zu Spanien und zur EU, liegen aber außerhalb des EU-Mehrwertsteuergebiets, weshalb hier die lokale Abgabe IGIC statt der spanischen IVA gilt und für die Rückreise die zollrechtlichen Freimengen gelten wie bei einer Drittlandsreise.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Wandern & Natur

Wandern, Vulkane und Sternenhimmel auf Fuerteventura

Es gibt keinen Wald und kaum Schatten – dafür Wege, auf denen du drei Stunden lang niemandem begegnest.

Lagunen von El Cotillo
Lagunen von El Cotillo

Die zugänglichste Wanderung der Insel ist der Calderón Hondo bei Lajares. Vom Ortsrand führt ein breiter Pfad in etwa 45 Minuten hinauf zum Rand eines auffallend gut erhaltenen Kraters, in dessen Kessel du von oben hineinschaust; hinter dir liegen die weiteren Kegel der Bayuyo-Kette bis hinunter nach Corralejo, davor der Atlantik mit Lobos und Lanzarote. Der Weg ist familientauglich, verlangt aber Sonnenschutz und Wasser, weil es unterwegs keinen Schatten gibt. Am Kraterrand betteln zutrauliche Atlashörnchen um Futter – sie wurden in den Sechzigern eingeschleppt, gelten als invasive Art, und Füttern ist nicht erlaubt.

Die anspruchsvollste Tour ist der Pico de la Zarza, mit 807 Metern der höchste Punkt Fuerteventuras. Der Aufstieg beginnt am Ortsrand von Morro Jable und zieht sich über rund sieben Kilometer und gut 700 Höhenmeter stetig bergauf; für Hin- und Rückweg solltest du vier bis fünf Stunden und mehr Wasser einplanen, als dir vernünftig erscheint. Die Belohnung ist der Moment am Grat: Auf der einen Seite die Hotelzeile am Jandía-Strand, auf der anderen der Blick senkrecht hinunter auf die zwölf Kilometer von Cofete und den weiten Atlantik dahinter. Geh früh los, der Nachmittagswind auf dem Kamm ist kein Vergnügen.

Kürzer, aber landschaftlich eigenwilliger ist die Westküste bei Ajuy. Ein befestigter Weg führt vom schwarzen Sandstrand an alten Kalköfen vorbei über die Klippen zu den Meereshöhlen; nach zwanzig Minuten stehst du in einer ausgewaschenen Halle über brandendem Wasser. In der Nähe liegt der Barranco de los Enamorados mit seinen hellen, weich geschliffenen Felsformationen, und im Nordwesten dominiert die Montaña de Tindaya die Ebene – sie zu besteigen ist genehmigungspflichtig, ein Umrunden auf den Pisten aber jederzeit möglich. Für alle diese Wege gilt dasselbe: Es gibt keine Wasserstelle und keinen Kiosk, und die Sonne steht auch im Winter hoch.

Fuerteventura ist seit 2009 in ganzer Ausdehnung als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt, und das merkt man vor allem abends. Weil kaum Streulicht existiert und die Luft trocken ist, wird die Insel als Ziel für Sternenbeobachtung geführt; schon ein Feldweg zehn Autominuten hinter dem letzten Hotel reicht, um die Milchstraße mit bloßem Auge zu sehen. Auch tagsüber lohnt der zweite Blick: Im offenen Steppenland leben mit dem Kanarenschmätzer (Saxicola dacotiae) ein ausschließlich auf Fuerteventura vorkommender Singvogel und mit der Kragentrappe ein seltener Steppenvogel, den Ornithologen aus ganz Europa hier suchen.

Ausflüge & Inselhüpfen

Ausflüge ab Fuerteventura nach Lobos und Lanzarote

Vom Hafen in Corralejo liegt die nächste Insel eine Viertelstunde entfernt, die übernächste eine halbe.

Dünen von Corralejo
Dünen von Corralejo

Der naheliegendste Ausflug ist die Isla de Lobos, ein unbewohntes Vulkaneiland in der Meerenge zwischen Fuerteventura und Lanzarote. Ausflugsboote fahren von Corralejo aus mehrmals täglich hinüber, die Überfahrt dauert kaum länger als eine Viertelstunde. An Land führt ein markierter Rundweg über die Insel, auf die 127 Meter hohe Montaña La Caldera und hinunter zum Puertito mit seinen paar Fischerhäusern. Plane den halben Tag ein, nimm Wasser mit, denn es gibt kaum Versorgung, und kümmere dich vorher um die kostenlose Zutrittsgenehmigung des Cabildo – die Besucherzahl pro Tag ist begrenzt und wird kontrolliert.

Der zweite Klassiker ist der Tagestrip nach Lanzarote. Von Corralejo nach Playa Blanca setzen mehrere Reedereien über, die Fahrt dauert rund eine halbe Stunde, und drüben erreichst du in kurzer Zeit die Papagayo-Buchten mit ihrem klaren Wasser oder – mit Auto oder gebuchter Tour – den Nationalpark Timanfaya mit seinen Feuerbergen. Wenn du dein Mietfahrzeug mitnehmen willst, prüfe vorher die Bedingungen des Vermieters, denn nicht jeder Vertrag erlaubt die Fährüberfahrt; oft ist es einfacher, drüben ein zweites Auto zu nehmen oder gleich eine organisierte Tour zu buchen. Vom Süden aus gibt es außerdem Schnellfähren zwischen Morro Jable und Gran Canaria.

Auf der Insel selbst funktionieren drei Ziele auch bei schlechterem Wetter oder mit Kindern. Der Oasis Park bei La Lajita im Süden verbindet einen großen Tierpark mit einem weitläufigen botanischen Garten und bietet Kamelritte an – der verlässlichste Familientag der Insel, für den du gut fünf Stunden einplanen solltest. Bei Caleta de Fuste liegt mit den Salinas del Carmen die einzige noch arbeitende Saline Fuerteventuras samt Salzmuseum, ein kompakter, angenehm ruhiger Vormittag. Und Puerto del Rosario, die Hauptstadt, überrascht mit einem Rundgang entlang der über die Innenstadt verteilten Skulpturen und großformatigen Wandbilder.

Bleibt der Ausflug, den man nur einmal macht und danach nie vergisst: Cofete. Ab Morro Jable führt eine rund 19 Kilometer lange Schotterpiste über den Pass an der Degollada de Agua Oveja hinunter auf die Westseite der Jandía-Halbinsel. Oben am Sattel öffnet sich der Blick auf den kompletten Strandbogen, unten stehen ein winziger Weiler, ein Friedhof über dem Sand und die Villa Winter am Hang. Weil viele Mietwagenverträge Pisten ausschließen, sind die geführte Allradtour oder der Shuttlebus ab Morro Jable die entspanntere Lösung. Fahr nicht bei Dunkelheit zurück, und rechne selbst bei ruhiger See nicht damit, dort baden zu können.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Fuerteventura – und welches zu dir passt

CorralejoCorralejoDer lebendigste Ort der Insel: Hafen mit Fähren nach Lanzarote und Booten zur Isla de Lobos, eine lange Promenade voller Bars und Surfshops, dahinter der alte Fischerkern Casco Viejo. Südlich beginnt der Naturpark mit dem großen Dünenfeld und neun Kilometern hellem Strand.Ideal für: Ausgehen & Wassersport3–4 TageEl CotilloEl CotilloBlau-weißes Fischerdorf an der Nordwestspitze und der ruhige Gegenentwurf zu den Resorts. Nördlich liegen die von Basaltriffen geschützten Lagunen mit flachem Wasser, südlich die Wellenstrände, dazwischen der alte Hafen mit Fischlokalen und der Faro del Tostón mit seinem Fischereimuseum.Ideal für: Ruhe & Familien2–3 TageCaleta de FusteCaleta de FusteAuch El Castillo genannt und die pragmatischste Basis der Insel: eine flache, geschützte Bucht, eine bequeme Promenade, zwei Golfplätze und nur rund zehn Autominuten vom Flughafen. Von hier sind Norden und Süden gleich weit entfernt, was den Ort zum Ausgangspunkt für Tagesausflüge macht.Ideal für: Familien & kurze Wege2–3 TageBetancuriaBetancuriaDie 1404 gegründete erste Hauptstadt liegt geschützt im Bergland, weit weg von der Küste und damit einst außer Sicht der Piraten. Um die Iglesia de Santa María, die frühere erste Kathedrale der Kanaren, gruppieren sich weiße Häuser, kleine Museen und Aussichtspunkte über das karge Inselinnere.Ideal für: Geschichte & Bergstraßen½ TagCosta CalmaCosta CalmaRuhiges Resortband am Nordende der Playa de Sotavento, mit großen Hotelanlagen in subtropischen Gärten und einem langen hellen Strand. Der eigentliche Grund für die Adresse liegt ein paar Kilometer weiter südlich: die Lagunenbucht von Sotavento, eines der bekanntesten Wind- und Kitesurfreviere der Welt.Ideal für: Kiten & Strandtage3–4 TageMorro JableMorro JableAm Südende der Insel treffen ein alter Fischerkern mit steilen Gassen und die endlose Playa del Matorral aufeinander, dahinter steigt der Jandía-Kamm auf. Der sonnigste Winkel Fuerteventuras, Startpunkt für Cofete und den Pico de la Zarza und seit Jahrzehnten bei deutschen Stammgästen beliebt.Ideal für: Sonne & Wanderungen3–4 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Fuerteventura im Jahreslauf

Fuerteventura ist ein Ganzjahresziel – die Unterschiede über das Jahr liegen weniger bei der Lufttemperatur als beim Wind und beim Wasser.

Das Klima auf Fuerteventura ist subtropisch-trocken und außergewöhnlich ausgeglichen: Die Höchstwerte pendeln übers Jahr zwischen etwa 21 Grad im Januar und 29 Grad im August, Regen fällt fast nur im Winter und dann in kurzen Schauern. Zwei Faktoren bestimmen dein Reiseerlebnis stärker als die Temperaturtabelle. Erstens der Passat, der von Mai bis September am kräftigsten weht – ideal für Surfer, gewöhnungsbedürftig für alle, die windstill in der Sonne liegen wollen. Zweitens die Wassertemperatur, die im Februar und März mit etwa 18 Grad ihren Tiefpunkt erreicht und erst im September und Oktober auf angenehme 22 bis 23 Grad steigt. Dazu kommt die Calima, ein heißer Saharawind, der vor allem im Winter und Frühjahr für ein paar diesige, ungewöhnlich warme Tage sorgen kann.

Jan21°14°mild, Meer um 19 Grad
Feb21°14°Karneval, kühlstes Wasser
Mär23°15°sonnig, Calima möglich
Apr23°15°wenig Wind, ideal
Mai24°16°Passat legt zu, ideal
Jun26°18°lange Tage, Surfsaison
Jul28°20°frischer Wind, Hochsaison
Aug29°21°wärmster Monat, voll
Sep28°21°Meer am wärmsten, ideal
Okt26°19°ruhiger Wind, ideal
Nov24°17°mild, erste Schauer
Dez22°15°sonnig, Feiertagspreise

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Fuerteventura sind April, Mai, September und Oktober. Im April und Mai ist die Luft schon warm, der Passat aber noch moderat, und die Insel ist nach den Winterschauern so grün, wie sie überhaupt wird. Im September und Oktober hat der Atlantik seine 22 bis 23 Grad erreicht – das sind die besten Badewochen des Jahres. Juli und August sind heiß, teuer und windig, ideal für Kite- und Windsurfer, weniger für ruhige Strandtage. Und der Winter bleibt mit 21 bis 23 Grad die verlässlichste Sonnengarantie Europas, solange du das kühlere Wasser in Kauf nimmst.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Fuerteventura

Wie viele Tage sollte man für Fuerteventura einplanen?
Eine Woche ist das sinnvolle Minimum, wenn du neben dem Strand auch Cofete, Betancuria und die Isla de Lobos sehen willst – zwischen Corralejo und Morro Jable liegen gut 130 Straßenkilometer, und jede Fahrt kostet Zeit. Zwei Wochen erlauben den entspannten Aufbau mit je einer Woche im Norden und im Süden. Für reinen Badeurlaub an einem Ort reichen auch fünf Tage.
Wo wohnt man auf Fuerteventura am besten?
Im Norden um Corralejo, wenn du abends ausgehen und schnell nach Lobos oder Lanzarote willst. In Caleta de Fuste, wenn du kurze Transferzeiten, flaches Wasser und eine zentrale Lage für Ausflüge brauchst. Im Süden um Costa Calma und Morro Jable, wenn Sonne, lange Strände und Wassersport im Vordergrund stehen. El Cotillo ist die ruhige Dorfvariante.
Wann ist die beste Reisezeit für Fuerteventura?
April, Mai, September und Oktober bieten das beste Gesamtpaket: 23 bis 28 Grad, moderater Wind und im Herbst ein Meer mit 22 bis 23 Grad. Im Hochsommer weht der Passat am kräftigsten, was Surfern entgegenkommt und ruhige Strandtage erschwert. Im Winter liegen die Höchstwerte weiter bei 21 bis 23 Grad, das Wasser aber nur bei rund 18 Grad.
Wie kommt man zum Strand von Cofete?
Von Morro Jable führt eine rund 19 Kilometer lange Schotterpiste über einen Pass auf die Westseite der Jandía-Halbinsel. Die meisten Mietwagenverträge schließen Fahrten auf unbefestigten Straßen aus, deshalb sind eine geführte Allradtour oder der Shuttlebus ab Morro Jable die sicherere Wahl. Fahr nicht bei Dunkelheit zurück und plane den halben Tag ein.
Braucht man für die Isla de Lobos eine Genehmigung?
Ja. Die tägliche Besucherzahl der Naturinsel ist begrenzt, weshalb du zusätzlich zum Bootsticket eine kostenlose Zutrittsgenehmigung des Cabildo de Fuerteventura brauchst, die vorab online gebucht wird. Ohne die Bestätigung nimmt dich keine Reederei mit. Die Überfahrt ab Corralejo dauert eine knappe Viertelstunde, der Rundweg auf der Insel zwei bis drei Stunden.
Wie windig ist es auf Fuerteventura wirklich?
Der Nordostpassat weht an den meisten Tagen des Jahres, zwischen Mai und September am kräftigsten und meist ab dem späten Vormittag. Am Wasser bedeutet das Sand in der Luft und gefühlt kühlere Temperaturen, als das Thermometer anzeigt. Wer ruhige Strandtage sucht, wählt geschützte Buchten wie Caleta de Fuste oder die Lagunen bei El Cotillo und reist im April oder Oktober.
Kommt man auf Fuerteventura auch ohne Mietwagen zurecht?
Für einen Urlaub an einem Ort ja: Die Inselbusse verbinden Puerto del Rosario tagsüber im dichten Takt mit Corralejo und mehrmals täglich mit Caleta de Fuste, Costa Calma und Morro Jable. Für das Landesinnere reicht das nicht – Betancuria, Ajuy oder Tindaya sind mit dem Fahrplan kaum erreichbar. Wer kein Auto mieten will, bucht für diese Ziele geführte Tagestouren.
Kann man auf Fuerteventura im Winter baden?
Baden ja, angenehm ist Ansichtssache: Die Lufttemperatur liegt von Dezember bis März bei verlässlichen 21 bis 23 Grad, das Meer aber nur bei etwa 18 bis 19 Grad und erreicht im Februar und März seinen Tiefpunkt. Viele Gäste weichen im Winter auf beheizte Hotelpools aus. Die wärmsten Badewochen liegen im September und Oktober bei 22 bis 23 Grad Wassertemperatur.
Welche Strände auf Fuerteventura eignen sich für Kinder?
Die Lagunen nördlich von El Cotillo sind erste Wahl: durch Basaltriffe geschützt, flach und ruhig. Ebenfalls gut geeignet ist die künstlich geschützte Bucht von Caleta de Fuste mit sanftem Einstieg und Promenade. Meiden solltest du mit kleinen Kindern die ungeschützten Westküstenstrände, allen voran Cofete, sowie die Brandungsabschnitte südlich von El Cotillo.
Wo bekommt man den echten Majorero-Käse?
Der Majorero trägt seit 1996 eine geschützte Ursprungsbezeichnung und stammt von der einheimischen Majorera-Ziege. Du findest ihn in jedem Supermarkt der Insel, deutlich besser aber ab Hof bei den Queserías im Landesinneren und in den Wochenmärkten. Wer die Herstellung sehen will, besucht das Käsemuseum in der alten Mühlenanlage von Antigua.
Was kann man auf Fuerteventura bei viel Wind unternehmen?
Genau dann lohnt das Landesinnere: die Bergstraße nach Betancuria, die Meereshöhlen von Ajuy, das Käsemuseum in Antigua oder das Salzmuseum bei den Salinas del Carmen. Auch der Oasis Park bei La Lajita funktioniert unabhängig vom Strandwetter. Und für alle, die den Wind nutzen statt ihm auszuweichen: Am Sotavento ist er der Grund, warum man hinfährt.
Lohnt sich ein Tagesausflug nach Lanzarote?
Ja, wenn du im Norden wohnst. Von Corralejo nach Playa Blanca dauert die Fährfahrt rund eine halbe Stunde, und drüben erreichst du schnell die Papagayo-Buchten oder mit einer Tour den Nationalpark Timanfaya. Prüfe vorher, ob dein Mietwagenvertrag die Überfahrt erlaubt – häufig ist es einfacher, drüben ein Fahrzeug zu nehmen oder eine organisierte Tour zu buchen.
Ist Fuerteventura teuer?
Im kanarischen Mittelfeld. Übernachtung und Essen liegen meist unter deutschem Großstadtniveau, Mietwagen sind vergleichsweise günstig, und statt der spanischen Mehrwertsteuer gilt die niedrigere Inselabgabe IGIC. Teuer wird es zu den Weihnachts-, Neujahrs- und Osterwochen, wenn die Nachfrage aus Mitteleuropa Hochsaisonpreise erzeugt. Mai, Juni und November sind die günstigsten Reisemonate.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Fuerteventura die großen Höhepunkte und die stillen Entdeckungen

Übernachten

Hotels in Fuerteventura zum Ankommen und Wohlfühlen

Alle · 6HotelsBoutiqueDesignLuxus

Genießen

Restaurants in Fuerteventura wo die Stadt am besten schmeckt

Erleben

Aktivitäten & Touren in Fuerteventura Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben

FuerteventuraNördlich von Puerto del Rosario hört der Bewuchs irgendwann ganz auf, und bis zum Horizont bleiben nur ockerfarbene Hügel, weiße Dünen und ein Atlantik in drei Blautönen.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Fuerteventura-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Hotels ansehen8 in Fuerteventura

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Touren & Tickets7 in Fuerteventura

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Fuerteventura zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen