Corralejo liegt an der windgepeitschten Nordspitze Fuerteventuras und vereint zwei sehr unterschiedliche Landschaften. Hinter dem Ort türmen sich die Dunas de Corralejo zu einem weiten Sandmeer auf, das wie ein Stück Sahara wirkt und unter Naturschutz steht. Davor liegt der Atlantik in einem so klaren Türkis, dass die langen, hellen Strände fast unwirklich erscheinen. Am Horizont schiebt sich die kleine Vulkaninsel Lobos ins Bild, dahinter die Silhouette Lanzarotes. Aus einem einfachen Fischernest am alten Hafen Muelle Chico ist über die Jahrzehnte das lebendigste Tourismuszentrum Fuerteventuras geworden. In den Gassen der Altstadt mischen sich Fischrestaurants, Bars und kleine Läden; morgens hängt hier noch der Geruch von gegrilltem Fisch und Salz in der Luft. Rund um den Hafen legen die Fähren nach Lanzarote und die Boote zur Isla de Lobos ab, einem fast menschenleeren Naturparadies, das sich in einem Tagesausflug erkunden lässt. Wind und Wellen haben Corralejo zu einem Magneten für Wassersportler gemacht. An den exponierten Stränden im Süden des Ortes finden Surfer, Wind- und Kitesurfer beständige Bedingungen, während die geschützteren Buchten am Naturpark zum Schwimmen und Schnorcheln einladen. Wer es ruhiger mag, läuft einfach in die Dünen hinaus, wo sich der Sand bei jedem Schritt verschiebt und die Stille nur vom Wind unterbrochen wird. Corralejo ist damit ein Ort der Gegensätze: lebhaft und touristisch geprägt im Zentrum, weit und naturbelassen am Rand. Genau diese Mischung aus Strandleben, Wassersport, Wüstenkulisse und Inselhopping macht den Norden Fuerteventuras zu einem der vielseitigsten Ziele der Kanaren.



