Ganz im Südwesten von Gran Canaria, dort wo der Barranco de Mogán steil zum Atlantik hin ausläuft, liegt ein Hafendorf, das auf den ersten Blick wie eine Kulisse wirkt. Schmale Kanäle ziehen sich unter steinernen Brücken hindurch, weiß gekalkte Häuser mit blau und gelb gerahmten Fenstern stapeln sich die Hänge hinauf, und über vielen Treppenaufgängen blüht Bougainvillea in Pink und Violett. Wegen dieser Wasserwege und der maritimen Atmosphäre wird Puerto de Mogán gern „Venedig des Südens“ genannt. Doch der Ort ist mehr als ein hübsches Postkartenmotiv: Er ist zugleich ein noch immer arbeitender Fischereihafen und ein eleganter Yachthafen. Am Kai vertäuen Fischer ihre Boote, während ein paar Stege weiter Segelyachten liegen. Rund um das Hafenbecken reihen sich Restaurants und Cafés, in denen frischer Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch kommen. Puerto de Mogán ist deutlich ruhiger und gepflegter als die großen Resorts im Süden der Insel. Es gibt keine hohen Hotelburgen, dafür einen geschützten kleinen Sandstrand am Hafen und einen Rhythmus, der zum Verweilen einlädt. Besonders beliebt ist der wöchentliche Markt, der Besucher aus der ganzen Insel anzieht. Vom Hafen starten zudem Ausflugsboote entlang der zerklüfteten Westküste, etwa nach Puerto Rico oder zum Schwimmen und Schnorcheln. Wer das Inselinnere erkunden will, fährt von hier aus durch den grünen Barranco de Mogán mit seinen Bananen- und Mangoplantagen ins Bergland hinauf. So verbindet Puerto de Mogán das maritime Leben am Wasser mit einem leichten Zugang zur wilden, gebirgigen Natur Gran Canarias.




