Stadt · Spanien

Gran Canaria

Auf fünfzig Kilometern Durchmesser liegen hier Wanderdünen am Atlantik, Kiefernwald auf 1.800 Metern und eine Hafenstadt mit Kolonialaltstadt – oft an einem einzigen Tag.

7 Stadtviertel10 Sehenswürdigkeiten8 Hotels
Überblick

Deine Gran Canaria-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Gran Canaria ist ein Ganzjahresziel mit Temperaturen meist zwischen 20 und 28 Grad. Der trockene Süden um Maspalomas ist am sonnigsten und auch im Winter angenehm warm, während der grünere Norden um Las Palmas häufiger Wolken zeigt. Frühling und Herbst bieten ideale Bedingungen für Wanderungen ins Hochland.
Über Gran Canaria

Reisen nach Gran Canaria

Gran Canaria misst kaum fünfzig Kilometer von Küste zu Küste und legt trotzdem drei Landschaften nebeneinander, die anderswo ganze Länder füllen. Im Süden schiebt der Passat ein Sandmeer über den Küstenstreifen von Maspalomas – seit 1987 Naturreservat, mit einer Lagune, einem Palmenhain und dem Leuchtturm von 1890 am westlichen Ende. Dahinter steigt die Insel in Serpentinen auf über 1.900 Meter: Der Roque Nublo ragt als achtzig Meter hoher Monolith aus der Hochebene, vom Pico de las Nieves reicht der Blick an klaren Tagen bis zum Teide auf Teneriffa, und in Artenara und Tejeda wohnen Menschen bis heute in Höhlen im weichen Tuff. Im Norden liegt Las Palmas de Gran Canaria mit der Altstadt Vegueta, der 1497 begonnenen Kathedrale Santa Ana, der Casa de Colón und der drei Kilometer langen Playa de Las Canteras, die ein vorgelagertes Riff zu einem geschützten Badebecken macht. Dazwischen Bananenterrassen, der Krater von Bandama, die bewohnten Höhlenhäuser im Barranco de Guayadeque, Kaffeepflanzen im Tal von Agaete – und auf jedem Teller Papas arrugadas mit rotem und grünem Mojo.

Gran Canaria – Karte
Reiseführer

Gran Canaria von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz nach Sonnenaufgang liegt der Sand auf den Kämmen der Dünen von Maspalomas so glatt, dass du deine Spuren von gestern nicht wiederfindest – der Passat hat sie über Nacht abgeräumt. Zwei Stunden später und vierzig Kilometer weiter nördlich stehst du in kühler Bergluft am Roque Nublo, unter dir eine geschlossene Wolkendecke, aus der nur der Teide auf Teneriffa herausschaut. Gran Canaria ist keine Insel, die man an einem Strandtag versteht – sie legt Wüste, Kiefernwald und eine Großstadt mit rund 380.000 Einwohnern auf einen Kreis von fünfzig Kilometern Durchmesser.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria

Die Höhepunkte der Insel liegen nicht beieinander – zwischen den Dünen im Süden und der Altstadt von Las Palmas im Norden liegt eine gute Autostunde.

Die Dünen von Maspalomas stehen am Anfang jeder Liste, und zwar aus einem handfesten Grund: ein vom Passat aufgeschobenes Sandfeld von rund 400 Hektar, das seit 1987 als Naturreservat geschützt ist und direkt an den Atlantik grenzt. Am westlichen Ende liegen die Lagune La Charca, ein Palmenhain und der Leuchtturm von 1890, dessen Promenade abends zum Flanieren gehört. Betreten darfst du das Dünenfeld nur auf den ausgeschilderten Querungswegen, größere Abschnitte sind zur Regeneration abgesperrt, Drohnen sind verboten. Geh früh morgens oder in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang – mittags heizt der Sand so auf, dass barfuß keine gute Idee mehr ist, und die steil stehende Mittagssonne bügelt die Kämme ohnehin flach.

Der zweite Fixpunkt steht 1.800 Meter höher. Der Roque Nublo, ein rund achtzig Meter hoher Felsmonolith, ragt aus der Hochebene wie ein abgebrochener Zahn und war für die Ureinwohner ein Kultort. Vom Parkplatz La Goleta an der GC-600 läufst du in dreißig bis fünfundvierzig Minuten hinauf, der Weg ist breit und nur mäßig steil, aber vollständig ohne Schatten. Ein Stück weiter östlich liegt der Aussichtspunkt am Pico de las Nieves, mit 1.949 Metern der höchste Aussichtspunkt der Insel – die letzten sieben Meter hält der benachbarte Morro de la Agujereada. Von dort blickst du in die Caldera de Tejeda und an klaren Tagen über den Kanal hinweg zum Teide. Nimm eine Jacke mit, hier oben ist es regelmäßig zehn Grad kühler als am Strand.

In Las Palmas beginnt die Geschichte der Insel im Viertel Vegueta, dort wurde 1478 der erste spanische Stützpunkt gegründet. Um die Plaza de Santa Ana mit ihren bronzenen Hunden gruppieren sich die 1497 begonnene Kathedrale Santa Ana, deren Turmaufzug dich über die Dächer bringt, und die Casa de Colón – der einstige Gouverneurspalast erinnert daran, dass Kolumbus 1492 hier Station machte, um das Ruder der Pinta reparieren zu lassen. Zwei Gassen weiter zeigt das Museo Canario die umfangreichste Sammlung zur Kultur der altkanarischen Bevölkerung, und im CAAM hängt Gegenwartskunst hinter einer erhaltenen Kolonialfassade.

Dazu kommen die Ziele, die auf keiner Postkarte stehen und trotzdem Halbtage füllen. Die Caldera de Bandama im Nordosten ist ein rund einen Kilometer weiter und etwa 200 Meter tiefer Krater, an dessen Rand der Pico de Bandama einen Rundblick über die halbe Insel bietet. Der Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo terrassiert die Flora des Archipels in eine Schlucht bei Las Palmas und kostet keinen Eintritt. In Gáldar erzählt das Museum um die Cueva Pintada von der prähispanischen Siedlung darunter, in Teror zieht die Basilika der Inselpatronin Wallfahrer an, und im Barranco de Guayadeque wohnen Menschen bis heute in Höhlen, die in den Tuff geschlagen wurden.

Sehenswürdigkeiten in Gran Canaria

Alle 10 Sehenswürdigkeiten
Dünen & Süden

Die Wanderdünen von Maspalomas und das Naturreservat im Süden

Der Sand wandert tatsächlich – der Passat schiebt die Kämme Jahr für Jahr ein Stück nach Westen.

Dünen von Maspalomas
Dünen von Maspalomas

Was hier zwischen Playa del Inglés und dem Leuchtturm liegt, ist kein Sahara-Ausläufer, auch wenn der Vergleich sich aufdrängt. Der Sand stammt aus marinen Ablagerungen, die im Osten an Land geweht wurden und seither vom beständigen Nordostpassat quer über den Küstenstreifen nach Westen geschoben werden. Ein System aus Sicheldünen wandert dabei langsam, aber messbar; deshalb heißt es Wanderdünen und nicht einfach Strand. Seit 1987 ist das Gebiet Reserva Natural Especial, seit einigen Jahren sind größere Zonen komplett gesperrt, weil das Feld an Sandvolumen verloren hat und sich regenerieren soll. Die Absperrungen sind kein Dekor, sondern der Grund, warum das Ganze überhaupt noch existiert.

Praktisch heißt das: Du querst das Feld auf den markierten Wegen, die vom Rand in Playa del Inglés zum Leuchtturm führen, und rechnest für die komplette Strecke gut eine Stunde. Es gibt unterwegs keinen Schatten, keinen Kiosk und kein Wasser – nimm eine Flasche mit, dazu Kopfbedeckung und Schuhe, denn Mittagssand wird heiß genug, um ernsthaft weh zu tun. Die beste Zeit ist die erste Stunde nach Sonnenaufgang, wenn der Wind die Rippelmuster frisch gezogen hat und die Kämme scharfe Schattenlinien werfen. Am Westrand liegt La Charca, eine brackige Lagune mit Schilf und Palmen, an der du im Frühjahr und Herbst Zugvögel beobachten kannst.

Der Strand davor zieht sich über rund sechs Kilometer und wechselt dabei den Charakter: Im Osten, vor Playa del Inglés, reihen sich Liegen, Strandbars und Wassersportstände; im mittleren Abschnitt vor dem Dünenfeld wird es leerer, hier liegt auch der traditionell textilfreie Bereich; im Westen läuft der Sand am Faro de Maspalomas aus, wo die Promenade von Meloneras beginnt. Der Atlantik hat hier echten Seegang, Strömungen und Wellen sind kein Pool-Ersatz – achte auf die Flaggen und schwimm nicht allein hinaus, wenn Rot oder Gelb weht. Am östlichen Rand des Reservats starten die geführten Kamelritte, die seit Jahrzehnten zum Bild dieser Ecke gehören.

Rundherum liegt der am dichtesten bebaute Streifen der Insel, und das lässt sich nutzen. Meloneras hat die ruhigere Uferpromenade mit Restaurants und Boutiquen, Playa del Inglés die Einkaufszentren, das Nachtleben und die günstigeren Betten. Oberhalb, im Barranco hinter dem Ort, liegt der Palmitos Park mit subtropischem Garten, Vogelshows und Aquarium, ein verlässlicher Kindernachmittag – allerdings fast komplett unter freiem Himmel, an Regentagen fallen also genau die Shows aus, wegen derer man hinfährt. Und wer den Süden einmal von oben sehen will, fährt die GC-60 Richtung Fataga hinauf bis zum Mirador de la Degollada de las Yeguas: Von dort schaut man in eine ausgewaschene Schlucht, an deren Ende die Hotelblöcke wie Bauklötze am Meer stehen.

Strände

Die schönsten Strände auf Gran Canaria von Las Canteras bis Amadores

Der Atlantik zeigt hier zwei Gesichter – geschützte Badebuchten im Südwesten, Brandung und Surfbretter im Norden.

Puerto de Mogán
Puerto de Mogán

Der Südwesten zwischen Arguineguín und Mogán ist die Badeecke der Insel, weil die Berge im Rücken den Passat abschirmen und die Buchten in Talkesseln liegen. Die Playa de Amadores ist der bekannteste Vertreter: heller, aufgeschütteter Sand in einer künstlich geschützten Bucht, kaum Wellen, flacher Einstieg, Liegen und Bars auf der Promenade – der Strand für Familien mit kleinen Kindern und für alle, die im Wasser stehen statt schwimmen wollen. Ähnlich funktionieren Puerto Rico, Anfi del Mar und die Playa de Mogán, alle drei ebenfalls angelegt oder aufgeschüttet und alle drei windgeschützt. Wer Naturstrand erwartet, wird hier nicht fündig, wer verlässliche Badebedingungen sucht, schon.

Ganz anders die Playa de Las Canteras in Las Palmas. Drei Kilometer feiner Sand mitten in der Stadt, davor La Barra, ein vorgelagertes Felsriff, das die Atlantikdünung bricht und den nördlichen Teil in ein ruhiges Becken verwandelt – bei Niedrigwasser schnorchelst du dort zwischen Fischschwärmen, ohne dass Strömung eine Rolle spielt. Am südlichen Ende, an der Playa de La Cícer, hört das Riff auf, die Wellen kommen durch, und genau dort stehen die Surfschulen. Über allem liegt eine Promenade, auf der abends die halbe Stadt unterwegs ist, mit dem Auditorio Alfredo Kraus als Schlusspunkt. Die deutlich ruhigere Alternative in der Stadt ist die Playa de las Alcaravaneras am Hafen.

Im Norden und Osten wird es rauer und einheimischer. El Confital hinter der Landzunge von La Isleta ist ein Surfrevier mit Felsboden und ohne Infrastruktur, Sardina del Norte und der Puertillo bei Bañaderos sind kleine Buchten, in denen am Wochenende Familien aus Las Palmas sitzen. Bei Agaete ersetzen die Naturbecken von Las Salinas den Sandstrand – Lavabecken, die die Flut füllt, mit Leitern und Betonrand. An der Ostküste liegen vor Telde die Fischerorte Melenara und Salinetas mit einer Reihe guter Fischlokale direkt am Wasser, und weiter südlich ist Pozo Izquierdo eine internationale Adresse für Windsurfer, weil der Passat dort fast täglich anzieht.

Und dann gibt es noch die Strände, für die du etwas tun musst. Die Playa de Güigüí an der unbewohnten Westflanke erreichst du nur per Boot aus Puerto de Mogán oder La Aldea oder über eine mehrstündige Wanderung durch die Berge – dafür stehst du an einem breiten, komplett unbebauten Sandstrand ohne einen einzigen Schirm. Wer weniger Aufwand will, nimmt die kleinen Buchten entlang der GC-500 zwischen Arguineguín und Mogán oder die Playa de Tasarte an der Westküste. Für alle gilt dasselbe wie im Süden: Der Atlantik ist kein Mittelmeer, Rettungsschwimmer und Flaggensystem gibt es nur an den großen Stränden, und der Wellengang kann im Winter deutlich zulegen.

Bergland & Dörfer

Roque Nublo, Bergdörfer und das Hochland über den Wolken

Zwanzig Kilometer landeinwärts steht das Thermometer zehn Grad tiefer, und an manchen Tagen liegen die Wolken unter dir.

Roque Nublo
Roque Nublo

Miguel de Unamuno nannte das Inselinnere einen versteinerten Sturm, und wer einmal am Rand der Caldera de Tejeda gestanden hat, versteht den Satz sofort: Aus einem riesigen Kessel ragen die Reste alter Vulkanschlote, der Roque Nublo und der schlankere Roque Bentayga, ringsum fallen die Barrancos sternförmig zur Küste ab. Auf den Hängen wächst die kanarische Kiefer, deren dicke Borke Waldbrände übersteht. Seit 2019 steht diese Kulturlandschaft mit ihren prähispanischen Kult- und Speicherstätten als Risco Caído und Heilige Berge auf der UNESCO-Welterbeliste – nicht wegen eines einzelnen Bauwerks, sondern wegen des Zusammenspiels aus Landschaft und jahrhundertealter Nutzung.

Der Ausgangspunkt für Wanderungen ist die Hochebene zwischen Cruz de Tejeda und dem Parkplatz La Goleta an der GC-600. Von dort führt der breite Weg zum Roque Nublo in gut einer halben Stunde hinauf, mit Blick über die gesamte Caldera; deutlich einsamer wird es auf den Wegen zum Roque Bentayga oder auf den alten Verbindungspfaden zwischen den Dörfern, die zum Teil auf prähispanische Trassen zurückgehen. Plane Wanderungen im Bergland auf den Vormittag: Ab Mittag ziehen von Norden regelmäßig Wolken über den Kamm, die Sicht verschwindet innerhalb von Minuten, und im Winter kann es hier oben knapp über null Grad kalt werden.

Die Dörfer sind der zweite Grund, hinaufzufahren. Tejeda liegt auf gut tausend Metern weiß an einem Hang, gilt als eines der schönsten Dörfer Spaniens und ist berühmt für Mandelprodukte – im Januar und Februar blühen die Bäume ringsum, und in den Konditoreien am Ort bekommst du Bienmesabe, die dicke Mandelcreme, die auf halb Gran Canaria als Nachtisch dient. Artenara darüber ist das höchstgelegene Dorf der Insel, mit in den Fels geschlagenen Wohnhäusern und der Ermita de la Cuevita, einer Kapelle im Tuff. Wer auf dem Kamm übernachten will, findet am Pass Cruz de Tejeda einen Parador mit Blick in den Kessel.

Im Norden und Osten schließen die Orte an, die sich auch ohne Wanderschuhe lohnen. Teror lebt von der Basilika der Virgen del Pino, der Inselpatronin, und von den geschnitzten Holzbalkonen an der Calle Real; sonntags füllt ein Markt die Gassen, auf dem der streichfähige Chorizo de Teror und süße Blutwurst verkauft werden, und rund um den 8. September zieht die Fiesta del Pino Wallfahrer aus dem gesamten Archipel an. Arucas darunter hat eine Kirche aus fast schwarzem Basalt und eine Rumdestillerie, die auf das Jahr 1884 zurückgeht. Und im Barranco de Guayadeque zwischen Agüimes und Ingenio isst du in einem Restaurant, das komplett in den Fels gehauen wurde.

Wassersport & Touren

Bootstouren, Wale und Wassersport an der Südwestküste

Vor der Südwestküste steht das Wasser oft glatt, weil die Insel selbst den Passat abschirmt.

Der Kanal zwischen Gran Canaria und Teneriffa ist eines der verlässlichsten Wal- und Delfingebiete Europas: Große Tümmler und Grindwale halten sich hier ganzjährig auf, dazu kommen saisonale Gäste. Die Boote starten überwiegend aus der Marina von Puerto Rico, seltener aus Puerto de Mogán oder Arguineguín, und die Fahrten dauern je nach Anbieter zwei bis vier Stunden. Achte auf Boote mit der offiziellen Kennzeichnung Barco Azul – sie verpflichtet die Betreiber auf Mindestabstände, begrenzte Verweildauer und Verhaltensregeln am Tier. Wer empfindlich ist, nimmt die Vormittagstour, weil der Wind im Lauf des Tages zunimmt und die Dünung mit ihm.

Zum Tauchen fährst du entweder vor Ort raus oder quer über die Insel. Vor Mogán liegen Felsformationen und versenkte Wracks in überschaubarer Tiefe, ideal für die ersten Tauchgänge nach längerer Pause. Das anspruchsvollere und artenreichere Revier ist das geschützte Tauchgebiet El Cabrón bei Arinaga an der Ostküste, mit Höhlen, Bögen und Sandflächen, auf denen Engelhaie liegen. Das Wasser hat je nach Jahreszeit 19 bis 23 Grad, ein Nasstauchanzug gehört also das ganze Jahr dazu. Schnorcheln geht am besten im geschützten Nordteil der Playa de Las Canteras hinter dem Riff, ganz ohne Boot und Guide.

Für alle, die auf dem Wasser bleiben wollen, ohne hineinzugehen, gibt es die klassischen Ausflüge. Katamarane fahren ab Puerto Rico und Mogán die Küste entlang, mit Badestopp in einer Bucht, Verpflegung an Bord und der Rückfahrt in den Sonnenuntergang. Ab Puerto de Mogán taucht ein gelbes Passagier-U-Boot ab und zeigt Wracks und Fischschwärme durch dicke Bullaugen – die unaufgeregteste Möglichkeit, mit Kindern unter Wasser zu schauen. Segeltouren, Jetski und Parasailing laufen ebenfalls über die beiden Marinas. Buche in der Wintersaison ein bis zwei Tage vorher, dann bekommst du auch noch die guten Startzeiten.

An Land setzt sich das fort. Die geführten Kamelritte am Rand der Dünen von Maspalomas sind der Klassiker mit Kindern, Jeep-Safaris über die Schotterpisten ins Inselinnere die bequemste Art, Roque Nublo und Bergdörfer ohne eigenes Steuer zu sehen. Radfahrer finden auf Gran Canaria eines der besten Wintertrainingsreviere Europas – die Auffahrten von der Küste auf den Kamm überwinden am Stück fast zweitausend Höhenmeter. Wanderer nehmen neben dem Roque Nublo den Barranco de las Vacas bei Agüimes ins Programm, eine schmale, gewellte Schlucht im Tuff; der Zugang ist eng, und die Parkmöglichkeiten am Straßenrand sind stark begrenzt.

Aktivitäten & Touren in Gran Canaria

Alle 7 Aktivitäten
Las Palmas

Las Palmas de Gran Canaria mit Vegueta, Triana und Las Canteras

Die Hauptstadt gehört zu Gran Canaria wie die Dünen, und die meisten Strandurlauber sehen sie trotzdem nie.

Vegueta in Las Palmas
Vegueta in Las Palmas

Vegueta ist der älteste Teil der Stadt und der schönste Grund, aus dem Süden herzukommen. 1478 gegründet, blieb das Raster aus schmalen Gassen, Innenhöfen und Kolonialfassaden erhalten; über allem stehen die Türme der Kathedrale Santa Ana, deren Bau 1497 begann und sich über Jahrhunderte hinzog, weshalb Gotik und Klassizismus im selben Gebäude stecken. Vor der Kirche liegt die Plaza de Santa Ana mit den bronzenen Hunden, die auf den Inselnamen anspielen. Nebenan zeigt die Casa de Colón in einem einstigen Gouverneurspalast die Seefahrtsgeschichte des Atlantiks, und das Museo Canario bewahrt die wichtigste Sammlung zur Kultur der altkanarischen Bevölkerung.

Direkt nördlich schließt Triana an, die elegante Schwester. Die Calle Mayor de Triana ist eine Fußgängerachse mit Jugendstil- und Kolonialfassaden, dazwischen Cafés, Buchläden und der Gabinete Literario, ein Klub aus dem 19. Jahrhundert mit einem Saal, den man sich ansehen sollte. Das Teatro Pérez Galdós am Rand des Viertels und das Geburtshaus des Schriftstellers, der 1843 hier zur Welt kam und heute als Casa-Museo zu besichtigen ist, gehören zum selben Spaziergang. Donnerstagabends füllen sich in Vegueta und Triana die Tapasbars – das ist der Abend, an dem die Stadt am ehesten so aussieht, wie Einheimische sie nutzen.

Der zweite Schwerpunkt liegt drei Kilometer nördlich, rund um die Playa de Las Canteras und den Hafen. Der Stadtstrand mit seinem vorgelagerten Riff ist Badebecken, Laufstrecke und Wohnzimmer in einem, an seinem Südende steht das Auditorio Alfredo Kraus wie ein Bollwerk in der Brandung. Im angrenzenden Viertel Santa Catalina liegen der gleichnamige Park, in dem im Februar oder März der Karneval seinen Mittelpunkt hat, das Wissenschaftsmuseum Elder und der Mercado del Puerto, eine gusseiserne Markthalle, die abends als Tapasadresse funktioniert. Etwas weiter nördlich bewacht das Castillo de la Luz aus dem 16. Jahrhundert die Hafeneinfahrt.

Praktisch ist die Stadt einfacher zu handhaben, als ihre Größe vermuten lässt. Aus dem Süden fährt eine Expressbuslinie über die Autobahn und braucht rund eine Stunde bis zum Busbahnhof San Telmo am Rand von Triana – von dort erreichst du Vegueta zu Fuß in fünf Minuten. Mit dem Mietwagen stellst du den Wagen in eines der Parkhäuser und lässt ihn stehen, denn die Altstadtgassen sind eng und großteils für Anlieger reserviert. Für einen ersten Besuch reicht ein voller Tag mit Vegueta, Triana und einem Nachmittag an Las Canteras; wer zwei Nächte bleibt, bekommt zusätzlich die Abendstunden, in denen Las Palmas eine ganz normale spanische Hafenstadt ist und kein Ausflugsziel.

Rundreise & Mietwagen

Gran Canaria mit dem Mietwagen – eine Inselrunde in sieben Tagen

Die Inselrunde misst kaum 200 Kilometer und braucht trotzdem eine Woche, weil die interessanten Strecken Serpentinen sind.

Anders als auf größeren Inseln brauchst du hier keine Rundreise mit ständigem Hotelwechsel. Von einem Standquartier im Süden erreichst du jeden Punkt der Insel in maximal anderthalb Stunden, und du fährst abends zurück ans warme, sonnige Ende. Wer mehr Stadt will, teilt die Woche und hängt zwei Nächte in Las Palmas an; wer das Bergland liebt, nimmt eine Nacht am Pass Cruz de Tejeda dazu und erlebt den Sonnenaufgang über der Wolkendecke. Drei Standorte sind auf fünfzig Kilometern Durchmesser dagegen Umzugslogistik ohne Gegenwert.

Eine Woche lässt sich so aufteilen: Tag eins zum Ankommen und für den Strand vor der Haustür. Tag zwei den Dünen und dem Leuchtturm, morgens die Querung, abends die Promenade von Meloneras. Tag drei ins Hochland über die GC-60 durch Fataga nach Tejeda, weiter zum Roque Nublo und über Artenara zurück. Tag vier in den Südwesten mit Puerto de Mogán, Marktbummel und einer Bootstour ab Puerto Rico. Tag fünf nach Las Palmas mit Vegueta, Triana und Las Canteras. Tag sechs in den grünen Norden über Teror und Arucas nach Agaete, mit Bad in den Naturbecken. Tag sieben in den Osten mit dem Barranco de Guayadeque, Agüimes und der Caldera de Bandama.

Zum Fahren selbst: Die GC-1 ist eine gut ausgebaute Autobahn und verbindet Las Palmas, den Flughafen und den gesamten Süden bis Puerto de Mogán – auf dieser Achse kommst du schnell voran. Sobald du abbiegst, ändert sich alles. Bergstraßen wie die GC-60, GC-600 oder GC-210 sind schmal, kurvenreich und teilweise ohne Leitplanke; für vierzig Kilometer brauchst du dort anderthalb Stunden, und wer hinten sitzt, wird bei zügiger Fahrweise blass. Konkret heißt das: Von Maspalomas über die GC-60 durch Fataga nach Tejeda rechnest du gut eine Stunde, von Tejeda weiter zum Parkplatz La Goleta an der GC-600 noch einmal rund eine halbe Stunde, und für die Querung vom Süden über den Kamm nach Las Palmas vergeht ein halber Vormittag, wenn du unterwegs aussteigen willst. Tanke vor der Bergfahrt voll und rechne mit Ziegen, Radfahrergruppen und ab etwa 800 Metern im Norden mit Nebel.

Für kürzere oder längere Aufenthalte lässt sich die Runde skalieren. Bei fünf Tagen streichst du den Ost-Tag und hängst Guayadeque an die Rückfahrt vom Flughafen. Bei zehn bis vierzehn Tagen kommen die Wanderung oder Bootsfahrt zur Playa de Güigüí dazu, ein zweiter Tag in der Cumbre und eine Fährfahrt ab Puerto de las Nieves bei Agaete nach Santa Cruz de Tenerife, die sich als Tagesausflug auf die Nachbarinsel eignet. Ohne eigenes Auto funktioniert die Küste über das Busnetz gut, das Inselinnere dagegen kaum – dort buchst du besser eine geführte Jeep- oder Bustour, statt auf die wenigen Landlinien zu warten.

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Übernachten

Hotels auf Gran Canaria und die passende Küste für deinen Urlaub

Die erste Entscheidung ist auf Gran Canaria nicht das Hotel, sondern die Küste – sie bestimmt Sonne, Wind und Wege.

Meloneras ist die gehobene Adresse des Südens, eine Zeile aus großen Häusern an einer Uferpromenade, die bis zum Leuchtturm führt. Das Lopesan Costa Meloneras Resort & Spa steht mit weitläufigen Gärten, riesigem Spa und Casino für den großzügigen Resortstil, das Hotel Riu Palace Meloneras liegt eleganter und ruhiger an derselben Promenade, wenige hundert Meter von Dünen und Faro entfernt. Zwei Häuser fallen aus dem Rahmen: das Seaside Palm Beach im bewusst erhaltenen Design der Siebziger, mitten in einem Palmenhain am Rand des Dünenfeldes, und das Seaside Grand Hotel Residencia, ein kleines Refugium im Villenstil mit demselben Garten vor der Tür. Direkt am Leuchtturm liegt außerdem das Hotel Faro als Adults-only-Variante mit Dachterrasse.

Playa del Inglés daneben ist größer, lauter, günstiger und näher an Einkaufszentren und Nachtleben – die richtige Wahl, wenn du abends losziehen willst und das Hotel vor allem zum Schlafen brauchst. Wer im selben Ort Ruhe sucht, findet sie im Bohemia Suites & Spa, einem Adults-only-Boutiquehotel mit Rooftop-Restaurant und Wellnessbereich, das sich bewusst vom Umfeld absetzt. Im Südwesten um Puerto Rico, Amadores und Mogán geht es familiärer zu, mit windgeschützten Buchten und kurzen Wegen zu den Booten. Das Cordial Mogán Playa dort ist im Stil eines kanarischen Dorfes angelegt, hat einen ungewöhnlich reichen Garten und beherbergt mit Los Guayres eines der Sternerestaurants der Insel.

Im Norden ist alles anders. Las Palmas ist keine Ferienanlage, sondern eine Hafenstadt, in der du in normalen Stadthotels wohnst, morgens am Stadtstrand schwimmst und abends in Vegueta essen gehst. Die eindrucksvollste Adresse ist das Santa Catalina, a Royal Hideaway Hotel im Doramas-Park – ein Grandhotel mit Wurzeln bis 1890, dessen heutiger Bau von 1952 stammt und das nach umfassendem Umbau 2019 wieder eröffnet hat. Rechne dabei mit dem Klimaunterschied: Der Norden ist grüner, aber wolkiger und ein, zwei Grad kühler, und im Sommer liegt über der Küste häufig eine flache Wolkendecke. Wer sicheren Sonnenschein als Hauptkriterium bucht, bleibt im Süden.

Zur Buchungslogik: Auf Gran Canaria ist der Winter die Hauptsaison. Von November bis März kommen Mittel- und Nordeuropäer wegen der milden Temperaturen, die Häuser im Süden sind dann früh ausgebucht und teurer als im Hochsommer, wenn vor allem spanische Familien reisen. Weihnachten, Neujahr und die Karnevalswochen sind die Spitzen. Umgekehrt bekommst du im Mai, Juni und September dieselben Zimmer deutlich günstiger, bei kaum schlechterem Wetter. All-inclusive ist im Süden verbreitet und rechnet sich vor allem in großen Anlagen abseits der Promenaden; wer in Meloneras, Mogán oder Las Palmas wohnt, isst besser außer Haus, weil die Auswahl vor der Tür liegt.

Hotels in Gran Canaria

Alle 8 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Gran Canaria von Mojo bis Sternerestaurant

Auf jeder ehrlichen Karte stehen die runzligen Kartoffeln, und daran erkennst du eine Küche, die ihr Handwerk ernst nimmt.

Papas arrugadas sind kleine, in stark gesalzenem Wasser gegarte Kartoffeln, die beim Verdampfen eine dünne Salzkruste ansetzen. Dazu gehören zwei Saucen: Mojo rojo aus Paprika, Knoblauch und Kreuzkümmel, kräftig bis scharf, und Mojo verde aus Koriander oder Petersilie, milder und frischer. Der zweite Grundpfeiler ist Gofio, geröstetes Getreidemehl, das die altkanarische Bevölkerung schon vor der spanischen Eroberung aß – heute begegnet es dir als Escaldón, eine dicke Paste aus Gofio und Fischbrühe, oder als Bindemittel in Suppen. Dazu Sancocho canario mit gesalzenem Fisch, Ropa vieja aus Kichererbsen und Fleisch und Conejo en salmorejo, in würziger Marinade geschmortes Kaninchen.

Fisch isst du am besten dort, wo er anlandet. In Puerto de Mogán liegen die Lokale direkt an der Marina, I Love Mogán ist die kleine, gut geführte Adresse mit Blick auf die Boote. In Las Palmas sitzt du an der Plaza de La Puntilla am Nordende von Las Canteras in der Marinera mit Meerblick, oder im Fischerviertel San Cristóbal bei Los Botes, wo die Terrasse fast im Wasser steht. An der Ostküste bei Telde reihen sich in Melenara und Salinetas Fischlokale nebeneinander, in die sich kaum ein Urlauber verirrt. Bestell Vieja, den kanarischen Papageifisch, oder Cherne – gegrillt, mit Papas und Mojo, mehr braucht es nicht.

Nach oben ist die Insel besser bestückt, als der Ruf des Pauschalziels vermuten lässt. Los Guayres im Cordial Mogán Playa kocht moderne kanarische Küche auf Sterneniveau, La Aquarela bei Patalavaca an der Südwestküste ebenso, und in Las Palmas führt Abraham Ortega im Tabaiba eine sehr eigene, stark inselbezogene Linie. In der Hauptstadt sind zuletzt mit Poemas by Hermanos Padrón und Bevir weitere besternte Häuser dazugekommen. Reserviere überall rechtzeitig, gerade in der Wintersaison. Eine Klasse darunter, aber mit eigenem Charakter, stehen das Grillrestaurant El Churrasco Meloneras am Bulevar mit argentinischem Fleisch vom Holzkohlegrill und das Höhlenrestaurant im Barranco de Guayadeque, das komplett in den Tuff geschlagen wurde und seit Jahrzehnten Sonntagsausflügler anzieht.

Zum Trinken bleibst du am besten ebenfalls regional. Tropical und Dorada sind die kanarischen Biere, der Rum aus Arucas kommt aus einer Destillerie, die bis 1884 zurückreicht, und die Weine der DO Gran Canaria wachsen unter anderem rund um Bandama und Monte Lentiscal in vulkanischem Boden. Im Tal von Agaete wächst sogar Kaffee, eine der wenigen Anbauflächen Europas – frag im Ort nach dem lokalen Café de Agaete. Zwei Praxishinweise: Gegessen wird deutlich später als in Deutschland, in einheimischen Lokalen füllt sich der Raum ab 21 Uhr; und statt Mehrwertsteuer gilt auf den Kanaren die niedrigere IGIC, weshalb Restaurantrechnungen und Alkohol hier günstiger ausfallen als auf dem Festland.

Restaurants in Gran Canaria

Alle 8 Restaurants
Anreise & vor Ort

Anreise nach Gran Canaria und unterwegs auf der Insel

Aus Deutschland sind es viereinhalb bis fünf Flugstunden, und auf der Insel geht die Uhr eine Stunde zurück.

Alle Flüge landen am Aeropuerto de Gran Canaria bei Gando an der Ostküste, rund achtzehn Kilometer südlich von Las Palmas und etwa dreißig Kilometer nördlich von Maspalomas – einer der verkehrsreichsten Flughäfen Spaniens, mit Verbindungen aus fast allen größeren deutschen Städten, im Winter täglich mehrfach. Weil die Autobahn GC-1 direkt am Terminal vorbeiführt, bist du mit dem Mietwagen in einer knappen halben Stunde im Süden und in gut zwanzig Minuten in der Hauptstadt. Vom Flughafen fahren außerdem Linienbusse in beide Richtungen; die Fahrt in den Süden dauert je nach Halten etwa eine Stunde. Taxis stehen rund um die Uhr bereit, feste Zonentarife hängen am Stand aus.

Der Mietwagen ist auf dieser Insel kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen Hotelanlage und Insel. Buche in der Wintersaison früh, nimm die kleinste Klasse, die euer Gepäck fasst, und prüfe die Selbstbeteiligung – kanarische Anbieter arbeiten oft mit Voll-zu-voll-Tankregelung und ohne Kaution, was bequem ist. Mautstraßen gibt es nicht, der Kraftstoff ist wegen der Sonderstellung der Kanaren deutlich günstiger als auf dem Festland, und Parken ist außerhalb von Las Palmas selten ein Problem. In der Hauptstadt stellst du den Wagen in ein Parkhaus und gehst zu Fuß weiter, in den Bergdörfern parkst du am Ortsrand.

Ohne Auto kommst du entlang der Küsten gut zurecht. Die Überlandbusse der Gesellschaft Global verbinden den Süden, den Flughafen und Las Palmas mit dichtem Takt, in der Hauptstadt selbst fahren die städtischen Guaguas. Auf den Expressverbindungen zwischen Maspalomas und Las Palmas bist du in etwa einer Stunde am Busbahnhof San Telmo, von dem aus Vegueta und Triana zu Fuß erreichbar sind. Schwieriger wird es im Inselinneren: Nach Tejeda, Artenara oder in die Barrancos fahren nur wenige Kurse am Tag, häufig auf Schulzeiten getaktet. Für diese Ziele lohnen geführte Tagestouren oder ein Mietwagen für zwei, drei Tage.

Für die Nachbarinseln hast du zwei Wege. Ab Puerto de las Nieves bei Agaete setzen Schnellfähren nach Santa Cruz de Tenerife über, ab dem Hafen von Las Palmas fahren zusätzlich Fähren zu weiteren Inseln des Archipels; Inlandsflüge verbinden Gran Canaria täglich mit den größeren Nachbarinseln, El Hierro und La Gomera seltener und teils mit Umstieg auf Teneriffa. Praktisches zum Schluss: Bezahlt wird in Euro, die Kanaren gehören zum Zollgebiet mit eigener Verbrauchsteuerregelung, EU-Roaming gilt uneingeschränkt, und die Sonne steht auch im Januar hoch genug für einen Sonnenbrand – Sonnenschutz gehört hier ganzjährig ins Gepäck, nicht nur im Sommer.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Gran Canaria – und welches zu dir passt

Vegueta & TrianaVegueta & TrianaHier begann 1478 die Geschichte von Las Palmas. Vegueta mit der Kathedrale Santa Ana, der Casa de Colón und dem Museo Canario ist die Altstadt, das anschließende Triana eine Fußgängerachse mit Jugendstilfassaden, Tapasbars und dem Teatro Pérez Galdós.Ideal für: Altstadt & Museen1–2 TageLas Canteras & Santa CatalinaLas Canteras & Santa CatalinaDrei Kilometer feiner Sand hinter einem natürlichen Riff, dazu eine Promenade, auf der abends halb Las Palmas unterwegs ist. Nördlich schließt das Hafenviertel Santa Catalina mit Park, Karnevalsbühne, Wissenschaftsmuseum und der gusseisernen Markthalle an.Ideal für: Stadtstrand & Hafenleben1–2 TageMaspalomasMaspalomasDas Wahrzeichen des Inselsüdens: ein seit 1987 geschütztes Dünenfeld, das bis an den Atlantik rollt, dazu die Lagune La Charca, ein Palmenhain und der Leuchtturm von 1890. Der Strand davor läuft nach Osten in Playa del Inglés und nach Westen in die Promenade von Meloneras aus.Ideal für: Dünen & lange Strandtage3–5 TageMelonerasMelonerasDas ruhigere, gehobene Pendant zu Playa del Inglés, ausgerichtet auf große Resorts und eine Uferpromenade, die an Boutiquen und Restaurants vorbei bis zum Leuchtturm führt. Golfplätze, Spas und Sterneküche liegen hier dichter beieinander als sonst auf der Insel.Ideal für: Resorts & Promenade3–5 TagePlaya del InglésPlaya del InglésDer lebendige Gegenpol zur Stille der Dünen: Hotels, Einkaufszentren und Strandbars reihen sich aneinander, der breite Sandstrand geht nahtlos ins Naturreservat über. Wer abends ausgehen und tagsüber kurze Wege haben will, wohnt hier am günstigsten.Ideal für: Strand & Ausgehen3–7 TagePuerto Rico & AmadoresPuerto Rico & AmadoresZwei Schwesterbuchten in einem Talkessel an der Südwestküste, windgeschützt und mit flachem Einstieg. Von der Marina Puerto Rico starten Wal- und Delfintouren sowie Katamaranfahrten, das hellsandige Amadores nebenan gilt als einer der ruhigsten Badestrände der Insel.Ideal für: Familien & Bootstouren3–5 TagePuerto de MogánPuerto de MogánWeiße Häuser, Bougainvillea und kleine Kanäle, über die Brücken zum Fischerhafen führen – der Beiname Klein-Venedig hält sich hartnäckig. Der Ort ist der ruhigste der Südwestküste, hat gute Fischlokale an der Marina und ist Startpunkt für Tauchgänge und die U-Boot-Fahrt.Ideal für: Hafenbummel & Tauchen2–4 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Gran Canaria im Jahreslauf

Gran Canaria hat keine schlechte Jahreszeit, aber der Unterschied zwischen Nord- und Südküste ist an manchen Tagen größer als der zwischen Januar und Juli.

Das Klima ist subtropisch und wird vom Nordostpassat bestimmt. Er staut die Feuchtigkeit an der Nordflanke der Insel, weshalb Las Palmas und der Norden grüner, wolkiger und im Sommer oft von einer flachen Wolkendecke überzogen sind, während Maspalomas und der Süden im Windschatten liegen und deutlich mehr Sonnenstunden bekommen. Die Werte unten gelten für die Südküste; im Norden liegt es ein bis zwei Grad darunter, im Bergland ab 1.500 Metern zehn Grad und mehr. Regen fällt fast ausschließlich zwischen November und Februar. Mehrmals im Jahr bringt die Calima Saharastaub, dann steigen die Temperaturen sprunghaft und die Sicht wird milchig. Das Meer erreicht im Februar und März mit rund 19 Grad seinen tiefsten und im September und Oktober mit etwa 23 Grad seinen höchsten Wert.

Jan22°15°Wintersonne, Hauptsaison
Feb23°15°Mandelblüte, Karneval
Mär24°16°kühlstes Meerwasser
Apr24°16°warm und ruhig, ideal
Mai25°17°beste Wanderbedingungen
Jun26°19°Passat frischt auf
Jul28°21°windig, Nordküste bewölkt
Aug29°22°wärmster Monat, spanische Ferien
Sep28°22°warmes Meer, weniger Wind
Okt27°20°Wasser am wärmsten, ideal
Nov25°18°mild, erste Regenschauer
Dez23°16°Weihnachten früh ausgebucht

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Gran Canaria sind April, Mai, Oktober und November. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 24 und 27 Grad, das Bergland lässt sich ohne Hitze erwandern, der Passat bläst schwächer als im Hochsommer, und die Preise liegen unter denen der Wintersaison. Für reinen Badeurlaub ist der Zeitraum September bis November am angenehmsten, weil das Meer dann rund 23 Grad erreicht. Wer Wintersonne sucht, reist von Dezember bis März und bekommt 22 bis 24 Grad, muss aber früh buchen und mehr zahlen. Der August ist der wärmste Monat, an der Nordküste jedoch häufig bewölkt und im Süden windig.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Gran Canaria

Wie viele Tage sollte man für Gran Canaria einplanen?
Eine Woche ist das gute Maß: zwei bis drei Strandtage im Süden, ein Tag im Hochland um Tejeda und den Roque Nublo, ein Tag in Las Palmas mit Vegueta und Las Canteras, ein Tag im grünen Norden über Teror und Agaete. Wer nur fünf Tage hat, streicht den Osten. Ab zehn Tagen kommen Güigüí, eine Nacht im Bergland und ein Fährtag nach Teneriffa dazu.
Braucht man auf Gran Canaria einen Mietwagen?
Für die Küsten nicht zwingend – die Überlandbusse verbinden Süden, Flughafen und Las Palmas zuverlässig. Für das Inselinnere schon: Nach Tejeda, Artenara oder in den Barranco de Guayadeque fahren nur wenige Kurse am Tag, und die Anschlüsse passen selten zu einem Tagesausflug. Wer die Bergstraßen sehen will, mietet mindestens für zwei, drei Tage einen kleinen Wagen oder bucht eine geführte Tour.
Wo ist es auf Gran Canaria am wärmsten und sonnigsten?
Im Süden und Südwesten zwischen Maspalomas und Mogán. Die Bergkette in der Inselmitte fängt die Passatwolken ab, sodass sie den Süden meist nicht erreichen – dort scheint die Sonne verlässlicher, es regnet kaum, und die Buchten um Puerto Rico und Amadores liegen zusätzlich im Windschatten. Der Norden um Las Palmas ist grüner, aber wolkiger und ein bis zwei Grad kühler.
Wann ist die beste Reisezeit für Gran Canaria?
April, Mai, Oktober und November bieten das beste Gesamtpaket: 24 bis 27 Grad, wenig Wind, gute Wanderbedingungen und Preise unter dem Winterniveau. Fürs Baden sind September bis November am angenehmsten, weil das Meer dann rund 23 Grad erreicht. Wintersonne von Dezember bis März bringt verlässliche 22 bis 24 Grad, ist aber die teuerste und am frühesten ausgebuchte Zeit.
Welcher Ort auf Gran Canaria eignet sich am besten für Familien?
Der Südwesten. Amadores und Puerto Rico liegen in geschützten Buchten mit flachem Einstieg und kaum Wellengang, dazu starten dort die Bootstouren. Meloneras ist die ruhigere, gehobene Variante mit Promenade, Playa del Inglés die günstigere mit kurzem Weg zu Einkaufszentren. Am Atlantik solltest du überall auf das Flaggensystem achten, auch an vermeintlich harmlosen Stränden.
Wie kommt man vom Flughafen nach Maspalomas?
Der Flughafen liegt an der Autobahn GC-1, rund dreißig Kilometer nördlich von Maspalomas. Mit dem Mietwagen oder Taxi bist du in einer knappen halben Stunde da, mit dem Linienbus je nach Halten in etwa einer Stunde. Die Taxitarife hängen als Zonenpreise am Stand aus. Nach Las Palmas in die andere Richtung brauchst du mit dem Auto gut zwanzig Minuten.
Darf man durch die Dünen von Maspalomas laufen?
Ja, aber nur auf den ausgeschilderten Querungswegen. Das Gebiet ist seit 1987 Naturreservat, größere Zonen sind zur Regeneration gesperrt, und Drohnen sind verboten. Für die Querung vom Rand in Playa del Inglés bis zum Leuchtturm rechnest du gut eine Stunde – ohne Schatten, ohne Wasser unterwegs. Früher Morgen oder später Nachmittag sind die einzigen wirklich angenehmen Zeitfenster.
Wie anstrengend ist die Wanderung zum Roque Nublo?
Überraschend leicht. Vom Parkplatz La Goleta an der GC-600 sind es etwa anderthalb Kilometer je Richtung auf breitem Weg, dreißig bis fünfundvierzig Minuten hinauf, mit moderatem Anstieg. Anspruchsvoll ist nicht das Gelände, sondern die Umgebung: kein Schatten, kräftige Höhensonne, oft Wind und ab Mittag aufziehende Wolken. Feste Schuhe, Wasser und eine Jacke gehören dazu.
Was sollte man auf Gran Canaria unbedingt essen?
Papas arrugadas mit Mojo rojo und verde sind die Basis. Darüber hinaus lohnen Escaldón aus Gofio, Sancocho canario mit gesalzenem Fisch, Conejo en salmorejo und der mit Distelblüten dickgelegte Queso de Flor de Guía. Als Nachtisch Bienmesabe aus Tejeda, dazu ein Wein der DO Gran Canaria, Rum aus Arucas oder Kaffee aus dem Tal von Agaete.
Wo kann man auf Gran Canaria surfen und windsurfen?
Zum Wellenreiten an die Playa de La Cícer am Südende von Las Canteras in Las Palmas, wo mehrere Surfschulen sitzen, oder an das anspruchsvollere El Confital hinter La Isleta. Windsurfer und Kiter fahren nach Pozo Izquierdo an der Ostküste, wo der Passat fast täglich anzieht und internationale Wettbewerbe ausgetragen werden. Im geschützten Südwesten ist es dagegen meist zu windstill.
Welche Bergdörfer auf Gran Canaria lohnen sich?
Tejeda auf gut tausend Metern gilt als eines der schönsten Dörfer Spaniens und ist für Mandelprodukte bekannt. Artenara darüber ist der höchstgelegene Ort der Insel, mit Höhlenhäusern und einer Kapelle im Fels. Dazu Teror mit der Wallfahrtsbasilika und den Holzbalkonen, Fataga im Süden an der GC-60 und Agüimes im Osten am Eingang des Barranco de Guayadeque.
Kann man auf Gran Canaria das ganze Jahr im Meer baden?
Grundsätzlich ja. Das Wasser liegt im Februar und März bei rund 19 Grad und erreicht im September und Oktober etwa 23 Grad – kühler als im Mittelmeer im Sommer, aber ganzjährig badbar. Wichtiger als die Temperatur ist die Brandung: An offenen Stränden wie Maspalomas gibt es Strömungen, geschützt baden Kinder besser in Amadores, Puerto Rico oder hinter dem Riff der Playa de Las Canteras.
Lohnt sich ein Tagesausflug nach Teneriffa?
Wenn du eine Woche oder länger bleibst, ja. Ab Puerto de las Nieves bei Agaete setzen Schnellfähren nach Santa Cruz de Tenerife über, alternativ fliegen Inlandsmaschinen mehrmals täglich. Für einen Tag reicht es für die Hauptstadt oder La Laguna, nicht aber für den Teide-Nationalpark – dafür planst du besser eine Übernachtung ein und mietest drüben ein Auto.

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Gran CanariaAuf fünfzig Kilometern Durchmesser liegen hier Wanderdünen am Atlantik, Kiefernwald auf 1.800 Metern und eine Hafenstadt mit Kolonialaltstadt – oft an einem einzigen Tag.

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