Die Kathedrale San Giovanni Battista, der Duomo di Torino, ist die einzige große Renaissancekirche der Stadt und liegt am Rand des historischen Zentrums neben den römischen Resten der Porta Palatina. Bekannt ist sie vor allem für eine Reliquie von Weltrang: Hier wird das Grabtuch von Turin aufbewahrt, jenes Leinentuch, das der Überlieferung nach den Körper des gekreuzigten Christus umhüllte und auf dem sich der Abdruck eines Mannes abzeichnet. Das Original wird nur zu seltenen, im Voraus angekündigten Ostensionen öffentlich gezeigt und ist sonst geschützt verwahrt. Für Besucher gibt es jedoch eine Dokumentation in der Kirche, die die Geschichte des Tuchs, seine wissenschaftliche Untersuchung und seine Bedeutung erläutert, sodass sich der Besuch auch außerhalb der Ostensionen lohnt. Eine originalgetreue Kopie vermittelt einen Eindruck vom Aussehen der Reliquie. Architektonisch ist der Duomo schlichter als viele andere italienische Kathedralen, doch gerade als Renaissancebau in einer ansonsten von Barock geprägten Stadt ist er bemerkenswert. Der freistehende Glockenturm an seiner Seite gehört zu den ältesten erhaltenen Bauten dieses Stadtteils. Die Lage macht den Besuch besonders lohnend: Direkt nebenan stehen die Porta Palatina, eines der besterhaltenen römischen Stadttore Italiens, und die Reste des römischen Theaters. Zusammen mit dem angrenzenden Quadrilatero Romano lässt sich hier ein Spaziergang durch die antiken und frühen Wurzeln Turins unternehmen. Der Eintritt in die Kirche ist frei.
Eine schlichte Renaissancekathedrale, die vor allem für das Grabtuch von Turin bekannt ist. Das Original der Reliquie ist geschützt verwahrt und wird nur zu seltenen Ostensionen gezeigt; eine Dokumentation und eine Kopie in der Kirche erläutern seine Geschichte und Bedeutung. Sehenswert sind außerdem der freistehende Glockenturm und die unmittelbare Nachbarschaft zu den römischen Resten der Stadt. Der Eintritt ist frei.
Die Kathedrale wurde Ende des 15. Jahrhunderts als einzige große Renaissancekirche Turins errichtet. Das Grabtuch kam später in den Besitz des Hauses Savoyen und wird seit dem 16. Jahrhundert mit Turin verbunden. Es ist Gegenstand jahrhundertelanger Verehrung und wissenschaftlicher Untersuchung.
