Auf dem Dach des Lingotto schwebt Renzo Pianos „Scrigno", der Schatzkasten der Pinacoteca Agnelli. Die kompakte, aber hochkarätige Sammlung der Industriellenfamilie Agnelli ist in diesem schwebenden Pavillon untergebracht und gehört zu den besonderen Kunstorten Turins – nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen der Qualität und der ungewöhnlichen Architektur. Die ständige Sammlung umfasst nur wenige Dutzend Werke, doch jedes ist ein Höhepunkt. Der Bogen reicht von venezianischen Veduten Canalettos und Tiepolos über Impressionismus bis zu Matisse, Modigliani und Picasso. Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die den Bestand in einen aktuellen Dialog setzen. Das eigentliche Erlebnis ist die Verbindung von Kunst und Ort. Der Besuch lässt sich mit einem Rundgang über La Pista 500 verbinden – die historische Teststrecke auf dem Dach der ehemaligen Fiat-Fabrik, auf der einst fertige Autos ihre Runden drehten. Heute ist sie ein begrünter Hochgarten mit Kunstinstallationen, über den man auf der ovalen Bahn entlangspazieren kann, mit freiem Blick über die Stadt und den Bogen der Westalpen am Horizont. Die Lage im Lingotto-Ensemble macht den Besuch zum idealen Baustein eines Tages im Süden Turins. Automobilmuseum MAUTO und das erste Eataly liegen in unmittelbarer Nähe, sodass sich Kunst, Industriegeschichte und Genuss bequem an einem Ort verbinden lassen. Für den Besuch der Sammlung ist ein Ticket erforderlich.
Eine kompakte, aber hochkarätige Sammlung im schwebenden Pavillon „Scrigno" auf dem Lingotto-Dach. Nur wenige Dutzend Werke, doch jedes ein Höhepunkt – von Canaletto und Tiepolo bis zu Matisse, Modigliani und Picasso, ergänzt um Wechselausstellungen. Das Erlebnis verbindet sich mit einem Rundgang über La Pista 500, die begrünte historische Dachteststrecke mit Kunstinstallationen und freiem Blick auf Stadt und Alpenbogen.
Der Lingotto war eine der modernsten Fabriken ihrer Zeit; auf seinem Dach testete Fiat die fertigen Wagen. Renzo Piano verwandelte das Gebäude in einen Kultur- und Geschäftskomplex und setzte den Pavillon für die Sammlung der Agnelli als schwebenden „Scrigno" auf das Dach.
