Turin gilt in esoterischen Kreisen als Eckpunkt gleich zweier geheimnisvoller Dreiecke – jenes der weißen und jenes der schwarzen Magie. Aus diesem Ruf macht die abendliche Tour Torino Magica seit Jahren eines der unterhaltsamsten Stadtprogramme nach Sonnenuntergang, das Reisende wie Einheimische anzieht. Es ist die ideale Aktivität für einen Abend, an dem man die Stadt von ihrer geheimnisvollen Seite kennenlernen möchte. Ausgangspunkt ist in der Regel die Piazza Statuto, die in den Legenden als finsterster Ort der Stadt gilt. Von dort führen die Erzähler zu den „magischen" Schauplätzen Turins: zu Plätzen und Palästen mit Teufelslegenden, zu Fassaden voller Freimaurer- und alchemistischer Symbole und schließlich zur Gran Madre di Dio, deren Statue mit dem Kelch als Hinweis auf das Versteck des Heiligen Grals gedeutet wird. Der besondere Reiz der Tour liegt in der Mischung aus Schauer und Substanz. Während die Geschichten für Gänsehaut sorgen, vermitteln sie nebenbei viel echte Stadtgeschichte: über das Turin der Savoyer, über Persönlichkeiten wie Nostradamus und Cagliostro, die mit der Stadt in Verbindung gebracht werden, und über die symbolische Architektur, die im Alltag leicht übersehen wird. So lernt man Turin auf eine Weise kennen, die kein klassischer Museumsbesuch bietet. Die Tour dauert rund zweieinhalb Stunden und verläuft als gemütlicher Spaziergang durch das nächtliche Zentrum. Bequeme Schuhe und etwas Freude am Geheimnisvollen genügen. Da die Erzählungen den Kern der Erfahrung bilden, lohnt es sich, auf eine deutsch- oder englischsprachige Führung zu achten.
ortskundiger Erzähler






























