In der holzgetäfelten Stube von Al Bicerin an der Piazza della Consolata wird seit 1763 das gleichnamige Turiner Nationalgetränk serviert. Der Bicerin – piemontesisch für „kleines Glas" – besteht aus Espresso, heißer Schokolade und kalter Sahne, sorgsam in Schichten in ein Glas gefüllt, sodass sich die drei Komponenten erst beim Trinken vermischen. Hier, an seinem Ursprungsort, schmeckt er besonders. Das Café ist winzig: Wenige Marmortischchen, gedämpftes Kerzenlicht und eine Vitrine voller hausgemachter Pralinen machen den kleinen Raum zu einem der atmosphärischsten Orte Turins. Über zweieinhalb Jahrhunderte hat sich an der Einrichtung wenig geändert, was dem Lokal seinen authentischen Charakter bewahrt hat. Die Geschichte des Hauses ist eng mit der Kulturgeschichte der Stadt verwoben. Zu den Gästen zählten über die Jahrhunderte prominente Namen wie der Schriftsteller Alexandre Dumas und der Komponist Giacomo Puccini, die das Bicerin in ihren Berichten und Briefen erwähnten. Auch heute reihen sich Turiner und Reisende gleichermaßen an die wenigen Tische. Genau diese Beliebtheit hat eine Kehrseite: Vor dem kleinen Lokal bildet sich oft eine Schlange. Am kürzesten ist sie in der Regel am Vormittag, sodass sich ein früher Besuch lohnt. Wer den Bicerin am Ursprungsort probieren und ein Stück Turiner Kaffeehauskultur erleben möchte, sollte etwas Geduld mitbringen – sie wird mit einem der besonderen Genussmomente der Stadt belohnt.
Im Mittelpunkt steht der Bicerin, das geschichtete Turiner Getränk aus Espresso, heißer Schokolade und kalter Sahne. Dazu kommen hausgemachte Pralinen und weitere klassische Kaffeehaus-Spezialitäten der piemontesischen Süßwarentradition.
Ein winziger, holzgetäfelter Raum mit wenigen Marmortischchen, gedämpftem Kerzenlicht und einer Pralinenvitrine. Über zweieinhalb Jahrhunderte kaum verändert – einer der atmosphärischsten und authentischsten Orte der Stadt.
