Der Parco del Valentino zieht sich mit alten Platanenalleen und weiten Wiesen am linken Po-Ufer entlang und ist seit dem 19. Jahrhundert der Lieblingspark der Turiner. Als einer der ältesten öffentlichen Parks Italiens verbindet er Erholung, Geschichte und Architektur auf engem Raum und ist zu jeder Tageszeit und Jahreszeit ein beliebter Treffpunkt.
Mittendrin steht das Castello del Valentino, eine ehemalige Residenz des Hauses Savoyen mit französisch anmutenden Mansarddächern, die heute zum UNESCO-Welterbe der Savoyer-Residenzen gehört und von der Architekturfakultät genutzt wird. Ganz in der Nähe blüht der Rosengarten, der besonders im Frühsommer einen Besuch lohnt.
Ein weiteres Wahrzeichen ist das Borgo Medievale, ein originalgetreu nachgebautes Mittelalterdorf samt Burg, das für die italienische Generalausstellung 1884 errichtet wurde. Es bildet Häuser, Werkstätten und Befestigungen aus dem Piemont des 15. Jahrhunderts nach und lässt sich frei durchstreifen, während die Rocca, die Burg, ein Ticket verlangt.
Vor allem aber ist der Valentino ein lebendiger Stadtpark: Morgens drehen Jogger ihre Runden, nachmittags breiten Familien und Studenten ihre Picknickdecken aus, abends spazieren Paare am Fluss entlang. Vom Park führen die schönsten Uferwege weiter, etwa für eine Radtour am Po. Der Eintritt in den Park ist frei.