Die Basilica di Santa Maria della Steccata liegt nur wenige Schritte von der Piazza Garibaldi entfernt und gilt als Parmas schönste Kirche der Renaissance. Der Bau aus dem 16. Jahrhundert folgt dem Grundriss eines griechischen Kreuzes – einem Zentralbau, der den klassischen Idealen der Epoche entspricht und den Innenraum nach allen Seiten gleichmäßig öffnet. Die ausgewogene Architektur macht die Steccata zu einem der reinsten Renaissance-Sakralräume Norditaliens. Berühmt ist die Kirche vor allem für die Fresken von Parmigianino am großen Bogen des Presbyteriums. Der Maler arbeitete jahrelang an der Darstellung der klugen und törichten Jungfrauen, einem Werk, das zu den Schlüsselarbeiten des Manierismus zählt. Die elegant verlängerten Figuren und die raffinierte Komposition zeigen den unverwechselbaren Stil Parmigianinos, der neben Correggio das künstlerische Profil Parmas im 16. Jahrhundert prägte. Unter der Kirche liegt die Krypta, in der die Herzöge von Parma aus dem Haus Farnese und ihren Nachfolgedynastien bestattet sind. Damit ist die Steccata nicht nur ein religiöser, sondern auch ein dynastischer Ort, der eng mit der Geschichte des Herzogtums verbunden ist. Zudem dient die Kirche als Sitz des Konstantinordens, eines Ritterordens mit langer Tradition. Der Eintritt ist frei, was die Steccata zu einem unkomplizierten Halt bei einem Stadtrundgang macht. Die zentrale Lage erlaubt es, den Besuch mit einem Bummel über die Strada Farini und einem Aperitivo in einer der dortigen Bars zu verbinden – eine Kombination, die das geistige und das gesellige Parma auf engem Raum zusammenbringt.
Den Presbyteriumsbogen mit Parmigianinos Fresken im verfügbaren Licht festhalten.






























